Winterreise mit dem Wohnmobil

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    • Winterreise mit dem Wohnmobil

      Hallo zusammen,

      ich bin wieder zurück. Und zwar war ich am vierten Advent zu einer kleinen Wohnmobil-Reise über Weihnachten und Silvester gestartet. Diese hat ganz viele Eindrücke hinterlassen und ließ zahlreiche Bilder entstehen. Außerdem war es für mich eine Art Test-Reise bzw. Experiment, weil ich mit der Zielregion eigentlich nicht ganz so viel anfangen kann. Das hat sich aber nun deutlich gewandelt und mir hat es richtig gut gefallen. Ausführliche Berichte und mehr Bilder wird es in den nächsten Tagen geben. Hier aber ein bisschen von dem, was ich in den letzten Tagen erlebt habe:

      Noch am vierten Advent ging es bis Rothenburg ob der Tauber, wo ich bereits Anfang des Jahres war. Hatte mir damals schon sehr gut gefallen. Jetzt in der Vorweihnachtszeit war das natürlich noch ein wenig schöner. Am nächsten Morgen hieß das Ziel dann highline179. Über die Brücke gibt es ja bereits einen Thread.
      Es hat rund 20 Minuten gedauert, bis ich mich auf diese Brücke gewagt habe. Und es waren wohl die längsten 400 Meter meines Lebens:




      Mit einer Zwischenübernachtung am Brenner ging es dann zum Gardasee, der um diese Jahreszeit natürlich schon leer war. Also nicht der See, sondern das Drumherum. Übernachtung in Sirmione.

      Nördlicher Gardasee


      Am heiligen Abend sollte es dann noch weiter nach Süden gehen und zwar nach Cinque Terre. Oberhalb von Monterosso befindet sich ein kleiner Wohnmobilstellplatz (Infos dazu später mehr), der eine gute Basis war, um auch die anderen Orte von Cinque Terre zu besichtigen. Weil die Zeit ein wenig knapp war (bzw. noch so viel zu entdecken war), blieb es bei der Besichtigung von Monterosso und einer kurzen Zugfahrt nach Manarola:

      Monterosso von oben


      Manarola

      Am ersten Feiertag gab es einen kurzen Halt in Pisa:


      Na ja, ist halt eine kleine Stadt mit einem schiefen Turm. Die Übernachtung fand dann lieber in Lucca statt, inkl. einer tollen abendlichen Besichtigung der Altstadt, die sehr gut gefüllt war:

      Lucca am Abend


      Und noch schnell am nächsten Morgen
    • RE: Winterreise mit dem Wohnmobil

      Der zweite Feiertag stand ganz im Zeichen von Florenz. Bei strahlendem Sonnenschein und rund 15 Grad war es eine Lust, die Stadt kennen zu lernen (ebenfalls sehr voll). Im Übrigen gibt es dort seit 2014 einen wirklich guten Wohnmobilstellplatz, dazu dann aber auch später mehr.







      Tja, und dann kam das absolute Highlight, das ich so gar nicht auf dem Schirm hatte: Venedig. Abendliche Ankunft am Campingplatz bei starkem Nieselregen und minimalistischen Plusgraden. Nach rund einer Stunde Spaziergang durch die kleinen verwinkelten Gassen ging der Regen in Schnee über, was mir total gut gefiel. Es hatte wirklich etwas besonderes gehabt, diese dunklen Gassen im Schneefall. Das führte kurzerhand dazu, dass der Venedigaufenthalt ausgedehnt wurde. Es gab also nicht nur den Markusplatz, sondern die Nebeninseln wie Murano und Burano zu sehen.


      Schneefall in Venedig


      Gasse


      Kanal


      Bunte Häuser in Burano


      Kurz gesagt: Venedig war ein echter Höhepunkt der Tour und weil die Stadt so ganz anders ist als andere Städte und sie mich mit den kleinen Gassen so positiv überrascht hat, war danach die Luft raus. Das konnte einfach nicht mehr getoppt werden, weshalb es dann auch recht zügig wieder nach Hause ging. Für mich steht fest, dass ich irgendwann wieder nach Venedig fahren werde. Aber auch Cinque Terre möchte ich gerne mal zu gegebener Jahreszeit zu Fuß erwandern. Soviel also zu dieser kurzen, aber sehr schönen Urlaubsreise (ja, und dieses Mal kann ich das ehrlich sagen: Es war Urlaub und es stand kein beruflicher Grund an, dorthin zu fahren).
    • RE: Winterreise mit dem Wohnmobil

      Lieber Micha,

      tausend Dank für die wunderschönen Fotos. Vor allem am Gardasee hattest du ja überirdisch schönes Licht!
      Tja, und dann Venedig. Was soll ich sagen?! Als wir 2013 dort anlegten, hatte ich keine Erwartungen, eher Vorurteile. Und war nach wenigen Minuten soooooo verliebt. Diese Stadt strahlt einen Zauber aus, den man nur verstehen kann, wenn man ihn selbst erlebt hat. :)

      viele Grüße und noch die besten Wünsche für ein gutes Jahr!
      VG, Dorit
    • RE: Winterreise mit dem Wohnmobil

      Jerome schrieb:


      Mir fehlen die Danke oder like Buttons ;)

      Das werte ich auch als "like" :)
      Geht mir aber genauso. Die kommen aber wieder, allerdings in anderer Form und es dauert noch etwas.

      Dorit schrieb:


      Lieber Micha,

      tausend Dank für die wunderschönen Fotos. Vor allem am Gardasee hattest du ja überirdisch schönes Licht!
      Tja, und dann Venedig. Was soll ich sagen?! Als wir 2013 dort anlegten, hatte ich keine Erwartungen, eher Vorurteile. Und war nach wenigen Minuten soooooo verliebt. Diese Stadt strahlt einen Zauber aus, den man nur verstehen kann, wenn man ihn selbst erlebt hat. :)

      viele Grüße und noch die besten Wünsche für ein gutes Jahr!
      VG, Dorit

      Danke. Ja, der Gardasee hat sich an der Stelle (Torbole) wirklich von seiner besten Seite gezeigt. Übernachtet haben wir dann aber in Sirmione im Süden - bei Nebel :D
      Und mit Venedig ging es uns wohl ähnlich. Ich hatte auch gewisse Vorurteile (Gestank, überfüllt, laut, zahlreiche Verbote wie zuletzt daie Falschmeldung vom Rollkoffer-Verbot). Außerdem war ich überhaupt nicht vorbereitet. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten war mir nicht wirklich bewusst, was mich erwartet. Klar wusste ich, dass es dort Kanäle, Brücken und Gondeln gibt. Aber ich hatte keine Vorstellung, wie die Stadt sonst aufgebaut ist und "sich anfühlt". Ein Beispiel: Normalerweise schaue ich mir jedes Reiseziel vor einer Tour bei Streetview an und habe dann vor Ort ein paar Orientierungspunkte, die ich dann schon "kenne". Bei Venedig wusste ich noch nicht mal, ob dort Streetview verfügbar ist. Das weiß ich erst seit gestern (und bin dann nochmal virtuell durch die Gassen geschlendert :dream: ).

      Übrigens: Heute habe ich direkt den ersten Blogbeitrag erstellt: Sämtliche 99 Brücken, die ich gesehen oder überquert habe, habe ich fotografiert und als kleine Bildergalierie online gestellt. Immerhin ein Viertel aller Brücken Venedigs: http://www.dieweltenbummler.de/blog/die-bruecken-von-venedig/
    • Beim erneuten Durchblättern der Bilder ist mir nochmal Dein Schnappschuss aus Pisa aufgefallen. Irgendwie sieht es so aus als hätte man den Dom samt dem schiefen Turm irgendwo abseits der Stadt mitten auf die grüne Wiese gesetzt. Die meisten sonstigen großen Kirchen - gerade in Italien - stehen ja doch eher mitten in der Stadt, wo sie entweder sehr eng von sonstiger Architektur eingerahmt oder zumindest von einem stark belebten Platz umgeben sind. Vielleicht ist das der Grund, warum der Dom von Pisa (zumindest auf Bildern) irgendwie wie ein Fremdkörper wirkt?
    • Hm, darüber habe ich mir so noch keine Gedanken gemacht. Findest du, dass der Dom wie ein Fremdkörper wirkt? Wikipedia sagt, dass der Dom außerhalb der damaligen Stadtmauer gebaut wurde. Das erklärt natürlich die abseits wirkende Lage. Aber so ganz ungewöhnlich finde ich das jetzt nicht. Die Kathedrale von Salisbury ist beispielsweise vergleichbar (was die Lage zur Altstadt betrifft):

    • Im Fall von Salisbury ist es so, dass die Kathedrale der Ursprung der Stadt war - der Standort der Kathedrale wurde zuerst festgelegt. Da der sogenannte cathedral close dort über 30 Hektar umfasst, musste der weltliche Rest der Stadt anderswohin wachsen. Westlich der Kathedrale zum Fluß hin ist Sumpf- und Marschland, also blieb nur Wachstum nach Osten - deshalb ist die Stadt weit weg von der Kathedrale.