Erfahrungen mit dem Britischen Pfund

    • Großbritannien

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    • Erfahrungen mit dem Britischen Pfund

      Jetzt muss ich mal eine Anekdote zum Besten geben, die ich mit der britischen Währung, dem Pfund, hatte. Ich wusste nämlich nicht, dass britisches Pfund nicht gleich britisches Pfund ist. Witzigerweise hatte ich die Erfahrung aber erst in den letzten Tagen der Reise gemacht.
      Also, folgendes:

      Wir holten zum ersten Mal im englischen Canterbury ganz normal Bargeld an einem Geldautomaten ab. Das gaben wir im Laufe der Zeit aus, bis wir in Edinburgh wieder Bargeld benötigten. Also waren wir dort an einem Geldautomaten der Royal Bank of Scotland ohne uns etwas dabei zu denken. Das Geld aus diesem Automaten gaben wir nur in Schottland aus.
      Von dort ging es direkt nach Nordirland, wo wir zunächst kein Bargeld brauchten. Im restlichen Irland ist der Euro gültig, den wir noch genügend dabei hatten. Dann kamen wir aber wieder nach Nordirland und hoben an einem Bankautomaten in Belfast erneut Geld ab.

      Wie schon bei den beiden Malen zuvor, spuckte der Automat 20-Pfund-Noten aus. Daher war das für uns der Standard-Schein. Wenn es etwas in bar zu bezahlen gab, dann wurde eben wieder irgendein 20er angebrochen.

      Mit diesem Geld fuhren wir wieder nach Schottland, brauchten es aber erst wieder in einem englischen Geschäft. Dort wurde plötzlich der 20er ausgiebig erfühlt und betrachtet, verschwand aber ansonsten anstandslos in der Kasse.

      Genau das gleiche passierte nur eine Stunde später in einem anderen englischen Geschäft. Wir schenkten dem kaum Beachtung und hätten das wieder total vergessen, wenn wir nicht im Leuchtturm von Lizard Point in Südengland ein Souvenir für 2 Pfund hätten kaufen wollen.

      Denn dort wurde plötzlich die britische 20-Pfund-Note verweigert. Und weil dies in diesem Moment unser letztes Bargeld war, musste ich das 2-Pfund-Souvenir mit der Karte bezahlen, was überhaupt kein Problem darstellte.
      Auf unsere Frage, was denn mit dem Geld nicht in Ordnung sei, bekamen wir die Antwort, das sei irisches Geld.

      Im ersten Augenblick reagierten wir verdutzt und erklärten, dass in Irland der Euro gültige Währung ist. Die Dame an der Kasse tippte dann auf den Schein und zeigte uns den Schriftzug "Bank of Ireland", was mich dann zunächst total verwirrte.

      Die Dame konnte uns nicht erklären, warum sie das Geld nicht annehmen wollte. Sie tat es einfach nicht.

      Also fragten wir später woanders und erhielten die Erklärung, dass es gut möglich sei, dass man mit nordirischem Geld Probleme in Wales und England haben könnte. Und diese Aussage und unsere Erfahrung deckt sich auch mit dem, was bei Wikipedia über das britische Pfund steht:
      Unterschiede bei Banknoten

      Bei Banknoten gibt es jedoch auch heute noch regionale Unterschiede. Grund dafür ist, dass es einigen Privatbanken erlaubt ist, eigene Geldscheine herauszugeben. Oft werden diese jedoch wegen ihres Aussehens nicht überall akzeptiert, obwohl sie in ganz Großbritannien Gültigkeit haben. Meist werden die Banknoten nur in dem Landesteil akzeptiert, in dem die herausgebende Bank ihren Sitz hat.
      Englische Banknoten

      Die englische Zentralbank „Bank of England“ gibt Banknoten für England und Wales heraus. Diese Banknoten sind gesetzliches Zahlungsmittel („legal tender“), jedoch nur in England und Wales. Dieses Institut gibt es in den anderen Teilen Großbritanniens nicht, dort kann der Empfänger entscheiden, welche Banknoten er akzeptiert und welche nicht. Offiziell sind sie aber in ganz Großbritannien gültig.[45] Die „Bank of England“ gibt Banknoten im Wert von 5, 10, 20 und 50 Pfund heraus.

      Schottische Banknoten
      Schottische Banknoten werden von der Bank of Scotland, Royal Bank of Scotland und der Clydesdale Bank herausgegeben. Sie sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Herausgegeben werden von den drei Banken Noten im Wert von 5, 10, 20, 50 und 100 Pfund. Die Royal Bank of Scotland gibt zusätzlich noch Banknoten im Wert von 1 Pfund heraus.

      Die schottischen Banken haben eine Vereinbarung geschlossen, die jeweiligen Banknoten desselben Wertes in gleichen Farben zu gestalten. Dabei einigte man sich für die 5-Pfund-Noten auf Blau, für die 10-Pfund-Noten auf Braun, für die 20-Pfund-Noten auf Violett, für die 50-Pfund-Noten auf Grün und für die 100-Pfund-Noten auf Rot.

      Nordirische Banknoten
      In Nordirland werden Banknoten von folgenden Banken herausgegeben: Bank of Ireland, First Trust Bank, Northern Bank, Ulster Bank. Auch diese Banknoten sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Oft kommt es vor, dass die Banknoten Nordirlands in Wales und England nicht akzeptiert werden. Man kann sie jedoch auch dort in Banknoten der „Bank of England“ eins zu eins umtauschen.


      Haben wir natürlich nachher nachgelesen und ich finde es interessant und merkwürdig zugleich, dass in Großbritannien zwar eine Währung besteht, die aber untereinander nicht unbedingt anerkannt wird.

      Es wäre ja ungefähr so, als würde man die belgischen Euro-Münzen in Deutschland nicht akzeptieren.