Mit der Queen Elizabeth nach Island

    • Skandinavien

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    • Mit der Queen Elizabeth nach Island

      Einige von euch wissen es ja schon: Ich war mit der Queen Elizabeth (also mit dem Schiff, nicht mit der Dame aus London) auf der Nordsee unterwegs. Es wird natürlich wieder einen ausführlichen Reisebericht und auch Bilder/Videos geben. Aber ich will schon mal vorab ein wenig zeigen und beschreibe mal in Kurzform die einzelnen Reisetage:

      1. Tag - Ankunft in Rotterdam
      Recht entspannt kamen wir nach einer kurzen Zugfahrt in Rotterdam an und checkten in Hafennähe im Hotel Ibis ein. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem umfangreichen Stadtbummel und dem Besuch der Markthalle.











    • Tag 2 - Einchecken

      Das Einchecken verlief total problemlos und viel schneller als damals bei der QM2 in Hamburg. Der Grund: Es wollten nur 300 Passagiere an Bord. Alle anderen checkten bereits in Southampton ein. Insgesamt waren es 2000 Passagiere, was angesichts der Schiffsgröße sehr überschaubar ist. Selten ist es irgendwo voll und Schlangen zum Anstehen sind nie vorhanden.





    • Vaette schrieb:

      besonders die Fotos der gelben Würfelhäuser gefallen mir sehr gut! Die werde ich mir bei unserem Rotterdambesuch ganz sicher auch anschauen
      Ja, die waren auf jeden Fall toll. Da werde ich demnächst auch mal einen längeren Beitrag zu schreiben.

      Aber jetzt geht es erstmal weiter mit

      Tag 4 - Bergen

      Zunächst ging es mit der Fløibane hinauf auf den Fløyen. Von dort genossen wir den Ausblick auf die Stadt.


      Der Berg ist schon recht überlaufen, aber nur ein paar hundert Meter entfernt, gibt es diesen schönen See, den wir kurz umrundeten und wo es deutlich leiser und ruhiger war:


      Den Abstieg zurück in die Stadt machten wir zu Fuß, wo wir natürlich noch durch das Viertel Bryggen schlenderten:


      Am späten Nachmittag betraten wir dann wieder das Schiff.
    • Tag 5 - Olden

      Am nächsten Tag wachten wir auf und waren bereits in Olden, also ebenfalls noch in Norwegen. Die Ortschaft ist recht klein und so muss man entweder einen Ausflug buchen oder sich irgendwie die Zeit vertreiben. Wir taten letzteres, weil wir ja erst letztes Jahr in Norwegen waren und hier auch immer wieder mal hinkommen können. Daher gingen wir auf eine kurze Wandertour und kamen an einem kleinen Campingplatz vorbei:

      Im Hintergrund das Heck der Queen Elizabeth




      Und wir besichtigten die kleine Kirche im Ort. Aber das war es dann auch schon. Ziemlich früh waren wir wieder an Bord, was auch nicht so verkehrt war. Konnte ich die Zeit nutzen, um ein Video zu drehen. Das folgt noch. Abends fuhren wir noch sehr lange durch den Innvikfjord, was natürlich extrem schön war.
    • Tag 7 - Akureyri

      Zum ersten Mal in Island. Unser erster Weg führte uns zur Europcar-Station, wo wir unseren reservierten Wagen abholten. Damit verließen wir die kleine Stadt sehr zügig und fuhren in Richtung Myvatn-See. Dabei kamen wir zunächst am Goðafoss-Wasserfall vorbei:



      Am Myvatn wurden wir dann von Milliarden Kriebelmücken begrüßt:

      So ein Moskitonetz hätte ich mir auch gewünscht. Dann hätte ich eines dieser Viecher nicht versehentlich verschluckt. Einfach nur lästig.


      Am Ostufer schauten wir uns interessante Felsformationen an.


      Genauso wie auf den Wanderwegen in Dimmubogir.


      Außerdem erklommen wir noch einen Vulkankrater und blickten in den Schlund. Sieht jetzt hier nicht spektakulär aus. Aber wenn man sich umdreht, dann bekommt man ungefähr ein Gefühl davon, wie hoch wir waren:


      Rechts der Parkplatz und links im Bild noch ein Ausläufer des Myvatn.


      Weiter ging die Reise nach Grjótagjá. Eigentlich befindet sich hier drunter eine Höhle. Wohl bekannt aus Games of Thrones. Aber der Zugang war so mit Menschen überlaufen, dass ich verzichtete.


      Daher fuhren wir lieber ein kurzes Stück weiter zu einem Geysirfeld und wanderten sogar auf den Berg dort links oben, um uns die Landschaft auch von oben anschauen zu können:



      Zu guter Letzt machten wir noch einen Abstecher zu diesem Vulkankrater-See. Nur zum Umrunden blieb keine Zeit mehr:
    • Tag 8 - Eigentlich Ísafjörður, doch dann überraschend Seetag und ein wenig Reykjavik

      Weil es einen Fehler im Maschinen-Management-System des Schiffes gab, konnte nicht getendert werden. Dadurch mussten wir den geplanten Hafen Ísafjörður auslassen. Das Schiff steuerte geradewegs auf Reykjavik zu. Leider musste es sich aber Zeit lassen, weil an dem Tag der Hafen belegt war. Wir konnten also erst am frühen Abend in die Hauptstadt einfahren. War ja nicht so geplant. Dafür genossen wir aber den abendlichen Rundgang auf einem Kulturfest mit Feuerwerk. Zahlreiche Isländer kamen mit ihren Pickups an die Küste, ließen den Motor laufen und saßen bequem in den Autos, um sich das Feuerwerk anzuschauen. Wirklich lange dauerte es aber nicht. Da gibt es hier bei uns ähnliche Feuerwerke bei gewöhnlichen Kirmessen. Interessant war für uns jedoch, dass dann gleich im Anschluss des Feuerwerks ein langer Stau entstand, weil ja alle gleichzeitig wieder wegfahren wollten. Ich denke, ein Stau ist auf Island ebenfalls recht ungewöhnlich ;)


      Während der Fahrt nach Reykjavik kamen wir an solchen Küstenlandschaften vorbei.






      Partytime in Reykjavik. Keine Ahnung, wer die Band ist. Vielleicht ist sie bekannt?
    • Tag 9 - Reykjavik

      Das Schiff blieb über Nacht im Hafen und so hatten wir das Glück, dass wir pünktlich beim Autovermieter sein konnten. Hatten wir also etwas Zeit gewonnen.


      Unser erster Weg führte uns in den Þingvellir-Nationalpark, wo wir ein wenig spazieren gingen und die Aussichten genossen.


      Durch diese weite Landschaft fuhren wir dann in Richtung Geysir.

      Der begrüßte uns dann so:







      Erinnerte uns sehr an den Yellowstone-Nationalpark. Extrem schön.


      Danach fuhren wir an die Südküste zum Seljalandsfoss. Diesen Wasserfall hatte ich ziemlich weit oben stehen, weil ich immer wieder die Bilder im Netz gesehen habe, wo die Besucher hinter dem Wasserfall entlang spazieren:


      Und wir besuchten noch Skógafoss ganz in der Nähe, hier mal mit Pingu auf dem Bild:


      Auf dem Rückweg hielten wir noch einem Vulkan an, der ja vor einigen Jahren den Flugverkehr zum Erliegen brachte. Da ist er:


      Ach ja, und dann hatten wir noch Zeit, einen kurzen Stopp an der Kirche in Reykjavik einzulegen. Am Vorabend hatten wir sie zwar schon von außen besucht, aber wir wollten auch mal reinschauen:
    • Tag 10 - Seetag

      Nachdem wir am Vorabend wieder an Bord waren, erhielten wir die Nachricht, dass wir nicht nach Stornoway in Schottland fahren können (gleiches Problem), sondern als Alternative nach Killybegs in Irland fahren würden. Auch in Ordnung, Stornoway kannten wir ja schon zu Genüge von unserer Womo-Tour von vor drei Jahren.
      Während der Überfahrt konnten wir an einer deutschsprachigen Führung durch die Küche teilnehmen:




    • Tag 11 - Killybegs

      Killybegs - der Ortsname wurde auf dem Schiff zu einem festen Begriff. Es schien, als kannte bis dato niemand diesen Ort. Und die Leute in Killybegs waren ganz aufgeregt, dass dieses riesige Schiff dort anlegte. Es kamen auch zahlreiche Iren aus der Region zum Hafen, um sich die Queen Elizabeth anzuschauen.
      Wir hingegen gingen zur Tourist-Info und erhielten dort einen Flyer mit einem Wandervorschlag. Keine Frage, das machten wir.





      Außerdem hat Killybegs noch eine alte Abtei zu bieten, die man besichtigen kann:
    • Tag 12 - Belfast

      In Belfast wollten wir mal wieder ein wenig Auto fahren. Die Mietstation war leider recht weit weg, weshalb wir mit dem Taxi dorthin fuhren. Und dann setzten wir uns zum ersten Mal in ein Auto mit Rechtslenker. Glücklicherweise war es etwas größer als bestellt. Es ist ein Opel (Vauxhall) Mokka geworden, womit wir uns dann doch ein wenig sicherer fühlten. Aber eigentlich haben wir uns recht schnell an das "falsche" Fahren gewöhnt. Linksverkehr kannten wir ja bereits, nur eben mit dem eigenen linksgesteuerten Wohnmobil.
      Wir fuhren schnell raus der Stadt und steuerten Dark Hedges und Giant's Causeway an. Beides kannten wir zwar schon, doch wollten wir das gerne wieder sehen. Bei Giant's Causeway blieb dann auch viel Zeit, um ausgiebig dort an der Küste spazieren zu gehen.


      Die Allee Dark Hedges ist aber mittlerweile absolut kein Geheimtipp mehr. Die Straße darf offiziell nicht mehr befahren werden und ist voll mit Touristen. Das war vor fünf Jahren noch anders.


      Und die Basaltsäulen an Giant's Causeway sind natürlich absolut sehenswert.





      Ein Video vom rechtsgesteuerten Auto im Linksverkehr kommt übrigens auch noch irgendwann...
    • Tag 13 - Seetag

      Heute kämpfte ich ein wenig mit Schnupfen und Halsschmerzen. In Killybegs war ich dann wohl doch ein wenig zu dünn angezogen. Aber ist auch irgendwie schwierig alles. Auf dem Schiff ist es klimatisiert, an Land ist es halbwegs warm aber nicht sicher, ob es nicht vielleicht doch regnet. Irgendwie habe ich dann immer das Pech, mich falsch zu kleiden.


      Hier mal ein Blick in die Bibliothek der Queen Elizabeth.


      Deck 3

    • Tag 14 - Southampton

      Southampton kennen wir schon gut. 2015 waren wir dort mit dem Wohnmobil und 2016 hatten wir zunächst einen Landgang mit der Queen Mary 2 und später verließen wir das Schiff dort auf der Rückreise aus den USA. Wir haben es ein wenig mit Humor betrachtet, denn es machte den Eindruck, als ob wir den Hafen von Southampton mittlerweile öfter bereisen als den Hauptbahnhof von Essen. Wieder nahmen wir uns ein Auto und wieder hatten wir Glück. Denn wir buchten natürlich wieder die kleinste Kategorie und bekamen dennoch ein Upgrade. Dieses Mal wurden wir mit einem Peugeot 3008 beglückt. Setzt man sich in dieses Auto, dann sitzt man wie in einem Raumschiff. Damit fuhren wir dann zur Jurassic Coast, wo wir uns wieder einmal Durdle Door anschauen wollten. Bei unserem letzten Besuch dort hatten wir ziemlichen Nebel und kaum etwas gesehen.



      Danach fuhren wir nach Tyneham. Dabei handelt es sich um ein Geisterdorf. Die Bewohner mussten es in den 1940ern verlassen, weil das Militär dort den D-Day trainieren wollte. Heute befindet es sich auf einem Truppenübungsgelände und ist nur zu bestimmten Zeiträumen zugänglich. Zu sehen gibt es dort die alten Wohnhäuser, ein Schulgebäude und eine alte Kirche. Sehr interessant.




      Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer schönen Heidelandschaft an. Sie befindet sich direkt neben der Autobahn. Die Farben kommen hier nicht ganz zur Geltung. Die Bilder sind übrigens noch alle unbearbeitet.
    • Tag 15 - Seetag

      Ganz langsam fuhr das Schiff bei schönstem Wetter durch den Ärmelkanal. Wie immer ist der Kanal natürlich voll mit anderen Schiffen.





      Am nächsten Tag legten wir in Rotterdam an und verließen das Schiff. Den Zug nach Utrecht bekamen wir sehr schnell und waren schon um halb 11 in der Stadt. Leider hatten wir unseren Anschlusszug erst um 14 Uhr und konnten ihn auch nicht nach vorne verlegen (Europa Sparpreis). Daher schlenderten wir mit unseren drei Koffern und zwei Rucksäcken noch durch Utrecht und verbrachten die restliche Wartezeit im modernen Bahnhof. Gegen 17 Uhr waren wir schließlich wieder zuhause.
    • Das war ja eine tolle Reise. Hab ja noch nie so ein Schiff von innen gesehen. Schaut schon klasse aus. Da kann man sich direkt in so manche Filme reinversetzen. Gefällt mir gut. Irgendwann will ich das auch mal erleben. Ich hoffe, mein Magen macht da mit.

      Besonders freute ich mich, die Bilder vom Süden Island wiederzusehen. Schon hüpft das Herz und die Erinnerungen kommen wieder. Ich hoffe, daß ich nochmal wiederkommen kann. :dream:

      Und auch noch Irland.....da kann ich mich noch drauf freuen :rolleyes:

      Das sind geniale Erlebnisse. 8o
      Ich bin..
      Teilzeit-Engel
      Gelegenheits-Hexe
      Gleitzeit-Teufel
      Vollzeit-Verrückte
      ....aber glücklich!