Wieder auf nach Marokko (2008)

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      Wieder auf nach Marokko (vom 9.11.2007 bis Ende Januar 2008)



      (Blaue Route)

      Am 25.10.07 feiern wir in Moraira (Spanien) Marions 50. Geburtstag. Es ist ein tolles Fest mit vielen guten Freunden, einige sind dazu aus Deutschland angereist. Auch Uschi und Hermann aus Berlin sind mit ihrem 4 X 4 MAN hier. Mit ihnen wollen wir wieder durch Marokko fahren.
      Am gleichen Tag wie Marion, dem 26.10. wurde unser guter Freund Ferenc Engler 70. Seinen Ehrentag feiert er in seinem Geburtsort in Ungarn. Seine Nachfeier mit den „spanischen“ Bekannten hat er auf den 8.11. gelegt. Dadurch verzögert sich unser Start Richtung Marokko. Uschi und Hermann fahren schon mal vor, denn sie wollen sich Chefchaouen und Volubilis ansehen. Auf dem Campingplatz in Fes wollen sie auf uns warten.
      Am 9.11. gegen 10 Uhr starten wir in Moraira und treffen am 11.11. gegen 15 Uhr Uschi und Hermann auf dem Campingplatz Diamant Verde in Fes. Eine angenehme Überraschung war der neue Preis für die Fähre von 100 € für die Hin- und Rückfahrt für 2 Personen inklusiv Mobil (bisher immer über 200 €). Das Monopol der spanischen Gesellschaften war in diesem Jahr durch die EU gekippt worden. Und so hat uns der freie Wettbewerb eine 50 %ige Einsparung beschert.
      Wir finden diesmal, bei unserem Rundgang in der riesigen Altstadt von Fes, auch das Färberviertel. Ein Angestellter der Leder-Kooperative erklärt uns, von seiner Terrasse aus, die einzelnen Arbeitsgänge der Lederherstellung. Es ist sehr interessant ihm zuzuhören, aber der schreckliche Gestank lässt und nicht lange dort verweilen. Wir können uns solche Arbeitsweise in Europa nicht vorstellen. Die jungen Männer, mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet, stehen bis zum Oberschenkel in dieser stinkenden Giftlauge und treten mit den nackten Füßen das Leder. Und das den ganzen Tag in diesem Gestank. Eine harte und mehr als ungesunde Arbeit.  
      Dicht bei Fes liegt Meknes, unsere Lieblingsstadt in Marokko. Meknes beeindruckt uns auch diesmal. Die alte Stadtmauer ist neu verputzt, die Gehsteige neu belegt und es ist kaum Dreck, Abfall, Müll oder Plastiktüten zu finden. Wie wir auf der bisherigen Strecke überall erstaunt feststellen, ist es sehr viel sauberer geworden in Marokko. Wir sehen nicht nur Männer beim Kehren, Aufsammeln von Müll und Abfall, sondern auch öfters Müllautos. Außerdem wird enorm viel gebaut: Wohnhäuser, Elektroüberlandmasten aus Beton, neue Strassen, Abwasserleitungen, große Wasserauffangbecken, aktiven Ackerbau auf gut gepflegten Feldern etc. etc. etc… Marokko, ein Land im Aufbruch.
      Natürlich müssen wir im Souk von Meknes wieder von dem tollen Gebäck kaufen, das uns bereits in Frühjahr so vorzüglich geschmeckt hatte. Wir besuchen unseren „Zuckerbäcker“ und kaufen diesmal aber eine größere Tüte. Wir werden in dem Laden begrüßt wie langjährige Stammkunden. Wie man auch allgemein sagen muss, dass die Menschen uns immer sehr fröhlich, freundlich und überaus zuvorkommend entgegen traten.
      Von Meknes aus geht die Fahrt hoch ins Atlas-Gebirge, nicht ohne vorher dem Supermarkt „Merjan“ einen Besuch abzustatten, um unsere Lebensmittelvorräte zu ergänzen. Die Fahrt geht über sehr schmale Gebirgsstrassen, die überwiegend in einem schlechten Zustand sind. Und diesmal haben wir Glück und sehen eine Herde freilaufender Berber-Affen. In über 1600 kalte Höhenmeter übernachten wir am See „Aguelmane Wiwane“. Das Thermometer zeigt tagsüber mehr als 25 Grad und nachts 2 Grad. Es war schwei….kalt…und Dank sei unserer Gasheizung!
      An einem goldglänzenden Bergsee legen wir die erste Station ein. Hier haben wir zuerst Besuch von einer „alten“ Frau. Obwohl sie sicher nicht älter als 60 ist, sieht sie aus wie 80. Sie ist sehr krank, hat „Morbus Bechtereft“ und ein dickes Wadenbein. Sie will Salbe von uns haben. Zwei ca. 12 jährige Mädchen besuchen uns und fragen nach Aspirin. Wie kommen diese Leute darauf, dass wir an ihnen herum docktoren sollen. Obwohl drei von uns eine medizinische Ausbildung haben, würden wir nie auf die Idee kommen jungen Mädchen Schmerztabletten zu überlassen und einer alten Frau irgendetwas auf die Beine streichen. Eine vernünftige Behandlung ihres Leidens hätte mehrere Tage Betreuung und ein Vermitteln dessen was wir machen würden, an sie erfordert. Was wegen der sprachlichen Barrieren leider nicht möglich ist.
      Wir lernten auf dieser Reise Leute kennen, die sagten, dass sie mit „Hilfslieferungen“ ins Erg Chebbi unterwegs seien, da dort eine Überschwemmungskatastrophe gewesen sei. Diese Überschwemmung fand im Mai 2005 statt. Durch staatliche, marokkanische Hilfen und der Hilfe durch die EU ist dort das Meiste wieder aufgebaut und die Restaurants in dieser Gegend verlangen spezielleTouristen-Preise, die 4 mal so hoch sind, wie sie außerhalb dieser Touristengegend verlangt werden. Wozu „Hilfslieferungen“ dorthin bringen? Hier an diesem See und auch im übrigen Atlas-Gebiet leben sehr arme Menschen, die kaum das Nötigste zum Leben haben. Die haben sicher eher solche Hilfe nötig, denn sie haben nicht die geringste Aussicht vom Tourismus zu profitieren.
      Ist es Aufgabe der Touristen die Probleme der Bevölkerung Marokkos zu lösen? Wenn man sieht, dass diese Leute in Behausungen leben, die aus Baumästen mit bespannten Plastikfolien bestehen, fragt man sich, was deren Regierung zum Lindern dieser Not tut?
      Ist es notwendig, dass an jede größere Kreuzung einer Stadt bis zu drei Polizisten stehen müssen? Mir ist bis heute nicht ersichtlich was die da tun.
      Ist es wirklich für die Atlas-Bevölkerung wichtig, dass jeden Abend ein Auto durch die Wälder fährt und ein Muezzin per Lautsprecher die Bevölkerung zum Gebet auffordert? Oder wären die Leute über den Besuch eines Arztes oder einer Krankenschwester, die mit diesem Wagen zu ihnen kämen, glücklicher?
      Mir, einem Tourist und Gast dieses Landes steht es sicher nicht zu, die Zustände in meinem Gastland zu kritisieren, was ich hier auch nicht tun will. Doch Gedanken über das, was mir begegnet und auffällt, werde ich mir immer machen.
      Wir haben Bonbons, Kugelschreiber, Zigaretten und gebrauchte Kleidung dabei. Wir werden sie als Tauschmittel und Bezahlung nutzen, und für Gefälligkeiten verschenken. Geld zu verschenken sehe ich als Almosen an und gebe es nur Bedürftigen, die man an Moscheen sieht und auf großen Plätzen, ganz nach der Sitte und Religion dieses Landes. Das ist unsere Einstellung zu diesen Dingen.
      Die Fahrt durch den Mittleren Atlas ist ein besonderes Erlebnis. Tolle Steineichen- und Zedernwälder überziehen das Gebirge. Unsere allerersten Affen in freier Wildbahn haben wir hier gesehen. Plötzlich, auf einer Waldlichtung waren sie zu sehen. Unbeeindruckt von uns spielten sie mit ihren Jungen. Weiter fahren wir auf dem schmalen Teerband durch eine grandiose Landschaft, die  uns nicht satt werden lässt vor lauter Schauen. Um viele kleine, verstreut liegende „Gehöfte“, ärmlicher als arm, bestellen die Bauern den sehr steinigen Boden mit Maultieren und selbstgebautem Holzpflug.
      Und dann, das totale Kontrastprogramm, ca. 40 KM weiter an der N 8: Neubausiedlungen mit schicken Mehrfamilienwohnhäuser und „Einfamilienhäuser“, die eher den Namen „Paläste“ verdienen --- Supervillen!!!
      Ein Land voller Kontraste, auch in dieser Hinsicht.
      Hinter Beni-Mellal verlassen wir die N 8 wieder, um uns im Mittleren Atlas die größten Wasserfälle Marokkos, die Cascades d`Ouzoud, anzusehen. In einer 2 stündigen Wanderung klettern wir durch eine Schlucht und umrunden die Wasserfälle. In mehreren Kaskaden stürzen die Wasser in diese einzigartige Schlucht. Es ist ein toller, wenn auch nicht ganz einfacher Weg durch dieses Tal. Großartige Ausblicke und ein herrliches Panorama entschädigen uns für die doch große Mühe. Wir sind danach sehr erschöpft. Deswegen entschliessen wir uns, oberhalb der Wasserfälle auf einem „so genannten“ Campingplatz zu bleiben und den Abend mit unserem wohlbekannten und heiß geliebten „Apero“ einzuleiten.
                                               

      Nach einer ruhigen Nacht fahren wir zu der Naturbrücke „Imi-n-Ifri“, unter der wir durchklettern, was ein teilweise feuchtes Vergnügen wird. Von hier aus fahren wir einige Kilometer auf die Nebenstrecke weiter, um uns Dinosaurierspuren anzusehen. Diese Fußabdrücke hinterließen die Urzeittiere auf einer großen roten Steinplatte, die damals feuchter Lehmboden gewesen war. Wirklich beeindruckend die Größe dieser Füße. Als Vergleich setzt Marion ihren Fuß in einen Abdruck. Es passen ihre beiden Füße rein.
      Da ich keine Lust habe, auf Hauptverkehrsstrassen Richtung Marrakesch, über die N 9 und über hohe Atlas-Pässe nach M`hamid zu fahren, mache ich den Vorschlag den direkten Weg Süd von der Naturbrücke aus nach Ouarzazate zu wählen. Wir „bilden einen Arbeitskreis“, wie die Besatzung unseres Begleitfahrzeuges so treffend ausdrückt. In dem Reise-Führer (Ausgabe 2007), den wir dabei haben steht bei dieser Wegstrecke:
      „Die Strecke soll zur Asphaltstrasse ausgebaut werden, im Jahr 2001 begann man sowohl von Ouarzazat, als auch von Demnate aus, mit baldiger Fertigstellung ist nicht zu rechnen. In der Mitte ist aber bisher noch der Tizi-n-Tadghat zu überqueren, was nicht mit einem Auto möglich ist. Die Autospuren enden hier, die schmale Piste an einem steilen Berghang ist nur für Motorräder oder Maultiere ausreichend.“
      Soweit das Zitat, welches nicht gerade Begeisterung bei den Beteiligten auslöst. Bei unserer ersten Marokko-Reise Anfang dieses Jahres lernten wir ein Schweizer Paar kennen, welches Marion erzählte, dass die gesamte Strecke bereits asphaltiert sei, was wir damals daraufhin in unserer Karte notiert hatten. Aber sicher, ob das stimmt, sind wir nicht, und ob wir die Notiz an die richtige Strecke geschrieben hatten.
                                               

      Von den Dinosaurierabdrücken kommend, fahren wir wieder über die Naturbrücke und biegen auf die, hoffentlich neue, Strecke Richtung Ouarzazate ein. Es halten uns zwei Franzosen in einem Suzuki-Geländewagen an und wollen wissen, ob sie hier richtig auf der Route Richtung Ouarzazate sind. Auch sie haben gehört, dass diese Strecke seit kurzem durchgehend asphaltiert sei. Über Durchfahrtshöhe und –breite können sie uns aber keine Auskunft geben. Ein Parkplatzwärter an dieser Ecke meint, dass unsere Autos ohne Probleme durchkommen würden (ob der jemals im Leben aus diesem Nest herausgekommen ist?). Ein weiteres Indiz für die Befahrbarkeit dieser Strecke sind neue Elektro-Überlandleitungen, die diese Straße säumen. Die Masten dafür mussten doch irgendwie auch dahin transportiert worden sein. Es deutet Alles daraufhin, dass wir durchkommen werden.
      „Wenn wir nicht weiterkommen, fahren wir zurück“, entschieden wir. Zwei Tage brauchen wir für diese 125 Kilometer. Das Asphaltband hatt knapp die Breite unserer Spur. Die Kurven sind oft so eng, dass von uns Fahrer höchste Aufmerksamkeit verlangt wird. Links eine hohe Felswand, rechts eine abgrundtiefe Schlucht und das Zurücksetzen in den spitzen Kehren verlangt gute Nerven von den Beifahrerrinnen (die Fahrer haben keine Zeit, denn sie sind mit den zahllosen Kurven beschäftigt). Die Landschaft jedoch entschädigt uns für all die Strapazen. (..und die ca. eine Million Kurven.) Auf dem Tizi-n-Outfi, in 2200 m Höhe, übernachten wir. Es wird eine sehr kalte Nacht und es richt nach Schnee. Darauf können wir jetzt leicht verzichten.
      Morgens sind die Scheiben gefroren….. Eis kratzen ist angesagt! Dann geht es weiter, genau die gleiche Kurbelei am Lenkrad, wie am Tag zuvor.
      Die  Miniorte, die wir durchfahren sehen aus, wie wir und die Gehöfte der Tiroler Alpen vor 200 Jahren vorstellen. In dieser Gegend herrscht große Armut.
      Am folgenden Abend haben wir den Atlas überquert. Alles klappte prima, doch wir sind uns einig, dass wir einige Tage zum Ausruhen brauchen.

                                               

      Östlich von Ouarzazate am Stausee „El-Mansour-Eddahbi“ gehen wir wieder auf den Stellplatz, auf dem wir schon im Frühjahr standen. Es werden einige ruhige Tage der Entspannung, so sich Udo und Rosi zu uns gesellten. Wir verbrachten mit den Beiden nette Tage, bis sie weiter Richtung Marrakesch mit ihrem 9,25 m Ormocar-Wohnmobil-Monster fuhren. Udo hat sich dieses Langzeit-Reisemobil auf einem neuen Renault LKW mit Luftfederung aufbauen lassen. Der Wagen besass ein grosses Bad mit separater Dusche, eine grosse U-Küche, eine grosse Rundsitzgruppe und ein breites Längsbett. Um „Untergeschoss“ hat der 64 jährige Ex-Sportlehrer und Basketball-Spieler seinen Flugdrachen, 2 Surfbretter, ein Kajak, zwei Fahrräder und eine 250er Enduro untergebracht.
      Nachdem wir uns wieder erholt hatten, schlug ich vor, wieder die N 9 zu verschmähen und ab Agdz über Piste ins Nomaden-Gebiet zu fahren, um so auf einem kleinen Umweg nach M`hamid in die Sahara zu gelangen. Mein letzter Vorschlag auf „Abwegen“ zu fahren war wohl noch nicht ganz „verdaut“, denn Uschi und Hermann wollten lieber auf der N 9 weiter fahren und auf einem Campingplatz in M`hamid auf uns warten. Die Aussagen in unserem Reiseführer sagten mir, dass wir die Strecke getrost alleine fahren konnten:
      „Durchgehend asphaltiert bis Tazzarine, danach brauchbare Piste (nur mit Allrad) Landschaftlich meist recht schöne Strecke entlang und durch Wüstenberge, wenig Verkehr.“ Zitat ende. Alles stimmte. Nach Tazzarine ging es meist über Naturpiste, dann durch ein enges Flusstal mit Sandpiste, aber meistens über Hammada (Felswüste).
      Doch als es dann zur Weiterfahrt ging, entschlossen sich unsere Reisegefährten doch die Pistenstrecke mit uns gemeinsam zu fahren.
      In Agdz übernachteten wir auf einem freien Platz direkt zwischen Drâa und der Kasbah Drâa. Ein herrlicher Standplatz.  Das sahen auch Till und Anne mit ihrem roten Feuerwehr-Unimog mit gelbem Aufbau. Die Beiden gesellten sich zu uns und wir verlebten zu sechst einen netten Abend. Till ist ein erfahrener Wüstenfahrer und überspielte mir 6 DVDs mit GPS-Daten von Touren in Westafrika. Tolle, wertvolle Infos. Doch die Beiden waren auf Kurs Norden und verließen uns schon am nächsten Morgen.
      15 Kilometer hinter unserem Schlafplatz ging es von der N 9 runter und auf neuer Teerstrasse nach Tazzarine durch viele schöne Oasen. In Tazzarine wurden Wasser- und Dieseltank aufgefüllt, Brot gekauft und in einer "Pharmacia" preiswert unsere Reiseapotheke aufgefüllt.
      6 Kilometer hinter Tazzarine fuhren wir von der Strasse ab und es ging einige Zeit über Naturpiste. Auf der gesamten restlichen Strecke war das Navigieren nicht einfach. Doch wir wurden immer erfahrener und besser, so dass am wir uns am Ende nicht mehr verfahren haben. Auf der nachfolgenden Strecke sahen wir in den folgenden zwei Tagen nur 2 Fahrzeuge abseits unserer Route. Auf unserer Route begegnete uns Niemand. Sie war auch extrem schlecht, sehr steinig und mit teils sehr steilen Ab- und Auffahrten bei den Oueds. Die Strecke verließen wir bei dem Ort Aït Ouazik, welches über Solarstrom versorgt wird. Mitten im Ort befinden sich hinter einem Zaun ca. 10 Solarpanels, die den Ort beliefern.
                                               

      An der Abbruchkante zu einem Oued befinden sich schöne, 8000 Jahre alte Gravuren von Gazellen, Sträußen, Rinder, Nashörner und von einem Kalender. Ein sehr netter Wächter, der dort in einer kleinen Hütte lebt, führt und erklärt einem Alles. Kurz unterhalb des Hügels übernachteten wir.
      Am Abend wurde es immer bewölkter und dunkler. Dann gab es ein Gewitter und es hagelte in der Wüste. Die Kinder des Ortes fingen die murmelgroßen Eiskugeln mit ihren Pullovern auf und lutschten sie wie es unsere Kinder mit Speiseeis tun. Ein Freudentag für diese arme Gegend. Auf unserer Motorhaube sah es aus, als ob es geschneit hätte.
      Um uns lief das Wasser in großen Bächen durch jede Rinne. Wie wird die weitere Strecke morgen aussehen? Ist dann ein Durchkommen noch möglich? Das waren die Fragen, die uns am Abend beschäftigten. Nach „Ist denn schon Weihnachten“ (angesichts des vom Hagel weiß bedeckten Boden) fiel uns ein zweiter Satz von Franz Beckenbauer ein „Schau`n wir mal“.
      Und dann kam es teils heftig. Viele Wassertümpel mussten durchfahren werden. Die Spurrinnen waren von dem vielen Regen stark ausgeschwemmt worden, so dass die Wagen oftmals in beängstigenden Schräglagen kamen. Nur durch volle Konzentration und langsames Fahren konnten wir Reifenschäden und Schlimmeres verhindern. Nach ca. 4 Stunden und 28 Kilometer war es Zeit einen Übernachtungsplatz zu wählen. Es hat uns gereicht. Auf der Passhöhe „Tizi-n-Tafilalet“ schliefen wir ruhig und fest. Morgens hatten wir Besuch eines Berbers, der in seinem dünnen, berberüblichen Kaftan arg fror. Wir schenkten ihm ein Wolljacket aus meiner beruflichen aktiven Zeit und für seine Frau zwei T-Shirts von Marion. Seine Kinder bekamen natürlich Bonbons. Er hat sich mindestens 8 Mal in Französisch und in Berber bedankt. Wir ließen einen frohen Mann zurück, für den (obwohl er das nicht kennt) heute schon Weihnachten war.
      Über die restlichen ca. 20 Kilometer will ich nicht mehr viel schreiben, denn es hat uns gelangt. Wir waren froh, endlich mal wieder Asphalt unter die Räder zu bekommen. „Hurra wir fahren endlich mal wieder über 20 KM/H“
      Die 70 Kilometer nach M`hamid erledigten wir, nur unterbrochen durch einen Stopp, in ca. 1,5 Stunden.
      Den Stopp legten wir in Tamegroute ein, wo wir im Frühjahr in einer Keramikfabrik unsere Mitbringsel gekauft hatten. Marion erinnerte sich daran, dass die Männer gerne Kleidung gegen Keramik tauschen wollten. Wir dachten daran einen meiner Anzüge einzutauschen.
      Der Besitzer des Geschäftes suchte sich einen dunklen Anzug mit Weste und eine Hose aus und wir erhielten dafür herrliches grün glasiertes Geschirr. Alle waren mit dem Handel glücklich und wir fuhren zum Campingplatz weiter, wo ich endlich meine Herkules wieder mal bewegen wollte.
      Zu dem Campingplatz „Aladin“, auf dem wir uns im Februar sehr wohl gefühlt hatten, wollten wir diesmal nicht fahren. Erstens liegt er 3 Kilometer von Ort entfernt und dann war der Weg dorthin für unsere Fahrzeuge sehr sehr eng, besonders die Ortsdurchfahrt. Außerdem machten die tief hängenden Elektroleitungen für unsere über 3,50 m hohen Fahrzeuge zusätzliche Probleme.
      Wir landeten in M`hamid auf dem von Till empfohlenen Campingplatz „Hamada Du Drâa“, in man den automatisch reinfährt, wenn man über die Betonfurt im Oued gefahren ist. Bei Hassan haben wir uns nicht wohl gefühlt. Es wurden neue Bungalows gebaut, heißes Wasser gab es nur nach etlichen Nachfragen und abends hat er Müll (einschließlich Plastik) verbrannt, wo dass es fürchterlich in den Wohnmobilen, und natürlich auch draußen, stank. Ganz abgesehen von dem Gift, das man dabei einatmete. Sehr aktiv war Hassan dagegen beim Anbieten von Zusatzleistungen wie Kameltouren, 4 X 4 Touren und fast täglich sein CousCous, für das er 70 DH pro Person haben wollte. Als ich eines Abends sah, wie man mit einem Besen die Küche trocken ausfegte, so dass der Staub Meterhoch in der Küche schwebte, war mir klar welch eine „Würze“ das CousCous haben wird.
      Als er dann noch meckerte, weil wir für unserer Wäschewaschen heißes Wasser benutzten, war es uns zu viel und wir verließen diesen ungastlichen Platz.  
      Wir fuhren 200 Meter weiter, zu dem 3. Platz nach dem Oued zum Camping „Oasis“.
      Hier waren wir ganz alleine in einer ruhigen Palmenoasen und wurden sehr herzlich empfangen, obwohl wir von Anfang an sagten, dass wir nur dort stehen wollten und weder von den Tourenangeboten noch von dem Restaurant gebrauch machen wollten.  
      Und wir erlebten die bisher beste Duschen von ganz Marokko: Heiß, guter Wasserdruck und große Kabine mit ausreichend Abstell- und Hängemöglichkeiten.
      In M`hamid trafen wir zweimal Ali, von Camping Aladin. Wir sagten ihm warum wir nicht zu ihm kamen und er begrüßte uns wie alte Freunde und lud uns zum Tee ein.
      Wir hatten die Herkules vom Träger gehoben und haben damit die Umgebung erkundet. Fast jeden Tag waren wir damit im Ort, einkaufen und das Internet-Cafè besuchen. Beim Bäcker waren wir fast zur Stammkundschaft geworden.  
                                               

      Sein frisch gebackenes Brot, direkt aus dem gemauerten Steinofen, schmeckte einfach toll. Wie bekannt wir mittlerweile in M`hamid waren merkten wir montags auf dem Suk. Ali`s Bruder begrüßte uns dort sehr freundlich und wir hörten, als er sich mit seinem Begleiter in Berber unterhielt immer wieder das Wort  „Moto“. Wir waren also die Fremden, die jeden Tag im Ort mit dem Motorrad unterwegs waren. Uns hat es sehr gut in M`hamid gefallen.

      Hermann bekam seinen Garmin und Laptop in den Griff und war bereit auf dieser Tour die Navigation zu übernehmen und vornweg zu fahren.
                                               

      Dienstag nahmen wir dann die Wüstenstrecke in Angriff. Bereits hinter dem Ort ging es in eine kleine Dünenlandschaft. Es war ein riesiger Spaß, obwohl es die volle Konzentration der Fahrer kostete, denn es war das erste Mal, dass wir so große Sandpassagen bewältigen mussten. Aber unsere Autos ließen uns nicht im Stich. Wir hatten den Luftdruck auf 3,5 atü gesenkt und das Reduziergetriebe eingeschaltet. Gegen Mittag sahen wir südlich unserer Route Sanddünen und sofort änderten wir unseren Kurs um 90 Grad; querten die unzähligen Spuren der letzten „Rallye Paris-Dakar“, fuhren querfeldein über ein großes Steinfeld, umkurvten die Sanddünen und fanden einen herrlichen Übernachtungsplatz bei einem großen Baum unsichtbar mitten in den Dünen.
      Beim Erkunden der näheren Umgebung sammelten wir Holz und fanden ein paar schöne Fossilien. Beim abendlichen Lagerfeuer und Sternekucken klang dieser „perfekte Tag“ aus.
      Der zweite Tag in der Sahara war heftig. Es ging durch ein sehr großes Dünengebiet (ca. 10 KM lang) mit tiefen Sandpassagen und Dünenauf- und –Abfahrten. Unsere LKWs sprangen und schüttelten sich heftig. Erstmals ging unser Kühlschrank auf und unsere kleine Bücherbibliothek flog aus dem Regal. Doch wir blieben nicht stecken, die Autos zogen ohne Probleme durch.  Über den Salzsee „Lac Iriki“ donnerten wir zwischen den, für die Rallye Paris-Dakar aufgebauten, Steinmännern durch. Vor dem Armee-Kontrollposten am See stellten wir uns an eine Abrisskante zum Übernachten. Wir bekamen bald Besuch von einem netten Soldaten der Kontrollposten, mit dem wir über eine Stunde ein sehr aufschlussreiches und informatives Gespräch führten.  
      Natürlich bekam er ein Bier von uns, alkoholfrei. Obwohl er uns gestand, dass er zwischen 1995 und 1996 in Bosnien mit Deutschen Soldaten zusammen alkoholhaltiges Bier getrunken hatte. Er zeigte uns in seinem Logbuch den Eintrag von zwei Deutschen, die vor ein paar Tage vorbeigekommen sind. Es waren die beiden Flugzeugbau-Ingenieure aus Hamburg, die wir auf dem Campingplatz in M`hamid mit ihren KTMs getroffen hatten. Wir verabredeten uns mit „unserem Soldaten“ für den nächsten Tag am Kontrollposten zur Registrierung und begaben uns zur Ruhe unter den Augen der Armee. Zu den Temperaturen: meistens tagsüber um die 35 Grad und nachts um die 7 Grad. Ganz schöne Schwankungen.
      Am Morgen des 3. Tages pumpten wir wieder unsere Reifen auf 6,0 vorne und 6,5 atü hinten auf. Danach fand Hermann seine Navigationsseite nicht mehr und wir mussten mit unserem „EinfachGPS“ per Kompassfeil wieder die Führung übernehmen. Am Kontrollposten begrüßte uns „unser Soldat“ vom Vorabend sehr herzlich und zeigte uns ein Foto, von ihm, zusammen mit Deutschen Soldaten in Bosnien. Registrieren wollte er uns nicht, gab uns aber den wertvollen Tipp, die linke Piste zu nehmen, denn  die wäre wesentlich besser als die rechte. Und erklärte uns wie wir fahren müssen.
      Ich will mir gar nicht vorstellen wie die rechte Piste ausgesehen haben musste, denn die die er uns beschrieben hat und die wir gefahren sind, hat uns mehr als gereicht. Am schlimmsten war das Wellblech, brutal!
      Unterwegs kamen uns zwei Radfahrer entgegen, die seit 9 Tagen von Tata aus unterwegs sind. Der begleitende Geländewagen transportierte das Zelt und die sonstige Ausrüstung der Beiden. Nach einem kleinen Schwatz ging es weiter.
      Kurz darauf, gerade als wir unser zweites Frühstück einnehmen wollten, kam uns ein Toyota mit Kabine mit VIE Nummer entgegen. Wir hielten und der Fahrer sprach mich Französisch an, denn er erkannte unsere Spanische Zulassung als Französische. Als die Dinge sich geklärt hatten, standen wir noch einige Zeit mit Jutta und Albin zusammen und tauschten Informationen aus, denn die Beiden kamen gerade aus Mauretanien und waren dieselbe Strecke gefahren, die auch wir geplant hatten. Außerdem gab uns Albin die GPS Daten eines Übernachtungsplatzes für diesen Abend. Wir verabredeten, dass wir die Beiden 2008 auf unserer Fahrt nach Hamburg, zum Verschiffen unseres Wagens, besuchen werden.
                                               

      Wir fuhren den Übernachtungsplatz an, der abseits der Strasse hinter einer Düne liegen sollte. Mit vollem Luftdruck und ohne Reduziergetriebe fuhr ich von der Strasse herunter und war nicht schlecht erstaunt, als es immer sandiger wurde und mein Magirus zu „stöhnen“ begann. Ich stoppte, warnte Hermann per Sprechfunk und legte das Reduziergetriebe ein. Das half dann aber auch nichts mehr und ich wollte mich vor dem Einsanden mit einer schnellen Kehre und Flucht zurück retten. Aber es war schon zu spät. Vor- und Zurückschaukeln half jetzt auch nichts mehr. Alle vier Reifen steckten bis zur Radnarbe im weichen Sand.  
      Nichts war mit dem Wunsch die Sandschaufel und die Sandbleche als Dekoration durch die Gegend zu schaukeln. Aber es war alles viel viel einfacher und leichter als ich befürchtet hatte. Es klappte wunderbar. Ruckzuck war ich frei. Sofort senkte Marion den  Luftdruck jeden Reifens auf 3,5 atü und ich schaltete das Reduziergetriebe ein, dazu die hintere Differenzialsperre und raste mit Vollgas und 50 KM/h zurück auf die Teerstrasse zu. Kurz davor hielten wir an und entschieden dort, auf festem Untergrund, zu übernachten. Während wir bei den Reifen den Luftdruck wieder erhöhten, merkte ich andere, ungewöhnliche Luftgeräusche und stellte fest, dass die metallene Luftleitung zur Frostschutzpumpe für die Luftdruckanlage gerissen war. Ein Ergebnis der wüsten Schüttelei im Hammada. Da ich diese Pumpe sowieso nicht in Betrieb hatte, schraubte ich die Leitung ab und setzte eine Verschlusskappe auf das Ventil und alles war ok. Jetzt endlich konnten wir unseren täglich „Apero“ genießen. Zur Feier des Tages….schließlich ist heute St. Nikolaus….genehmigte ich mir die doppelte Ration und genoss den von Marion frisch gebackenen leckeren Nikolaus-Kuchen. Nachdem alles etwas zur Ruhe gekommen war, waren wir richtig stolz auf uns. Nicht nur dass wir diese wirklich schwere Strecke so toll bewältigt hatten, sondern auch, dass wir die Erfahrung gemacht hatten, dass Marion und ich uns alleine befreien konnten, falls wir uns mal wieder festfahren.
      Am nächsten Tag stellte ich fest, dass beim Umbau unseres Magirus der Vorbesitzer den Frostschutzmittelbehälter der Pumpe an der Führerkabine befestigt hatte und die Frostschutzpumpe selber am Leiterrahmen. Klar dass dieser Bruch einmal passiert musste, denn Fahrgestell und die 2-Punkt gelagerte Fahrzeugkabine verwinden sich unabhängig voneinander und verschieden voneinander. Mit einem flexiblen Schlauch werde ich in den nächsten Tagen das Problem beheben.  

      Heute, Freitag der 7.12.2007 war ein Tag, wie man ihn nicht oft auf Reisen erlebt. Wir haben uns entschlossen, morgen einen Ruhetag einzulegen, um alle Eindrücke des heutigen Tages Revue passieren zu lassen. Schon auf der Fahrt von Pistenende bei Foum-Zguid Richtung Tata – unserer heutigen Tagesetappe – fielen uns so starke Veränderungen gegenüber unserem Besuch vom Februar dieses Jahres auf, so dass wir aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen. Die Strasse war wie geleckt, alle Brückenbegrenzungen waren frisch gestrichen, der Mittelstreifen war neu, ca. 20 KM vor Tata ein komplett neuer Straßenbelag, in den Orten unzählige Marokko-Fahnen an Häuser und Strassen. Bei einer Polizeikontrolle ca. 35 KM vor Tata wurden wir kontrolliert und mussten unsere Pässe vorzeigen. Dort erhielten wir die Information, dass der König Mohamed VI heute in Tata sein soll. Bei der Einfahrt in Tata dann säumten gegen 11 Uhr hunderte von Leuten in festlicher Kleidung die Strasse. Natürlich waren eine Menge Sicherheitsbeamte zugegen, die supernett und freundlich korrekt waren.  
      Als wir durch dieses Spalier fuhren, fühlten wir uns fast wie Staatgäste. Im Zentrum angekommen hatten wir gerade noch die Zeit auf die Bank zu gehen und notwendige Besorgungen zu erledigen, bevor um 13:30 Uhr der König aus der Moschee kam und im offenen 600 Mercedes direkt (ca. 3 Meter) an uns grüssend vorbei fuhr. Die Menschen jubelten ihm zu und wir natürlich auch, weil dieser Monarch für dieses Land und seine Menschen sehr viel Gutes tut. Es war ein toller Moment, der uns sehr bewegte. Danach gingen wir in ein Restaurant um Tajine zu essen. Dabei sahen wir auf dem Fernseher die Nachrichten. Es wurde der Besuch des Königs in allen Details gezeigt und auch die Strasse an der wir standen und in der Menge natürlich nicht zu erkennen waren.
      Anschließend fuhren wir 15 KM südlich an einer Abrisskante hinter Palmen zum Übernachten. Auf den gleichen Platz auf dem wir bereits im Februar gestanden haben. Diesen Platz kann man wirklich nicht mehr empfehlen, höchstens abends anfahren und morgens früh weg. Denn man wird von einer Horde von Kindern den ganzen Tag belagert, die keine Hemmungen kennen, aber dafür alle Tricks, um aus den „Touries“ etwas herauszulocken; Bonbons, dann Stylos, dann DH, dann Trikot, dann Schuhe etc etc etc. So schön der Platz ist, man sollte einen großen Bogen herum machen.  
      Trotzdem hatten wir nach fast 2 Tagen Belagerung einen schönen Abschluss dort. Schuld(!?) daran waren drei Mädels, die am Nachmittag des zweiten Tages mit einer neuen Horde Jungens ankamen. Zuerst verschleiert, in gebührendem Abstand, dann immer kesser und direkter bis an die Linien heranpirschend, die wir zwischen unseren beiden Wohnmobilen gezogen hatten, um unsere Privatsphäre zu kennzeichnen. Diese Linie wurde auch größtenteils respektiert.
                                               

      Die Mädels begannen französische Lieder zu singen. Ich maulte und wollte Lieder in Berber hören. Was sie sofort taten. Ihr Gesang hat uns sehr gut gefallen. Ich überredete sie zu einem Deal: Sie sollten in Berber singen, wir würden das mit Uschis Video-Kamera aufnehmen und es ihnen anschließend vorspielen. Dafür würde jedes der Mädels und jeder Junge einen Stylo erhalten. Marion erklärte ihnen noch, dass es nur eine Entlohnung nach geleisteter Arbeit gäbe. Dann brachte Marion für die Mädchen je eine Probe Gesichtscreme, aus ihren Beständen vom Kosmetikstudio. Sie zeigte ihnen wie sie anzuwenden ist, also eine Darbietung in Kosmetik. Die Mädels strahlten glücklich und legten sich ins Zeug. Es wurde eine tolle Aufnahme. Nach dem Austeilen der Entlohnung verschwanden die Kerle und die Mädchen kletterten der Abruchkante des Felsens hinaus. Oben angelangt setzen sie sich in der glutroten Abendsonne nieder und sangen uns noch etliche tolle Lieder in Berber. Dabei strahlten sie glücklich, winkten uns zu und wir applaudierten fleißig. Als dann Marion dieses, ihnen eigene Geräusch mit der Zunge machte, waren sie total perplex und antworteten sofort begeistert in gleicher Weise. So ging ein eher nerviger Tag letztendlich toll zu Ende. Diese Begegnung mit diesen Mädels werden wir nie vergessen.
      Tags drauf kamen wir in Amtoudi an. Auch hier waren wir die einzigen Gäste auf dem Campingplatz. Es ist halt noch keine Saison in Marokko. Die Europäer kommen größtenteils erst nach Weihnachten. Arbeiten war angesagt. Eine flexible Leitung wurde für die Frostschutzpumpe der Luftanlage verlegt, der gesamte Wagen wurde abgeschmiert, Motoröl nachgefüllt und weitere kleiner Reparaturen erledigt.
      Dann gingen Hermann und ich in den Oasenort zu dem Franzosen, wo wir am Valentinstag dieses Jahres CousCous gegessen hatten und bestellten für den drauffolgenden Tag erneut dieses schmackhafte Menü. Auf dem Rückweg sahen wir in einem Haus ca. 10 junge Kerle, so um die 13 Jahre an einem Tischfussballspiel kickern.  Der Raum war höchstens 10 qm groß und darin waren etliche Gasflaschen und zwei Fässer Benzin gelagert. Wahrscheinlich die örtliche Tankstelle. Wir schauten kurz zu, wurden aber sofort eingeladen mitzuspielen. Mein marokkanischer Partner und ich stellten die Marokkanische Mannschaft und Hermann und sein Partner waren die Deutschen. Natürlich gewannen die Marokkaner…. Das letzte Spiel sogar 10 : 0!!! Wir spendierten den Jungs zwei weitere Spiele und gingen zufrieden nach Hause.
      Heute 11.12. waren wir in unserer Traum-Oase spazieren und auf dem Rückweg aßen wir unser CousCous beim Franzosen. Wir waren nicht mehr so begeistert, denn es gab weder Vor- noch Nachspeise, so wie im Februar. So kann man auch eine Preiserhöhung kaschieren. Zuhause frönten Hermann und ich unserer neuen Leidenschaft und spielten vor dem Apero eine Party Kniffel, so wie Hermann das spielt. Nämlich alle Partien der ersten Seiten gleichzeitig. Das half ihm auch nichts, denn er verlor jedes Mal gegen mich; bisher wenigstens.
      13,12,07 wir starteten heute um über Guelmim zum Plage Blanche am Atlantik zu fahren. Natürlich wollte ich abkürzen und über eine Piste, die auf der Landkarte gut aussah, auf direktem Weg nach Guelmim zu gelangen. Anfangs sah das Alles sehr gut aus. In Tagmoute sahen wir eine „Werkstatt“ vor der Altreifen lagerten und ein Elektro-Schweissgerät stand. Daraus schlossen wir, dass man sich mit Autos auskennt, zumal auch ein alter LKW davor parkte. Der Chef war auch guten Mutes, dass er unseren 50 % abegerissenen Auspuffkrümmer (vor der Motorbremse) reparieren könnte. Es gelang und für 85 DH waren er und der Mann, der unser Französisch ins Arabische übersetzte, bezahlt.  Und die Schweißnaht hielt bis Brasilien, dort wurde der Krümmer ausgebaut und restauriert. (2011 fuhr unser Sohn Andreas mit uns die gleiche Strecke und wir waren wieder bei dieser Werkstatt, dieses Mal musste der Auspuff geschweißt werden)
                                               

      In diesem Ort hatten wir Glück, 150 Meter weiter sah ich einen Schuster und ließ dort den eingerissenen Bezug unseres Hockers für 5 DH beidseitig mit Kunstleder bekleben und vernähen. Glücklich über diese Zufälle fanden wir am Ortsausgang noch einen Wochenmarkt, wo wir uns mit den notwendigen Vorräten eindeckten.
      Dann ging es erst los. In der nächsten Ansammlung von Häusern war plötzlich Schluss mit der Strasse. Ein Jugendlicher fuhr uns durchs Gelände mit seinem Fahrrad voraus (2 Zigaretten als Belohnung) und wies uns den Weg.
      Es folgte eine elende Strecke, wo sich Sandpassagen mit Stein- und Geröllfeldern ablöste…..und alle paar Meter eine Oueddurchquerung mit sehr steilen total kaputten Ein- und Ausfahrten. Es war sehr anstrengend und erforderte volle Konzentration.
      Zu allem Überfluss mussten wir dann etwas 5 Kilometer durch ein Flussbett fahren, wo sich keine präparierte Spur abzeichnete. Ein nicht enden wollendes Gehoppelt über Steine. Selten zeigte der Tacho mehr als 10 Km/h an.
      Am Ende dieser Passage fuhren hinter einem ehemaligen Staudamm durch das Flussbett, der durch frühere Wassermassen komplett zerstört worden war.
      Über einen Damm führte dann die Piste Richtung Teerstrasse. 2 KM vor dieser Strasse legten wir den Stopp für die Nacht ein. 50 KM haben wir an diesem Tag geschafft.
      Nach 2 Weizenbier und 2 Eierlikör standen wir an der Wohnmobiltür, schauten uns das Abendrot an und sahen hinüber zum Berghang an dem die Nomaden ein Lagerfeuer vor ihren Zelten entfacht hatten. Es war alles sehr ruhig und friedlich und die schmale Sichel des Mondes strahlte auf uns hernieder. Ein anstrengender, aufregender und ereignisreicher Tag ging zu Ende……Das Glück des Reisens……
      Über Goulmim (nach dem Besuch im Internet-Cafè) sind wir zum Plage Blanche gefahren, um hier über eine Woche, bis nach Weihnachten, Urlaub zu machen.
      Hier ging die gemeinsame Fahrt mit Uschi und Hermann zu Ende. Die Beiden müssen im Januar zurück nach Berlin und wir wollen weiter gegen Süden.
      In dieser schönen Lagune haben wir das Motorrad runter gehievt, die Gegend erkundet, von Fischern frischen Fisch gekauft und es uns s..gut gehen lassen.
      Udo und Doris kamen zwei Tage später auf den gleichen Platz mit ihrem „Ungetüm“. Die Beiden haben wir in Ouarzazate am Stausee „El-Mansour-Eddahbi“ vor 3 Wochen kennen gelernt.

      Heute ist Hammelfest in Marokko. Bereits am frühe Morgen hörten wir über Lautsprecher fast eine Stunde land die Direktübertragung aus der Moschee. Der Muezzin hat dabei vergessen das Mikrofon auszuschalten, so dass wir noch einige Zeit eine Direktübertragung aus der Moschee „genießen“ konnten. Am Nachmittag wurde der Hammel geschlachtet. Es muss ein männliches Tier sein von mindestens 2 Jahren. Nach Aussage der Marokkaner werden die Koteletts gegrillt und der Rest für Tajine und CousCous verwendet. Danach kleideten sich die Einheimischen festlich, was wir auch taten.
      Ich zog meinen Daraa an und Marion ihren Kaftan.
      Da ich nicht die passenden Schuhe anhatte, stellte mir diese der Manager des Campingplatzes zur Verfügung; gelbe Ledersandalen. Ich wäre jetzt wie ein Berber gekleidet und als Nomade müsste ich einen Turban tragen, welchen er mir sofort verpasste.

                                               

      Doch nun zurück zu den letzten Tagen, die sehr ereignisreich aber auch katastrophal waren: Nachdem Udo sich neben uns gestellt hatte, erzählte er dass er von der Lagune Naila kam und es dort sehr gestürmt habe. Und prompt fing es gegen Nachmittag an zu „winden“. Udo hat 55 Km/h Windgeschwindigkeit gemessen. In der Nacht wurde der Wind immer stärker, so dass wir den ganzen folgenden Tag im Reisemobil verbringen mussten. Es entwickelte sich ein heftiger Sandsturm. Vom Meer war nichts mehr zu sehen. Die folgende Nacht lagen wir wach im Mobil. Ein heftiger Sandsturm rüttelte ständig am Mobil. Den feinen Staub, der wie Puder war, wehte es durch alle Ritzen, und auch dort wo keine festzustellen waren. Der Sturm heulte und tobte, so dass wir froh waren, als es hell wurde. Vor und hinter dem Mobil hatten sich kleine Wanderdünen gebildet. Das gesamte Fahrerhaus war mit feinstem rotem Staub überzogen. Die Armaturen waren nicht mehr lesbar. Und der Sturm lies nicht nach. Wir erinnerten uns wie gut wir im Frühjahr unseren ersten Sandsturm hinter den hohen Mauern des Campingplatzes von M`hamid verbracht hatten und entschlossen uns, die 80 Kilometer nach Abeïno zum Campingplatz an der Therme zu fahren, den eine ca. 4 Meter hohe Mauer umgibt, wie wir von unserem letzten Besuch wussten.
      Leider war das Motorrad noch nicht auf dem Wohnmobil. In heftigem Sandsturm hoben Marion und ich es auf den Träger und befestigten es so gut wie es ging. Wischten die Armaturen ab und starteten. Der Magirus verließ uns nicht und sprang sofort an. Die Sicht war natürlich miserabel, die Scheinwerfer halfen nichts und der gelegentliche Gegenwind hielt uns fest im Griff.

                                               

      Dann das „rettende Ufer“, der Campingplatz. Herrlich diese Ruhe hinter der schützenden Mauer. Unser Nachbar Heinz vom Plage Blanche kam als Nächster dort an und dann Udo. Leichtsinnigerweise hatte er sich in der Düne an dem Standplatz am Plage festgefahren und musste in diesem Sandsturm zur Schaufel greifen. Doch auch er nahm das eher sportlich. Abend gingen wir mit Udo und Doris eine gute Tajine essen, tranken etwas mehr Weißwein und schliefen in dieser Nacht endlich
      mal wieder tief und fest. Wie von unserem Marokkanischen Platznachbar vorausgesagt kam nach dem Sandsturm der Regen. Marion hatte gerade die Wohnkabine und das Führerhaus gereinigt, die Bezüge der Sessel abgezogen und gewaschen. Ich hatte das Motorrad und die Solarzellen abgewaschen, den Motorraum des Magirus vom Sand befreit, Diesel- und Luftfilter überprüft, als es anfing zu regnen. Es regnete die ganze Nacht durch und reinigte die Luft. Das Atmen in dieser reinen Luft war herrlich.
      Wir wanderten nachmittags auf den Campingplatz der außerhalb Abeïno liegt und trafen dort einen passionierten Polizisten mit einem riesigen Mercedes 917 LKW mit Boklet Kabine in Silbermetallic Lackierung. Ein solch auffälliges Mobil konnte es doch nicht zweimal geben? Wir hatten im Herbst 2006 in Moraira auf dem großen Parkplatz solch ein Mobil gesehen und uns mit dem Besitzer unterhalten. Ich erkannte ihn gleich wieder. Doch er wusste erst Bescheid, als er Marion sah, denn in Moraira verabschiedeten wir uns von ihm, um in die Sauna zu gehen, worauf er sich selber einladen wollte, um mitzugehen.
      Als er jetzt Marion sah, sagte er: Ja, das ist die Frau mit der ich in die Sauna gehen wollte!“ Er besuchte uns auch auf unserem Campingplatz, denn er wollte sehen mit welch einem Wagen wir unterwegs sind.
      Es regnete auch am Tag des Hammelfestes, aber nur noch gelegentlich. Hoffentlich haben wir bald mal wieder herrlichen Sonnenschein, so wie es hier üblich ist, denn wir wollen weiter Richtung Süden.
      Die Tage in Abeïno nutzten wir natürlich auch, um ins Solebad zu gehen. Die Wärme tat wirklich gut. Bald zog es uns weiter, denn auf einem Campingplatz ist es uns immer gleich zu eng. Wir fuhren weiter an den Strand von Tan Tan, nach El Ouatia. Wie im Frühjahr standen wir längsseit des Strandes. In diesen Tagen wurde bekannt, dass in Mauretanien eine Französische Familie von Banditen überfallen und ermordet wurde. Die Sicherheitskräfte wurden merklich nervös. Man wollte uns unbedingt auf den örtlichen Campingplatz verweisen. Doch bei solchen Gesprächen setzt mein Französisch regelmäßig aus und ich verstehe nichts mehr. Wir lernten Evi und Achim kennen, die sich für die letzte Nacht in El Ouatia mit ihrem MAN/ActionMobil hinter uns an den Strand stellten. Die beiden Berliner wollten mit uns zusammen nach Naila fahren. An diesem Abend bekamen wir gleich von einer ganzen Abordnung Besuch. Der örtliche Sicherheitschef, der Polizist des Ortes und ein Sicherheitsbeamter wollten uns überreden auf den Campingplatz umzuziehen. Sie wären für unsere Sicherheit verantwortlich. Wir meinten, dass wir uns in Marokko immer sicher fühlen würden und ein Umzug nicht notwendig sei. Nach langem Hin und Her meinten sie, dass wir wohl auf Gott vertrauen würden, worauf ich sagte, dass uns Allah beschützen würde. Wir einigten uns darauf, diese eine Nacht noch stehen zu bleiben.
      Morgens fuhren wir zur Bäckerei und kauften frisches Brot, direkt aus dem Ofen, das wirklich so toll schmeckte wie es Achim uns beschrieben hatte.
      30 KM hinter Tan Tan am Oued Chebeika fanden wir einen herrlichen Standplatz direkt am Meer, wo wir ganz alleine standen. Achim entdeckte direkt neben unseren Fahrzeugen eine warme Quelle.
      Oben auf der Hochebene hat eine Kompanie Militär ein großes Zeltlager aufgeschlagen. So hatten wir tagsüber Besuch von den Soldaten, die in der Quelle ihre Wäsche wuschen und am Strand Fußball spielten. Nach einigen Arbeiten am Auto badete ich in der warmen Quelle und Marion wusch sich ihr Haar. Es war einfach toll. Am Abend kamen zwei Unteroffiziere zu uns, brachten einen Keramikofen, Holz, Zucker und Tee mit und kochten für uns einen Marokkanischen Tee. Es war bereits stockdunkel, als sich unsere „Gesprächsrunde“ auflöste.

      Tags drauf ging es Richtung Naila. Gleich bei der ersten zollfreien Tankstelle füllte ich die Dieseltanks, denn so wie im Frühjahr sollte es mir diesmal nicht ergehen, als ich feststellen musste, dass alle Tankstellen „trocken“ waren. Für freundliche 0,39 € pro Liter Diesel erhielten wir den begehrten Saft.

      Gerade in Naila angekommen, besuchte uns einer der Fischer und bot frischen Fisch an. Marion erstand für sagenhafte 20 DH (1,80 €) 2 ganze Loup de Mer (Wolfsbarsch), die der Fischer für das Geld auch noch ausnahm. Und die schmeckten göttlich.

                                               

      Wir wanderten in der Lagune und genossen das Leben. Ein Italiener, der mit seinem Toyota gerade aus Mauretanien „geflüchtet“ war, erzählte, dass die Familie, die dort ermordet worden war, nicht ausgeraubt wurde. Der Mann hatte überlebt und alles geschildert. Gestern wurde in Atar ein Polizeiposten mit einer Rakete (Stinger-Rakete, wie die Alkaider sie benutzen) von Banditen beschossen, die diese Kontrolle durchfuhren ohne anzuhalten. Drei Polizisten, die diese Wagen verfolgten, wurden getötet. Atar ist die Stadt, die wir besuchen wollten und liegt im Osten des Landes, Mitten in der Wüste. Man geht in Mauretanien davon aus, dass diese Banditen von einem Anhänger der alten Regierung geführt werden, der besonders gegen Franzosen eingenommen ist. Anmerkung: Die Regierung in Mauretanien hatte erst vor einiger Zeit gewechselt. Angeblich sollten sich dadurch die Verhältnisse im Land nicht ändern. Also, unser Entschluss steht fest: Wir werden nicht nach Mauretanien einreisen.
      Am vorletzten Tag des Jahres 2007 fuhren wir mit unserer Herkules 30 KM südlicher ins Dünengebiet zur Sebkha Debira, einer 25 KM großen Lagune in der Salz gewonnen wird. Als wir dort bei einer Polizeistation anhielten, um Erlaubnis zum Befahren der Lagune zu erfragen, trafen wir dort den gleichen Polizisten, der uns vor drei Tagen und auch im Februar die Erlaubnis für Naila ausgestellt hatte. Ein großes Hallo des Wiedersehens…..und er schrieb unsere Autonummer in den Sand, er hat ein wirklich gutes Gedächtnis.
      Es war sehr beeindruckend anzusehen, wie die Marokkaner aus dieser Lagune Salz gewinnen. Alle 15 Minuten fuhr ein voll beladener LKW aus der Tiefebene.

      Am Nachmittag lies sich eine Familie aus Laâyoune neben unserem Stellplatz nieder, packte die Küche aus und legten viele Teppiche auf den Boden. Dann begannen sie Ziegenfleisch zu braten und machten ein Picknick. Ich lag zur Siesta im Bett, und als ich aufstand saß Marion mitten unter den Saharies (sie legten Wert darauf so genannt zu werden, denn sie seinen keine Marokkaner). Wir wurden zum Essen und zum Tee eingeladen. Barfuss saßen wir zusammen auf den Teppichen und ließen uns allerlei Ausreden einfallen, warum wir nicht so begeistert beim Essen zugriffen. Marion gab der jüngsten Tochter ihre beliebte Creme und zeigte ihr die Anwendung. Aus Dank schenkte die Mutter der Familie Marion ein selbstgemachtes Armband.
      Wir wurden zu Mitgliedern der Familie ernannt und dementsprechend herzlich wurden wir später auch verabschiedet.    
                                               

      Silvester feierten wir mit Deutsch-Holländischen Wohnmobilbesatzungen an einem großen Lagerfeuer. Es gab nichts aufregendes, außer vielleicht dass ich feststellen musste, dass ich keinen Alkohol mehr vertragen kann. Ein Glas Wein und eine Flasche Sekt haben mich schon total betrunken gemacht. Da merkt man den Trainingsrückstand.
      Weite Strandspaziergänge haben wir in den Dünen und am weiten, sehr langen Strand unternommen. Gestern haben wir bei den örtlichen Fischern einen Grosseinkauf getätigt, da unsere Tiefkühltruhe halb leer war: 13 Seezungen, 2 Doraden, 2 Loup de Mer und 2 kleiner, unbekannte Fische (wen es interessiert, das ganze für 13 €). Heute bereitete Marion von den Karkassen und den zwei kleinen Fischen eine köstliche Bouillabaisse, und dazu einen guten Weißwein……das Neue Jahr beginnt schon richtig gut.
      Morgen 3.1.2008 werden wir wieder langsam Richtung Norden aufbrechen. Am 8. Januar wollen wir in Goulmim sein, denn vom 9. auf den 10.1.08 schlägt die Dakar-Rallye dort auf dem Flugplatz ihre Zelte auf. Da wollen wir dabei sein und uns im Fahrerlager mal umsehen.
      Heute 3.1.08 hörten wir mal wieder die Deutsche Welle auf unserem Kurzwellenradio und wurden sehr überrascht. Man hat die Rallye Dakar abgesagt. Die Nachricht schlug bei den Marokko-Fahrern ein wie eine Bombe. Viele sind hierher gefahren, um zumindest an einer der Haltepunkte sich die Rallye sich anzusehen. Überrascht hat uns dann doch die Begründung: Das Französische Auswärtige Amt habe eine Reisewarnung für Mauretanien durchgegeben, weil 4 Französische Staatsbürger von Terroristen dort ermordet worden seien. Zum ersten Mal wurde von Terroristen gesprochen, doch der Anschlag auf die drei Polizisten wurde mit keinem Wort erwähnt. Sagt man eine solche Großveranstaltung ab, weil 4 Touristen erschossen worden sind? Nimmt man deswegen solche Kosten auf sich? Und hält man dann auch Nachrichten zurück, wie der Anschlag auf die 3 Polizisten? Dass das Volk nur das zu hören bekommt, was es hören soll, weiß ich schon lange! Aber… welche zusätzlichen Informationen haben die Leute von der Rallye-Leitung noch, wenn sie sich zu solch einem folgenschweren Schritt entschließen? Jetzt ist Marokko das letzte islamische Land für das keine Reisewarnungen ausgesprochen werden. Wie lange noch? Eines glaube ich mit Sicherheit, eine Rallye Dakar wird es nicht mehr geben! Und wenn Terrorgruppen islamische Länder treffen wollen, die es mit dem Westen gut halten, dann wird 2008 nicht ohne einen Anschlag in Marokko vergehen.
      Wir werden ab Morgen den Heimweg antreten, nicht überhastet, langsam der Atlantikküste entlang und mit einem Bogen um die großen Städte. Wir sind froh, dass wir uns dieses herrliche Land noch einmal intensiv ansehen konnten. Wer weiß ob das auch in Zukunft noch geht?
      Insha’allah!
      5.1.2008 Evi und Achim fahren heute mit ihrem MAN weiter Richtung Wüste. Sie wollen Piste fahren. Wir bleiben noch, denn für heute ist ein Waschtag geplant.
      Eine gute gemeinsame Zeit geht zu Ende. Mittlerweile sind wir es schon gewohnt Mitreisende auf Zeit zu haben.  
      Am folgenden Tag sind wir weiter gefahren, aber nicht sehr weit, nur bis El Ouatia. Wir stellten uns auf den Platz, wo der Aufpasser das letzte Mal 20 DH pro Tag wollte und wir passten. Er hatte seine Lexion gelernt, denn nun gab er sich mit 10 DH pro Nacht zufrieden. Wir bleiben 2 Nächte. Unweit von uns stand ein zweiter Magirus. Natürlich wurde viel gefachsimpelt, während der Besitzer des Deutz Miesmuscheln säuberte, die er am Strand gesammelt hat. Am Abend erhielten wir dann noch Besuch von einem Österreicher und seiner Freundin aus Augsburg, die mit zwei Motorräder auf dem Weg nach Dakkar sind. Von dort aus werden sie zusammen mit ihren Motorräder nach Deutschland zurück fliegen. Lange unterhielten wir uns über ihren neu gekauften und ausgebauten Toyota und seine Reise durch Südamerika. Als Gastgeschenk gab ihnen Marion ein Stück selbstgebackenen Kuchen mit.

      Heute, am 7.1.08 war wieder einer dieser verrückten, tollen Tage. Es fing schon gut an, denn auch ich kletterte zwischen den Klippen, um Miesmuscheln zu sammeln, die ich für mein Leben gern esse. Vor lauter Jagdinstinkt und Begeisterung über meinen Erfolg fand ich weder Maß noch Ziel und hatte bald eine ganze Tüte voll.
      Fleißig wurde der „Fang“ gesäubert und gekocht. Erst aß ich eine Portion gekochte Muscheln, was Marion nicht mag, dann wurde der ernorme Rest mit einer Paste mit Tajine-Gewürz überbacken. Es schmeckte toll, zusammen mit dem frischen Fladenbrot und dem guten Weißwein aus Flonheim.  
      Am Nachmittag sind wir durchs Städtchen gelaufen und konnten an einer Patisserie nicht vorbeigehen, da uns die leckeren Auslagen doch sehr lockten. Voller Vorfreude trugen wir eine prallvolle Tüte mit nach Hause.
      Als wir dort eine angeregte Unterhaltung mit den Stellplatznachbarn aus Karlsruhe hielten, kam Besuch von einem anderen Standplatz, die Besatzung eines 12 Tonnen MANs den wir vom Frühjahr aus Sidi Ifni kannten……der damals den Ausdruck Mogelpackung prägte, denn der Berliner fuhr mit Polnischer Nummer. Was ihm, nach eigenen Angaben, den Vorteil bringt, dass weder rechts noch links von ihm sich kein Wohnmobil zu dicht hin stellt.
      Mitten in unserer Unterhaltung erhielten wir unerwartet Besuch von Marlies und Horst aus Werder, die wir im Frühjahr in Abïno kennen lernten. Die Beiden hatten unseren Wagen erkannt und sind sofort zu uns geradelt. Sie erzählten uns von ihren Gesprächen mit Marions Tante (die die Physiotherapeutin von Horst ist…siehe Bericht vom Frühjahr 2007). Es war ein herzliches Wiedersehen. Es hat uns doch überrascht, dass die Beiden auf ihrer Anreise durch Spanien bei uns zu Hause vorbeigefahren waren. Leider waren wir schon 6 Wochen zuvor nach Marokko abgereist. Heute war ein sehr ereignisreicher Tag. Morgen geht es weiter. Zuvor wollen wir noch frisches Brot kaufen und die bestellten 2 kg Rinderfilet beim Metzger abholen, die er uns für 240 DH angeboten hat.


      Dann ging es wieder mal nach Abaïno, für eine Nacht. Wir wollten Wasser bunkern und ins Thermalbad. Das Wasser war aus einer Zisterne und schmeckte schlecht und das Vergnügen in dem Bad war nur von kurzer Dauer, denn es wurde gereinigt!
      Wir fuhren in den Anti-Atlas, nach Tafraoute, das in unseren beiden Reiseführern als der schönste Flecken von Marokko bezeichnet wurde. Das war reine Werbung, denn wir kennen mindestens 10 schönere Flecken nach ca. 7.000 KM Marokko-Rundreise. Aber alles ist Geschmackssache. Es hat uns trotzdem hier gut gefallen. Wir kauften uns die obligatorischen Marokkanischen Lederschlappen dort. Natürlich sahen wir uns auch das „Verschandeln“ der Landschaft durch diesen Belgischen Künstler an, die „Painted Rocks“. Na Ja, was soll man dazu sagen? Trotzdem, die Felsformationen waren sehenswert und die Benennung der einzelnen „Gebilden“ ist die Sache von jedem Einzelnen.  
      Genauso kurvenreich und anstrengend war die Weiterfahrt nach Agadir und genauso interessant und begeisterungsfähig die Landschaft, die man durchfuhr. Mittlerweile waren wir es schon gewohnt, dass die Strassen an steilen Bergen sehr enge Kurven haben und die Breite unseres Wagens besitzen. Und… zu allem Überfluss zog unser Gefährt nicht richtig. Und das nach einem Tag, wo er die Berge erklomm in einer Geschwindigkeit, dass ich ihn scherzhaft „Ferrari“ nennen wollte. Ich hatte die hängende Motorbremse in Verdacht. Ein wenig mit der Zange daran herum hantieren und ein paar kleine Schläge auf den Hinterkopf und er rannte wieder wie gewohnt.
      Woran es liegt, dass er alle 10 Minuten Luft aufpumpen muss, haben wir auch inzwischen herausgefunden. Ein nicht benutztes, daher überflüssiges Abnahmeventil war undicht. Diesem Thema wollten wir uns in Agadir annehmen.

      Die Einfahrt zum Camping Agadir war nicht hoch genug. Dann fiel dem „Gardien“ ein, dass sie noch ein zweites Tor haben, das keine Höhenbegrenzung besitzt. Zu unserer Überraschung war an dieser Einfahrt ein Service-Platz mit einer Montagegrube. Also genau das Richtige, um am Auto zu arbeiten.
      Auf diesem Campingplatz waren wir froh, dass wir Schiebefenster in unserem Aufbau haben, denn Ausstellfenster wären nicht zu öffnen gewesen, so dicht standen die Fahrzeuge nebeneinander. Es handelt sich bei dem Camping Agadir um eine reinrassige „Laubenpieper-Siedlung“. Viele haben ihren Miniplatz mit einem Zaun begrenzt, haben ein „Service-Zelt“ aufgestellt, in dem sich die Küche befindet. Es gab eine Französische Kolonie und eine Italienische. Die Italiener hatten ein „Gemeinschaftszelt“ wo sie sich trafen und zusammen tranken und klönten. Wie man auf so einem Platz 3 oder mehr Monate seine Zeit totschlagen kann, wird uns immer ein Rätsel bleiben. Am anderen Morgen sind wir gleich wieder abgefahren, ohne unser „Luftproblem“ zu reparieren. Unser Auto dankte uns damit, dass es nur noch halbstündig Luft aufpumpen musste. Da wir das Problem kannten und es keinen negativen Effekt hatte, beließen wir es dabei. Man soll ja nur reparieren war kaputt geht.
      Unser nächster Halt sollte Essaouira sein. Diese ehemalige portugiesische Hafenstadt mit ihrer Zitadelle wollten wir uns ansehen. Die Fahrt ging der Küste entlang und durch das Gebiet wo das bekannte Arganien-Öl hergestellt wird. Auch den Zeigen schmeckt dieses Öl. Um an diese Früchte zu kommen, klettern sie wie Katzen auf die Bäume. Arganien-Bäume sind eine wildwachsende Art von Olivenbäumen.
      An einem weitläufigen Sandstrand südlich der Stadt, in Sidi Kaouki, übernachteten wir, da man uns dies geraten hatte, und zogen für uns eine Bilanz unserer Marokko Reisen und der damit verbundenen Erfahrungen. Besonders haben uns die Begegnungen mit den jahrelangen Marokko-Überwinterer beschäftigt. Doch diese Gedanken und unsere diesbezügliche Erfahrungen wollen wir nicht schriftlich festhalten. Nur eines wollen wir in Zukunft gegenüber unserer Grundeinstellung ändern. Wir werden erstmal nichts glauben was man uns erzählt. Bisher waren wir immer der Meinung, dass das was man sagt so ist wie man es sagt…….weit gefehlt, oft ist es nur eine gedankliche „Fatahmorgana“.  

      Am folgenden Tag haben wir die 15 Km bis Essaouira zurückgelegt. Dort übernachteten wir auf einem Parkplatz am nördlichen Tor zur Altstadt für 2 €, ein Spezialpreis für Spanier, wie der Wächter sagte. Alles schwärmt von dieser Portugiesischen Stadt. 2-3 Stunden durchlaufen und die Zitadelle der Portugiesen ansehen hätte genügt. Wir wollten am Hafen Fisch essen. Nette Buden (wie in Calpe am Strand) boten frischen Fisch an. Erstmals sahen wir an beiden Eingangsseiten zu dieser Restaurantreihe eine Preistafel. Da stand zum Beispielt für 250 gr. Dorade 30 DH. Wir suchten uns eine aus und wollten, dass sie gewogen wurde. Was der Kellner nicht tat, er meinte diese würde 40 DH kosten. Wir glaubten ihm nicht, schätzten das Gewicht, nahmen es mal zwei, denn der Fisch war wirklich klein und rechneten noch eine Flasche Wasser hinzu. So kamen wir auf über 220 DH, ein recht fürstlicher Preis für dieses Land. Da hatte unser Reiseführer Recht, wenn er vor dem Nepp dieser Restaurants warnte.  
      Tags drauf ging es nach El-Jadida bei strömendem Regen. Auch auf diesem Campingplatz erlebten wir wie schon in Agadir, dass man eine Steuer auf die Preise aufschlug. Davon war weder in der Preisliste etwas zu erkennen, noch erwähnte man dies, wenn man nach dem Preis fragte. Morgens präsentierte man dieses und sagte er wäre so etwas wie Mehrwertsteuer. Warum man bei dem einen Platz 10 % verlangte und auf dem anderen 15 % wird für immer ein Marokkanisches Geheimnis bleiben.  Wir stellten im Allgemeinen fest, dass die Atlantikküste ein anderes Marokko ist, als wir es bisher kennen gelernt haben. Die Campingplätze sind genauso marode und bieten nichts wie überall, sind aber doppelt so teuer. Gebettelt und belästigt durch Kinder wird man auch hier, aber dreister. Und am dreistesten sind die Händler. Einer in Essaouira verlangte für sein BIO-Aganienöl 340 DH pro Liter. Hallo……da ist Champagner billiger!!! Es ist ja schließlich aus einer Frauen-Kooperative!! Natürlich….nie hätte ich daran gedacht, dass diese schwierige Arbeit von Männer verrichtet werden würde!!!!  Und das ganze wird auch noch von der EU subventioniert!! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wir haben uns einen Liter von diesem tollen Öl im Supermarkt „Marjane“ gekauft. In der gleichen Verpackung, von der gleichen Kooperative und zu einem Preis von 8,90 DH für ein Liter. Ein Neppaufschlag von 400 %.
      Auf dem Campingplatz Moulay-Bousselham direkt an der Lagune im Naturreservat Merdja Zerga angekommen, bot uns ein „Fischer“ (wenn es einer war) frischen Fisch an. Er stand am Zaun, denn an die Lagune konnte man vom Platz aus nicht ran. Auch die Flamingos, für die diese Lagune bekannt sein soll, kann man nur sehen, wenn man sich von einer Boot hinfahren lässt. Wohin? Weis ich nicht, und ob dort auch Flamingos sind, kann man nicht garantieren.
      Den Fisch bot er uns für 70 DH das Kilo Dorade und 100 DH das Kilo Loup an. Da musste ich doch direkt lachen, denn diese Fische bekommt man beim Mercadona in Spanien topfrisch viel billiger.
      Ob sich die Marokkaner an der Küste damit einen Gefallen tun? Die Küste bietet kein besseres Klima als Spanien. Es gibt keine Sehenswürdigkeiten und auf den Campingplätzen nur einen Stellplatz. Die Toiletten sind nur mit Gummischuhen zu betreten und warmes Duschen kostet extra….natürlich ist es sinnvoll die Duschkabinen mit Gummischuhen zu betreten. Gratis sind Dreck, Betteleien und überhöhte Preise. Ich kann nur sagen……ab in die Wüste. Ich frage mich, wie lange machen das die Europäer mit? Wenn in Marokko mal so etwas wie in Mauretanien passiert, dann fallen sie zurück in die Steinzeit.
      Aber nun genug politisiert. Wir werden unsere Reise Richtung Norden auf direktem Weg fortsetzen, da es in diesem Bereich keinen weiteren sehenswerten Zielen gibt.
      Übrigens haben wir hier an der Lagune wieder den Magirus von Tan Tan Plage getroffen. Wie gesagt, in Marokko trifft man sich öfters.
      Am nächsten Morgen meldete ich uns an, während Marion Wäsche wusch, denn wir wollten hier etwas länger bleiben. Doch als der Campingplatzverwalter 70 DH pro Nacht für diesen Platz verlangte, reisten wir ab nach Martil. Unterwegs kauften wir bei einem Bauern am Feldesrand 20 Kg der köstlichen Marokkanischen Kartoffeln und 5 Kg Orangen und ließen an einer Tankstelle unser Auto waschen und abschmieren. Leider vergeblich, denn es begann wieder zu regnen und auf den 25 KM nach Tetouan war eine neue Autobahn im Bau und wir mussten durch den ganzen Baudreck fahren. Auf dem Campingplatz in Martil angekommen, begann es heftig zu stürmen und zu regnen. Vielleicht wird jetzt das Auto erneut gewaschen. Mal sehen, wie es morgen aussieht.
      Wir glauben unsere Zeit in Marokko ist abgelaufen und morgen sollten wir nach Europa übersetzen. Die Eindrücke an der Atlantikküste haben unsere Stimmung doch sehr gedämpft, so dass wir nun neugierig auf neue Erlebnisse in Spanien und Portugal sind. Für die Statistik: Unser Dieselverbrauch in Marokko betrug 23,8 L pro 100 KM, was bei den bezahlten Preisen in der Relation zu Deutschland einem dortigen Verbrauch von etwa 11 Liter betragen würde…….aber das nur für die Statistik-Junkies. „Traue nie einer Statistik, die Du nicht selber manipuliert hast!“

      Unsere Marokko-Erfahrung? …..ohne größeres Resümee!
      Nur: .....Grandiose Landschaften, sehr abwechslungsreich, tolles orientalisches Flair…..unbedingt sehenswert und wert zu bereisen. Es wäre kein Land für uns, in dem wir unsere Zeit im Urlaub verbringen wollten, bzw. zum Überwintern hinfahren würden.

      Ende Januar 2008 wieder daheim in Europa…..sauber, geordnet und unbelästigt…stehen wir am Surferstrand von Tarifa und genießen den Spanischen Rotweit zu einer Marokkanischen Tajines. Wir wollen ein paar Tage ausruhen, um dann zu entscheiden, was wir weiter tun wollen.
      Das Wetter ist herrlich, man kann wieder abends länger draußen sitzen und selbst die Polizei „belästigt“ uns Wildcamper nicht.
      Noch etwas zum Wetter in Marokko….gilt nur für die Monate November bis März in denen wir dort waren:
      An der Atlantik-Küste ist es in dieser Zeit tagsüber so 17-22 Grad und nachts um die 9-15 Grad. Es regnet gelegentlich und stürmt. Also ein Wetter, vergleichbar mit Spaniens Costa Blanca um diese Jahreszeit. In der West-Sahara am Atlantik sind die Tagestemperaturen etwas höher, wenn kein Wind geht, was selten ist. Auch dort regnet es um diese Jahreszeit öfters. Und es kommt gelegentlich zu den unangenehmen Sandstürmen. Die natürlich im Landesinneren im Süden öfters vorkommen. Hier, in der Wüste, steigen die Temperaturen am Tage öfters über 30 Grad und stürzen nachts bis auf 2-4 Grad.
      Im Hohen Atlas schneit es ab Dezember und die Temperaturen fallen nachts unter den Gefrierpunkt. Hier sind in dieser Zeit etliche Pässe gesperrt. Also kein Reisegebiet für den Winter, es sei denn man will Ski fahren.
      Wir haben uns entschlossen langsam der Mittelmeer-Küste entlang nach Hause zu fahren. Denn zuhause sind unzählige Dinge bis Mitte Juli zu erledigen bis zu dem Abfahrttermin Richtung Hamburg zur Verschiffung nach Argentinien.

      Ende


      PS: Wieder die Fotos nur auf meiner homepage