Kajakfahren in Polen - Teil III

    • Polen

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    • Kajakfahren in Polen - Teil III

      Häufig verbrachten wir unsere Abende damit, draußen vor dem Zelt und eben meistens am offenen Feuer zu sitzen, unseren Blick schweifen zu lassen und dabei dann diese Ruhe zu genießen. Vor allem wenn wir am Ufer eines Sees übernachteten.

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      Manchmal wurde uns jedoch auch „Programm geboten“, wie hier zum Beispiel. Zwei andere Kanuten versuchten sich im Angeln, wobei wir das Gefühl hatten, dass es sich nicht um professionelle Angler handelte. Eigentlich waren sie mehr damit beschäftigt, ihre sich mit einander verhedderten Angelschnüre zu entwirren als den auf jeden Fall vorhandenen Fischen zu Leibe zu rücken. Pech für die beiden aber umso mehr Glück für die Fische.


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      Morgens dann immer wieder das gleiche Ritual: Alles zusammen packen und dann irgendwie in und auf unserem Kajak unterbringen. Wobei es sich hier ja richtig einfach gestaltet, da das Boot nicht im Wasser liegt und alles in Ruhe an Land erfolgen kann.


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      Die meiste Zeit auf dem Wasser waren wir alleine unterwegs. Weder sahen wir vor uns Wasserwanderer, die langsamer unterwegs waren noch schlossen andere von hinten auf, da wir es wirklich absolut entspannt und gemütlich angehen ließen.


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      Das änderte sich allerdings als wir in die Nähe des Dorfes Krutyn kamen. Sicher, es gibt keine Schilder, auch keine Ortseingangsschilder, aber plötzlich wurde es voller auf der Krutynia. Immer wieder kamen uns Einzelpaddler, aber auch richtige Gruppen entgegen, zumeist auch mit dem gewissen Lärmpegel der offenbar Ausdruck ihres Spaßes war, den sie auf jeden Fall hatten. Beim Blick auf und in diese Boote konnten wir auch kein Gepäck erkennen sodass wir ziemlich sicher waren, dass es sich um Tagesausflügler gehandelt hat.
      Auch wir nutzten die Chance und legten an. Es war eine gemütliche Gaststätte direkt am Ufer, die uns quasi dazu einlud, heute mal wieder so richtig mit Messer und Gabel zu essen als auch ein frisches polnisches Pivo zu trinken.
      Danach ging es weiter, immer noch begleitet von etlichen anderen Booten, die uns jetzt zumeist aber entgegen kamen und vermuten ließen, dass sie auf der Rückfahrt waren. Die Strömung auf der Krutynia lässt ein stromaufwärtspaddeln problemlos oder besser ohne große Kraftanstrengung auch zu.


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      Hatten wir bisher relativ wenig Vögel gesehen so versammelte sich plötzlich eine Schwanenfamilie an unserem Rastplatz. Und das genau zu dem Zeitpunkt als wir wieder ins Boot wollten um weiter zu fahren. Versuche, sich dem Boot zu nähern erwiderten die beiden Schwaneneltern mit einem Zischen und Fauchen. Wir hatten wenig Interesse auf einen Schwanenbiss und so ließen wir sie gewähren. Wir hatten ja Zeit.


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      An einer anderen Stelle nahm gerade die Rinderherde ihr wöchentliches oder gar tägliches Bad. Und obwohl diese Tiere im Vergleich zu den Schwänen ja riesig sind bereitete uns das keine Sorgen. Vielmehr ließen wir uns ganz langsam an ihnen vorbei treiben um zu sehen, ob sie nur trinken oder gar ein Bad nehmen. Heiß genug war es ja schon die ganzen letzten Tage. Wir sahen auch mal wieder ein einsames Haus oder sogar Gehöft, nachdem wir schon lange Zeit nichts mehr von menschlichen Ansiedlungen bemerkt haben.


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      Kurz vor Nikolaiken tauchte plötzlich ein größeres, direkt am Ufer gelegenes Haus auf. Schilder am Ufer wiesen darauf hin, dass es sich hier um ein Privatgrundstück handelt und das Betreten des Ufers als auch des Grundstückes strengstens verboten sein. Sicher, irgendwann hatte ich zuvor einen Zaun bemerkt, der bis in die Krutynia hinein ging, dachte aber eher an einen Weidezaun obwohl ich keine Rinder gesehen hatte.
      Nikolaiken erreichten wir gegen Mittag, und die ganze Ruhe und Gelassenheit der letzten Tage war vorbei. Nicht nur auf dem Wasser sondern auch in dem Städtchen selbst herrschte Hochbetrieb. Da wir nicht darauf standen sahen wir zu, etwas außerhalb anzulegen und ich machte mich per Rad auf den Weg zu unserem Auto.
      take a walk on the wildside

      sagt und grüßt
      ralf, der Ruri-Wessi
    • RE: Kajakfahren in Polen - Teil III

      Danke für den schönen Bericht!
      Da kommen Erinnerungen bei mir hoch, als Jugendlicher war ich mehrmals im Spreewald paddeln :lager2: (dort sammelte ich meine ersten Erfahrungen dahingehend). Später dann auch im Mecklenburg-Vorpommern.
      Dort waren wir mehrmals, unter anderem auch mit einem richtig schönem Holzkanu, unterwegs :zelt1: . Da gestaltete sich das tägliche Packen und Verstauen sehr einfach :) .
      Damals war es dort auch noch ziemlich einsam und nicht mit Heute zu vergleichen.
      Viele Grüße aus Sachsen,
      Heiko
      ____________________


      Machen ist wie wollen, nur krasser.
    • RE: Kajakfahren in Polen - Teil III

      Hallo Heiko,

      ich hoffe einmal, dass Du Dich für den ausführlichen Bericht auf meiner HP bedankst, denn das hier sind ja nur kleinere Apetittanreger.
      Und was den Spreewald oder auch Meck-Pom betrifft so kann ich es nur bestätigen. Auch dort ist es herrlich, in der wirklich stillen Natur die Seele baumeln zu lassen. Wenn es eben nicht gerade über die Feiertage ist, wie wir letztes Jahr über dem "Herrentag" im Spreewald erfahren haben.

      Ansonsten hatten wir unser Kajak auch auf unserer Reise durch's Baltikum dabei. Einen Bericht dazu muss ich irgendwann noch einmal nachliefern. Auch hier als kleinen Anreger eben.

      Wünsch' Dir und allen anderen einen guten Saisonstart, wenn ihr nicht schon hinter euch habt.
      take a walk on the wildside

      sagt und grüßt
      ralf, der Ruri-Wessi