Beiträge von VoCoWoMo

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    Hallo allerseits!


    Hier kommt ein kleiner Bericht zu einer Radtour, die ich kürzlich mit zwei von meinen drei Söhnen unternommen habe.


    Es sollte die Lahn sein. Von einem früheren Aufenthalt in Weilburg war ich noch vom Lahntalradweg begeistert und hatte mir vorgenommen, diesen Weg mal zu beradeln.


    Nun hatten wir aber enge zeitliche Grenzen für unsere Planung, so dass nur noch Fr-So (mit einem Not-Montag) als Reisetage in Frage kamen. Nach einigem Hin-und-Her entschied ich mich für Anreise am Fr an der Lahnquelle, Mittags dann losradeln mit ca. 40km am ersten Tag und dann zwei Mal je 60km am Sa und So. Die Übernachtungen buchte ich vorab in zwei günstigen Hotels (einmal in Lahntal-Sarnau und einmal in Wetzlar). Das reicht dann erst mal bis Limburg. Von hier aus könnte man mit der Bahn in 3h wieder zum Ausgangspunkt in Feudingen fahren. Für eine Bonus-Übernachtung So-Mo hatte ich die Jugendherberge in Limburg angepeilt. Die hätten wir genutzt, falls wir den Montag noch für die Weiterfahrt zur Lahnmündung bei Lahnstein genutzt, oder wenn wir den letzten Zug zurück zum Ausgangspunkt am Sonntag verpasst hätten.


    Damit wir das Auto bei der Rückreise problemlos wieder erreichen konnten, haben wir es am Bahnhof Feudingen abgestellt. Da ist die Lahn gewissermaßen schon 10km "alt". Die Lahnquelle selbst besuchten wir nur für ein Foto. Selbst wenn, den Einstieg in den Lahntalradweg hätte ich dort vor Ort ohnehin nicht gefunden. Wenn es überhaupt einen gibt. Feudingen ist als Ausgangspunkt für die Tour optimal.


    Die ersten Kilometer auf dem LTRW waren seltsam, denn sie führten durch den Wald und vor allem eins: nach oben. Ja, OK, nicht wirklich lang, denn es folgten dann natürlich auch langgezogene Abfahrten. Jedoch weiterhin viel auf Waldwegen. Aber die Landschaft dort oben im oberen Lahntal ist wirklich schön und ich hab mir fest vorgenommen, dort auch mal zum Wandern hinzufahren. Später öffnet sich dann die Landschaft und spätestens bei Biedenkopf hat man dann den typischen flachen Radweg, wie man ihn sich vorstellt. Die Lahn ist dort allerdings immer noch recht schmal und windet sich durch das Tal, was der Radweg irgendwie nicht so richtig mitmacht. Man ist recht oft abseits auf Feldern und Wiesen unterwegs und sieht den Fluss nur für kurze Momente. Aber so oder so, es war sehr kurzweilig und wir erreichten kurz vor 18 Uhr unsere erste Unterkunft. Der Gasthof "Zur Aue" hat eher die Anmutung einer alten Dorfkneipe (ist es ja eigentlich auch). Die Zimmer sind ..... eher schlicht. Dafür war der Preis für 3 Personen mit Frühstück aber voll OK. Wir konnten dort schön draußen Abendessen und haben anschließend noch mit einer Abordnung der Landjugend Fußball geguckt... Aus den ursprünglich angepeilten 40km (via Google Maps ausgemessen) wurden real an diesem Tag übrigens 48km. War aber gut zu schaffen.


    Am Samstag war das erste Ziel Marburg. Die Stadt selbst kannte ich noch gar nicht und ich muss sagen, ich war voll geflasht. Marburg wird auf jeden Fall eines meiner nächsten Ziele für eine ausführliche Städtebesichtigung. Mit den Rädern im Schlepptau war es ja kaum möglich, irgendwo reinzugehen, das Hochschieben auf den Schlossberg war schon grenzwertig (haben wir aber gemacht). Wir haben uns dann noch etwas Verpflegung besorgt und sind nach gut 2h weitergeradelt. Der nächste Abschnitt des LTRW zwischen Marburg und Gießen war eher enttäuschend. Vom Fluss sah man meist nichts. Es ging wieder kreuz und quer durch Felder und Wiesen, oft irgendwie gefühlt im Zickzack, mehrere Male war die Ausschilderung auch unzureichend oder missverständlich. Es gab Passagen, wo es in Dörfern gefühlt 10mal hintereinander 90° rechts und nach 100m wieder 90° links rum ging. In Gießen dann haben wir den Radweg komplett verfehlt und sind mitten im Stadtverkehr gelandet. Hier mussten wir uns dann erst mal mit einem Eiskaffee stärken. Die letzten knapp 20km nach Wetzlar waren dann wieder angenehmer und der Radweg bekam langsam etwas mehr Flussradweg-Charakter.


    Ich muss allerdings gestehen, dass mir meine beiden Jungs zu diesem Zeitpunkt schon immer ordentlich voraus waren. Meine Fitness-Selbsteinschätzung ist offenbar etwas optimistischer gewesen, als die Realität es dann gezeigt hat. Früher (in jungen Jahren) bin ich die 100km zu meiner Oma auch einfach mal mit Rad geradelt, so hatte ich ursprünglich die Tour auch in Etappen zu 80-100km teilen wollen. Was für ein Glück, dass ich das nicht gemacht habe. Jedenfalls war ich am Samstag dann echt froh, als wir mit 72km auf dem Zähler in Wetzlar ankamen. Zur Erinnerung, die ursprüngliche Planung via Google Maps hatte 60km versprochen.


    Die Stadt Wetzlar kannte ich schon von zwei früheren Besuchen und konnte so meine Jungs beim abendlichen Rundgang direkt zu den interessanten Plätzen führen. Das Hotel (City-Hotel Wetzlar) war eigentlich OK. Die Umgebung ist etwas seltsam und vor allem sehr laut (Auto-Verkehr die ganze Nacht). Gegessen haben wir in einem indischen Lokal am Domplatz, draußen sitzend, richtig tolles Essen!


    Sonntag ging's dann los, zur vorerst letzten Etappe nach Limburg. Zunächst ging der LTRW wieder im üblichen Zickzack aus der Stadt raus. Nach ein paar km, ich meine es war in Solms, hatte ich für einen Moment den Eindruck, wir sind auf dem Radweg "Die schönsten Gewerbegebiete Hessens". Dann kam ein Moment, den ich mir gern gespart hätte: der LTRW war für einen Abschnitt gesperrt und die Umleitung führt über einen Berg. Und was für einer! Mega-Steigung, kein Ende in Sicht, ich war voll fertig, als wir dann den höchsten Punkt hatten. Und die Abfahrt dann (wir hofften natürlich, dass man sich jetzt wunderbar würde rollen lassen können) war einfach nur steil und endete in einer 90° Abbiegung (Vollbremsung). Der ganze Schwung wieder weg. Naja....


    Aber dann wurde die Landschaft wieder interessanter und endlich, so ungefähr bei Löhnberg, hatte der LTRW dann endlich den Charakter, den ich mir immer vorgestellt hatte: ein richtig schöner Flussradweg, mehr oder weniger auf Flussniveau, schönes ruhiges Tal. Weilburg war die nächste größere Station, ich kannte die Stadt schon und so sind wir nur kurz in den wunderschönen Schlosspark gegangen und haben die Altstadt gestreift.


    Die Weiterfahrt durch das Lahntal bis Limburg behielt dann genau diesen Charme. Es gibt nur noch ganz selten Berührungspunkte mit dem Autoverkehr, nur noch selten gibt es kleinere Anstiege, wenn der LTRW sich mal über eine Brücke schwingt oder eine Stadt passiert. Wunderschön, anders kann man diesen Abschnitt eigentlich nicht beschreiben.


    Dieser tolle Eindruck hielt dann auch, bis der Dom zu Limburg sichtbar wurde. Ein letztes Mal schoben wir dann die Räder einen steilen Berg hoch (nämlich zum Dom) und ich war an der Stelle wieder (zum zweiten Mal) komplett fertig. Es waren wieder knapp 70km (Google Maps hatte 60 prognostiziert). Viel weiter wäre ich an dem Tag vermutlich nicht gekommen. War aber echt nett von meinen Jungs, dass sie immer mal auf mich gewartet haben.... :-)


    Wir waren ca. 16 Uhr in Limburg. Es gab noch zwei Bahnverbindungen zurück nach Feudingen, 16:23 und 18:23. Für die erste war es echt knapp, also genossen wir noch ein wenig die Stadt, sahen uns um, bekamen einen Eiskaffee und dann ging's zum Bahnhof. Die Option auf eine weitere Etappe nach Lahnstein haben wir einstimmig ausgeschlagen. Meine Jungs hätten es körperlich vermutlich locker drauf gehabt, mir persönlich hätte ein Ruhetag ganz gut getan. Eine weitere 70km-Etappe gleich am nächsten Tag wäre u.U. dann mehr Quälerei gewesen und das muss ja nicht sein.


    Die Rückfahrt nach Feudingen dauerte gut 3h, wir mussten 2x umsteigen, was mit den drei Rädern nicht immer ganz einfach war. Beim zweiten Umstieg war es sogar echt kritisch, weil so schon nur 5min Umsteigezeit waren und der Zug dann auch noch Verspätung hatte. Zum Glück hat der Anschluss aber gewartet und er stand auf dem Bahnsteig gegenüber bereit. Sonst hätten wir das wohl nicht gepackt. Am Ende kamen wir dann ca. 21:30 wieder in Feudingen am Auto an und waren dann kurz nach Mitternacht wieder zu Hause.


    Mein Fazit: Der Lahntalradweg ist auf jeden Fall eine Tour wert! Am besten aber auf dem Abschnitt zwischen Wetzlar und Limburg (den Rest flussabwärts kenne ich ja noch nicht). Was richtig toll ist, ist die Bahnanbindung. Praktisch alle größeren Ortschaften an der Lahn sind per Bahn erreichbar. So kann man problemlos auch Tages-Strecken-Touren machen.


    Was ich das nächste Mal anders machen würde: Ich würde das Auto wenn möglich am geplanten Ende der Tour abstellen und zu Beginn mit der Bahn zum Startpunkt fahren. Die Rückfahrt am Abend, voll verschwitzt, mit den bepackten Rädern im Schlepptau war schon nervig. Wäre schöner gewesen, am Ende einfach gechillt zum Auto zu kommen (Ankunft egal), in Ruhe einzuladen und wegzufahren.


    Nachsatz: die ca. 187km sind wir übrigens ohne Elektro-Unterstützung gefahren! Damit ist man auf dem LTRW allerdings die absolute Ausnahme, ca. 80% der Räder dort sind elektrifiziert unterwegs.


    LG

    Volker

    Tja die Geschichte von Michael ist schon ein ziemlicher Aufreger, würde mich auch sehr ärgern, aber ich hab mir abgewöhnt, in solchen Situationen groß was zu sagen. Ich rege mich dann nur ewig drüber auf und verderbe mir selbst meinen Tag. Daher denke ich mir in solchen Situation meist: das Universum wird für jemanden schon eine gerechte Strafe bereithalten. Z.B. ein juckendes Ekzem am Po oder so. Das lässt mich dann wieder schmunzeln.

    LG

    Volker

    Hallo Dorit, es ging um meinen Sohn und seinen Freund. Sie wollen was mit dem Rad unternehmen. Dafür sollte die Anfahrt aber in einem sinnvollen Rahmen bleiben und da wir am Niederrhein wohnen, wäre eine Anfahrt von 500km für eine 2 oder 3 tägige Radtour dann nicht so sinnvoll. Zumal es doch eigentlich hier auch genug schöne Ziele geben müsste. Wir sind tatsächlich gerade dabei, uns den Ruhr-Radweg mal genauer anzuschauen. Als Alternative schau ich mir auch die im Ruhrgebiet verteilten Bahntrassenwege an, ob man die zu einer schönen kleinen Rundtour zusammenlegen kann.

    LG

    Volker

    Hallo allerseits!

    Ich versuche mal hier mein Glück, vielleicht gibt es ja schöne Ideen von Euch.

    Also, die Aufgabenstellung: ich möchte meinen Sohn (17) gerne nochmal in den Ferien aus dem Haus bekommen. Er uns sein Kumpel (17) haben Lust auf ne Radtour, wissen aber nicht so recht wohin. Die Randbedingungen:

    - ca. 100-150km Umkreis für die Anfahrt per Bahn oder Auto (ich würde die Jungs ja sogar irgendwohin kutschieren, wo sie starten können)

    - Gesamtlänge zw. 100 und vllt 200km, die man schön in 2-3 Etappen einteilen kann.

    - Übernachtung zwischendurch möglichst in Jugendherbergen (alternativ einfache Pensions-Zimmer)


    Wir hatten ursprünglich an einige der Bahnradwege in der Eifel gedacht, aber da gibt es natürlich Probleme durch das Hochwasser. Der Prümtal-Radweg z.B. ist teilweise nicht befahrbar. Der Maare-Mosel dagegen ist befahrbar, aber wieder 60km lang, das schaffen die Jungs an einem Tag. Abgesehen davon ist für uns die Anfahrt vom Niederrhein Richtung Eifel problematisch, weil wir die A1/A61 bei Erftstadt nicht passieren können. Nordeifel bei Aachen/Monschau würde aber vmtl. gehen.


    Eine Idee, die etwas längere Fahrten erfordern würde, wäre z.B. der Lahntal-Radweg. Oder gibt es sowas auch an der Ruhr? Oder vielleicht auch am Dortmund Ems Kanal (sind wohl so 250km bis Papenburg; hab da mal was im TV gesehen). Vorteil da wäre, dass man immer wieder an Städten vorbeikommt, wo man spontan nächtigen kann oder Bahnstationen, von wo aus sie nach Hause kommen.


    Was hättet Ihr denn für Vorschläge? Mir war das Stichwort "Erzbahntrasse" in den Sinn gekommen, aber die Strecke ist ja grad mal 10km lang ...

    Hat schonmal jemand diese Strecken zu einer mehrtägigen Tour kombiniert?


    LG

    Volker

    Es sind wirklich schlimme Bilder! Einzig positiv in dieser Sache ist, wie die Leute zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. In letzter Zeit musste man ja doch so etwas Zweifel haben, dass die Gesellschaft das noch kann, aber doch, sie kann. Im Angesicht der Katastrophe helfen sich die Menschen selbstlos und spontan. Das find ich sehr berührend. Auch wir haben versucht, unseren kleinen Teil dazu beizutragen. In unserer Nachbarschaft hat jemand einen Hilfs-LKW in die Krisenregion beladen, mit Sachspenden, Lebensmitteln usw. Wir haben eine vollfunktionstüchtige Schmutzwassertauchpumpe dazugetan. Sollte in den Pumpensumpf im Keller eingesetzt werden, kam aber nie dazu. Jetzt wird sie hoffentlich jemandem helfen, den Keller leer zu bekommen.

    LG

    Volker

    johebo ganz genau.

    Die Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Gebaut 1846-51 und ist bis heute in Betrieb. Sie steht in der Nähe von Reichenbach im Vogtland (Sachsen), es ist eine Eisenbahnbrücke. Vom Wohnort meiner Oma war es nicht besonders weit zur Brücke. Wir sind diverse Male mit dem Zug drüber gefahren, waren auch hin und wieder zu Fuß dort zum Wandern, hat mich immer beeindruckt das Teil. Und wie man sieht, war ich auch mit meinen Jungs schon dort, auch wenn wir jetzt ganz am anderen Ende der Republik wohnen....


    johebo macht dann weiter


    LG

    Volker

    Ja, ich sehe ehrlich gesagt seit dem Wiedereinbau die Schlauchschellen auch als ziemlich überflüssig an. Bis auf einen Umstand: mit dem Schlauch wird durch die Schlauchschellen noch ein Edelstahlstab eingefasst, der ein Verbiegen des Schlauches verhindern soll. Nun ist der Schlauch selbst auch ziemlich steif und ich verstehe nicht 100% warum man das gemacht hat. Aber irgendeinen Grund muss es ja für diesen Zusatzaufwand gegeben haben. Ich vermute, man möchte damit die Lage der Tauchpumpe fixieren, sie soll halt immer schön flach auf dem Boden aufliegen und nicht seitlich weg rumbaumeln. Blöd dass ich vergessen habe, diesen Teil der Installation mit zu fotografieren.....

    Aber angesichts der Presspassung aktuell glaube ich auch nicht, dass der Schlauch auch nur eine leise Chance hat, abzurutschen.

    LG

    Volker

    Hallo allerseits!

    Technische Artikel zum Wohnmobil sind ja etwas rar hier im Forum, daher will ich mal meine Erfahrungen mit dem Tausch der Wasserpumpe schildern.


    Kapitel 1

    Nach 5 Jahren treuem Dienst, macht die Wasserpumpe plötzlich immer mal seltsame Geräusche. Von anderen Womo-Nutzern habe ich schon mal gehört, dass die Wasserpumpe eines der anfälligsten Bauteile im Mobil sein soll, weswegen viele stets eine Ersatzpumpe mitführen. Ich habe keine, daher wollte ich in der Sache schnell aktiv werden, bevor wir am Wochenende irgendwo im Wald stehen und kein Wasser mehr fließt. Ich schaute im Tank nach, was für eine Pumpe da verbaut ist. Online bei den diversen Versendern gab es viele Modelle, am Ende entschied ich mich, das Teil im Fachhandel zu kaufen. Dort gab es exakt die gleiche Pumpe als Ersatzteil. Ich fragte nach einem Werkstatttermin zum Einbau. "Das ist nicht schwierig.", haben sie gesagt. "Das können sie selbst machen", haben sie gesagt. Nun.... :/


    Kapitel 2

    Mutig packte ich die Polster von der Sitzbank erneut zur Seite, legte den Tank frei. Die Kontakte vom Kabel auf dem Tank waren mit einem Steckverbinder angeschlossen. Kontakte raus, aber da sah ich schon das erste Problem: die neue Pumpe kam mit blanken Drähten. Keine Steckschuhverbinder dran! Ich wusste, dass ich davon noch welche im Keller hatte, doch dummerweise stellte sich kurz später heraus, die sind bei der letzten Aufräumaktion in den Müll geflogen. Samstag, schnell zu Obi, noch mal Steckschuhverbinder kaufen. Dort gab es aber nur Teile mit so einer Isolationhülle. Egal, wird schon passen. Also wieder frisch ans Werk, erst mal die alte Pumpe rausholen. Oben Schlauchschelle gelöst (auf dem Tank außen), dort das Winkelstück losgeschraubt, doch es löst sich nix. Also in den Tank reingegriffen, ah, die Pumpe mit den angesetzen Schlauchstücken steht fest auf dem Boden. Da ist also kein Platz zum rausziehen, moment also seitlich, .... ziehen.... ähm, kennt ihr das Gefühl in der linken Hand, wenn ihr merkt, das etwas, was vorher stabil fest war, plötzlich in eine Richtung weich wird und nachgibt.... zack, hatte die Pumpe dann in der Hand, aber leider war da noch so ein komisches Bauteil oben drauf, das durch mein Biegen abgebrochen war.... Es stellte sich raus, auf der Pumpe saß noch ein Rückschlagventil. Und am anderen Ende, nachdem das Schlauchstück aus dem Tank geborgen war die nächste Überraschung: dort waren Einmal-Schlauchschellen verbaut. Einmal heißt ja, nicht wiederverwendbar.... Ich habe aber keine Edelstahlschlauchschellen. Obi auch nicht, wie sich nach einem weiteren Besuch herausstellte. Ich überlegte noch, einfach ein anderes Schlauchstück einzusetzen, damit die Länge des fehlenden Rückschlagventils auszugleichen, aber Obi hatte auch keinen trinkwassertauglichen Schlauch. Ach ja und zuallem Überfluss zeigte sich noch, dass die Steckschuhverbinder mit dem Isolationsdingen zu dick sind für den Steckverbinder. War ja klar. <X


    Kapitel 3

    Nun, Samstag 15 Uhr war der Fachhandel schon zu. Obi und auch die anderen Baumärkte konnten nicht ebenfalls nicht helfen. Ich musste also bis Montag warten. Dann im Fachhandel nachgehakt, warum man mir nichts von dem Rückschlagventil gesagt hatte? Nichts von den Edelstahlschlauchschellen und den Steckverbindern? Naja, das wüsste man jetzt auch nicht. Müsste ich mal die Werkstatt fragen, doch die hatten von alledem scheinbar auch keine rechte Ahnung. Wie sie dann zur Aussage gekommen sind, das wäre alles so einfach, war abschließend nicht mehr zu klären. Der Fachhandel konnte zumindest mit den Schellen und einem Rückschlagventil dienen, dazu gab es 1m Trinkwasserschlauch, nur für den Fall.... . Zumindest sollten jetzt alle Teile für jegliche Reparaturen verfügbar sein. :rolleyes:


    Kapitel 4

    Montagabend dann wieder frisch ans Werk. Als erstes kümmerte ich mich um die Steckverbinder. Die Isolationshülsen habe ich unter Einsatz meiner Fingerkuppen (aua) von den Steckschuhen gelöst. Drei Stück hab ich mir so präpariert. Dann kurz getestet, ob die Pumpe überhaupt läuft. Sie läuft. Dann als nächstes hab ich das Rückschlagventil auf das innere Schlauchstück gesetzt (das wird offenbar einfach nur draufgesteckt, an der alten Pumpe war es verklebt; ich hätte es also so oder so nicht zerstörungsfrei runter bekommen). Schlauchschelle auf das Schlauchstück, Dichtung an das Winkelstück. Dann den ganzen Kram in den Tank gefummelt. Es zeigte sich, dass das neue Konstrukt offenbar 2-3mm länger war, als das alte womit es im Tank etwas spack saß. Aber schlussendlich lies es sich sauber in Position bringen. So rutscht wenigstens auch das nur aufgesteckte Rückschlagventil nicht von der Pumpe. Außerhalb des Tanks dann war alles easy, Schlauch auf das Winkelstück, Schelle dran (die war ja noch da, weil für Mehrfachnutzung). Bevor dann aber die Steckverbindungen auf die Kabelenden kamen, wollte ich noch einen Funktionstest machen. Sicher ist sicher. Und endlich klappte mal etwas. Nach gut 1min Trockenlauf (mehrere Anläufe nötig) zog die Pumpe endlich Wasser und es sprudelte aus dem Hahn. Dass meine Voraussicht gleich drei statt der nötigen zwei Steckschuhverbinder zu präparieren richtig war, erwähne ich nur am Rande. Denn wer das nicht täglich macht, drück die Dinger vermutlich nicht fest genug zu. Der erste Verbinder fiel dann schnell wieder ab. No.2 und 3 hielten dann aber, konnten mit etwas Kraftaufwand auch eingesetzt werden. Geschafft. Noch das Kabel mit Kabelbindern fixiert, damit es nicht runfliegt und Deckel zu. :saint:


    Kapitel 5

    Im Nachgang würde ich folgende Tips für die Nachahmung empfehlen:

    - Schaut Euch die eingebaute Pumpe sehr gründlich an. Sitzt da noch ein Anbauteil drauf? Wenn ja, was ist es? Es könnte verklebt sein, seid darauf vorbereitet, dass es nachgekauft werden muss.

    - Sind Schlauchschellen im Tankinneren verbaut? Sind es Einwegschellen oder kann man sie per Schraubendreher öffnen? Wenn Einweg, an Ersatz denken. Im Tankinneren nur rostfrei, vernickelt reicht nicht!

    - Habt ihr Kleinteile zur Hand? Steckschuhverbinder? Kabelbinder? Ggf. für Behelfslösungen auch passenden Trinkwasserschlauch? Im Falle der typischen 12V Tauchpumpen sind das meist 10mm Innendurchmesser.

    - beim Ausbau, am besten das Pumpen-Konstrukt so rausnehmen, wie es ist, lieber oben am Tank das Winkelstück lösen und alles komplett rausziehen, als zu versuchen, im Tankinneren ein Teil vom Schlauch zu lösen. Seitliche Belastung führt u.U. zum Bruch von Komponenten.


    Hier ein paar Bilder:

    Zustand hier vor dem Ausbau, zu erkennen ist am Ende des kurzen blauen Schlauches unten rechts im Bild das rote Winkelstück. Da sitzt die Pumpe drunter. Das Kabel geht direkt darunter in den Tank. Auf dem roten Revisionsdeckel liegt der Steckverbinder mit den Kabelschuhen.


    Vorn die alte, hinten die neue Pumpe. Zu erkennen ist oben das blaue Aufsatzstück, ein Rückschlagventil. Bei den Original-Pumpen in neueren Womos sind die u.U. verklebt und lassen sich nicht lösen.

    Steckschuhverbinder, in meinem Fall waren es die mit Größe 6.3mm, kann aber in anderen Mobilen anders sein. Diese hier sind die besseren, weil sie ohne Isolierhülse daherkommen.

    Mit diesen hier vom Obi hatte ich so meine Probleme.....

    Und das hier wäre dann die Tauchpumpe nochmal als Ersatzteil:

    Hersteller Comet, Modell Lux-Plus. Die dürfte genau so in relativ vielen Mobilen verbaut sein.


    Ich hoffe, dass der kleine Text für Euch hilfreich, und wenn nicht, so doch wenigstens unterhaltsam war.


    LG

    Volker

    Hallo Michael, hallo alle, ja es ist schon seltsam. Ich habe mir heute vor zwei Wochen meine einzige Impfung Johnson+Johnson abgeholt und gelte seit heute morgen damit als durchgeimpft. Meine Frau allerdings noch nicht, die bekommt Samstag Biontech. Es geht voran, meine Familie ist dann wenn Samstag mit der Impfe alles klappt zu 100% zumindest erstgeimpft. Nebenwirkungen hatte ich fast keine, mein ältester Sohn (23) hatte Astra und hat ordentlich gelitten.


    Tja, ich kann einfach nicht verstehen, dass die Leute so ausfällig werden. Wenn die Regelung besagt, man muss einen Test haben, dann ist das eben so. Fährt man halt zur nächsten Test-Stelle und macht den Test. Noch vor 4 Wochen brauchten wir nen Test um in den Baumarkt zu gehen. Nur weil ein paar Regeln aufgehoben wurden, sind ja noch lange nicht alle Regeln aufgehoben.


    Es wird sich alles einpendeln. Sag mal Michael, nützt Dir die Luca App irgendwas? Auch in der Corona-Warn-App kann man wohl mittlerweile so einen QR als Gastgeber erstellen. Nur so 'n Tip für das Thema Kontaktnachverfolgung.


    LG

    Volker