Kilometer auf Reisen

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  • Durch das Adventskalenderrätsel kam es zu einem kurzen Gedankenaustausch zum Thema Reisekilometer.


    Und zwar stellten wir fest, dass wir außerhalb des Urlaubs nicht mal eben 400 Kilometer durch Deutschland fahren, uns aber auf einer Reise kaum Gedanken zu einer Streckenentfernung machen. Normalerweise würde man ja kaum auf einem Sonntagmittag auf die Idee kommen, gegen 14.30 Uhr aufzubrechen, um sich 300 Kilometer weiter etwas anzuschauen. Beispiel: Ich (in Essen) fahre heute mit Sicherheit nicht mehr zur Nordsee (ca. 300 km).
    Aber wenn ich auf einer Reise bin, stört mich das überhaupt nicht. Da kann es passieren, dass ich mir morgens eine Stadt oder Sehenswürdigkeit anschaue (Beispiel: Zeche Zollverein in Essen) und mich mittags auf den Weg mache, um abends meine Füße ins Meer zu halten.


    Zugegeben, es ist natürlich abhängig von dem, was unterwegs zu sehen ist und wie die Straßenverhältnisse sind. Doch zuletzt in Skandinavien aber auch damals in Patagonien ist genau das passiert: Man fährt einfach ein paar Stunden und macht sich nur wenig Gedanken darüber, wie viele Kilometer das eigentlich sind, die man normalerweise eben nicht "mal eben" fahren würde.


    Habt ihr auch solche Erfahrungen und wie seht ihr das?

  • Ich habe mir das Thema auch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Der konkrete Aufhänger war ja ein möglicher Tages- oder Wochenendausflug. Es stellte sich also schon mal die Frage, ob man dieselbe Strecke am Abend nochmal zurücklegt oder eine Übernachtung organisiert und dann am nächsten Tag fährt. Oder ob das Ganze für ein Wochenende nicht vielleicht doch zu stressig ist.


    Es gab Zeiten, in denen ich wirklich Tagesausflüge über größere Entfernungen gemacht habe, und zwar in der Regel mit der Bahn: Morgens früh raus, im Zug frühstücken und noch ein Stückchen weiter schlafen, dann eine Wander- oder Langlauftour in den Bergen und abends wieder zurück. Das erfordert eben einiges an Vorbereitung: Fahrpläne studieren, am Vorabend alles packen und dann auch nicht zu spät ins Bett gehen.


    Apropos packen: die größte Hürde, die mich von einer "spontanen" längeren Fahrt abhält, ist immer noch das "Loseisen" von zuhause. Je nachdem, wie lange der Urlaub dauert, muss eben nicht nur gepackt werden, sondern es gibt noch weitere Vorbereitungen diverser Art, und natürlich zumindest eine grobe Planung, wo es denn im Urlaub hingehen soll. Wenn man dann erstmal unterwegs ist, ist nur noch das vorhandene Zeug wieder im Koffer zu verstauen und dann kann es auch schon losgehen. Noch einfacher, wenn man ein Wohnmobil hat und seinen Krempel ohnehin hinten im Fahrzeug hat. Und mit ausreichend zeitlichem Puffer gibt es auch keinen Zwang, am Tagesziel gleich wieder an die Rückfahrt zu denken (solange man eine Übernachtungsmöglichkeit findet).


  • Apropos packen: die größte Hürde, die mich von einer "spontanen" längeren Fahrt abhält, ist immer noch das "Loseisen" von zuhause.


    Oh ja, das kommt mir sehr bekannt vor. :floet: Es gab mal vor ein paar Jahren einen Running Gag, den nur meine Familie kannte: Jedes Mal, wenn ich losfahren wollte, bin ich immer (!) einen Tag später abgefahren. Das ist innerhalb von ein oder zwei Jahren bestimmt ein Dutzend mal passiert.
    Das führte natürlich dazu, dass man mich nicht mehr ernst nahm, wenn ich einen Abfahrtstermin nannte. Als Reaktion erntete ich dann schließlich: "Okay, also einen Tag später".


    Heute kenne ich aber auch den Grund dafür und plane das mit ein: Ich hatte damals bis zur letzten Minute Stress. Zig Tausend Sachen mussten noch gemacht, gepackt, gekauft, gearbeitet werden. Ich habe es zwar immer geschafft, rechtzeitig fertig zu werden aber ich hatte keinen Moment nur mal für mich. Also blieb ich dann einen Tag länger und habe einfach relaxt.


    Wie gesagt, heute plane ich das ein und fahre erst los, wenn ich wenigstens auch mal ein paar ruhige Stunden hatte. Und sei es nur ein gemütlicher Fernsehabend. Also einfach etwas, was nichts mit Reisen zu tun hat.



    Noch einfacher, wenn man ein Wohnmobil hat und seinen Krempel ohnehin hinten im Fahrzeug hat.


    Aber auch nur, wenn du in kurzen Abständen damit weg fährst, zum Beispiel jedes Wochenende oder so. Wenn zwischen zwei Touren mehrere Wochen liegen, dann nimmt man doch schon so einiges wieder raus. Das fängt bei den Lebensmitteln an und zieht sich bis zur Bettwäsche, die man noch schnell in die Waschmaschine stopft.


  • Heute kenne ich aber auch den Grund dafür und plane das mit ein: Ich hatte damals bis zur letzten Minute Stress. Zig Tausend Sachen mussten noch gemacht, gepackt, gekauft, gearbeitet werden. Ich habe es zwar immer geschafft, rechtzeitig fertig zu werden aber ich hatte keinen Moment nur mal für mich. Also blieb ich dann einen Tag länger und habe einfach relaxt.


    Ja, das kenne ich gut. Vor allem da ich sehr oft samstags losfahre und am Freitagabend in der Regel noch mit "Freizeitstress" belegt bin. Wenn ich dann spät abends heim komme, bin ich meistens schon zu müde zum Packen, so dass sich das nochmal länger hinzieht. Wenn ich dann noch mit dem Auto losfahre, ist es ja besser, gut ausgeschlafen zu starten, also fällt die Abfahrt entsprechend spät aus. Wenn ich mit der Bahn fahre, kann ich den Schlaf zwar im Zug nachholen, aber dafür muss ich halt wirklich pünktlich das Haus verlassen.


    Der Flieger kombiniert übrigens die Nachteile von beiden Varianten: Man muss pünktlich raus, und zwar mit noch wesentlich mehr Vorlauf als mit der Bahn, und man kommt während der Reise kaum zum Schlafen. Denn immer dann, wenn gerade eine Runde Tiefschlaf angesagt ist, kommen die Stewardessen vorbei und verteilen Essen oder Getränke, oder es wird schon die Landung angekündigt (hier fehlt jetzt ein Aggressiv-Smily...).


    Angenehmer ist es da wirklich, wenn ich es schaffe, einen Großteil des Gepäcks schon mit ausreichend Vorlauf zu packen und zum Schluss nur noch ein paar Kleinigkeiten nachzupacken. Aber das ist ja so leicht gesagt... :tja: .



    Aber auch nur, wenn du in kurzen Abständen damit weg fährst, zum Beispiel jedes Wochenende oder so. Wenn zwischen zwei Touren mehrere Wochen liegen, dann nimmt man doch schon so einiges wieder raus. Das fängt bei den Lebensmitteln an und zieht sich bis zur Bettwäsche, die man noch schnell in die Waschmaschine stopft.


    Ich meinte damit eigentlich, dass man von einem Wohnmobil-Stellplatz schneller losgefahren ist, als dass man ein Hotelzimmer geräumt (und ausgecheckt) hat. Beim Start von daheim aus schätze ich mal, dass ein Wohnmobil eher mehr Arbeit macht als "nur" Koffer zu packen und allenfalls noch den Reifendruck des Autos zu prüfen.


  • Ja, das kenne ich gut. Vor allem da ich sehr oft samstags losfahre und am Freitagabend in der Regel noch mit "Freizeitstress" belegt bin. Wenn ich dann spät abends heim komme, bin ich meistens schon zu müde zum Packen, so dass sich das nochmal länger hinzieht. Wenn ich dann noch mit dem Auto losfahre, ist es ja besser, gut ausgeschlafen zu starten, also fällt die Abfahrt entsprechend spät aus. Wenn ich mit der Bahn fahre, kann ich den Schlaf zwar im Zug nachholen, aber dafür muss ich halt wirklich pünktlich das Haus verlassen.


    Der Flieger kombiniert übrigens die Nachteile von beiden Varianten: Man muss pünktlich raus, und zwar mit noch wesentlich mehr Vorlauf als mit der Bahn, und man kommt während der Reise kaum zum Schlafen. Denn immer dann, wenn gerade eine Runde Tiefschlaf angesagt ist, kommen die Stewardessen vorbei und verteilen Essen oder Getränke, oder es wird schon die Landung angekündigt (hier fehlt jetzt ein Aggressiv-Smily...).


    Angenehmer ist es da wirklich, wenn ich es schaffe, einen Großteil des Gepäcks schon mit ausreichend Vorlauf zu packen und zum Schluss nur noch ein paar Kleinigkeiten nachzupacken. Aber das ist ja so leicht gesagt... :tja: .


    Volle Zustimmung



    Aber auch nur, wenn du in kurzen Abständen damit weg fährst, zum Beispiel jedes Wochenende oder so. Wenn zwischen zwei Touren mehrere Wochen liegen, dann nimmt man doch schon so einiges wieder raus. Das fängt bei den Lebensmitteln an und zieht sich bis zur Bettwäsche, die man noch schnell in die Waschmaschine stopft.


    Ich meinte damit eigentlich, dass man von einem Wohnmobil-Stellplatz schneller losgefahren ist, als dass man ein Hotelzimmer geräumt (und ausgecheckt) hat. Beim Start von daheim aus schätze ich mal, dass ein Wohnmobil eher mehr Arbeit macht als "nur" Koffer zu packen und allenfalls noch den Reifendruck des Autos zu prüfen.
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    Okay, falsch verstanden. Grundsätzlich hast du übrigens recht. Von einem Wohnmobil-Stellplatz sollte man sich eigentlich schnell entfernen können - wenn, ja wenn es nicht den einen oder anderen geben würde, der einen halben Vormittag benötigt, um seine One-Night-Festung wieder in ein Fahrzeug zurück zu bauen. Da kann man so einiges auf einem Stellplatz beobachten. :popcorn: Ich sage nur Auffahrkeile, Tritthöckerchen, eventuell Fußmatte oder sogar Teppich, Mansarde, die Satellitenschüssel, Strom und vielleicht sogar noch die herunterzukurbelnden Stützen, die den Wagen standfest machen. Und das sind nur die äußerlichen Sachen. Im Innenraum will ich gar nicht wissen, wie es bei so manchem aussieht. Muss aber auf jeden Fall auch alles wieder fahrbereit gemacht werden. Nicht zu vergessen, dass man auf manchen Stellplätzen auch ein- und auschecken muss. Und ganz zum Schluss fährst du bloß zehn Meter zur Ver- und Entsorgungsstelle und reihst dich in die Schlange, damit du deinen Frischwassertank befüllen kannst.
    Aber ich glaube, in 90% der Übernachtungen sieht das zumindest bei uns so aus: Auf den Platz fahren, einparken, Fahrersitz drehen, fertig.
    Morgens dann das umgekehrte Procedere: Bücher und Lebensmittel wieder wegräumen, Fahrersitz in Position bringen, Sichtblenden von den Scheiben entfernen, eventuell Scheiben von Kondenswasser befreien, starten, los fahren. Insofern gebe ich dir also recht: Es kann schneller gehen, muss es aber nicht.

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