Beiträge von Jerome

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    Hy Jerome
    Du nimmst Signalraketen mit? Ich hatte Dich eigentlich anders eingeschätzt.

    Inwiefern? Vielleicht meinen wir unterschiedliche Dinge, wenn wir von Langstreckenwanderungen reden. Für mich sind das wochenlange Touren über Hunderte von Kilometern mit Tagesetappen bis zu 30 km, bei denen man manchmal tagelang keinem Haus oder Menschen begegnet; mit Zelt, Schlafsack und einem 16/18 Kilo Rucksack. Der Southern Upland Way beispielsweise, der WHW vergangener Zeiten, der Pennine Way oder in Zukunft hoffentlich der Skye Trail.
    Es wäre als Solowanderer idiotisch, keine Signalrakete dabeizuhaben; das Teil ist so groß wie ein Kugelschreiber und rettet im Notfall mein Leben.
    Ich hab schon mein Zelt in einer Nebelsuppe mit Sichtweite unter 50 cm aufgeschlagen und den Tag "ausgesessen", weil mich ein einziger Fehltritt ein Geröllfeld hinunterbefördert hätte oder ein Verlaufen verhängnisvoll gewesen wäre. Und es gibt nicht überall klare Wege, denen man einfach mit gesenktem Kopf nachtrotten kann, wenn einem Windstärke Acht den Regen ins Gesicht donnert, da reicht dann einmal Ausrutschen auf nassem Schiefer und man verabschiedet sich den Hang runter.
    Schlechte Sicherheitsausrüstung nach der Devise "Ach mir passiert schon nix" ist für mich genauso dämlich wie Flipflops an der Bergstation.

    Habe ich auf Langstreckenwanderungen immer dabei gehabt.


    Ursprünglich hatte ich ja diesen Thread mit dem Hinweis auf meinen Blogartikel "Sicherheit auf Wanderwegen" gestartet. Und Jerome brachte die Berge von Wales ins Spiel. Dazu habe ich vor vier Wochen passenderweise folgende Situation beobachten können:

    Ich denke, ich muss nicht viel dazu sagen. Außer vielleicht, dass uns dieser Mann auf dem höchsten Berg der Brecon Beacons in Wales entgegen kam. Dabei reden wir von rund über 850 Metern, die - wie Jerome es schon ansprach - baumlos zugehen und es dort oben ganz anders zugeht als unten im Tal. Die Witterung ist auf dem Bild ja erkennbar. So wie der Mann dort steht, waren auch seine Bewegungen: Extrem langsam, weil es eben kalt und auf manchen Steinen auch glatt war.

    *arrrrrrrgggggggghhhhhhhhhhhhh* ...ja, genau so. Und dann die Mountain Rescue anrufen.....[Blockierte Grafik: http://www.your3dsource.com/images/headbangsoncomputer_t_01.gif]

    In diesen Thread passt auch ein aktueller Artikel aus Schottland (aus irgendwelchen Gründen kann ich keine Links erstellen: https://www.pressandjournal.co…s-due-to-poor-navigation/) , in dem die Mountain Rescue ausdrücklich davor warnt, sich nur auf elektronische Geräte zu verlassen: "Many of the rescue mission have been launched because walkers have made potentially fatal navigational errors by relying on GPS and maps contained in smartphones."

    In England gehört die (Triller)Pfeife immer noch und schon ewig zur "Outdoor-Grunderziehung". D.h. in England sind Retter und Bergwanderer auf das Pfeifensignal getrimmt - die Regel ist "Sechs Mal pfeifen, eine Minute Pause, sechs Mal pfeifen, eine Minute Pause usw" bis Hilfe kommt.

    Zitat von http://www.mountain.rescue.org.uk/mountain-advice
    • Take a whistle and learn the signal for rescue. Six good long blasts. Stop for one minute. Repeat. Carry on the whistle blasts until someone reaches you and don't stop because you've heard a reply – rescuers may be using your blasts as a direction finder.
    • A torch (plus spare batteries and bulbs) is a must. Use it for signalling in the same pattern as for whistle blasts.

    Schaut man sich die Nachrichten über Bergungen und Unfälle auf der Seite der Mountain Rescue an, dann sieht man, dass das keine ganz nutzlose Erfindung ist. Wir gehen im September wieder in den Lake District zum Wandern und ein Handy ist da auf weiten Flächen schlicht für den Eimer. Es sollen 18 zusätzliche Sendemasten installiert werden, aber in einem Gully hat man auch dann keinen Empfang - die Pfeife trägt...

    Ich bin offenbar schrecklich altmodisch, denn in meinem Rucksack steckt immer ein Kompaß und eine Wanderkarte, ganz analog ;)
    Wasser ist ein Muss, auch wenn ich weiss, dass es unterwegs trinkbares Wasser am Weg gibt, und ich hab das gerne reichlich dabei (auch für den Hund, falls es wirklich kein Wasser auf dem Weg gibt). Ich hab auch "nur" Wasser in meiner/n Wasserflasche/n, damit ich notfalls auch mal eine Verletzung ausspülen kann. Das geht mit Pfefferminztee oder Brause so schlecht :grin: .
    Machen wir mal ne Liste für eine Tageswanderung:


    Rucksack mit integr. Regencover
    Fotozeug
    Kompaß
    Karte
    Schweizer Taschenmesser
    Mini-Stabtaschenlampe
    diese Reflektorfolie aus dem Autoverbandskasten
    Wasser
    kleiner Becher
    kleines Erste-Hilfe-Kit (Bandage, Pflaster, Mullbinde, Schmerztablette, bisschen Homöopathie)
    Signalpfeife
    kleiner Block und was zu schreiben
    Handy (aus 8) )
    normales Lunchpaket plus Extraration (Nüsse, Kendal mintcake, Flapjack o.ä.)
    Snack für Vierbeiner
    wind- und wasserdichte Jacke, ggf Pulli
    Schirmmütze
    Flachmann :floet:


    in England zusätzlich: Stirnband (oder warme Mütze) und im Herbst/Frühling auch schon mal Handschuhe, ggf Gaiters und früher auf den "harten" Wanderungen auch schon mal ein Biwaksack


    Noch ein Wort zu europäischen Mittelgebirgen: Mit den deutschen kenne ich mich ja nicht so gut aus. Ich hab aber schon England-Newbies in englische Berge mitgenommen und hab "unten" gesagt: "Handschuhe, Mütze, Windjacke, warmer Pulli, Thermoskanne Tee.." - "Ach was, ist doch ein toller Frühlingstag" - und oben auf nur fünf- oder sechshundert Metern saßen die dann schnatternd im Sturm hinter einem Felsen und haben sich den Allerwertesten abgefroren.
    Auf den von Alpenfans immer belächelten walisischen U1000 Gipfeln von Snowdonia trainieren nicht umsonst Himalaya-Expeditionen, die Wetterbedingungen auf den englischen Bergen sind tückisch und wechselhaft, die Baumgrenze liegt bereits auf etwa 500 Höhenmetern.
    Da sieht das dann schon auf 800, 900 Metern mal so aus (und fühlt sich auch so an):


    [Blockierte Grafik: http://majoky.de/wordpress/wp-…09/IMG_9411-960x300_c.jpg]


    Ich geh da auch auf "nur" 400 Meter nicht ohne meinen wie oben beschrieben gepackten Rucksack :rucksack:

    Mann darf sich einfach nicht von anderen beirren lassen, ist doch vollkommen egal was andere denken, während man seine Youtube-Videos macht.

    Und nochmal nein. Wenn jemand nicht gefilmt/veröffentlicht werden will, hast du ein Problem. Ich finde dieses Rumgefilme ohne Rücksicht auf Andere ätzend.

    P.S: man kann das Urheberrecht auf Youtube umgehen, indem man geschützte Beiträge, spiegelverkehrt macht,.....so zumindest meine Info...1000% sicher bin ich auch nicht,.

    Ähm. Sicher nicht. Das wäre ja, als würde jemand ein Foto spiegeln und dann behaupten, er hätte das Urheberrecht drauf. Ganz schlechter Plan. Alleine schon mit dem Spiegeln (Bearbeiten) wird das Urheberrecht verletzt.
    Anders sieht es aus, wenn z.B. Michael seine Filmrechte jemandem überträgt, auch nur für eine gewisse Zeit. Ich hatte z.B. eine einjährige "Verwertungssperre" auf meinen Artikeln, in der Zeit hatte der Verlag das ausschliessliche Recht zu Veröffentlichung. Das ist aber individuell anders geregelt (oder auch nicht).

    Was Filter angeht: Ich habe eben bei den Polfilter gelesen, dass jemand meinte, dass der Filter im Weitwinkel eine Vignette abzeichnet. Das ist natürlich nicht so gut, weil man ja durchaus gerne mal eine weitläufige Landschaftsaufnahme machen möchte. Derjenige "klagte" darüber, dass der Filter erst ab 35mm "brauchbar" ist. Das ist relativ wenig.
    Nun ergibt sich ein weiteres Mal die Frage: Lieber einen 72mm Filter nehmen mit einem Adapter von 62 aus 72? Hat da jemand Erfahrungen mit?
    Der Filter (von Hama) macht auf mich einen schönen Eindruck, weil er etwas breiter als Herkömmliche sind und so - vermute ich mal - besser zu drehen ist. Aber dies scheint ihm auch bei Weitwinkeln zum Hindernis zu werden. Wobei ich jmich auch gerade spontan frage ob ein weiterer Adapterring das Problem nicht noch erschwert.


    Das diese Cokin Filter aus Plastik sind finde ich "enorm". Da würde ich jetzt denken, dass die ausgesprochen empfindlich sind. Was Kratzer, Hitze und Zugfestigkeit angeht. Andererseits sind meine Brillengläser ja auch aus Plastik und ist nichts dran und man kann gut durchschauen..

    Es gibt besonders schmale Polfilter, die für WW geeignet sind. Im extremen Weitwinkelbereich an einer Vollformatkamera vignettieren die dann allerdings auch. Bei 35mm würde ich das allerdings rundheraus verneinen (selbst bei den normalen Polfiltern), bei mir ist das im 17 - 20mm Bereich der Fall. Ein Adapter hilft dir in dem Fall leider gar nichts, weil der den schwarzen Rahmen vor der Linse dann ja nochmal verlängert - und genau den bekommt das WW dann auch noch mit aufs Bild. Das hast du ja aber selber schon vermutet.
    Was für einen Objektivdurchmesser hast du denn? Vielleicht hab ich einen in der Schublade, den ich dir mal leihweise zuschicken kann.
    Bei kleinerem Objektivdurchmesser müsste ich auch noch eine "kleine" Cokin-Ausstattung zum Ausprobieren haben, müsste ich aber schauen.

    Allerdings bin ich in der Regel auch nicht so geduldig mich im Urlaub - wo ich eigentlich wandern will - 15 Minuten für ein Bild einzuplanen. Aber klar: Manche Motive fordern diese Zeit und ist nicht so, dass ich überall die Kamera raushole, fokussiere, knipse und schnell weiter :)

    15 Minuten brauche ich für einen ordentlichen Schnappschuss *hust*

    Zitat von Andreas Preuss


    Aber wie gesagt; Ich hatte ja gefragt um neue Möglichkeiten zu entdecken und der Verlaufsfilter ist schon eine Sache die mich interessiert. Ich habe wie gesagt derzeit einen Polfilter und einen Graufilter. Ich habe auch UV Filter, aber ob die wirklich was bringen wird ja häufig stark umstritten.
    Was hast du denn für einen ND Filter? Es gibt ja die reinen Filter und dann die mit den Gläsern (oder Plastik?) die man dann individuell vor die Linse schieben kann, denn das stelle ich mir bei den "festen" eher schwierig vor..


    Aber bei mir wäre vermutlich so ein 30 Euro Komplettset am ehesten interessant zum ausprobieren und du hast da bestimmt was ganz edles

    Bei den Graufiltern habe ich relativ preiswerte aus Glas - über eb*y direkt aus China bestellt. Ich möchte wetten, dass die in einer Fabrik hergestellt wurden, wo auf die Karton-Verpackung dann ein edler Name gedruckt wird, der 50 Euro extra kostet.... Da meine Hauptobjektive alle den gleichen Durchmesser haben, habe ich fest aufschraubbare genommen.
    Bei den Verlaufsfiltern habe ich tatsächlich welche mit einem Haltersystem, das vors Objektiv geschraubt wird und in das dann die Platten eingeschoben werden. Da bin ich allerdings noch bei Plastik und ich finde, die tun ihren Dienst absolut. Ich hab die Filter von Cokin, der Filterdealer meines Vertrauens ist das Versandhaus Foto Müller. Ich gehe mit den Filtern durchaus ruppig um und sie halten das sehr gut aus.
    Natürlich spekuliere ich im Stillen immer mal wieder mit den Filtern von Lee, aber die sind mir zu teuer. Ich werde mir die wohl erst gönnen, wenn meine Bilder eine Qualität haben, bei denen die Cokin Filter wirklich negativ auffallen - und das kann dauern :angel: , dafür fotografieren zu viele echte Profis mit Cokin.

    Vorab: Mein Ziel ist es, beim Fotografieren das bestmögliche Bild vor Ort in die Kamera zu bringen - nicht, das bestmögliche Bild am Computer digital zu be- oder richtiger erarbeiten. Nachträglich eingefügte Sonnenuntergänge, Hintergrundunschärfen, Sternenlichter, Abwedeln blablablubb gibt es bei mir nicht. Will ich Sonnenaufgang, gehts früh aus dem Bett, will ich eine bestimmte Location in einm bestimmten Licht gibts halt mehrere Versuche oder das, "was geht". Ansonsten knipse ich, für den Erinnerungseffekt.
    Nix gegen Pixelkünstler, aber das ist für mich nicht "fotografieren".
    Ich benutze den Polfilter für (oder gegen) den Reflexeffekt an Oberflächen und knackige Wolken, sowie die ND Verlaufsfilter für korrekte Himmelsbelichtung.
    Dazu noch unterschiedlich starke ND Filter, um die Belichtungszeit beliebig verlängern zu können (z.B fliessende Wasserfälle, Ausblenden von Personen an Sehenswürdigkeiten).

    Die neue Dynax wiegt um die sechshundert Gramm, wenn ich recht weiss. Ich hab in der Hosentasche für Schnappschüsse eine ältere Canon Powershot, die im Landschaftsmodus oder beim Stadtbummel ordentliche Bilder produziert, im Zoombereich aber, wie Andreas schon schrieb, völlig weich und unscharf wird. Wenn ich wirklich gute Bilder haben will, kommt die Canon mit, aus. Das sind dann halt zweieinhalb Kilo extra. Auf Rucksacktouren, bei denen es mir echt aufs Gewicht ankommt, ich aber trotzdem gute Bilder haben will, kommt die kleine Nikon DSLR mit einem leichten, aber erstaunlich guten Billigtamron 18-300mm mit. Die Bilder sind nicht die Qualität wie mit der Profiausrüstung, dafür wiegt sie aber auch nur ein Drittel.

    Ich bin jetzt versucht zu sagen, dass du vermutlich nur eine kleine Kompaktkamera hast :angel:

    Normalerweise für eine Landschaftstour die 5D Mark II, das 17-40mm, die 50mm und die 85mm Festbrennweiten, GeLi, die ND Verlaufsfilter, Polfilter, Blasebalg, Regencover. Recht kompakt, stimmt :saint: .

    Ich hab in meinem Rucksack neben der nötigen Kameraausrüstung plus ggf Stativ auch noch das komplette Zubehör (Essen, Wasser, kleine Thermoskanne, Becher, Hundewassernapf, Taschenmesser, Regenzeug, Notfallkitt, Stirnband/Mütze) für eine Tageswanderung in den Highlands - aber du findest ihn ja unpraktisch :floet:

    Ach, das ist ja auch ein normaler DSLR Rucksack.. Ich dachte, das wäre ein "normaler" mit Stativhalterung. Naja.. Einen DSLR Rucksack habe ich ja schon. Aber günstiger ist deiner nun wirklich nicht.



    Ich möchte dir auch nicht zu Nahe treten, aber ich finde ihn auch nicht besonders Praktisch. Bei meinem ist oben noch ein Seperater Bereich für Zubehör und es gibt mehrere "Eingriffe". Nur Außentaschen hat er leider so überhaupt nicht, was ich halt sehr schade finde. Das Stativ kann hinten mittig befestigt werden, das finde ich sehr praktisch, weil man so keine "Überbreite" hat :D

    Kann ich nicht folgen, denn im ersten Post schriebst du:



    Und zwar will ich im Urlaub nicht meinen üblichen Rucksack mitnehmen, sondern lieber meinen Fotorucksack, wo ich neben der Kamera, Objektive und Zubehör auch ein Stativ dabei habe, weil es ja doch immer die "eine besondere Situation gibt", wo man doch lieber ein vernünftiges Stativ dabei gehabt hätte

    Was praktisch ist oder nicht, ist immer eine individuelle Entscheidung, ich hab noch nix Besseres, Preisgünstigeres und Komfortableres gefunden in Sachen Fotorucksack.

    Dein "günstiger Mantoa" ist teurer als mein Lowe ;) . Für die Sigg Flaschen gibt es teure Isolier-Aluhüllen.
    Man kann sich aber auch einfach aus einer Sonnenschutzblende fürs Auto eine maßgeschneiderte Reflektier-/Isolierhülle nähen. Das schaffen selbst Nähmaschinenautisten :dream: