Jüdische Spuren in Warschau

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  • Ich habe letztens versprochen, dass ich über jüdische Spuren in Warschau schreiben werde. Es hat etwas gedauert, aber jetzt kommt's.
    Ich hatte leider nicht so viel Zeit mir alles anzusehen, was ich wollte. Deswegen nur ein paar Impressionen.


    Das ist die einzige Synagoge namens Nozyk-Synagoge, die lange vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde und nicht ganz zerstört wurde. Heute finden hier regelmäßig Gebete statt. Um sie herum befinden sich Hochhäuser, man muss schon in eine Hochhaussiedlung reingehen, um sie zu sehen.




    Hier ist der Eingang in das Jüdische Theater, das Vorstellungen auf polnisch und jidisch präsentiert.


    Das Foto zeigt eines der drei Janusz-Korczak-Denkmale in Warschau. Janusz Korczak war ein Arzt und Kinderbuchautor, der seine Kinder aus dem Waisenhaus im Warschauer Ghetto ins Vernichtungslager begleitet hat und da zusammen mit ihnen ums Leben gekommen ist.


  • Der Besuch im ehemaligen Ghetto in Warschau war für mich sehr bewegend.
    Das erste Foto zeigt das Denkmal auf dem Umschlagplatz am Warschauer Ghetto. Von hier aus wurden die Juden ins Vernichtungslager deportiert. Heute befindet sich hier ein Monument.


    Hier ist das Warschauer Ghetto-Ehrenmal abgebildet. Es erinnert an den Aufstand im Ghetto 1943. Das ist der Ort, an dem Willy Brandt auf die Knie sank.



    Dieses Haus machte auf mich einen sehr großen Eindruck. Es steht in der Prozna-Straße. Es gehörte zum Warschauer Ghetto und befindet sich bis heute in dem Zustand von damals. Das Gebäude steht zusammen mit den benachbarten Häusern unter Denkmalschutz. Seit 2004 findet hier das Festival of Jewish Cultur statt.
    Die Bilder am Haus zeigen die jüdischen Bewohner Warschaus.


  • Danke für die Bilder! Ich hatte irgendwie im Hinterkopf, dass vom jüdischen Warschau außer den diversen Denkmälern, die an die leidvolle Geschichte erinnern, nichts mehr übrig sei. Deshalb hat es mich jetzt doch etwas überrascht, dass es dort eine Synagoge gibt, die sogar den Krieg überlebt hat. Schön zu wissen, dass es das gibt.


    Hier mal der Kartenausschnitt dazu. Das jüdische Theater ist direkt daneben. Irgendwie wirkt der Altbau der Synagoge inzwischen wie ein Fremdkörper zwischen den ganzen modernen Hochhäusern...


    [map]twarda 6, warszawa[/map]

  • Hallo Alex,
    Du hast Recht, die Synagoge wirkt so. Dabei ist es eigentlich umgekehrt. Denn normalerweise muss man die Hochhäuser als Fremdkörper bezeichnen. Die Synagoge ist gar nicht von der Hauptstraße zu sehen.
    Die unteren zwei Bilder habe ich an der Synagoge gemacht und sie steht jetzt genau hinter mir.


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