Reiseberichte in den Medien

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  • Ich verlinke ja selber öfter mal zum Spiegel oder zu anderen Medien, weil da zwischendurch mal etwas interessantes stehen könnte.
    Heute fiel mir dieser Artikel auf, der vom Harzer Hexenstieg handelt:


    http://www.spiegel.de/reise/de…ieg-im-harz-a-902875.html


    Zuerst dachte ich: Oh, interessant. Ich war erst vor zwei Wochen dort und auch im letzten Jahr habe ich einiges davon kennengelernt. Aber dann mündete der Text wieder in allgemeines Blabla, was man sich auch durch Infos in diversen Touristeninformationen zusammengestrickt haben könnte. Die letzten Zweifel, ob der Autor des Artikels wirklich fünf Tage Zeit hatte, den Weg komplett zu erwandern, bestätigten sich dann ziemlich weit unten im Text, wo der Autor schreibt, er sei die serpentinenartige Schurre hinab ins Bodetal gestiegen. Das kann definitiv nicht sein, da die Schurre seit einem Felssturz im letzten Jahr gesperrt ist und Wanderer dort nicht mehr hingelassen werden. Das wurde mir gerade eben noch durch die Harzer Tourismusinformation bestätigt.
    Schade nur, dass der Spiegel meinen Online-Kommentar nicht genehmigte.
    Das nur als Hinweis darauf, nicht jeden Reisebericht in diversen Zeitschriften als echt zu bewerten.

  • Es ist sicherlich schwer, eine 5-Tageswanderung mit dieser Wortmenge zu beschreiben, doch diese inhaltlichen Fehler enttarnen diese Berichte als reine Werbetexte. Hier wurde schlicht weg nur "Content" produziert.


    Wie entstehen solche Texte? Kann der Tourismusverband diese bei Spiegel-Online buchen oder platzieren? Die fehlenden Fotos vom Autor sind wohl ein Indiz dafür.


    Was mich dabei aber am meisten stört: Der Tourismusverband nimmt diesen "Bericht" und präsentiert ihn uns via Facebook als besonders toll. Ich nenne das Marketing mit eingeschränktem Produktwissen.


    Schade.


  • Es ist sicherlich schwer, eine 5-Tageswanderung mit dieser Wortmenge zu beschreiben, doch diese inhaltlichen Fehler enttarnen diese Berichte als reine Werbetexte. Hier wurde schlicht weg nur "Content" produziert.


    Volle Zustimmung.



    Wie entstehen solche Texte? Kann der Tourismusverband diese bei Spiegel-Online buchen oder platzieren?


    Gute Frage.



    Die fehlenden Fotos vom Autor sind wohl ein Indiz dafür.


    Noch nicht mal ein einziges. Selbst wenn es der Autor nicht unbedingt mit der Fotografie hat, irgendein Bild mit einer Einfach-Knipse hätte natürlich trotzdem möglich sein können.



    Was mich dabei aber am meisten stört: Der Tourismusverband nimmt diesen "Bericht" und präsentiert ihn uns via Facebook als besonders toll. Ich nenne das Marketing mit eingeschränktem Produktwissen.


    Verstehen kann ich den Tourismusverband schon, wenn der Text angepriesen wird. Darf natürlich dann niemand kommen, der den Text mal hinterfragt :floet:
    Was mich eben an der Sache stört: Der Text ist beliebig austauschbar. Ersetze einfach die Namen der Orte mit denen einer anderen Region und tausche die Fakten aus (beispielsweise Harzer Hexenstieg=Rennsteig, Brocken=Großer Inselsberg, Osterode=Eisenach etc.).



    Schade.


    Jep. Aber mach dir nichts draus. Schön ist es bei euch trotzdem und ich werde dieses Jahr noch mindestens einmal im Harz unterwegs sein. :-)

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