Beiträge von Michael Moll

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    Das hatte ich mir schon länger gewünscht: Eine Karte mit allen Strecken bzw. Tracks, die wir durch Nordamerika gereist sind. Es hat ein bisschen länger gedauert, weil ich nie Zeit und Muße dazu hatte. Hauptproblem war der fehlende Track von 2019 (rot), den ich nun endlich selbst nachgezeichnet habe. Daher ist er nicht unbedingt exakt, weil ich den genauen Streckenverlauf an manchen Stellen nicht mehr wusste. Auch in 2016 (gelb) gab es Lücken, weil wir zu Beginn und am Ende irgendwas mit dem GPS-Gerät falsch machten.

    Die Tracks von 2022 (blau) und 2023 (lila) sind ja automatisch durch das Garmin InReach Mini2 erstellt worden.

    Das sieht dann so aus:

    Und wer reinscrollen will:

    USA und Kanada Tracks – Google My Maps
    USA und Kanada Tracks
    www.google.com

    Habt ihr den Begriff "Alpine Divorce" schon mal gehört? Übersetzt in etwa "alpine Scheidung" ist das ein unfassbares und trauriges Thema.

    Unter diesem relativ neuen Begriff versteht man das todbringende Verhalten männlicher Wanderer gegenüber ihrer weiblichen Begleitung. Vielleicht habt ihr von dem Fall gehört, als ein Mann seine deutlich unerfahrenere weibliche Begleitung im Januar 2025 am Großglockner zurückließ. Die genauen Umstände wurden mittlerweile gerichtlich aufgearbeitet und lassen sich in diesem Zeitschriftenartikel ganz gut nachlesen:

    Großglockner-Prozess: Zeugenaussagen, Kontroversen und Hintergründe
    Großglockner-Prozess im Detail: Zeugenaussagen, Kontroversen und Hintergründe im Detail beleuchtet.
    www.alpin.de

    Auf jeden Fall macht nun der Begriff "Alpine Divorce" die Runde und mehrere Frauen haben sich weltweit gemeldet, um von ähnlichen Erfahrungen zu berichten: Mann lässt sie bei einer Wanderung zurück bzw. zurückfallen und versucht, auf diese Weise Macht auszuüben. Das sind so Sachen, die man definitiv nicht nachvollziehen kann. Und weil ich mir das eben bis vor Kurzem überhaupt nicht vorstellen konnte, ist das für mich etwas ganz Neues. Mich schüttelt es, wenn ich daran denke, meine Frau bei einer Wanderung weit hinter mir oder überhaupt zurück zu lassen (mal davon abgesehen, dass sie beim Aufstieg meist vor mir ist).

    Ich habe den Beitrag einfach mal abgetrennt, bevor der andere Thread vom Ursprungsthema abweicht.

    Da wünsche ich euch auf jeden Fall viel Spaß auf der Queen Anne. Wir hatten ja 2024 die Jungfernfahrt mit dem Schiff gemacht. Ich hoffe, das Schiff, das Ambiente und die Reise werden euch gefallen. Wir waren als Cunard-Fans von der Queen Anne zugegebenermaßen nicht ganz so begeistert. Offenbar sind wir da auch nicht ganz alleine mit der Meinung. Die Queen Anne spaltet ein wenig die Cunard-Fangemeinde und polarisiert auch ein wenig. Sie ist eben anders als die drei anderen traditionelleren Queens. Wir schließen aber nicht aus, wieder mit ihr fahren zu wollen.

    Habe mir gerade eure Tour angeschaut. Das sind auf jeden Fall tolle Ziele und wäre auch mal wieder eine interessante Strecke für uns.

    Kennt ihr diesen Ausruf? "Oh, da waren wir" - so geht es uns immer, wenn wir etwas im Fernsehen sehen, was wir kennen bzw. wo wir waren. Das führt vor Ort manchmal zu Situationen wie beispielsweise am One World Trade Center. Da waren wir noch nie drin, geschweige denn oben in der Panorama-Ebene. Aber als wir das erste Mal in New York waren, berührten wir das Gebäude absichtlich mit der Hand. Meine spontanen Gedanken damals: "Wenn wir zukünftig das Bauwerk in diversen Filmen oder Serien sehen, dann können wir sagen, dass wir es sogar berührt haben." Na ja, und so ist es nun heute auch.

    Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir kurioserweise so gut wie nie Reisedokumentationen sehen. Das hat den einfachen Grund, dass ich mich den ganzen Tag mit Reisen und Landschaften beschäftige. Entweder hier am Rechner oder auf dem Stellplatz im Gespräch mit Gästen. Da will ich dann abends auch einfach mal abschalten. Außerdem will ich mir nicht erklären lassen, was ich vielleicht ein halbes Jahr zuvor selber schon in Worte gefasst habe. Daher gibt es bei uns meist Serien oder Filme zu schauen.

    Diese dürfen dann aber gerne irgendwo spielen, wo wir uns auskennen bzw. wo wir mal gewesen sind. Ein aktuelles Beispiel ist die etwas schnulzige Serie "Sullivan's Crossing", die wir uns auf Netflix angeschaut haben. Es geht um das Leben einer jungen Ärztin, die von Boston wieder zurück zu ihrem Vater zieht. Dieser betreibt in dritter Generation einen Campingplatz (ausgerechnet) in Nova Scotia. Gedreht wurde in und um Halifax und Lunenburg. Wie das bei solchen Serien üblich ist, werden immer wieder mal zwischen einzelnen Szenen Landschaftsaufnahmen eingeblendet. In diesem Fall waren es ausschließlich Luftaufnahmen und so bekam man die Schönheit von Nova Scotia deutlich zu sehen.

    Das führte wiederum immer wieder zu dem oben beschriebenen Ausruf: "Da waren wir", ergänzt mit einem "Das war schön da. Da müssen wir wieder hin." Nun gibt es ausgerechnet in der letzten Folge der dritten Staffel einen Schwenk über das nächtliche Halifax. Im Gegensatz zu den anderen Motiven war das eigentlich nicht so der Brüller, war halt eine Stadt bei Nacht und sollte eben die nächste Szene einläuten.

    Doch ausgerechnet bei dieser Szene rief ich etwas ganz anderes: "Da ist die Mary!!!"

    Wie gut, dass man bei Netflix immer stoppen und zurückspulen kann. In der Tat war dort der Hafen von Halifax zu sehen und die Promenade, auf der wir spazierten. Aber in der oberen linken Ecke des Fernsehers war eben auch das Cruise Terminal zu erkennen, wo ein Schiff anlegte. Und siehe da, es ist nicht nur irgendein Schiff, sondern es war in der Tat "unsere" Queen Mary 2:

    Natürlich haben wir nochmal genauer geschaut, um eine Verwechslung auszuschließen. Aber die Front ist sehr charakteristisch, insbesondere der rote Schornstein im Hintergrund. Und da wir das Schiff natürlich sehr gut kennen, wissen wir, dass die beleuchteten Fenster zur Bücherei auf Deck 8 gehören. Deck 11 hat dann wiederum die außen liegenden Stege direkt unter der Brücke der Mary. Es passt also sehr gut und Halifax steht ja auch immer wieder auf dem Reiseprogramm von Cunard. Kein Wunder, der Gründer Samuel Cunard wurde in Halifax geboren. Und weil wir eben vor drei Jahren dort waren, wissen wir auch, dass sich neben der Queen Mary auch ein Denkmal zu Ehren von Samuel Cunard befindet (im Bild jetzt nicht zu erkennen).

    Ach so, das Foto oben zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Fernsehers. In Wahrheit war die Stadt Halifax zu sehen und das Schiff war nur sehr klein und eher zufällig mit im Bild.

    Das wollte ich einfach mal mitteilen und gebe die Frage in die Runde: Kennt ihr das "oh, da waren wir" auch von euch?

    Ja, das ist schade. Würde mich eine andere Ex aus den 90ern fragen, dann hätte ich sogar noch Filmmaterial. Aber da besteht kein Kontakt mehr. Keine Ahnung, ob ich ihr das einfach mal so schicken sollte.

    Ich mag alte Bilder und Videos. Daher bin ich froh, dass ich ab 1992 immer mit der sündhaft teuren Videokamera vor der Nase herumlief.

    Na ja, auf jeden Fall habe ich gerade schon Rückmeldung bekommen: Es gibt tatsächlich noch Bilder aus den Nuller-Jahren und damit aus den Anfängen meiner Reisezeit. Wir treffen uns demnächst mal und dann bekomme ich da was. Bin selbst gespannt. Da müssten Bilder bei sein, wie wir uns mit den Promis bei der ehrenamtlichen Radreise 2002 trafen.

    Ja, das war auch krass. Zumal wir beim Hochfahren auf den Pass (es war eher ein Schieben) noch nicht wussten, ob auf italienischer Seite die Passstraße bereits geräumt sei. Aber sie war es, zum Glück. Das Bild entstand in der ersten Maihälfte 2021 auf dem Splügenpass.

    Mir ist das heute morgen beim Stellen des Kalenders aufgefallen und habe direkt mal meine alten Bilder durchgesucht. Leider sind die auf der Festplatte völlig winzig, weil ich früher einen sehr einfachen Scanner hatte. Also bin ich schnell in den Keller und habe hoffnungsvoll nach alten Bildern gesucht. Und wie man sieht: Gefunden und gescannt. Bin ganz froh, dass diese Bilder halbwegs erkennbar sind. Ich glaube, viele weitere alte Bilder habe ich gar nicht. Muss mal meine damalige Freundin fragen, ob sie noch welche hat.

    Heute vor 25 Jahren startete ich zu meiner ersten Radreise. Der 28. April 2001 war ein Samstag und meine damalige Partnerin und ich zogen von Essen aus los nach Süden. Immer am Rhein entlang gelangten wir zum Splügenpass und überquerten die Alpen. Zu dem Zeitpunkt reifte in mir der Wunsch, gerne wieder eine Passabfahrt machen zu wollen. Ich ahnte aber noch nicht, dass ich 15 Jahre später dort zu einem Fahrradweltrekord aufbrechen würde.

    Weiter ging es (teilweise mit dem Zug) durch Italien ans Mittelmeer und bis Frankreich, wo ich einen einwöchigen Zwangsaufenthalt bei einem Zahnarzt ertrug. Danach fuhren wir zurück nach Deutschland. Quer durchs Land radelten wir nach Tschechien (wo ich vor wenigen Wochen noch mit dem Wohnmobil war). Danach kamen Oder/Neiße an der deutsch-polnischen Grenze. Wir übernachteten auf einem Campingplatz auf polnischer Seite und brauchten damals noch den Reisepass dafür. Später an der Ostsee nahmen wir die Fähre und gelangten über Bornholm nach Schweden.

    Ich habe gerade mal ein paar alte Bilder von damals eingescannt: