Natürlich macht eine DSLR nach wie vor bessere Bilder als eine Smartphone-Kamera - wenn man denn mit ihr umgehen kann. Die Frage bei Fotografieren ist allerdings erstmal, wieviel Aufwand und Ausrüstung ich in meine Bilder stecken will. Ist es mir das wert, dass ich viel Geld in eine richtig gute Kamera investiere und mir die Zeit nehme, ihre Funktionen auszutesten, und auch mal längere Zeit damit zuzubringen, ein Motiv wirklich gut vor die Linse zu bekommen? Oder will ich einfach nur einen kurzen Schnappschuss machen, mit einem Gerät, das ich sowieso immer dabei habe, und dann meinen Urlaub ohne Kamera vor dem Auge fortsetzen?
Ich selbst gehöre klar zu letzterer Sorte Mensch. Bevor es Handykameras gab, war ich meist mit einer relativ billigen Kompaktkamera in der Gürteltasche unterwegs, und das hat mir auch vollkommen gereicht. Und heute ist es eben das Handy, das ich fast immer in der Hosentasche habe, und dessen Bildqualität inzwischen die alten Kompaktkameras locker in die Tasche steckt. Natürlich ärgere ich mich hin und wieder darüber, dass ich einen Anblick nicht wirklich zufriedenstellend aufs Foto bekomme. Aber das reicht bei mir noch nicht, um mich intensiver mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen. Und hin und wieder gelingen mir auch mit dem einfachen Material schon ganz gute Bilder.
Den Diaabend von früher gibt es in der Tat so gut wie nicht mehr - wenn man mal von professionellen Foto-Vorträgen wie denen von Michael absieht. Ich war bei solchen Abenden auch immer nur Zuschauer und habe die Bilder von anderen bestaunt. Bei mir sah das auch eher so aus, dass ich vor wenigen Leuten meinen Stapel Papierbilder durchgeblättert habe, bis dann irgendwann mein PC-Bildschirm die Papierbilder abgelöst hat. Und mit einem Notebook sieht man die Bilder immer noch besser als auf einem 7x13cm großen Papierabzug.
Und ja, seit es WhatsApp, Instagram und andere Möglichkeiten gibt, seine Bilder gleich vom Urlaub aus zu verschicken, werden die "Foto-Vorführ-Abende" in der Tat allmählich weniger. Wobei ich es trotzdem immer noch interessant finde, anhand von längeren Fotoserien etwas mehr über eine Landschaft oder Szene zu erfahren als was das online verschickte Bild allenfalls andeutet. Insofern schaue ich mir nach wie vor immer noch gerne größere Mengen von Fotos an (vor allem, wenn sie gut kommentiert werden), und biete auch selbst gerne an, meine Bilder zu zeigen.