Beiträge von VoCoWoMo

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    Hallo!
    Angeregt vom Thema "Fotografieren nicht mehr so wichtig" kam ich auf einen weiteren Punkt, der mich schon etwas länger beschäftigt: Fotobücher. Ich habe eine Zeit lang für meine Familie jahrgangsweise Fotobücher erstellt, quasi "Unser Jahr 20xx", mit je ca 50 Seiten und 150-200 Bildern, die Urlaube, die Feiern, die Ereignisse. Das habe ich jetzt schon wieder seit 5 Jahren schleifen lassen, weil es doch sehr aufwendig war und viel Zeit in Anspruch nahm. Vllt liegt das aber auch einfach nur am falschen Fotobuch-Anbieter.


    Ich habe bislang ausschließlich mit Cewe Fotobuch gearbeitet und dabei den offline-Editor genutzt. Ich fand den ziemlich unübersichtlich und es hat teilweise viel Zeit gefressen, alles so einzustellen, wie wir es gerne wollten. Teilweise hab ich richtig geflucht und Arbeit 2x oder 3x gemacht, weil es Abstürze, Fehler oder sonstwas gab.


    Aber vielleicht gibt es ja auch noch bessere Alternativen. Etwas mit mehr automatischen Assistenten, was den Aufwand minimiert, wo man vllt besser globale Einstellungen oder Anpassungen vornehmen kann, wo das Nacharbeiten intuitiv erfolgt usw.


    Was nutzt Ihr? Womit habt Ihr gute oder schlechte Erfahrungen gesammelt?


    LG
    Volker

    Oh :staun: Da sind ja Posten auf der Rg. die ich noch nie gesehen habe: was ist bitte eine Rechnungsverwaltungsgebühr? Und Schutzvorrichtungen Sitz und Lenkradschoner/Fußmatten wurde mir in den letzten 30 Jahren bei meinen Autos auch noch nie berechnet. Sind das Posten die extra kommen, wenn die wissen, dass eine Versicherung zahlt?
    LG
    Volker

    Sehr interessant. Besonders Punkt 3 ist dann für mich auch wieder ein K.O.-Kriterium. Das ist bei uns oftmals genauso und eine Voranmeldung nimmt einem ein wenig die Spontaneität.

    3) muss man so verstehen, dass viele der verzeichneten Anbieter Ladenlokale auf Bauernhöfen betreiben, wo man sich anmelden soll. Viele davon schließen aber schon um 18 Uhr. Sa noch früher. Verständlich, aber es begrenzt natürlich die Zeit, in der man ankommen sollte. Und darüber hinaus steht eben bei vielen das Logo "vorherige telefonsiche Anmeldung erwünscht". Nun ja, erwünscht heißt nicht erforderlich, aber wer will schon unhöflich sein.


    Das mit der Kaffeekasse bzw. dem nicht verlangten Preis finde ich übrigens nun überhaupt nicht schlimm. Die Anbieter wissen, worauf sie sich eingelassen haben und werden damit rechnen, dass ein gewisser Prozentsatz einfach nur kommt, übernachtet und wieder fährt. Wer eine Weile Womo gefahren ist, weiss auch ungefähr, was im Durchschnitt eine Übernachtung kostet. Mit nem 5er oder einem 10er, je nach dem, was der Platz bietet, liegt man niemals falsch.


    LG
    Volker

    Ob es mehr oder schlimmer wird, vermag ich nicht zu sagen. Aber die eingangs beschriebenen Probleme hab ich hie und da auch schon beobachtet. Unser krassester Fall: Da marschiert einer mit seinem Hund an der Leine direkt am Mobil vorbei und lässt ihn direkt neben unsere Womo-Treppe auf die Wiese kacken, keinen Meter von der Tür weg. Er hat zwar das Häufchen dann weggemacht, aber Rest und Duftmarke bleiben ja in der Wiese. Das war morgens. Wir wollten eigentlich draußen frühstücken. Sind dann deswegen drin geblieben und zum Glück war dann sowieso Abfahrt geplant. Sonst hätte ich ein größeres Fass aufgemacht. Auf meine pikierte Ansprache reagierte der Besitzer genervt, zwar nicht unhöflich, aber entschuldigt hat er sich nicht.


    In England z.B. sieht man sehr oft Hunde auf CP und den kleinen Sites bei Landwirten. Ich hatte dort allerdings den Eindruck, dass Besitzer und Hunde oft bessere Manieren hatten. Da ist sowas nicht vorgekommen. Allerdings muss man auch sagen, sind englische CP oft viel großzügiger angelegt, da verläuft sich sowas.


    Aber Hunde im Sanitärbereich oder gar die Dusche, das geht gar nicht!


    LG
    Volker

    Dorit hat es oben gesagt, die Ausrüstung ist da. Und wenn ich 's nicht vergesse, ist sogar ein Stativ (3-Bein) an Bord (natürlich nicht bei Wanderungen dabei, aber liegt im Womo bereit).


    -> wir waren mal bei einer unserer Touren im Hunsrück auf dem Erbeskopf, just, als eine Mondfinsternis anstand. Hier war ich natürlich froh, dass die Kamera (damals leider ohne Stativ) dabei war. Da konnte ich nach Herzenslust probieren und experimentieren. Wäre mit einem Handy niemals was geworden.


    Ja auch die Zahl der nach dem Urlaub nachzubearbeitenden Bilder schreckt mich, denn ich hab außerhalb der Ferien selten die Zeit, mich um den Wust an Fotos zu kümmern.


    Ich überlege im Moment noch, meine Kamera mit einem Telezoom zu erweitern, so dass ich meine derzeit separaten Objektive (14-45mm, entspricht 28-90mm bei Vollformat) und Telezoom (40-150mm, =80-300mm Vollformat) ergänze durch eines, was den kompletten Bereich bedient (es gibt da ein Tamron 14-150mm; =28-300mm Vollformat). Das wäre das, was man wohl ein "Immer-drauf" nennt, dazu ein etwas anderer Trageriemen, der jetzige ist minimal zu kurz, um die Kamera bequem "crossover" zu tragen. Und vor dem Bauch baumeln haben mag ich nicht. Naja, so würden die immer mal fälligen Objektivwechsel wegfallen und ich hätte die Kamera immer griffbereit.


    LG
    Volker

    ...
    Du schreibst zwar, dass es kein Muss sei, etwas zu erwerben, wenn man auf diese Weise übernachtet. Aber Hand aufs Herz: Was macht man, wenn man das einfach nicht möchte, was dort angeboten wird? Bleibt man mit einem schlechten Gewissen trotzdem stehen? Kauft man trotzdem etwas, auch wenn man es gar nicht möchte? Wir fühlen uns in solchen Momenten etwas in die Zwickmühle gedrängt und das möchte ich partout nicht. Dann lieber eine deutliche Aussage: "Es kostet x Euro und wenn ihr wollt, könnt ihr noch ein Brot, Eier oder eine halbe Kuh kaufen." Damit kann ich umgehen, denn dann gab es eine Leistung und eine Gegenleistung.

    Ich bin jetzt nicht wirklich oft bei "Landvergnügen-Höfen" gewesen. Aber die wenigen Male war es durchaus so, dass die angebotenen Produkte gut als Ergänzung zur Reise gepasst haben. Hier mal n Käse, da mal den Flasche Wein, dort mal eine Marmelade. Und falls mal nichts dabei ist, wird Dich dort niemand abhalten, nen 10er in die Kaffeekasse zu werfen.
    Bei den Britstops, das britische Pendent dazu, haben wir tatsächlich auch mal ganz ohne "Verzehr" auf nem Pub-Parkplatz gestanden. Es hat sich einfach nicht ergeben. Am Abend waren zu müde, um uns noch für n Bier aufzuraffen. Am Morgen haben die erst ab 11 Uhr Frühstück gehabt, was und zu spät war. Kein Problem.


    Trotzdem werden wir kein LV-Buch mehr kaufen. 1) finde ich das Verzeichnis der Anbiete total unübersichtlich. 2) in vielen Regionen in D ist das Netz sehr dünn 3) man sollte sich meistens rechtzeitig vorher anmelden, wir wissen aber oft erst nach 18 Uhr, wo wir die Nacht über sein wollen, da ist es für LV meist zu spät. 4) es ist am Ende nur eine Auflistung von Adressen, die muss ich nicht jedes Jahr neu kaufen. Wir haben inzwischen 2 Ausgaben des Buches im Womo liegen. Sollten wir ein solches Angebot wirklich nochmal in Anspruch nehmen wollen, werden wir einfach so fragen, ob wir zur Übernachtung kommen dürfen.
    LG
    Volker

    Also das mit den Kippen ist wirklich krass!
    Ich kann die Raucher ja sowieso nicht verstehen, aber diese wild weggeworfenen Kippen ärgern mich auch kolossal. Schadet der Umwelt, macht die Reinigung schwieriger (wie Michael grade schrieb, Kies usw.) und es ist gefährlich in Sachen Wald- oder Flächenbrände.
    LG
    Volker

    Wie hoch werden denn die Kosten geschätzt? Man ist ja manchmal "vonne Socken", wie teuer so scheinbar kleine Schäden werden können.


    Noch eine Anekdote zum Thema Kfz-Versicherungen: Uns wurde im April an unserem Van (nicht Womo) hinten eine Seitenscheibe eingeschlagen. Das Ganze offenbar nur aus purem Vandalismus, es wurde nichts gestohlen. Ärgerlich, aber dank Teilkasko sollte die Scheibe ja versichert sein. Nun gestaltete sich die Beschaffung jener Scheibe schwierig. Unser Auto, ein Honda-Import-Van aus den USA, hier nicht gebräuchlich, 20 Jahre alt, da gab es keine Ersatzteile mehr. Auch Honda USA hat dankend abgelehnt und bei den US-Teileshops online war auch nichts mehr zu bekommen. Hab dann in Sacramento einen Schrotthändler gefunden, der mir so ein Teil gebraucht tatsächlich verkauft und geschickt hat. Anfang Juni war dann alles erledigt und ich reichte die Rechnungen und Belege bei der Versicherung ein. Man würde das prüfen hieß es, aber da das Auto alt wäre, würde das wohl auf einen wirtschaftlichen Totalschaden rauslaufen ;( Nun ja. Ich wartete und wartete, :whistling: nix passierte. Dann rief ich diesen Montag an, was denn nun sei. Die Dame am Telefon (tip tip tip, mal schauen, OK), ja wurde heute bestätigt, dass wir die Kosten übernehmen. An einem Montagmorgen, 8 Uhr, in der Ferienzeit! :achja:  
    Ich glaube mittlerweile, dass solche Fälle bei den Versicherungen trotz intern freigegebener Kostenübernahme einfach "on hold" gesetzt werden, bis der Kunde sich meldet und nachhakt. Könnte ja sein, dass er es vergisst. Oder dass man auf diese Weise erst Monate später Geld auszahlen muss.


    LG
    Volker

    Der Vorteil des Smartphones: man hat's immer dabei und mittels "Hotkey" (mein Handy geht per Doppelklick auf den Homebutton direkt in die Kamera) schnell einsatzbereit.


    Der Nachteil des Smartphones ist aber auch klar: die Qualität der Bilder. Ja es gibt sicher gute Smartphone-Optiken, aber die Resultate einer guten Spiegelreflex sind immer noch besser. Ich hab vor allem ein großes Problem mit der im Handy eingebauten Bild-Aufbereitung. Man hat leider keine Chance, die Fotos ohne diese Nachbearbeitung zu bekommen und dabei werden die Bilder oft über Gebühr nachgeschärft, farblich und im Kontrast verfälscht usw. Ich hatte Euch ja geschildert, dass ich in unserem letzten Urlaub gerade viel mit dem Smartphone geknipst habe. Die Bilder sahen auf den ersten Blick auch toll aus. Manche Motive hatte ich dann auch noch mit der 4/3rds "nachfotografiert". Und diese Bilder sind jetzt in der Nachbetrachtung einfach deutlich besser, speziell wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal waren. Meinen Handybildern fehlt vor allem etwas rot, sie wirken unnatürlich blass, wenn man sie gegen die Fotos von der Olympus legt.


    Das Problem bei der Olympus wiederum ist, dass sie manchmal (speziell wenn es schnell gehen sollte) falsch fokussiert und wenn man spezielle Einstellungen benötigt, ist oft das Motiv weg. Wir hatten bei einer Wanderung tatsächlich eine Wildkatze beobachtet. Ich wollte sie natürlich fotografieren aber bis ich das Tele auf der Kamera hatte, war sie gemütlich davonspaziert.


    Auch kann ich mit dem Handy schnell und unkompliziert ne HDR Aufnahme machen, was mit der Olympus so nicht geht.


    LG
    Volker

    Also Müll im Wald haben wir bei unserer Schwarzwald-Tour praktisch gar nicht gesehen. Es gab aber auch nicht viele Mülleimer, nur an den Wanderparkplätzen, da waren welche und es sah immer ordentlich aus.


    Eine Sache, die man zu obigem Bild vllt noch überlegen sollte: evtl. war es ja tatsächlich so, dass einige Leute da ihre Müllsäcke neben die vollen Tonnen gestellt haben, die dann aber von Tieren zerfetzt und auseinandergenommen wurden. Das ist ja grade das Problem mit dem "danebenstellen".
    LG
    Volker

    Wow, das ist ja mal eine tolle Reise, weckt große Lust bei mir, das auch mal zu versuchen. Bei unseren England-Urlauben sind wir auch mal bei den Caen Hill Locks vorbeigekommen und haben mit Bootsfahrern gesprochen. Danke für die vielen Infos!!!
    LG
    Volker

    Hallo allerseits!


    Ich möchte mal eine These in den Raum stellen. Mir ist bei unserem jüngsten Urlaub im Schwarzwald aufgefallen, dass ich mich teilweise überwinden musste, die "große" Kamera aus der Tasche zu holen, um schöne Motive abzulichten. Ich hatte mir vor einigen Jahren mal eine hochwertige "four-thirds" Spiegelreflex von Olympus zugelegt, mit Telezoom usw. Doch ich merke immer mehr, dass mir die Kamera im Urlaub eher hinderlich ist. Bei den Wanderungen ertappe ich mich zunehmend dabei, dass ich schöne Motive einfach nur genieße oder maximal zur Erinnerung mit dem allgegenwärtigen Smartphone knipse. Einzelne Motive, ja da lohnt es sich noch, auch mal mit Einstellungen (Belichtung, Fokus usw.) zu spielen, aber eigentlich wäre es mir manchmal wirklich lieber, ich hätte das Ding gar nicht dabei. Man wird von der schönen Natur, von schönen Erlebnissen wie z.B. einem Rundflug, einem Wasserfall oder einer Wildkatze, die man beim Wandern entdeckt abgelenkt.
    Außerdem scheint mir, dass Fotos, speziell hochwertige Fotos, nicht mehr den Stellenwert wie früher haben. Keiner trifft sich mehr zu Dia-Abenden wie noch vor 25 Jahren, wo man Fotos ferner Länder bestaunt und bewundert hat. Meine Bilder laufen manchmal auf meinem Mediacenter als Slide-Show, aber z.B. interessieren sich meine Verwandten nur sehr oberflächlich dafür. "Ach ja, Ihr wart im Schwarzwald, und, war's schön?" Fertig.


    Wie geht es Euch damit? Seid Ihr auch schon an dem Punkt gewesen, wo die Kamera eher hinderlich war? Wie geht Ihr damit um?


    LG
    Volker

    Hallo allerseits!
    Ich hab mich ja in den letzten Wochen relativ selten hier im Forum gemeldet. Hatte leider viel zu tun und dann waren wir die letzten knapp 3 Wochen im Urlaub.
    Dafür möchte ich Euch meinen kleinen Reisebericht nicht vorenthalten.


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    Los ging es zunächst in Richtung Remagen. Für die Wahl des Ortes gab es andere Gründe, die mit dem Urlaub nicht direkt zu tun haben. Der Stellplatz ist eigentlich nicht schlecht, man steht ziemlich uneben auf Gras, aber dafür direkt in Rhein-Nähe. Nur leider im Ort ist der Platz schlecht ausgeschildert, so dass wir natürlich prompt an der Zufahrt vorbeigefahren sind.


    Am anderen Morgen schauten wir kurz die Brückenreste und das Brückenmuseum an ("Brücke von Remagen" ist hoffentlich ein Begriff), aber das Museum war eher enttäuschend. Ein kleiner Raum mit ein paar Schautafeln, ein Dok-Film auf Dauerschleife, das war's. Der Ort selbst ist ganz nett, aber ziemlich wenig los.


    Dann ging es weiter nach Speyer. Da wir das Technikmuseum besuchen wollten, checkten wir auf dem anliegenden Stellplatz ein (mit 22EUR pro Nacht recht teuer, dafür kleine Ermäßigung beim Eintritt). Der war schon relativ voll und da freie Platzwahl bestand, außerdem keine Parzellen abgetrennt waren und zudem auch Wohnwagen-Gespanne erlaubt waren, ging es ziemlich ungeordnet zu. Die Lage des Platzes ist aber für eine Stadtbesichtigung und den Museumsbesuch echt gut. Was man aber wissen sollte, er liegt direkt hinter der Startbahn des lokalen Flugplatzes. Am anderen Morgen startete direkt über den Platz hinweg ein Learjet (kleiner privater Düsenjet), mit einem höllischen Getöse. 6 Uhr morgens! Nun ja. [image=1505,'small'][/image] [image=1517,'small'][/image]


    Das Museum war sehr lohnenswert und wir haben fast den ganzen Tag dort zugebracht. Unser Sohn (15, ja die großen wollen halt nicht mehr mit) war begeistert! Wir sind dann im Anschluss auch nochmal durch die schöne Stadt geschlendert. Angeregt vom Flugverkehr buchten wir kurzerhand für den nächsten Tag einen Rundflug in einem kleinen Motorflugzeug. Das war gleich zu Beginn des Urlaubs das absolute Highlight! Es gibt ein Web-Portal "wingly.io", wo man Rundflüge individuell suchen und buchen kann. Wir sind dort bei Patrick gelandet, der uns dann in einer 4-sitzigen Piper PA-28 ca. 60min über Pfälzer Wald (Hambacher Schloss), Mannheim, Heidelberg (Schloss), Neckartal und Hockenheimring geflogen hat. Wir bekamen so viel gezeigt und erklärt, einfach nur genial!
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    Am Nachmittag ging es dann wieder ganz profan auf die Autobahn zur Weiterfahrt zum eigentlichen Ziel: Schwarzwald. Wir steuerten zunächst die Mitte an und landeten auf einem einfachen Wanderparkplatz zwischen Mühlenbach und Elzach. Dort standen wir zwei Nächte und konnten zwei schöne Rundwanderungen unternehmen, die wir mit der App "Komoot" fanden.


    Als sich dann die wärmeren Tage ankündigten (es sollte bis 40 Grad heiß werden), fuhren wir weiter an den Titisee, wo wir auf dem Campingplatz "Weiherhof" unterkamen. Dieser Platz hat direkten Zugang zum See (wir hatten nur 50m zu gehen) und man kommt problemlos per Bus zu den umliegenden interessanten Orten. So fuhren wir an einem Tag auf den Feldberg und unternahmen dort eine sehr schöne Wanderung auf dem Feldbergsteig (incl. Feldsee). Am Wegesrand standen reichlich Heidelbeeren, an denen wir nicht ohne zu naschen vorbei kamen. Wir besuchten an einem anderen Tag die Todtnauer Wasserfälle und waren auf der Hasenhorn-Rodelbahn (angeblich die Sommer-Rodelbahn mit der spektakulärsten Abfahrt). Die Bahn sollte man übrigens eher am Vormittag besuchen, denn je später am Tag, umso länger steht man oben an. Bei uns waren es geschlagene 2 Stunden! Aber ist schon eine tolle Abfahrt, lohnt sich.


    Klar, waren wir auch im Ort Titisee und in Neustadt, aber ersterer ist mir viel zu touristisch und Neustadt war hingegen eher….. naja, tot.


    Den letzten Tag der Hitzewelle verbrachten wir gechillt rund um den Campingplatz. Früh kleine Wanderung durch den Wald (OK, nur 6km, andere sagen dazu eher Spaziergang), danach Eis-Essen und dann ausgiebig Baden im See.


    Ein toller Ausflug war auch die Wanderung durch die Wutachschlucht, absolut empfehlenswert! Hier hatten wir auch ziemliches Glück, denn der angekündigte Gewitter-Schauer begann just, als wir in den Bus einstiegen, der uns zurück zum Ausgangspunkt bringen sollte. Für die nachfolgenden Tage sollte das Wetter dann wieder kühler und angenehmer werden und so fuhren wir dann weiter nach Freiburg im Breisgau. Hier standen wir zwei Nächte auf einem einfachen (aber großen) Stellplatz ca. 3km vom Zentrum (Bissierstr., 10EUR pro Nacht).


    Freiburg entpuppte sich für uns als eine wirklich schöne Stadt. Mit der alten Bausubstanz, den Wasserläufen, dem Markt in der Altstadt und den vielen netten Menschen hat es uns wirklich sehr gefallen.


    Als nächstes wollten wir noch etwas mehr wandern und sind dann wieder in den mittleren Schwarzwald gefahren, standen dort zwei Nächte in Zell am Harmersbach. Der Stellplatz liegt an einem Freibad und ist sehr schön! Die Region ist perfekt für Wanderungen (was wir ausgiebig nutzten, z.B. die sog. "Hahn-und-Henne-Runde", gesponsert von der Zeller Porzellan-Fabrik, die dieses Motiv (Hahn und Henne) vermarktet. Aber auch das Städtchen selbst in einen Besuch wert.
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    Danach war das nächste Ziel das Renchtal, wo wir zunächst rund um Bad Peterstal wanderten und am nächsten Tag die Allerheiligen-Wasserfälle und den Mummelsee besuchten. Bei Bad Peterstal standen wir frei an einem Sportplatz (absolut idyllisch und ruhig) und danach auf dem offiziellen SP von Oppenau (war OK). Vom Mummelsee ging es dann runter durch das Achertal (wo wir vor 7 Jahren in Ottenhöfen schon einmal Urlaub gemacht hatten) auf die Heimfahrt.[image=1518,'small'][/image]


    Letzte Station auf der Rücktour war nochmal Remagen, wo sich meine Frau einen Kickroller gekauft hat. Mit diesem und meinem E-Scooter (Kumpan 1950) sind wir dann noch zum Ausprobieren an den Ahrtalradweg gefahren. Aber nach dem wunderschönen Schwarzwald konnte mich das Ahrtal als Urlaubsziel dann nicht mehr wirklich überzeugen. Der Stellplatz von Mayschoß, wo unsere letzte Übernachtung stattfand, war voll mit alten Leuten (60+) in Wohnmobilen, die sich seltsamerweise auch relativ rücksichtslos verhielten (laut, eng geparkt, ewiges Geplapper bis in die Nacht usw.). Der Gipfel war dann am Abreisetag der Besuch in Ahrweiler, wo die gesamte Stadt wie ein einziger großer Rentnerbusausflug wirkte. Ich hab mich absolut fehl am Platze gefühlt, auch wenn ich selbst ja schon Anfang 50 bin.[image=1516,'small'][/image]


    Als Fazit bleibt, dass der Schwarzwald für uns innerhalb Deutschlands eine der schönsten Urlaubsregionen ist. Wer es eher touristisch und spektakulär mag, ist besser im Südschwarzwald aufgehoben (Titisee, Schluchsee, Feldberg, Triberger Wasserfall). Wer es etwas ruhiger mag und wandern will, ist in der Mitte und Norden gut aufgehoben (z.B. im Achertal, Renchtal, Kinzigtal oder Elztal). Hier im Norden finden sich auch hie und da die berühmten Schnäpsle-Brunnen, kleine private Brennereien, wo man in Selbstbedienung "geistreiche" Getränke verkosten kann.


    Die beste Schwarzwälder-Kirsch-Torte bekamen wir übrigens nach unserer persönlichen Meinung am Mummelsee serviert (wenngleich es dort auch total touristisch ist).


    LG
    Volker

    Wir haben die heißen Tage im Juli auf einem CP am Titisee verbracht. Wir standen unter schattenspendenden Bäumen und hatten nur 40m zum Wasser zu gehen. Ideal, außerdem war es in der Höhe des Schwarzwaldes schon nicht mehr so wahnsinnig heiß. Max. 33/34°.


    Letzten Sommer waren wir zur Gluthitze genau in Mittelfrankreich unterwegs und es war ziemlich schlimm. Speziell in "normalen" Wohnmobilen (mit "Holzkasten" hinten und normalen vorgehängten Camper-Fenstern) ohne Dachklima ist es furchtbar. Die Fahrerhaus-Klimaanlage in unserem Mobil hat zwar für Fahrer und Beifahrer gut funktioniert, aber für die beiden Jungs hinten in der Dinette war es die Hölle. Man kann ja während der Fahrt dort keines der Fenster aufmachen und die Kühlung von vorn gelangt nicht bis hinten. Es dauerte nur 2-3 Tage dann haben wir die Rumfahrerei abgebrochen und sind auf einen CP am Wasser. Auch da waren Bäume für Schatten, kurzer Weg zum Baden. So ließ es sich dann ertragen.


    Meine Erkenntnis daraus: reisen/rumfahren im Wohnmobil während heißer Wetterperioden und/oder in heißen Regionen ist keine gute Idee, wenn a) jemand hinten sitzen muss und b) hinten keine eigene Klimatisierung vorhanden ist. Steht man irgendwo schattig und idealerweise am Wasser, kann man gut klarkommen. Für eine An- oder Abreise z.B. nach Südfrankreich oder Spanien/Portugal kann man es sicher mal 1-2 Tage aushalten, aber für das typische "heute-hier-und-morgen-da" ist diese Kombination (Hitze+Womo) nicht gut. Wie gesagt, solange jemand hinten sitzen muss.
    LG
    Volker