Übernachten mit dem Mobil in Polen?

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  • Hallo,
    unser nächster "Ausritt" mit dem Mobil steht kurz bevor.
    Eigentlich steht/stand der das Zittauer Gebirge und die Umgegend auf dem Programm, aber bei uns ist das mit den Reisezielen immer so eine Sache :cool: ... Es wäre nicht das erste Mal, das wir völlig entgegengesetzt unterwegs sind. Wir fahren auch gern dahin, wo schönes Wetter ist, dafür ist man ja auch mit dem Mobil unterwegs :zwink: .
    Möglicherweise führt uns unsere Fahrt auch wieder nach Polen, da es uns letztes Jahr dort gut gefallen hat. Allerdings nicht Masuren, dafür reicht die Zeit nicht. Wir werden nur 10 Tage unterwegs sein.
    Wie ist das denn nun, darf man in Polen mit dem Mobil frei stehen? Wir würden das gern als Option im Hinterkopf haben. Erfahrungsgemäß ist auf den polnischen Campingplätzen an den Wochenenden die Hölle los, und wenn möglich, würden wir das umgehen. Tereska?? Please Help :help::D

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Hy du "Suzuki - Quäler"
    Polen und frei übernachten? Wer fragt das? Du wohnst doch quasi in der Grenzregion.



    Also, als wir vor 10 Jahren das letzte Mal dort waren, ich meine länger und nicht nur transitmäßig durchgereist sind, haben wir alles gehabt. Mit dem Wohnwagen auf dem Campingplatz aber auch frei gestanden, mit und ohne Strom, was bei einem WoWa ja noch viel wichtiger war, wie auch ohne Wasser. Wir hatten sogar mal mit dem Kühlschrank die Starter-Batterie total leer gesaugt. Und der Wagen stand so beschiss... dass wir ihn zu 2 nicht bewegt bekamen. Erst drei junge Polen halfen uns mit einer Abschleppaktion. Und das Interessante war dabei noch, dass beides, Wagen und Wohnwagen für 5 Tage unverschlossen dort gestanden hatten und nach unserer Rückankunft nichts fehlte. Okay, war nicht Warschau, Bromberg oder Danzig eben.



    Wir haben jedoch auch frei gestanden und als wir paddelnd unterwegs waren, selbst an der Krytina, war es nie ein Problem.



    Aber da sprichst du einfach den Bauern oder Landwirt an und rückst ihm einen oder zwei Euro in die Hand und bekommst dafür sogar anschließend noch frische Milch gebracht, oder Heidelbeerpfannkuchen.

  • Ist ja auch wunderschön! Aber wenn ihr euch das Zittauer Gebirge vornehmt, dann macht doch einen Schwenk in die Böhmische Schweiz. Ist genauso schön wie die Sächsische Schweiz, nur nicht ganz so überlaufen und sehr ursprünglich. Und was man da in den kleinen Landgasthöfen so serviert bekommt, damit möchte man sich in einem unbeobachteten Moment am liebsten einreiben. :-) Einfach und lecker!!!!


    Viel Spaß!
    VG, Dorit

  • Hallo Heiko,
    ich kann dir keine eindeutige Antwort auf Deine Frage geben. Sagen wir es mal so: es wird praktiziert. Viele machen es auch so, dass sie Förster oder Bauern (beispielsweise) fragen, ob es möglich ist, irgendwo zu übernachten.
    Es ist so, dass es rechtlich kompliziert ist.
    In der polnischen Straßenverkehrsordnung gibt es nicht mal den Begriff Wohnmobil (auf Polnisch kamper) und soviel ich weiß, fallen Wohnmobile unter Sonderfahrzeuge. Es ist so ein bisschen eine Grauzone.


    Wo möchtet ihr hin?

  • Danke für eure Anteilnahme :D!
    So wie die Wetteraussichten zurzeit sind, lassen wir wohl das (Zittauer) Gebirge ausfallen. Zum Wandern bei diesen angekündigten Temperaturen haben wir keine Lust :floet: ...
    Ich glaube, wenn man eine schöne Stelle findet, ist man mit fragen am besten dran und macht nix verkehrt. Danke.
    Tereska, letztes Jahr waren wir in Pommern/Westpommern (Czaplinek/Walcz...). So in etwa würde es diesmal auch wieder werden. Aber da sind wir flexibel. Es wird nur nicht allzu weit ins Land hinein gehen, da uns dafür die Zeit fehlt. Ein bisschen Urlaub soll ja neben der Fahrerei auch noch bleiben :-)...
    Wir haben uns noch schnell "Mit dem Wohnmobil nach Polen" bestellt. Das Buch wird hoffentlich heute ankommen und ich denke, da finden wir auch ein paar nützliche Tipps.

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Hallo Tereska, hallo Heiko
    Aber ist es denn nicht in vielen Ländern Europas so, dass mensch "zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" auf öffentlichen Flächen parken darf. Und dabei ist es total unerheblich, ob es ein WoMo oder WoWa, ob es ein LKW oder ein PKW ist.
    Bist du nun "zufällig" in einem Wohnmobil unterwegs, so musst du natürlich nicht im Fahrersitz schlafen, sondern darfst dich durchaus ins Bett legen. Auch kann niemand von dir erwarten, am nächsten Morgen mit leerem Magen weiter zu fahren, ein Frühstück ist also auch noch drin. Aber alles Weitere, z.B. Grillen etc., oder auch eine weitere Nacht am gleichen Platz, könnte, so lange es sich um öffentlichen Verkehrsraum handelt, als "unerlaubte Sondernutzung" ausgelegt und mit Bußgeld geahndet werden.
    Und mit dieser Einstellung bin ich bisher in Europa, da wo ich unterwegs war, noch nirgends angeeckt.
    Auch in Dedutschland gibt es dazu in der Straßenverkehrsordnung keine entsprechende ausdrückliche Regelung, die das Übernachten oder Schlafen ausdrücklich verbietet oder eben erlaubt.
    Also auch hier eben Grauzone.

  • Ich empfehle bei Polen ja immer ganz gerne, auf die Beschriftung "pole namiotowe" zu achten. Das bedeutet eigentlich nicht viel mehr als Zeltplatz und meistens sind die sehr einfach ausgestattet. Es ist schon viel, wenn es dort eine Sitzbank und einen Grillplatz gibt, ähnlich wie auf rabes Bildern. Wenn der Untergrund hart genug ist und der Besitzer des Platzes erlaubt, kann man dort auch herrliche Abende und Nächte verbringen. Oftmals kommt der Besitzer bei einer Hunderunde abends vorbei und sammelt das Geld ein.




    Aber ist es denn nicht in vielen Ländern Europas so, dass mensch "zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" auf öffentlichen Flächen parken darf.


    So pauschal würde ich das nicht sagen. Länder wie Kroatien und Niederlande machen da schon Unterschiede, ob nun ein Fernfahrer seiner gesetzlichen vorgeschriebenen Ruhezeit auf einem Autobahnrastplatz nachkommt oder ein Wohnmobilist seine Fahrtüchtigkeit in idyllischer Strandlage wiederherstellen möchte. Auch innerhalb von Staaten gibt es oft unterschiedliche Handhabungen, ich denke da nur an Tirol, wo das freie Übernachten grundsätzlich geahndet wird.
    Und dann kommt natürlich noch hinzu, wie touristisch eine Region ist. Ich hatte mal eine nette Unterhaltung mit einem Polizisten auf der dänischen Insel Rømø. Der sagte mir, dass das freie Übernachten auf der gesamten Insel verboten sei. Man könne aber auf dem Damm schlafen, der die Insel mit dem Festland verbindet, weil dieser rein rechtlich zum Festland gehöre.
    Blöd war nur, dass er mir diese Auskunft nachts um halb 1 gab und dafür 75 Euro von mir wollte. :angel: Und es war auch anschließend noch eine unruhige Nacht, denn auf dem schmalen Parkplatz des Damms kam alle zehn Minuten ein neues Wohnmobil an, das kostenpflichtig von der Insel verscheucht wurde :D

  • Also Michael, ich muss sagen, dass ich noch nie Probleme hatte, also weder mit dem "nur" PKW noch mit angehängtem Wohnwagen. Wobei ich auch sagen muss, dass ich mich nie irgendwo "campingsmäßig" hingestellt habe.
    Selbst mit dem Bike nicht, wobei ich da meistens auf den Aufbau des Zeltes verzichtet habe, soweit es eben das Wetter zuließ.


    Aber insgesamt kann ich nur sagen oder feststellen:
    Ich sollte schon überlegen, ob ich eben auf der "Durchreise" bin oder vorhabe, ein paar Tage (Nächte) zu verbleiben. Wenn letzteres der Fall ist dann eben CP, oder mindestens ausgewiesenen Stellplatz anfahren. Ich finde, an den paar Euronen kann es nicht scheitern. Wenn ich mir jedoch manchmal die großen "Dickschiffe" anschaue, die auf Stellplätzen oder gar "frei" in der Landschaft hingestellt werden kommen mir dann doch so einige Fragen.


  • Also Michael, ich muss sagen, dass ich noch nie Probleme hatte, also weder mit dem "nur" PKW noch mit angehängtem Wohnwagen.


    Ist zwar alles ein wenig offtopic (notfalls kann ich es ja verschieben), aber bis auf die sehr freundliche Polizeibekanntschaft auf Rømø hatte ich bisher auch keine weiteren Erlebnisse. Du weißt ja selber: Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber in manchen Regionen gibt es halt eher mal einen "Kläger" als in anderen. Mehr wollte ich damit gar nicht sagen.
    Ich hatte übrigens innerhalb Essens drei Jahre im Wohnmobil gelebt. Und du als ehemaliger Ruhrgebietler kennst sicher den Baldeneysee. Weißt du wie schön das war, morgens auf den Wanderparkplätzen aufzuwachen und auf den See zu blicken? Beschwert hat sich nie jemand, aber eben auch, weil - wie du schon sagtest - ich mich benommen habe: Kein Camping, kein Müll, kein Grill. Schlichtes Parken und im Auto übernachten.

  • Ups DREI Jahre im Wohnmobil, und das dann noch am Baldenayse, whow.
    Erinnert micvh ein wenig an "My home is my castle" von einem NRW'ler, der seit einigen Jahren mit einem Kleinlaster (< 7,5 t) unterwegs ist, überwiegend in Osteuropa. Naja, ist schon klasse, aber für mich wäre das nichts (mehr). Diese Zeiten sind vorbei. Zumindest wenn mensch einen festen Job hat.
    Aber vielleicht muss ich bald ja auch mehr mobil leben, wenn ich ein neues Jobangebot annehmen, das 400 km von mir entfernt ist, aber mit Hauptsitz "homeoffice", Aber trotzdem wird es wohl mal ein paar Tage vor Ort sein.
    Aber dann eben in meinem Duc, nicht in einem Möbelkoffer oder vollintegrierten.

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