Einkaufen im Harrods

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  • Ich hatte ja schon mal im London-Thread auf das Kaufhaus Harrods aufmerksam gemacht und gesagt, dass ich das ziemlich aufregend dort finde. Abgesehen von der Bäckerei, die es dort nicht mehr in der Form gibt, wie noch vor zwei Jahren, ist es aber weiterhin ein Erlebnis, durch den Laden zu schlendern.
    Ich behaupte von mir, dass ich eine gute Orientierung habe, aber die ist mir im Harrods abhanden gekommen. Über mehrere Etagen verlaufen die einzelnen Abteilungen, die so viel zu bestaunen haben - insbesondere Sachen, die ich mir nie kaufen würde und mit Verkäufern, die mir irgendwie leid taten.
    Auf der einen Seitie also beeindruckend, auf der anderen Seite eher abstoßend.
    Fangen wir mit letzterem an. Zunächst sei gesagt, dass sich das Harrods ganz in der Nähe der Botschaft von Ecuador befindet. Dort habe ich mich im ersten Moment über die große Polizeipräsenz gewundert, bis mir dann plötzlich einfiel, dass ja der Herr Assange dort schon etwas länger wohnhaft ist.
    Wie auch immer. Nähert man sich dem Harrods, dann fallen einem schon die teuren Fahrzeuge auf, die direkt vor dem Haus parken und Kennezeichen aus Saudi-Arabien, Kuwait oder Dubai haben:




    Schlimm fand ich das Geprotze bei diesem Fahrzeug. Man kann es wahrscheinlich nicht so gut erkennen, aber das mattschwarze ist kein Lack, sondern eine Art Stoff, mit dem der ohnehin teure Ferrari überzogen wurde:



    Worauf ich aber eigentlich hinaus will, sind die Gegenstände in den unteren Bildern.





    Die konnte man dort tatsächlich kaufen. Und zwar hat die Halcyon Gallery dort ausgestellt und da hingen dann so einige Miros, Warhols und andere bekannte Namen an den Wänden. Das teuerste Preisschild (das ich wohl jemals fotografierte) stand an einer Skulptur eines Künstler, von dem ich zugegebenermaßen noch nie etwas gehört hatte:


    Jetzt aber mal meine Frage: Was sind das für Kunstgegenstände? Das sind doch keine Originale von Miro, die für 20.000 Pfund verkauft werden und öffentlich aushängen, oder wie habe ich das zu verstehen? Bin da ein wenig unwissend.

  • Das sind sicher Originale, aber keine Einzelstücke, sondern sogenannte Auflagen. Der Chagall z.B. ist gedruckt oder gestochen, ich kann das ohne Brille nicht so genau lesen, mit einer Auflage von etwas über 200 Stück, und auch der teure Quinn ist kein Einzelstück, sondern davon gibt es insgesamt 11 (8 +3).
    D.h. der Künstler hat das Original zwar einmal erstellt, danach wurde es aber reproduziert und nur noch von ihm signiert. Dali war da z.B. extrem produktiv.

  • Im allerweitesten Sinne.
    Es gibt ja auch Künstler, die z.B. selber Lithografien hergestellt haben die haben einmal das Ur-Negativ erstellt und in der eigenen Werkstatt dann eigenhändig die Drucke hergestellt. Bei den Bronzeformen können sie durchaus selber beim Guß anwesend gewesen sein und das finish gemacht haben - oder auch nicht... Oft wird das Original (also die Gußform, das Lithonegativ, der Stich, aber auch Fotonegative usw) nach dem Herstellen einer bestimmten Auflage zerstört. So bleiben dann insgesamt vielleicht zehn, hundert oder 1000 Abzüge/Exemplare - und wenn die weg sind, sind sie weg (Preispolitik).
    Bei vielen Großauflagen hat der Maestro dann aber letztendlich nur noch signiert...

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