Beiträge von AlexM

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    Vorab muss ich aber dazu sagen, dass ich es grundsätzlich liebe, Auto/Wohnmobil zu fahren. Da kann man so schön bei entspannen (Hörbuch, Musik, interessante Unterhaltungen, Interessantes aus dem Radio, Kopfkino etc.) und wenn dann unterwegs noch die Landschaft stimmt.... :dream:


    Das mit der Landschaft kann ich unterschreiben. Allerdings ist es ja gerade auf Autobahnen immer mehr so, dass man vor lauter Lärmschutzwänden, Tunneln und ähnlichem kaum noch etwas von der Landschaft hat. Dazu kommt, dass man sich doch hin und wieder auf den Verkehr konzentrieren sollte, wodurch man die Landschaft eben nur teilweise genießen kann.

    Ansonsten geht es mir gerade auf langen Autobahnstrecken oft so, dass ich mit der Zeit doch recht müde werde. Und nach ein paar Beinahe-Unfällen nach Sekundenschlaf-Attacken nehme ich das definitiv nicht mehr auf die leichte Schulter.

    Ich denke, hier sollte man in Stunden rechnen und nicht in Kilometern (siehe unten).


    Sehe ich auch so. Je nach Strecke und Fahrzeug sieht die durchschnittliche Kilometerleistung doch schon mal ganz anders aus.

    Ich bin früher öfter mal die Strecke Essen-Krakau gependelt (damals 1.080 km und keine durchgehende Autobahn).


    Ja, ich habe da auch so eine "Pendel-Strecke" über ca. 750 km nach Frankreich. Sind inzwischen 90% Autobahn, aber auch mit diversen Stau-Fallen dazwischen. Und einigen Abschnitten, wo landschaftlich einfach gar nichts passiert. Und wenn dann die Autobahnausfahrten über 20 km auseinander liegen, muss ich halt wieder aufpassen, dass mir vor Langeweile nicht wieder die Augen zufallen.

    Reine Fahrzeit knapp 15 Stunden (inkl. Tankpause und Bewegungspause). Das empfand ich nicht anstrengender als einen normalen Arbeitstag im Büro, wo vielleicht viel Hektik herrschte.


    Weiß nicht. An einem Büro-Arbeitstag kann ich immerhin aufstehen, wann ich will, kann mal kurz die Augen vom Bildschirm wegnehmen oder sogar einen Moment mal schließen, und ich muss nicht ständig meinen rechten Fuß in mehr oder weniger konstanter Position auf einem Pedal halten. Solche Kurzpausen und Sitzpositions-Wechsel fehlen mir beim Autofahren definitiv.

    Definitiv. Beispiel: 2009 fuhr ich mit einem alten VW-Bus (50 PS) durch Norwegen und war dermaßen von den Passfahrten und den Straßen um die Fjorde herum genervt, dass ich schnell nach Schweden flüchtete, wo breite Straßen deutlich entspannter zu fahren sind.
    2012 war ich mit dem Wohnmobil wieder in Norwegen. Der Wagen ist doppelt so groß und doppelt so schwer. Aber dank Servo, ABS und einem normalen Lenkrad (das Lenkrad im VW-Bus war riesig) war diese Reise total angenehm. Und plötzlich störten auch die Pässe nicht mehr.
    Trotzdem: Auf einer Autobahn, wo man praktisch nur leicht die Spur halten muss, kommt man natürlich weiter und entspannter voran.


    Bei dem VW-Bus muss ich an die Cahrsharing-Autos in der Schweiz denken. Das sind zwar alles moderne PKWs, allerdings grundsätzlich in der minimal motorisierten Variante. Damit über Alpenpässe zu fahren macht definitiv keinen Spaß.

    Wenn es darum geht, möglichst zügig ans Ziel zu kommen, ist mir eine gerade Straße natürlich auch lieber als eine kurvige Fjordküsten- oder Passstraße. Allerdings bleibe ich beim Fahren immer deutlich besser wach, wenn hinsichtlich Straßenverlauf etwas "passiert". Also wenn es Kurven gibt, an denen ich schalten muss, oder wo die Landschaft eben hinter jeder Kurve wieder anders aussieht. Ortsdurchfahrten muss ich hingegen nicht haben. Vor allem das Anhalten an Ampeln und anderen Kreuzungen wird doch schnell nervig.
    Auf meiner letzten Tour hatte ich jedenfalls eine Etappe, auf der ich 4 Stunden lang auf Landstraßen durch eine Mittelgebirgslandschaft gekurvt bin. Das fand ich wesentlich entspannender als 4 Stunden Autobahn.

    Hm, auf Autobahnen mache ich selten Pause bzw. bei Bedarf - spätestens beim Tanken.


    Gut, tanken ist klar. Austreten ebenso. Dann gibt es noch die Frage der Verpflegung. Wie ich in Deinem Blog gelesen habe, drückst Du Dir schon mal während des Fahrens ein Brötchen rein. Ich beschränke das bisher eher auf ein wenig Knabberzeug und eine Nuckelflasche, die ich immer in Griffweite habe. Zum "richtigen" Essen steige ich dann doch lieber aus. Allerdings erschrecke ich dann manchmal, dass für ein "kurzes" Essen an einer Autobahnraststätte doch leicht mal eine Stunde draufgeht. In dieser Beziehung habe ich meine Zeitkalkulation noch nicht ganz im Griff.
    ... und letztlich habe ich doch meistens nach den üblicherweise empfohlenen 2 Stunden jeweils das Bedürfnis, mich mal für eine Weile aus dem Sitz zu schälen.

    Auf so Touren wie zum Nordkap oder zuletzt in Großbritannien ergeben sich die Pausen eigentlich von alleine. Sprich: Wenn ein Aussichtspunkt kommt oder eine Sehenswürdigkeit, dann wird angehalten, fotografiert, etwas gegessen etc.


    Schon klar. Wenn du im Zielgebiet angekommen bist, dann ist es ja gerade der Sinn der Reise, hier und da mal anzuhalten, um sich irgendwas mal anzuschauen. Mir ging es bei meiner Frage eher um den Weg dorthin - also in Deinem Beispiel die Strecke von zu Hause bis zur England-Fähre bzw. bis nach Norwegen/Schweden.

    Abgesehen von diesem ökologischen Irrsinn habe ich dabei die Erfahrung gemacht, dass ich das als anstrengender empfand als meine anderen Autobahnfahrten. Denn es kam Zeitdruck hinzu


    Ja, fahrten unter Zeitdruck sind wirklich besonders blöd. Der Stress, wenn einem die Zeit wegen eines Staus oder sonstigen Problems davonläuft, ist wirklich nicht lustig. Und es muss ja nicht unbedingt ein Arbeitgeber sein, der da afu Pünktlichkeit bedacht ist. Mir reicht es da oft schon, wenn ich weiß, dass ich am Ziel zum Essen erwartet werde, oder dass ich eigentlich vor Anbruch der Dunkelheit ankommen wollte. Mir geht es dann oft so, dass ich dann anfange, aggressiver zu fahren, obwohl ich eigentlich weiß, dass man damit auf lange Sicht kaum schneller voran kommt als bei einer entspannten Fahrweise. Das erhöht den Stress nochmal.


    Mit dem Pkw sind wir in 2011, 1800 km gefahren Komplett über die Autobahn, war allerdings echt anstrengend. Mit meinen Eltern sind wir einmal 2500 km nach Sizilien durchgefahren
    Pausen nur um die Toilette aufzusuchen

    Wenn Du von "wir" sprichst, vermute ich mal, das Ihr vor allem mehrere Fahrer wart, die sich am Steuer abwechseln konnten. D.h. wenn einer gefahren ist, konnte sich der andere erholen und evtl auch etwas essen.
    Wie würdest Du solche Touren angehen, wenn Du allein wärst und keinen Führerscheininhaber auf dem Beifahrersitz hättest?

    In den letzten Wochen habe ich (als ansonsten bekennender Wenig-bis-garnicht-Autofahrer...) über 3000 km mit dem Auto zurückgelegt. Das meiste davon entfiel auf die Hin- und Rückreise nach Südfrankreich, daneben gab es noch ein paar kürzere Strecken innerhalb der Region. Bei solchen langen Strecken stellt sich immer wieder die Frage, wieviel man sich an einem Tag zumuten sollte, bzw. wieviel überhaupt zu schaffen ist. Da wollte ich doch mal in die Runde fragen, wie Ihr das so haltet, wenn es um besonders lange oder gar mehrtägige Strecken mit dem Auto (oder WoMo oder Motorrad...) geht:
    Wie viele Kilometer, bzw. wie viel Stunden am Steuer mutet Ihr Euch so am Tag zu? Macht es dabei evtl. einen Unterschied, ob es nur über Autobahnen geht oder eher über Landstraßen - oder gar über besonders kurvige Gebirgsstraßen?
    Und wie haltet Ihr das mit den Pausen? Wie oft legt Ihr Pausen ein? Wie lange dauern die bei Euch so üblicherweise, und wie gestaltet Ihr die, damit Ihr anschließend wieder halbwegs fit zum Fahren seid?

    Was fällt Euch sonst noch so ein, wenn es vor allem darum geht, möglichst zügig von A nach B zu kommen?

    (PS: Habe nicht wirklich eine passende Rubrik für diese Frage gefunden, deshalb stelle ich sie mal hier am Lagerfeuer)

    Ich war als Kind häufiger dort, als die Sophienhöhe noch im Entstehen war. Damals sah man ihr noch sofort an, dass sie ein künstlicher Berg ist. Wäre mal interessant, heute wieder zu kommen, aber jetzt wohne ich viel zu weit weg.

    Ja, Leute mit ähnlichen Wissenslücken findest Du in jedem Land. Besonders erschreckend finde ich das auch bei Leuten, die die genannten Länder besuchen. Wer sein Heimatland nicht verlässt, muss sich im Ausland auch nicht besonders auskennen. Die Frage ist halt wirklich, wie repräsentativ solche Erhebungen sind.

    Weiß nicht, ob sich Nimes, Arles, Montpellier, Carcassonne und evtl. Barcelona als Rundreise lohnen würde.


    Schwer zu sagen. Denn einerseits kenne ich von den genannten Städten eigentlich nur Barcelona (wo man definitiv einige Tage verbringen kann, ohne sich zu langweilen), sowie die Arena von Nîmes von außen, und außerdem kenne ich Deine "Schlagzahl" beim Abklappern von Sehenswürdigkeiten nicht. Aber wenn man schon mal da unten ist, kann man den Bogen je nachdem auch noch erweitern. Da wären beispielsweise Perpignan, Andorra, Toulouse, oder in der anderen Richtung Aigues-Mortes, Marseille, Aix-en-Provence, Orange, Avignon, in Richtung Barcelona gibts noch Girona, und warum auch nicht Tarragona? Und auf der Fahrt in die Gegend böte sich noch Lyon an, das auch deutlich mehr zu bieten hat als den Urlauberstau.

    Allerdings stehe ich mit Spanien ein wenig auf Kriegsfuß


    Na, dann bist Du ja in Katalonien genau richtig. Die stehen mit den Spaniern auch auf Kriegsfuß :D .


    Denn Südspanien ging mir auch schon durch den Kopf, inkl. Gibraltar mit allem, was dazu gehört. So könnte ich auch glatt mal diese Orte besichtigen. 8o


    Das ging mir beim Schreiben meines letzten Beitrags auch schon durch den Kopf. Vor allem muss so eine Wüste im Winter auch ein interessantes Erlebnis sein.


    Langlauf habe ich schon gemacht. Macht auch Spaß, aber wie ich halt so ein unruhiger Typ bin: Ein oder zwei Wochen am selben Ort? Und dann noch die nassen Klamotten im Wohnmobil? Hm, weiß nicht.


    Ortswechsel sind ja mit dem Womo noch einfacher möglich als wenn man sich jedes Mal ein Hotel suchen muss. Die Sache mit den Nassen Klamotten ist allerdings ein Argument gegen jeglichen Wintersport...

    Oh, da wäre ich mir nicht so sicher. Vielerorts weiß ich, dass dort Wintercamping angeboten wird und so mancher Platz auch total überlaufen ist. Das dürfte in etwa dann so aussehen: http://www.trax.de/wintercamping-…_52139306/index


    Gut, da halte ich mich mal als Nicht-Womo-Fahrer zurück. War halt so eine Vermutung von mir. Wobei der Artikel ja zumindest bestätigt, dass
    längst nicht alle Stellplätze im Winter geöffnet sind.


    im Winter, beispielsweise über den Jahreswechsel


    Der Jahreswechsel gehört für mich eigentlich nur bedingt zum Winter. Schließlich gibt es "zwischen den Feiertagen" meistens nochmal ordentlich Tauwetter (für den Fall, dass es vorher mal geschneit haben sollte), und so richtig kalt und schneereich (d.h. Wintersport-tauglich) wird es ja erst ab Mitte Januar.


    1. Kein Skiurlaub - also nichts mit Schnee oder dergleichen
    2. Bevorzugt mit dem Wohnmobil.
    3. In Europa
    4. Es sollte auch nicht zu dröge sein. Ich war mal im November an der rumänischen Küste und im März an der Küste Südfrankreichs in Orten, wo normalerweise der Bär toben dürfte. Nur zu den Zeitpunkten war eben niemand vor Ort und es wirkte alles wie eine Geisterstadt. Nicht sehr einladend.
    5. Temperatur ist nicht ganz sooo wichtig


    Punkt 4 wird wahrscheinlich das größte Problem sein. Die klassischen Sommerurlaubs-Destinationen sind im Winter meist ausgestorben, weil es zum Baden in Meer oder Seen einfach zu kalt ist, und auch sonst das Wetter nicht dem entspricht, was sich der gemeine Mitteleuropäter unter "Urlaub" vorstellt. Zumal gerade in südlicheren Gefilden viele Ferienunterkünfte oft gar keine Heizung haben und damit in der kalten Jahreszeit gar nicht bewohnbar sind. Da bleiben fast nur noch die Wintersportgebiete übrig.

    Was aber auch das ganze Jahr über funktionieren sollte, ist Kulturtourismus - also vor allem Reisen in Städte, mit der Besichtigung der diversen dortigen Sehenswürdigkeiten. Gerade über den Jahreswechsel gibt es ja diverse Reiseveranstalter, die ein paar Tage "Silvester in Paris/Rom/Venedig/..." anbieten.
    Meine Eltern waren beispielsweise mal im Februar für eine Woche in Andalusien. Von einem Hotel in Málaga aus haben sie Touren in die Städte entlang der Küste und ins Hinterland (Granada, Córdoba, ...) gemacht, und hier und da einen Spaziergang an der Küste. Man sollte dabei allerdings bedenken, dass die Sierra Nevada übersetzt nicht umsonst "Schneegebirge" heißt, auch wenn sie noch so weit im Süden liegt. Winterreifen müssen da also schon sein.


    Und jetzt als Alternative: Wenn Punkte 1-5 in dieser Kombination nicht durchführbar sind, was könnte man dann MIT Schnee aber OHNE Ski machen?


    Zählt Langlaufen für Dich auch als "Ski"? Das geht nicht ganz so sehr in die Knochen und lernt sich auch deutlich leichter.
    Ansonsten wird ja seit einigen Jahren das Schneeschuhlaufen immer beliebter. Das ist dann wirklich fast so einfach wie Wandern. Immer mehr Bergregionen haben inzwischen gut ausgeschilderte Schneeschuh-Wegnetze. Und da Schneeschuhe nicht so eine riesige Infrastruktur brauchen wie Alpin-Skigebiete, findet man viele Schneeschuhpfade auch abseits des großen Ski-Rummels.
    Allerdings fürchte ich, dass Du in Wintersportgebieten, bzw. prinzipiell dort, wo Schnee liegt, auf den WoMo-Stellplätzen ziemlich allein sein wirst :tja: .


    Auf tagesschau.de gibt es heute einen Artikel über einen chinesischen Nachbau von Paris:

    ... und dieses "Paris" befindet sich hier:

    [map]30.385259,120.24343[/map]

    Schon interessant aufgemacht: In der Mitte eine große Achse, die auf den Eiffelturm zuläuft, und entlang derer sich Kopien anderer Pariser Plätze befinden. Am anderen Ende eine Parkanlage, die ein wenig den Stil von Versailles nachahmt. Entlang dieser Achse befinden sich Häuser, die sehr nach Paris aussehen. Etwas abseits davon findet man allerdings schon wieder deutlich "normalere" moderne Hochhaus-Bebauung.

    Interessant ist auch die Umgebung dieser Paris-Kopie: Ringsum erstmal nur Acker, und in einiger Entfernung mehrere weitere Reißbrett-Siedlungen. Dazwischen vier-bis sechsspurige Straßen, die irgendwo mitten auf dem Feld aufhören. Offenbar liegen da noch ein paar weitere Pläne in den Schubladen. Diese Art von Stadtentwicklung findet man wohl wirklich nur in zentralistisch geführten Staaten. Die europäischen Planstädte, die ich so kenne, sind erstens deutlich kleiner und zweitens auch nicht ganz so radikal durchgeplant.

    Wenn es in dem Bericht heißt, dass in diesem chinesischen Paris der Immobilienabsatz nicht ganz so funktioniert wie gewünscht, dann scheint es mir, als ob der Markt für diese Art von Wohnungen allmählich doch gesättigt ist. Es sei denn, es liegt an Planungsfehlern bei dieser konkreten Siedlung (keine bezahlbare Schule...)

    Ich war vor Ewigkeiten mal im Bauch von Paris unterwegs. Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz täuscht, war das allerdings an einer ganz anderen Stelle in der Stadt, wobei ich den genauen Ort jetzt auch nicht mehr rekonstruieren kann. Aber die Kataomben durchziehen ja fast die gesamte Stadt und nicht nur das eine Viertel, wo jetzt der Besuchereingang ist.
    Ich fand es damals jedenfalls hochinteressant. Über heutige Wartezeiten am Eingang kann ich natürlich nichts sagen. Kann aber auch sein, dass eine Schlange wie auf dem Streetview-Bild nur die Ausnahme ist. Ist ja nur eine Momentaufnahme.


    Deswegen will ich mal diesen Sammelthread starten, um die interessantesten, weitesten, spektakulärsten Bahnstrecken aufzulisten.

    Tja, was die weitesten Bahnstrecken angeht, hast Du die Latte mit der Transsib wohl so hoch gelegt, dass sich keiner getraut hat, etwas beizutragen. Dann wollen wir doch mal die Rubriken "interessant" und "spektakulär" ein wenig bedienen.

    Als erstes krame ich mal aus meiner Erinnerung einen Zug in Frankreich hervor: Den Cévenol. Der hat seinen Namen vom Gebirgszug der Cevennen, den er durchquert. Die Strecke verläuft heute von Nîmes nach Clermont-Ferrand. Als ich mit ihm gefahren bin, fuhr er noch von Marseille bis Paris, aber der Abschnitt, der heute betrieben wird, ist der interessante - der Rest sind eigentlich nur Anschlussstrecken.
    Leider habe ich während meiner Fahrt vor ca. 20 Jahren keine Bilder gemacht, aber man findet im Netz auch einiges, wie beispielsweise hier. Besonders beeindruckend ist beispielsweise die Strecke durch die Schlucht des Allier, von Langogne bis Langeac: Eine Stunde Nonstop-Fahrt durch ein Flusstal, in dem es außer der Bahnlinie keinerlei Verkehrswege gibt. Ich habe damals die gesamte Zeit nur am Fenster geklebt. Aber auch der Rest der Strecke ist einfach wunderschön.

    Was in so einer Liste nciht fehlen darf, sind natürlich die diversen Schweizer Alpen-Eisenbahnen. Allen voran die Linien der Rhätischen Bahn und der Matterhorn-Gotthard-Bahn, von denen einige nicht umsonst als "Bernina-Express" und "Glacier-Express" weltberühmt sind. Einen ganz anderen Charakter hat hingegen die GoldenPass-Linie von Montreux nach Luzern. Eigentlich sind das drei Strecken unterschiedlicher Spurweiten, die zusammen vermarktet werden. Am beeindruckendsten finde ich den westlichsten Teil davon von Montreux nach Zweisimmen.

    ... und warum eigentlich nicht mal vor der Haustür schauen? In Deutschland haben wir ja mit der "Loreley-Strecke" zwischen Mainz und Bonn auch eine wunderschöne Bahnlinie am Rhein entlang. Wer die Zeit hat, gegenüber dem ICE eine Stunde länger im Zug zu sitzen, wird hier mit wunderschönen Ausblicken belohnt.

    Witzig - erinnert mich an einen beliebten Trick die Tarife von Verkehrsverbünden auszuhebeln, indem man ein Ticket bis zur ersten Bahnstation außerhalb des Verbundgebiets löst. Das ist oft billiger als ein Verbundticket. Nur kann man damit keine Busse benutzen. Aber wenn man das ohnehin nicht vorhat...

    Was in diesem SPON-Artikel beschrieben ist, passt natürlich auch längst nicht zu jedem Reisenden. Hier geht es halt um eine Fahrt, die man in mehrere Etappen einteilt. Wer nur auf dem schnellsten Weg von A nach B will (wie ich das meistens mache), der kann damit nicht so viel anfangen.
    Anderes Problem: Man kann zwar seine Fahrt beliebig unterbrechen, aber man muss sich vorher schon auf eine Route festlegen, und dabei auch schon wissen, wo man den ICE nehmen will und wo nicht, denn das macht im Ticket ja auch einen Unterschied.

    Vielleicht probiere ich es demnächst aber auch mal aus, ein Ticket ab Kufstein zu lösen...

    Sieht so aus, als hätte sich jemand auf der Band-Homepage sehr wohl verschrieben. Auf der Wikipedia-Seite zur Band findet man die richtige Schreibweise. Der Ort heißt [size=large]Ystalyfera[/size] und liegt hier:

    [map]Ystalyfera, Vereinigtes Königreich[/map]

    Sind nur zwei Buchstaben Unterschied, aber die scheinen es auszumachen. Dazu muss man allerdings auch wissen, dass ein "f" im Walisischen genauso ausgesprochen wird wie ein "v" im Englischen.

    Ich bin jetzt nochmal eine Weile in Südspanien herumgesurft und habe dabei noch etwas interessantes gefunden: Der Bahnhof, den du oben verlinkt hast, ist im Grunde nur ein Außenposten eines viel größeren Drehorts: Etwa 60km weiter südwestlich in Richtung Almería liegt die Wüste von Tabernas. Das ist nicht nur die einzige "richtige" Wüste Europas, sondern auch ein Ort, an dem Hunderte von Filmen gedreht wurden. Die meisten davon sind Western - weswegen dort noch mehrere Kulissen von Wildwest-Städten herumstehen, die heute zum Teil zu Museen umfunktioniert wurden.

    [map]37.077093,-2.519989[/map]


    Gedreht wurde der Film übrigens bei Guadix in Südspanien:


    Witzig: Da wurde also ein Italo-Western in Spanien gedreht. :D



    Kennt noch jemand berühmte Filme und ihre Drehorte (ich meine natürlich nicht irgendwelche Studios)?


    Da fallen mir spontan zwei Locations ein:
    Wenn wir gerade bei Western sind, dann darf natürlich einer der Haupt-Drehorte der berühmten Karl-May-Verfilmungen (die mit Pierre Brice als Winnetou) nicht fehlen: Der Nationalpark Plitzwitzer Seen (Plitvička Jezera) in Kroatien:
    [map]44.897714,15.606766[/map]

    (Nachtrag: zu den Karl-May-Drehorten im damaligen Jugoslawien gibt es eine ganze Internetseite: http://www.karl-may-filme.de/drehort/drehorte.html)

    Und dann mal ein ganz anderes Film-Genre: Die Kulisse für den französischen Film "Chocolat" war das Dorf Flavigny-sur-Ozerain (in dem tatsächlich eine landesweit bekannte Süßigkeit hergestellt wird - allerdings nicht aus Schokolade...).
    [map]47.51078,4.52935[/map]


    Seinen eigenproduzierten Biomüll nicht zu vergraben ist ekelhaft, sorry. Ich sag nur Hunde, Kinder, andere Wanderer, Regenfälle...
    Und eine Plastikschaufel wiegt unter 100 Gramm, das ist echt "tragbar".


    In Gegenden, die so "zivilisiert" sind, dass häufiger Hunde, Kinder und andere Wanderer vorbei kommen, hebe ich mir das "große Geschäft" auch auf, bis ich an einer bewirteten Hütte oder einer sonstigen offiziellen Toilettenanlage vorbei komme, die es in diesen Gegenden dann auch in aller Regel gibt.
    Wo es deutlich einsamer ist, stört die Hinterlassenschaft eines einzelnen Menschen auch nicht mehr als ein Kuhfladen oder Pferdeapfel. Und natürlich "mache" ich nicht direkt am Wegrand sondern ein gutes Stück abseits, wo es wiederum auch keinen anderen Menschen stört.
    Falls Du auf das Zelten in freier Natur anspielst: Auch dort habe ich es erlebt, dass man sich in der Gruppe schnell auf eine Ecke im Gebüsch einigt, die als "Latrine" deklariert wird, und die weit genug von den Zelten entfernt ist. Da hatte auch keiner eine Schaufel dabei.

    Zitat

    Beleuchtung braucht man nur, wenn man im Dunklen draussen ist...ähm ja, da ist was dran. Wenn ich zelte, bin ich zwangsläufig draussen, wenns dunkel ist, denn nachts ist es nun mal dunkler als draussen :S Außerdem kann es immer mal sein, dass man sehr früh morgens oder bis spät in die Nacht unterwegs ist. Und selbst in einer Jugendherberge oder einer Alpenhütte ist es hilfreich, wenn man nachts eine Taschenlampe hat.


    Wie ich in den letzten Jahren festgestellt habe, sind Jugendherbergen heute auch nicht mehr das, was sie mal waren. Da ist der Übergang zum Hotel inzwischen fließend. Bei Matratzenlagern in Berghütten gebe ich Dir allerdings vollkommen Recht. Und natürlich auch auf Touren, wo man vor Sonnenaufgang losläuft oder erst im Dunklen sein Ziel erreicht.

    Zu diesem Weg habe ich neben der Wanderbeschreibung noch eine ganze Webseite gefunden. Dort heißt es unter anderem, dass gerade unter dem Schutzpatron St. Jost vielerorts Kapellen errichtet wurden, zu denen früher viele, die nicht auf "große" Pilgerfahrt gehen konnten, ersatzweise gepilgert sind. Diese Idee wurde hier aufgegriffen. Da die namensgebende St-Jost-Kapelle nur noch Ruine ist, wurde nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" ein Rundweg geschaffen, der an diversen Orten der Besinnung entlang führt.
    Das ist sicher nicht die "klassische" Art des Pilgerns, aber auch eine Art, sich nicht nur körperlich sondern auch spirituell auf den Weg zu begeben.

    ... und seien wir doch mal ehrlich: Auch von den bekannten Pilgerzielen wie Lourdes, Santiago de Compostela, Altötting etc. muss man ja irgendwie wieder in die Heimat zurückkommen. Das muss ja nicht zwingend auf genau derselben Route erfolgen sondern kann auch einen Rundweg ergeben.

    Ich hatte mal bei GoogleMaps gesehen, dass jemand mit seinen Bildern einen Kreis gebildet hat. D.h. er ist also einen schönen Kreis gelaufen und hat alle x Meter ein Foto geschossen. Zu sehen war natürlich immer nur ein Acker, aber eben alle Bilder zusammen auf der Karte... ergab diesen Kreis. Leider weiß ich nicht mehr, wo das war.


    Wenn man auf den Bildern nur Acker sieht, finde ich das jetzt weniger spannend. Mir ging es da eher um ein Gesamtbild einer Stadt, also vom Speckgürtel über Trabantenstädte, städtische Wohngebiete bis in die Innenstadt - und dazwischen eben auch die Gewerbegebiete, die so am Weg liegen.

    Zitat

    In dem Geograph-Projekt ist noch sehr viel frei. Bei mir in Essen gibt es wohl einen Straßenbahn-Fan, der einiges fotografiert hat. Sonst ist da auch nicht viel. Wäre relativ leicht, die Stadt zu vervollständigen.


    In meiner Umgebung sind die Ortschaften schon recht gut erfasst. Außerhalb der Orte gibt es hingegen Lücken. Ich hätte zwar hier und da schon Ideen, was man in diesen Quadraten so fotografieren könnte, aber meine Motivation, hier Zeit und Energie reinzustecken hält sich dann doch in recht engen Grenzen.

    Zitat

    Ich frage mich übrigens, ob es in Deutschland irgendwo einen Quadratkilometer gibt, der nicht erreichbar ist? Kann doch eigentlich nur ein Truppenübungsplatz oder so etwas wie Ramstein sein, oder?


    Einerseits sicher große (Militär-)Sperrgebiete wie Ramstein, Baumholder, Grafenwöhr, Munster, und wie sie alle heißen.
    Daneben gibt es aber auch größere Seen, die man zwar noch mit dem Boot abfahren könnte, wo es aber außer Wasser und dem weit entfernten Ufer nicht wirklich etwas zu fotografieren gibt, was irgendwie "charakteristisch" für dieses Quadrat wäre. Dann habe ich noch an Hochgebirgsregionen oder schwer zugängliche Moorlandschaften gedacht. Wobei ich vermute, dass es da heutzutage nur wenige Punkte gibt, an die man nicht zumindest auf 1km herankommt. Und dann gibt es natürlich noch die großen Tagebaue, in die man als "Normalbürger" nicht hineinkommt.

    Nette Idee. Ich hatte schon früher mal gedacht, man müsste, anstatt immer nur die üblichen Sehenswürdigkeiten einer Stadt zu zeigen, mal die Stadt von einem bis zum anderen Ende durchqueren und alle soundsoviel Meter ein Foto schießen. Da käme sicher ein ganz anderer Gesamteindruck zusammen.
    Hier beim Geograph-Projekt wird ein Bild pro Quadratkilometer geschossen. Das ist dann doch wieder ein recht großer Abstand, so dass man wiederum verleitet wird, sich die "Rosinen" rauszupicken und die normaleren Gegenden unter den Tisch fallen zu lassen.


    wasserdichte Gaiters/Gamaschen


    Kommt ein wenig auf die Klimazone an, würde ich sagen. Auf den britischen Inseln oder in Skandinavien sind die sicher sinnvoll, im Mittelmeerraum weniger.


    Smartphone/Handy inkl. Ladekabel (das hat einen Aus-Schalter und ist nur für Notfälle)
    Kamera inkl. Zubehör (Speicherkarten, Akkus, Ladegerät)


    Alles eine Frage der persönlichen Präferenzen, würde ich sagen. Wer jeden Grashalm fotografieren muss oder alle paar Meter auf die Karte im Smartphone schaut, der muss natürlich auch den Strom dafür dabei haben. So mancher Fernreisende schwört dabei auch auf sein Solar-Ladegerät, aber damit habe ich selbst noch keine Erfahrung.


    Wasserfilter (???) (noch nie gebraucht, allerdings Nordeuropawanderer)


    Auch nie gebraucht - weder in Mittel- noch in Südeuropa.


    Kocher, und wenn es nur ein Esbitkocher mit einer Alu-Tasse ist


    Eigentlich nur, wenn man vorhat, draußen zu übernachten.


    Trillerpfeife, Signalrakete(n)


    Die Pfeife könnte in Notfällen wirklich sinnvoll sein. Bei den Raketen bin ich mir da nicht so sicher.


    Landkarte, Kompaß


    Kompass ist sicher nicht verkehrt, wenn man sich mal völlig verlaufen hat und der Sonnenstand mal nicht so gut zu erkennen ist.


    Erste-Hilfe-Set, elastische Bandage Schmerzmittel


    Sagen wir mal: Jeder sollte seine eigenen "wunden Punkte" kennen und sich für die "üblichen" Probleme wappnen. Der eine schwört beispielsweise auf Blasenpflaster, der andere kann damit gar nichts anfangen.


    Wasser
    Obst für die ersten ein, zwei Tage (?) Obst ist schwer, ich habe höchstens Trockenfrüchte/Obstriegel dabei
    Schokolade oder ähnliches
    Fertiggerichte


    Wasser: kann nie zu wenig sein.
    Obst würde ich auch eher in Form von Trockenobst mitführen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Wenn mich unterwegs ein Obststand anlacht, kann ich durchaus mal ein Bisschen mitnhemen.
    Schokolade macht sich in wärmeren Gefilden nicht so gut. Als "Notration" tun es aber auch Müeslirigel, Studentenfutter und ähnliches. Manche schwören auch auf den guten alten Traubenzucker.


    Regenschirm (manche Alpen-Wanderer schwören darauf) bitte? Regenschirm in den Alpen und dann vielleicht noch bei Gewitter?


    Auf normalen Wanderwegen (Wald, Mittelgebirge) bin ich auch ein Regenschirmbefürworter und verzichte lieber auf die Regenjacke, die mir eh nichts bringt. Aber in den Alpen? Da bin ich jetzt auch überrascht.


    Das ist weniger eine Frage der Höhe als vielmehr der Wegbeschaffenheit. So wie Du, Michael, im Mittelgebirge lieber einen Schirm hast, geht das genauso auch in höheren Lagen, solange man für die Fortbewegung nicht die Hände braucht. Und das trifft eben auch in den Alpen auf die meisten Wege zu (nicht alle, ist klar).
    Bei Gewitter ist der Schirm natürlich lebensgefährlich. Auch im Flachland.


    Plastiktüten (um den Rucksack-Inhalt halbwegs trocken zu halten) (ich kleide den Rucksack immer komplett mit einem großen robusten Müllsack aus)


    Richtig. Und um Ordnung zu halten. Habe ich in Fahrradpacktaschen auch immer so gehalten.


    Ja, für die Ordnung im Rucksack finde ich die Tüten auch ganz gut. Und in den Seitentaschen hilft der große Müllsack auch nicht mehr so viel.


    Aropos "abends" - wir haben noch keine
    - Taschenlampe oder
    - LED Headset aufgeschrieben
    - wasserdichte Zündhölzer/ Feuerzeug(e) fehlen auch noch,


    Beleuchtung braucht man eigentlich auch nur, wenn man im Dunklen noch draußen ist. Bei festen Unterkünften würde ich darauf verzichten.


    genauso wie der
    - Göffel und natürlich! das
    - Schweizer Taschenmesser


    Taschenmesser: immer! Muss allerdings nicht zwingend ein Schweizer sein. Den "Göffel" oder änhnliches Besteck braucht man nur, wenn man für die Mahlzeiten etwas zum Löffeln eingeplant hat. Bei mir gibts da eher Brot, (Dauer-)Wurst und Käse, da reicht ein Messer vollkommen aus.


    Ebenfalls vergessen:
    - Klopapier und Schäufelchen


    Schäufelchen? Nö. Jedenfalls nicht bei ausreichendem Abstand von der Zivilisation.
    Beim Papier ist der Bedarf bei Damen sicher höher als bei Herren. Ich erinnere mich auch noch an Touren, bei denen ich das Papier durch Naturmaterial ersetzt habe.


    und ich habe gerne noch mein kleines
    - Fernglas dabei.


    Wiederum optional, je nach persönlichen Vorlieben. Ich würde meines aber wahrscheinlich auch mitnehmen.