Überwinterung der Batterie

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  • Ich war vorhin mal auf dem Bauernhof bei unserem Womo. Das steht dort mit sieben weiteren Fahrzeugen überdacht, aber nicht frostgeschützt. Heute ist mir aufgefallen, dass unser Fahrzeug das einzige ist, das nicht am Strom angeklemmt ist.
    Eigentlich habe ich mir nie viele Gedanken dazu gemacht, weil wir ja oft auch im Winter unterwegs sind und die ein bis drei Wochen Standzeit dazwischen braucht der Wagen keinen Strom. Aber jetzt stehen wir doch schon etwas länger und ich frage mich, ob ich vielleicht doch etwas falsch mache?


    Ich gebe zu, dass ich jemand bin, der extrem ungerne einen Stecker in der Steckdose lässt. Selbst wenn wir nur eine Nacht weg sind, nehmen wir hier in der Wohnung alle Sicherungen raus. Und ich könnte mich jetzt nicht wirklich damit anfreunden, das Womo zwei Wochen lang an der Steckdose zu haben ohne es zu sehen. Macht ihr das oder ignoriert ihr das genauso wie ich? Gibt es irgendwelche Faustregeln, ab welcher Standzeit man die Batterie ans Stromnetz schließen sollte? Oder hängt das gar nicht mit der Zeit, sondern mehr mit der Temperatur zusammen? ?(

  • Hallo Michael
    Okay, ich hab's einfacher, mein KaWa steht direkt bei mir am Haus.
    Aber ich nehm ihn so alle vier Wochen unter Strom, wenn er längere Zeit steht, damit die Akkus nicht komplett leer werden. Unter Strom nehmen heißt dann jedoch nur für ein bis zwei Tage. Ich seh's ja an der Ladeanzeige.
    Aber so einen richtigen Kopf habe ich mir dazu auch noch nie gemacht, muss ich gestehen. Weiß eben nur dass Tiefentladung für alle Akkus nicht gerade unproblematisch sind.
    Bin jetzt aber auch mal auf unsere Fachmenschen und ihre Antworten gespannt.

  • unser Gonzi steht immer am Strom, wen er zuhause im Carport steht. Dieseltank randvoll und Wasser- und Abwassertank leer mit offenen Ventilen.
    Das eingebaute Ladegerät lädt die Batterien (Aufbaubatterien und Starterbatterie) bis 13.2 Volt. Mehr nicht.
    Steht auch so in der Bedienungsanleitung, dass man die Batterien damit niemals komplett voll bekommt. Also werden sie normalerweise auch nicht überladen.
    Den Rest muss die Lichtmaschine oder die Solaranlage bringen (was beides im Carport nicht wirklich funktioniert :) )
    Aber, und das haben wir gerade vor 3 Wochen erlebt, wenn eine Batterie nach einigen Jahren den "plötzlichen Tod" erleidet, weil eine oder mehrere der 6 Zellen durch den Schlamm der Jahre einen Kurzschluss haben, dann hat die Batterie nur noch ca. 10.8 Volt und fängt an zu kochen, wenn sie mit 13,2 Volt weiter geladen wird. Hatten wir gerade, daher ist das Thema schon interessant.
    Ich schaue regelmäßig nach dem Mobil und der Batteriespannung, so dass ich diesen "Unfall" recht schnell bemerken und die Batterie ausbauen konnte.
    Wenn das Fahrzeug nicht direkt erreichbar ist, würde ich evtl. ein kleines Gerät zur Ladererhaltung anschließen evtl. sogar mit Zeitschaltuhr. Sowas habe ich auch für meine "Reservebatterie". Das Gerät liefert nur 0,3 Ampere und hört automatisch auf zu Laden, wenn die Batterie voll ist. Dadurch wird der "normale" Verlust, für Speicher des Radios, Uhr, Selbstentladung etc. aufgefangen und die Starterbatterie ist immer betriebsbereit.
    Unser Mobil hat nur Starterbatterien, auch im Aufbau nutzen wir normale Blei-Säure-Batterien. Vorteil: Falls die Starterbatterie mal ausfällt, kann ich austauschen. Außerdem verkraften Starterbatterien die hohen Ströme bei Wechselrichterbetrieb deutlich besser als Solar oder sogenannte Aufbaubatterien. Nachteil: Lebensdauer ca. 5 -6 Jahre, dann sind sie meist hin. Aber sie kosten auch nicht viel, im Vergleich zu AGM oder Lithium-Batterien. Habe vor 3 Wochen 77 Euro für eine 110 AH-Batterie bezahlt...


    Eine Batterie im Winter bei Minusgraden einfach so stehen zu lassen, finde ich nicht so prickelnd, weil sie dann einen guten Teil ihrer Leistung verliert.Auch Milliamperes summieren sich nach einigen Wochen...
    Dann lieber nach einer Aufladung den Minuspol abklemmen. OK, danach geht die Uhr falsch und die Radiosender sind weg, aber die Batterie bleibt länger am Leben...


    Nur mal so meine Meinung, weil ich es so seit ewigen Zeiten mache. (Deshalb muss es aber nicht unbedingt richtig sein ! - Man kann Dinge auch 30 Jahre lang falscch machen... :) )

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................
    Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes


    http://www.gonzi.de

  • Hallo!
    Unser Mobil steht unter einer Überdachung, aber ansonsten frei und wird von Anfang Nov bis ca. März nicht bewegt. Ich habe die Aufbaubatterie per Hauptschalter von allem getrennt. Jetzt (wollte es eigentlich vor Weihnachten gemacht haben, aber .... wie es halt so ist) kommt das Mobil an die Dauerladung für ca. 1 Woche. Das reicht dann wieder bis März. In der Anleitung zum Mobil gibt es ein Kapitel, wie man es handhaben sollte. Aber ich glaube ehrlich, daß man die Ladung auch dauerhaft dran lassen könnte, die Elektronik sorgt für den Rest. Problematischer ist eher noch die Fahrzeugbatterie, denn die wird vom EBL meist nur mit einer Erhaltungsladung versehen und baut während der Standzeit dann ordentlich ab. Immerhin hängen ja auch noch Miniverbraucher dran, Empfänger für die ZV, das Radio mit Standby usw. Sollte man zumindest im Auge behalten.


    LG
    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Wir haben unseren Stellplatz auch ein paar Kilometer weg von zu Hause auf einem Bauernhof in einer Scheune.
    Trocken, aber auch nicht frostgeschützt.
    Vor 3 Jahren hatte sich dadurch auch unsere Batterie tiefentladen. Seitdem steht das Mobil dauerhaft am Strom, sobald wir es dort abstellen.
    Ob das nun unbedingt richtig so ist, keine Ahnung ?( . Zumindest sind beide Batterien dadurch immer voll.

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Die Minustemperaturen in den letzten Wochen konnte man hier an einer Hand abzählen. Und unsere Batterien sind ja fast noch neu. Daher gehe ich doch einfach mal davon aus, dass ich mir zumindest in diesem Winter nicht allzu viel Gedanken machen muss, oder?
    Ich meine, die ganzen Neuwagen der Hersteller, die auf Großparkplätzen mehrere Wochen oder gar Monate stehen, haben es ja nicht leichter. Wenn sie denn so lange irgendwo stehen. Das weiß ich natürlich nicht.


    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es in diesem Winter nicht so dramatisch war (noch junge Batterie, milde Temperaturen) und im nächsten Winter fahre ich einfach mal wieder öfter ;-)

  • Ich habe Strom so lane und so oft ich will und das Auto steht unter einem Carport. Ich lade eigentlich eher selten und fahre dafür öfter. Allein diesen Winter hat das Auto mal 7 Wochen gestanden. Kilometer sparen weil er verkauft wird. Da hab ich ihn vor der Silvesterfahrt dann doch mal ein paar Tage an den Landstrom gehangen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
    André und Susanne


    unterwegs im aufgelastetem Pössl Roadcruiser Citroen 163 HDI ALL-IN-Paket in Champagnersilber ;-)


    Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...

  • @Michael Moll es schadet IMHO nicht, wenn Du gerade bei einem eher neuen Fahrzeug nach 2 Monaten Standzeit einfach das Stromkabel für 1 Woche anschließt. Wenn Du das Abklemmen vergißt, ist es auch nicht schlimm. Die Batterien werden es Dir danken.
    LG
    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Am Samstag sind wir mal für eine Nacht ins Hohe Venn nach Belgien gefahren. Rund 150 km hin und auch wieder zurück. Der Wagen sprang bei der Abfahrt so gut an, als hätte ich ihn gerade erst ausgemacht. Und wir haben nochmal nachgeschaut. Die Standzeit betrug jetzt drei Monate. Also alles gut gegangen. Und in der nächsten Zeit wird der Wagen bei weitem nicht mehr so lange ungenutzt stehen.

  • Da wir ja letztes Jahr umgezogen sind, möchten wir unser Mobil auch zu uns in die Nähe des neuen Wohnortes holen. Schlimm genug, dass es nicht aufs Grundstück passt :( .
    Platz wäre da zwar genug, aber durch die enge Nebenstraße fehlt der Kurvenradius.
    Naja, ist nicht zu ändern..
    Also suchen wir bei uns im Dorf einen Stellplatz, am liebsten mit Strom natürlich, aber wenn ich das jetzt hier so lese, wäre es wohl auch nicht schlimm, wenn es keinen Stromanschluss gibt. Oder?
    Bisher war das für mich immer so ziemlich mit das wichtigste Kriterium...

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Hallo Heiko, naja, Stromanschluß ist sicher manchmal hilfreich. Sollte mal das Mobil länger stehen müssen, die familiären Lebensumstände halten ja manchmal auch Überraschungen bereit, ist ein Stromanschluß schon hilfreich. Aber in der Tat, wenn es nötig ist, kann man ja bei längeren Standzeiten durchaus auch die Batterien ausbauen und mit in die heimische Garage zum Laden nehmen. Ist kein Hexenwerk.
    LG
    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Zitat von Volker

    kann man ja bei längeren Standzeiten durchaus auch die Batterien ausbauen und mit in die heimische Garage zum Laden nehmen. Ist kein Hexenwerk.

    Bei deinem Mobil mag das so sein. Beim Pössl läßt sich die Starterbatterie, wie bei allen Sevels, recht leicht ausbauen (wenn man kräftig ist).
    Bei den Wohnraumbatterien siht die Sache etwas anders aus. Die sind beim Kastenwagen in dem Sitzkasten des Beifahrersitzes. Dafür muß der komplette Beifahrersitz raus. Dazu ist da noch ein bisschen Kabelei für Gurtstraffer usw. dran. Allein den Beifahrersitz mag man mit Drehgestell nicht heben. Also das ist schon 'ne nette plackerei.


    Zur Frage ob ein Stromanschluß notwendig ist? Kommt drauf an. Wenn das Mobil mit den Batterien noch sehr jung ist, wie bei Michael, ist das alles kein Problem. Werden die Batterien älter ist es sicher auch von nöten zwischendurch mal nach zu laden.

    Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
    André und Susanne


    unterwegs im aufgelastetem Pössl Roadcruiser Citroen 163 HDI ALL-IN-Paket in Champagnersilber ;-)


    Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...

  • Die Batterien auszubauen, wollen wir eigentlich vermeiden. Beim Transit sind beide unter dem Fahrer- bzw- Beifahrersitz verbaut.
    Andererseits haben wir uns erst vor höchstens 2 Jahren neue Batterien gegönnt, da sollte noch einiges gehen.
    Zur Not muss ich halt aller paar Wochen mal eine Runde um den Block fahren ;) .

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Die Batterien auszubauen, wollen wir eigentlich vermeiden. Beim Transit sind beide unter dem Fahrer- bzw- Beifahrersitz verbaut.
    Andererseits haben wir uns erst vor höchstens 2 Jahren neue Batterien gegönnt, da sollte noch einiges gehen.
    Zur Not muss ich halt aller paar Wochen mal eine Runde um den Block fahren ;) .

    ansonsten gäbe es auch die Möglichkeit, einen Trennschalter (NAto-Knochen) einzubauen. Dann kann man die Batterie von der MAsse oder dem Pluspol trennen, um die Selbstentladung zu vermeiden. Das Beste ist natürlich : Fahren, denn dazu ist ein Reisemobil gemacht :(

    Gruß
    Helmut und Ilona
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