Anekdoten

Wenn man viel reist, erlebt man natürlich einiges. Manche Dinge vielleicht nur einmal im Leben, über manch andere Dinge lacht man vielleicht aus der Situationskomik heraus. Um mich später noch zu erinnern, habe ich hier ein paar Highlights stichwortartig aufgeführt und weiter unten noch ein paar Anekdoten beschrieben. Diese Seite wird ständig erweitert. Hier nun eine kleine Auswahl von meinen bisher erlebten kleinen und größeren “Abenteuern”:

 

Übernachten unter Aufsicht von rumänischen Grenzbeamten | Auto frei schaufeln in Polen | Behelfsbrücke in Spanien bauen | Autoreparatur in NorwegenFast Erfrieren in der Schweizgeblitzt in Serbien-Montenegro | Verlust des Autokennzeichens  in Frankreich | Möbelkauf in der Slowakei | Fahrradreparatur in Schweden | Fastverhaftung in Italien | Autoreparatur in Bulgarien | Verkehrsunfall in Estland | Strafe für falsches Camping in Dänemark | Arbeits- und Mietvertrag in Frankreich | Arbeitsvertrag in Österreich | Zahnarztbesuch in Frankreich | Qualifikation  zur Endausscheidung in der polnischen Rummikub-Meisterschaft | Beifahrer in einem Zivilfahrzeug der Polizei in der Slowakei | Zahnbehandlung in Polen | Begleitung durch eine Polizeieskorte in Tschechien | Mini-Pressekonferenz in Deutschland | Ersthelfer bei einem schwerem Motorradunfall in Frankreich | Autopanne in Spanien | mit spanischem Leihwagen durch Deutschland | in drei verschiedenen deutschen Gemeinden gab es für mich einen Empfang durch die jeweiligen BürgermeisterVerkehrsunfall als Passagier in einem argentinischen TaxiBeobachtung eines Raketenstarts vor der Küste von Französisch-Guyana | Zweimalige Überquerung des Atlantiks und des Äquators mit einem Frachtschiff | Fahrt durch den Ärmelkanal von West nach Ost | versehentlicher Spaziergang durch die als gefährlich geltenden Stadtviertel von Port-of-Spain in Trinidad | Benzinmangel in der Einsamkeit Patagoniens | Bummel durch Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt | Falschgeld erhalten in Buenos Aires | Eintragung ins Gästebuch der Stadtbibliothek EssenAutoaufbruch im italienischen Verona
…Fortsetzung folgt…

 

ANEKDOTEN

Fahrzeugschein

Im Jahr 2006 musste mein damaliges Wohnmobil im polnischen Wieliczka in eine Werkstatt. Nach der Reparatur holte ich den Wagen ab und fuhr mit Moni ins Baltikum. Das rund 600 Kilometer entfernte Litauen ist fast nur über Landstraße zu erreichen, so dass diese Fahrt einen kompletten Tag dauert. Leider war Litauen damals noch nicht Mitglied des Schengen-Abkommens, so dass die Grenzbeamten wie gehabt Personalausweis und Fahrzeugschein sehen wollten. Der Personalausweis war nicht das Problem, doch ich suchte minutenlang den Fahrzeugschein und wurde zusehends nervöser. Tja, die Einreise nach Litauen war gestorben, der Fahrzeugschein befindet sich noch in der Werkstatt. Es blieb nichts anderes übrig, als diese anzurufen und sie zu bitten, per Expresspost den Schein an die hiesige Postfiliale zu senden. Glücklicherweise konnten wir den Fahrzeugschein am nächsten Tag in Empfang nehmen und nach Litauen einreisen.

Mondscheinsonate

Im Zug von Moskau nach Dortmund unterhielt ich mich mit einem 69jährigen Mann namens Valentin, mit dem ich das Abteil teilte, über Mozart und Beethoven. Zufälligerweise hatte ich die Mondscheinsonate auf meinem mp3-Player, welches ich ihm vorspielen wollte. So kam es, dass ich ihm einen der beiden Ohrstöpsel reichte und wir wie Teenager auf seinem Bett saßen und gemeinsam Musik hörten.

Einladung von BAP

Für eine Fahrradreise, die einem guten Zweck diente, lud mich Wolfgang Niedecken von BAP ein. Er wollte mir vor einem Konzert in der Westfalenhalle ein Autogramm geben, welches ich für die gute Sache benötigte. Während draußen noch zahlreiche Fans auf Einlass warteten, konnte ich ihn begrüßen, mich mit ihm unterhalten und wurde spontan von ihm zum Konzert eingeladen. Allerdings ist BAP nicht unbedingt meine Musikrichtung, so dass ich dankend ablehnte, mit der Begründung, ich müsse noch einkaufen. Der Kommentar vom kopfschüttelnden Wolfgang Niedecken: „Er wird von BAP eingeladen und geht lieber einkaufen. Ich versteh‘ die Welt nicht mehr.“

Der amerikanische Soldat

Den ehemaligen Nato-Stützpunkt Point Alpha kann man heute besichtigen und sich über die Verhältnisse an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze anschaulich informieren. Am Eingang steht ein großes Schild, dass man sich für 5 Euro Pfand einen amerikanischen Soldaten ausleihen kann, der einem auf dem Gelände alles erklärt. Als ich dieses Schild abends gelesen hatte, war für mich klar, dass ich diese besondere Rundführung am nächsten Tag in Anspruch nehmen werde. Moni und ich übernachteten im VW-Bus auf dem Parkplatz von Point Alpha damit wir am nächsten Morgen zu den ersten Besuchern der Ausstellung gehören. Den gesamten Abend und den darauf folgenden Morgen nervte ich damit, dass wir von einem echten amerikanischen Veteranen herum geführt werden und ich mich darauf freute. Erst kurz bevor die Kasse geöffnet wurde und noch immer kein Soldat in Sicht war, fragte mich Moni, was ich eigentlich denn die ganze Zeit meine, wenn ich sage, dass gleich die Soldaten kommen müssten. Ich erklärte ihr das und sie begann lauthals zu lachen. Sie fragte mich, ob mir denn eigentlich klar wäre, warum man wohl allen Ernstes 5 Euro Pfand für eine Rundführung hinterlegen müsste. Ich verneinte und so langsam dämmerte es mir: Es ging nicht um einen echten Soldaten aus Fleisch und Blut, sondern um einen Audio-Guide, den man mit sich führt. An der Kasse erfuhren wir es dann definitiv. Der heldenhafte amerikanische Soldat, auf den ich mich die ganze Nacht freute, bestand aus einer Chipkarte, die man vor eine entsprechende Audio-Säule hört, damit dort Informationen vom Band laufen.

Ich werde zur Sehenswürdigkeit

Als ich 2009 alleine in Südtirol unterwegs war, kam ich natürlich auch am Reschensee vorbei. Dort befindet sich der ehemalige Kirchturm des versunkenen Örtchens Graun, was dem Stausee weichen musste. Das Dorf wurde also geräumt und nur der Kirchturm blieb stehen, der heute noch aus dem Wasser ragt. Natürlich ist dies ein beliebter Ort für einen Fotostopp und auch ich wollte an dieser Stelle ein Pingu-Foto machen. Als ich mit Pingu nach dem Fotoshooting wieder zum Auto zurück kehren wollte, rief plötzlich jemand: “Tuxxi, Tuxxi – warte, ich will dich knipsen” und schon war ich von einer Gruppe Smart-Fahrer fotografiert. Da man heutzutage damit rechnen muss, dass man sich anschließend im Internet wieder findet, googelte ich nach meiner Rückkehr nach einem Smarttreffen und wurde fündig. Dort fand ich mich tatsächlich in einem Forum für Smartfahrer wieder. So konnte ich also tatsächlich den unbekannten Fotografen ermitteln, der mir dankenswerterweise das Bild anschließend per Mail zuschickte. Zugegeben, leichter wäre es gewesen, ihm direkt auf dem Parkplatz die Mailadresse zu geben, aber warum einfach, wenn es auch so geht? 😉

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