Beiträge von WasserWombat

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    Ich werkel auch nach langer Zeit mal wieder mit einem Fotobuch. Ich verwende auch die Pixum (CEWE) Software. Eigentlich kann ich mich nicht beklagen. Die werkelt ziemlich stabil und die Möglichkeiten sind auch recht gut. Was mir bei allen Features auffiel war, daß man bei Fotos (neben vielen anderen Sachen) z.B. abgerundete Ecken konfigurieren kann aber bei Texthintergründen nicht. Aber egal, das geht dann auch notfalls mit einem einfarbigem Bild hinter dem Text.


    Interessant finde ich z.B., dass bei PNGs auch der Alpha-Kanal beachtet wird. Man kann also auch halbdurchsichtige bzw. freigestellte Bilder verwenden.


    Anmerkenswert ist, daß die Standardvorgabe von Pixum eine automatische "Bildoptimierung" und bei Bildern mit Blitz eine automatische Rote-Augen Korrektur vormerkt (läßt sich in den Vorgaben oder individuell deaktivieren). Die ist nicht sichtbar, da erst beim Belichter durchgeführt.
    Sobald man aber ein Bild mit der integrierten Bildbearbeitung anpaßt (Optimieren/Licht/Kontrast ...) wird diese Vorgabe dort sinnvollerweise auch entfernt.


    Der Bestellvorgang steht aber noch an. Ich bin gespannt, ob nachher wirklich alles so aussieht wie in der Vorschau. Insbesondere den Buchrücken mit Bild und ein paar "spezielle" Seiten mit viel Text stelle ich mir anspruchsvoll vor.

    Edit: Okay, jetzt habe ich es kapiert...

    Ja, ich bezog mich auf das Lied von Nina Hagen.


    Interessante Aufnahmen von der Harald-Jarl! Wir haben auch einige Fotos von früheren Reisen scannen lassen um Alben durch Fotobücher zu ersetzen.

    Meine Frau hat diese Aufnahmen gemacht (wichtig). Ich hatte sie zwischenzeitlich mit einem Billig Negativ-Scanner digitalisiert. War ein ziemlicher Aufwasch die heftige Vignettierung des Scanners wieder herauszubekommen. Fotobücher brauchen weniger Platz als die meisten Alben und passen besser ins Regal. Da ist man versucht selbst gestaltete Alben seitenweise zu scannen/abzulichten und durch Fotobücher zu ersetzen (Qualitätsverlust inklusive).

    Scheinbar handelt es sich um Arbeitswerte. Allerdings ist mir der Zeitmaßstab nicht ganz klar, denn 135,- je Stunde ist schon fürstlich (aber denkbar). Somit wurden evtl. die 6 Minuten (0,1h) zum hinlegen/drüberwerfen der Polsterschoner berechnet. Allerdings erscheint mir 0,1h für das Erneuern des Stoßfängers arg kurz.


    So eine Rechnungsverwaltungsgebühr wird gerne mal erhoben um die Nebenkosten der Rechnungserstellung pauschal umzulegen. Früher wurde das auch mal je nach Zahlungsart gestaffelt aber derweil ist es ja - meines Wissens - nicht mehr erlaubt Aufschläge für z.B. Kreditkartenzahlung zu verlangen.


    Spannend finde ich auch die Position "EDV". Na klar macht es auch Arbeit sich vor den Computer zu setzen und die Rechnung aufzunehmen und auch die Kommunikation (z.B. per E-Mail) mit der Versicherung mag das einschließen. Aber in der Form kenne ich das noch nicht.

    Kurz nach der Reise werden die Bilder der 3 Kameras auf ein Notebook kopiert und nach Aufnahmedatum/Uhrzeit sortiert.

    Genau so mache ich es auch. Manchmal etwas fummelig, weil die Kamera die Zeitzone ignoriert oder z.B. bei den Handys die Zeitzone zwischen England und Frankreich hin- und herwechselt (war mal auf den Kreidefelsen von Dover der Fall).


    Hurtigruten? 1997 auf der Harald-Jarl. Das waren noch Farbfilm-Zeiten (den habe ich da aber ausnahmsweise nicht vergessen, und jetzt ratet mal meinen Vornamen :-).


    Zum Thema Smartphone und Zoom. Ich hoffe das ist hier nicht so ganz Off-Topic. :)
    Ich habe mal mit Smartphone und Fernrohren experimentiert. Die Ergebnisse sind eigentlich nie technisch Einwandfrei und fummelig ist das Ganze auch noch. Aber irgendwie bringt es auch Spaß. Für das erste (irgendein Quelle 8x) hatte ich noch aus einem defekten Schaumgummi-Schwert der Kinder + Klebstoff eine Halterung gebastelt das zweite (ein Bress 10x) hab ich dann "einfach" mal drangehalten. Große Mankos: Ferngläser sind nicht für Fotographie gedacht -> Farbverschiebungen und die Bildschärfe ist auch nur irgendwo (z.B. im Zentrum) gegeben. Außerdem ist das Freihand-Fotografieren bei den Vergrößerungswerten bestenfalls wie Lottospielen.


    Aber irgendwie hat das Ganze auch einen eigenen Stil, vergleichbar z.B. mit Lomografie:

    Meine Fotoangewohnheiten sind geprägt von Inkonsequenz. Die Ansprüche sind gar nicht so hoch aber manchmal möchte man auch wieder mal was dokumentieren. Und im Nachhinein freut man sich dann doch über die Gedächtnisanregungen obwohl ich nur sehr selten Ausdrücke/Abzüge oder ein Fotobuch erstelle.


    Früher war das Fotografieren im Urlaub weitestgehend auf die Motive beschränkt. Personen waren eher verpönt und eher nur mal ausnahmsweise.


    Dann kamen die Kinder und das Fotovolumen ging wieder hoch, um dann aber wieder von Kind zu Kind weniger zu werden.


    Jetzt variiert es im Urlaub. Manchmal will ich die Umgebung einfach nur wirken lassen, manchmal wird dann doch wieder die Umgebung abgelichtet und vor allem auch die Familienmitglieder. Wichtig ist es dann meist, dass der Schuss "aus der Hüfte" schnell geht. Man will ja nicht der Bremsklotz sein und die Motive sind auch nicht mehr unbefangen sobald die Kamera bemerkt wurde.


    Als Kamera dient sehr häufig das Smartphone. Per Daumendruck auf dem Display wird oft noch die Belichtung/Fokussierung grob justiert. Selten greift man mal auf die manuellen Einstellungen zurück. Zusätzlich vor allem im Urlaub haben wir noch eine kompakte Digitalkamera dabei (eine Sony DSC-RX100). Die kann man auch mal einem Kind in die Hand geben und sie ist auch oft handlicher als das Smartphone. Dass die Bildqualität etwas besser ist fällt selten ins Gewicht.


    Sperrige Sachen wie Spiegelreflex oder gar Wechselobjektive schleppen wir nicht mehr herum. So entgeht uns zwar evtl. die eine oder andere Naturaufnahme oder ein Himmel wird mal wieder vom Smartphoneprozessor zerrechnet aber letztlich geht es um den Erinnerungswert und der kommt auch bei unperfekten Aufnahmen wieder.

    Aufgrund des Threads habe ich mir mal die integrierte App "Foto" (bzw. "Photo") von Windows 10 angeschaut. Wenn man einfach nur ein paar Fotos und/oder Videos hintereinanderschmeissen möchte und das ganze dann mit Text und Musik/Sprache hinterlegen will, dann mag das sogar eine Alternative sein. Beim Export ist scheinbar allerdings bei HD, also 1080p MP4 Schluss und konfigurieren läßt sich auch nicht all zu viel.


    Als Open Source Alternative für Videos habe ich zuletzt mal Shotcut eingesetzt. War meines Erachtens ziemlich eingängig. Allerdings hatte ich die Vorbereitung der Texte (trotz integrierter Funktion) dann doch lieber ein Batch mit Image Magick verwendet.

    Es besitzt eine 3D Anzeige für Kartenmaterial und auch Luftbilder ähnlich Google Earth. Es können auch 3D-Modelle (Häuser, etc.) eingebunden werden. Aber es besitzt nicht die 3D Funktion von Google Maps die für einige ausgewählte Gegenden ja auch Häuser/Bäume in recht detailliertem 3D zeigt.

    Wenn man nicht Google MyMaps oder Google Earth verwenden will, dann gibt es alternativen. Um generell mit Karten zu arbeiten könnte man natürlich GIS-Systeme verwenden wie z.B. das Open Source System QGIS. Die Einarbeitung dürfte aber sicherlich nicht ganz ohne sein.


    Ein m.E. großer Unbekannter ist allerdings auch ArcGIS Earth. Dieses Programm ist ähnlich Google Earth mit folgenden Eigenschaften:

    • Es ist nicht von Google ;)
    • Es ist frei "ArcGIS Earth is free, so everyone can install and use it.", aber kein OpenSource.
    • Es ist in Englisch.
    • ESRI gibt den Download nur frei, wenn man sich mit Name und E-Mail, Telefon einträgt.
    • Es steht eine größere Auswahl an Karten zur Verfügung. Dabei können auch OpenSource maps eingebunden werden. (Z.B. wurde die OpenTopoMap im ESRI Portal bereitgestellt und kann über den Portal link: https://www.arcgis.com/home/it…b925a41208a5e35f8ed8b7793 in ArcGIS Earth eingebunden werden.
    • Es stehen oft auch höher aufgelöste Höhendaten als jene von Google zur Verfügung. Und auch hier können Höhendaten über URLs und Dateien eingebunden werden.
    • Es können eigene Elemente (z.B. Pins auf Orten, Strecken, Flächen, 3D Objekte) in Karten eingebunden werden. Und bei Bedarf als KMZ (Google Earth/Map kompatibel) exportiert werden.
    • Es können KML-Daten von Google Earth/Maps importiert werden.
    • Karten/Bild Export ist leider eingeschränkt. Es kann ein Screenshot gespeichert bzw. gedruckt werden. (D.h. die Bildschirm/Fensterauflösung gibt die Exportauflösung vor)

    Eine evtl. wichtige Anmerkung noch. Man muss wie gesagt Name, Mail, Telefon und ggf. Angaben zu seiner Firma machen (ggf. einfach "private" o.ä. eintragen). Den Download-Link gab es bei meinem letzten Download direkt nach Abschicken der Daten (im Browser). Es ist ggf. auch möglich eine Wegwerf E-Mail Adresse u.s.w. anzugeben. Muss jeder selbst wissen.


    Ein Account, wie auf der Webseite angedeutet, ist nicht notwendig. Das ist eher für ESRI Kunden gedacht, wenn die auf die Geodaten ihres Accounts/Firma zugreifen wollen.


    Ich finde das Tool ganz gut, da man freie Datenquellen m.E. besser als in Google Earth einbinden kann (Google Earth kann z.B. keine externen Höhendaten einbinden). Google Karten/Satellitenbilder wären im kommerziellen Kontext auch zu lizensieren (z.B. beim Posten auf einem Blog/Forum das auch Werbung zeigt/enthält.) da muss man sich bei OSM (OpenStreetmap) Material weniger Sorgen machen.


    Hier mal ein Beispiel:

    Shit happens. Es war ja eher noch Glück, dass der Hintermann auch direkt der Verursacher war. Wer weiß, wie sich die Versicherungen verhaspelt hätten, wäre noch einer dazwischen gewesen.


    Klingt nach neuer Stoßstange + Einbau und ggf. deren Lackierung (zumindest vom Anspruch her). Sollte sich die gegnerische Versicherung nachher zieren muss ggf. doch noch ein Anwalt her, welcher meines (beschränkten) Wissens dann ebenso von der Versicherung bezahlt werden muss.


    Ich fuhr mal vor Jahrzehnten in einem Aushilfsjob für einen Zirkus Heringe auf Eis im Kofferraum durch die Gegend. Da ist mir jemand an der Ampel hintendrauf gesemmelt woraufhin die "Suppe" überschwappte. Der Hauptärger war den Fischgeruch wieder herauszubekommen. Ging aber letztlich.

    Mit dem Zielort Chester wollten wir dann ausnahmsweise ein städtisches Ziel aufsuchen. Geplant war nur ein Tagesbesuch daher haben wir uns aus Zeitgründen einen Liegeplatz nahe der letzten Wendemöglichkeit vor der örtlichen Stufenschleuse gesucht. Ansonsten ist der bessere Liegeort sicherlich die Tower Wharf. Die Strecke zwischen Beeston und Chester ist landschaftlich teils schön, allerdings gibt es auch eine "Durststrecke" bei der man 30-45 minuten nur langsam an liegenden Booten vorbeifährt. Der städtische Teil gegen Ende ist das wieder mal was anderes:



    Unser fand Boot gerade noch einen guten Platz im Stadtzentraum an den städtischen Festungsmauern unterhalb des King Charles Tower.



    Der Ort Chester ist touristisch beliebt aber auch hübsch anzuschauen. Allerdings fand die Masse an Menschen in der Innenstadt bei unseren Urlaubern nur geringen Anklang, Städteurlaub ist wohl nicht so gar nicht unser Ding.



    • Abschließend zum Llangollen Canal:
      Dieser Kanal bietet auf der gesamten Strecke schöne Aussichten und hat einen ländlichen Charakter. Hügeliger und landschaftlich eindrucksvoller ist er eher auf dem letzten Teil ab ca. Chirk. Obwohl der Llangollen der touristisch wohl beliebteste Kanal ist hielt sich der Verkehr überraschenderweise eher in Grenzen (auf den allerletzen Meilen war dann etwas mehr los). Man kann den Kanal komplett hin und zurück durchaus auch in einer Woche absolvieren, dann ist man eben jeden Tag 7-8h unterwegs. Durchaus machbar und auch interessant solange der Bootsurlaub im Mittelpunkt steht.
    • Abschließend zum Narrowboat:
      So ein Narrowboat fährt mit Diesel. Das heißt am Heck hört man den "Trecker" laufen und eine Verständigung über die 18m bis zum Bug (wo es dagegen sehr still ist) geht sicher nicht in Zimmerlautstärke. Der Diesel macht natürlich auch Abgase, welche man bei Rückenwind auch gelegentlich mitbekommt. Das alles variiert natürlich je nach Boot. Boote mit Elektro- oder Hybridantrieb sind dagegen noch sehr selten auf den Kanälen. Ich habe bislang von genau einem Vermieter gehört, der auf dem kleinen Mon Brec Kanal in Wales elektrische Boote vermietet. Man muss dann in der Regel aber auch über Nacht an den jeweiligen Stationen mit Steckdose liegen um morgens weiter zu kommen.
      Narrowboats gibt es vielen Preisklassen. Unser Vermieter fiel in den Bereich "affordable". Allerdings war die Ausstattung bereits ziemlich vollständig. Ich hätte mir vielleicht in der Küche schärfere Messer und einen größeren Kochtopf gewünscht der auch Nudeln für 5 (also 1kg) in einem Rutsch fasst.
    • Ein paar Vermieter im Einzugsbereich des Llangollen Canal: (mehr z.B. hier)
      Chas Hardern Boats Unser diesjähriger Vermieter. Beeston Castle Wharf (Shropshire Union)
      AngloWelsh Ein größerer Vermieter, Stationen z.B. Bunbury (Shropshire Union), Trevor (Llangollen)
      Andersen Boats Middlewich (Middlewich Branch, Trent & Mersey)
      ABC Boat Hire Ein großer Vermieter u.a. in Whitchurch (Llangollen)
      Chesire Cat Narrowboats nahe Hurleston Locks (Llangollen)
      Black Prince Narrowboat Holidays Ein großer Vermieter. Z.B. in Chirk (Llangollen)
      Bettisfield Boats in Bettisfield nähe Ellesmere (Llangollen)

    (Fortgesetzt)
    Im weiteren Verlauf schließt sich nun auch ein Aufenthalt in Llangollen, die Rückfahrt über den Startort hinaus nach Chester an. Ich werde das nun etwas zusammenfassen, da manche Orte der Strecke schon vom Hinweg bekannt sind.



    In Llangollen gibt es diverse Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Dampfeisenbahn oder das historische Gebäude Plas Newydd mit Gärten. Ein Höhepunkt unseres Aufenthaltes hier war die Festungsruine Castell Dinas Bran. Ca. 250 Höhenmeter muss man aus dem Ort aufsteigen. Dann erreicht man die Überreste der einstigen Festung. Abgesehen von viel Wind gibt es hier oben auch viel Aussicht. Unseren Kindern gefiel besonders daß hier weder ein Kassenhäuschen noch ein Wärter stehen. So konnte man ungestört auch mal auf die eine oder andere Mauer hinaufklettern. Der touristische Andrang war überschaubar aber ich bin beim Aufstieg auch einmal ein "Ni Hao" losgeworden. ;)



    Und noch ein paar wenige Eindrücke des Kanals beim Rückweg:

    Wir sind u.a. Wasserwanderer mit einem Zweier-Kajak, und da wo ihr gefahren seid ist es auch für uns wohl eine gemütliche Tour. Frage ist jedoch habt ihr eben auch diese muskelkraftbetriebenen Boote gesehen?

    Hallo ralf,
    wir haben definitiv einige Kajaks gesehen. Und zwar insbesondere im letzten Abschnitt zwischen Chirk und Llangollen (welcher keine Schleusen aber 2 kürzere Tunnel und 2 Aquädukte aufweist. Ich bin jetzt etwas unsicher in Bezug auf Zweier-Kajaks da habe ich nicht darauf geachtet. Ein Großteil der Kajaks stammte wohl von organisierten Touren der dortigen Veranstalter aber natürlich sollte jeder fahren dürfen, der seinen Obolus and die CRT entrichtet hat. Ich meine auch Einsatzstellen gesehen zu haben. Auch die Aquädukte dürfen mit Kajaks befahren werden (nur Stand-up paddling ist auf dem Pontcysyllte nicht erlaubt).


    Wenn man direkt zu Kanalbeginn hinter den Horseshowfalls einsetzen will, die erste Strecke ist m.E. besonders hübsch (und ruhig da dort nur das Pferdeboot verkehrt) und es gibt dort auch zwei Besucherparkplätze. Diese liegen aber erhöht aber ich kann mir vorstellen dass es keinen Spaß bringt, ein Zweier-Kajak über die Treppen hinunterzuwuchten. Vom oberen Parkplatz geht aber auch eine etwas steilere Wiese hinunter zum River Dee und den Horseshoefalls, dort müsste man nur ein relatives kurzes Stück mit einer Pforte überwinden.


    Eine noch einfachere Möglichkeit ist wohl den Parkplatz des "Chainbridge Hotels" anzusteuern, dort das Kajak kurz abzuladen und dann auf einem der normalen Besucherparkplätze oberhalb zu parken (ohne Kajak geht es sich auf den Treppen dann auch besser).


    Hier ist die Sicht vom "oberen" Parkplatz die Wiese hinunter: (Der Fluß ist hier auch gleich Kanalniveau)

    Und hier eine Sicht auf den Oberlauf des Kanals (Gebäude sind im Oberlauf aber eher selten):


    Auch in Trevor gibt es einen Parkplatz in Kanalnähe (das ist der Besucherparkplatz für das Pontcysyllte Aqueduct).


    Hier gibt es einen Guide zum Kajak/Kanoeing auf dem Llangollen (bezüglich des oberen Teils):
    https://canalrivertrust.org.uk…-right-way-e.pdf?v=8841a9


    Und noch zwei links zum Thema:
    https://canalrivertrust.org.uk…g-on-the-llangollen-canal


    https://canalrivertrust.org.uk…r-on-the-llangollen-canal


    http://www.kanoroutes.nl/e-llangollen.htm



    In dem Teil zwischen Llangollen und Trevor ist im Sommer natürlich recht viel Narrowboat-Verkehr. Die sind eher langsamer als ihr. Generell passen die Boater natürlich auch auf allerdings war zur Zeit als wir dort waren an einem Nachmittag dann auch mal etwas mehr los. Eine "Hen Party" (Jungesellinnenabschied) hatte ein sogenanntes "Day Trip Boat" gemietet und fuhr im Kanal offensichtlich Alkoholisiert im Zickzack und häufig mit Vollgas über den Kanal. Ist wohl nichts passiert und für die Stahlboote ja auch eher eine Unanehmlichkeit wenn die Tassen aus dem Regal fallen aber für Kajaker sicher keine schöne Erfahrung.


    Ich war jedenfalls vorsichtig und habe die entgegenkommende warten Kajaker (nach dem Grüßen) an übersichtlichen Engstellen gefragt, ob noch Nachzügler in der Engstelle sind.

    Wir machen uns auf ins Örtchen. Das ist mal touristisch aber auch hübsch. Eine Brücke (natürlich Antik) führt über den Fluß. Seitwärts dampft und lärmt die Dampfeisenbahn die hier regelmäßig verkehrt. Abseits der Hauptstraße liegen hutzelige Häuschen und interessante Lädchen. Wir essen heute mal auswärts im Bistro.



    1. Blick von der Dee-Brücke auf den Bahnhof. Der Zug dampft gerade ab..., 2. Eine leicht touristische Prägung ist dem Ort nicht abzusprechen, 3. Ein Blick auf Dee von der Uferpromenade, 4. Im Phoenix Bistro wird gegessen (Vorsicht, vegan!)


    Auf dieser Seite des Flußtales begann der Kanal ja bei ca. 40m Höhenunterschied zum Fluß. Wir gehen am Nachmittag nun noch ein Stück weiter bis zu dem Punkt, wo Fluß und Kanal sich treffen. Hier liegt ein dekoratives Wehr - die Horseshoe Falls / Rhaeadr y Bedol) - das das Kanalwasser aus dem River Dee abzweigt. Der Kanal dient übrigens auch als Trinkwasserlieferant und zwar bis hinunter nach Hurleston wo es in einem Reservoir gesammelt wird.



    1. Kleiner Abstecher vom Kanal an den parallel laufenden Fluß Dee, 2. Der Horseshoe Fall


    Entlang unser kleinen Wanderstrecke dürfen keine motorgetriebenen Boote mehr fahren. Dafür transportiert ein Boot mit "Pferdeantrieb" willige Touristen schön leise und geruchsarm einen Teil der Strecke. Es ist interessant zu sehen wie die Boote traditionell getreidelt wurden. Das lief in England wohl oft recht lange, so dass nur wenige historische Narrowboats mit Dampfantrieb existieren. Der Großteil der damals verbleibenden Boote wurde dann bereits auf frühe Diesel umgerüstet.



    1. Leise gleitet das Treidelgespann vorbei, 2. Pferd hat Vorfahrt

    (Fortgesetzt:)
    Am nächsten Morgen geht es dann durch das Örtchen Froncysyllte, welches sich an einem Hügel sortiert. Der Kanal wandert zunächst entlang des Hügelprofils und nach einer letzten lift bridge erstreckt er sich - zunächst auf einem Damm - in das Flußtal des river Dee. Dann beginnt die ca. 300m lange Passage über das Pontcysyllte Aquädukt. Die Überfahrt ist einspurig, man schaut vorher ob jemand von der anderen Seite kommt, wer zuerst drauf ist, fährt zuerst. Dann tuckert man gegen den "Strom" über das Weltkulturerbe. Ein gußeisener Trog, ca. 40m über dem Fluß. Auf der einen Seite die dünne Wandung knapp über der Wasserlinie, ab da Ausssicht. Auf der anderen Seite der Treidelpfad samt Geländer. Immerhin dort haben sie ein Geländer spendiert. Schön ist die Aussicht, eindrucksvoll die Tatsache das man (dichterisch) "durch den Himmel" tuckert. Vom Bauwerk selbst allerdings bekommt man während der Überfahrt gar nicht so viel mit. Der Trog ist schmal, unser Boot berührt zwangsläufig auch mal die Außenkante. Hält alles, hat bisher ja auch immer gehalten.



    Blick zurück in Richtung Froncysyllte



    Und über den Fluss Dee..



    Viel Platz ist nicht...



    ca. 300m Länge hat diese "Trogbrücke"


    Am anderen Ende der Brücke ist das Örtchen [url=https://en.wikipedia.org/wiki/Trevor,_Wrexham]Trevor/Trefor[/url] (letzteres die walisische Schreibweise). Hier trifft ein Bootsverleih samt Seitenarm sowie die Fortsetzung des Llangollen Kanals aufeinander. In einem fröhlichen Kuddelmuddel kommen hier die Boote von Kanalseite durch eine kleine Schmalstelle + Brücke und damit mit 0 Sicht in ein kleines Becken und vermischen sich mit den wartenden Booten vor dem Aquädukt. Dort hindurch gilt es für die Boote vom Aquädukt dann 90° nach links zu wenden und durch Brücke und Engstelle (so denn frei) den Kanal weiter zu befahren. Hier ist schon mehr los. Auch sogenannte "Day hire" Boote sind hir unterwegs. Je nach Anbieter, ab ca. 100 Pfund (~120 EUR) kann man hier einen Tag auf einem sehr interessanten Kanalabschnitt fahren. Aber in Llangollen selbst gibt es auch ein paar Anbieter für Rafting-Touren auf dem Dee oder Kajak-/Kanufahrten.



    Ein "Day Hire Boat"


    Der Kanal wird nun merklich schmaler, teils auch flacher als bislang. Er schlängelt sich nun am Hang für ein paar Meilen wie üblich entlang der Höhenlinie das Flußtal hinauf. Die Gegend hat nun eher Mittelgebirgscharakter. Die Ausssichten sind schön, der Kanal wird anspruchsvoller. Bei zwei Engstellen wird es so schmal, daß Gegenverkehr nicht möglich ist. Dafür geht einer die Strecke (so maximal 500m) voraus und schaut, ob die Luft rein ist. Bis dahin sammelt sich in unserem Fall eine Gruppe von vier Booten an die dann gemeinsam die Engstelle passieren. Teils ist der Kanal sehr eng und die Strömung deutlich merkbar. Teils passiert man steile Felsen oder enge Kurven. Es ist schon etwas anspruchsvoller die 60Füße hier durchzulotsen ohne peinlich aufzufallen. Dann sind wir in Llangollen. In Llangollen gibt es in Sachen Liegeplätze eine Sonderregelung. Das Boot darf hier maximal zwei Nächte liegen und man zahlt eine (sehr erträgliche) Liegegebühr (bis 4h sind frei). Dafür gibts Wasser und (theoretisch) Strom am Liegeplatz und sogar eine kleine Marina damit auch im Sommer jeder Platz findet.



    Paßt halt nicht mehr Kanal an den Hang



    Hier ist im Sommer schon etwas mehr Betrieb wie man sieht.

    Sehr eindrucksvolles Bauwerk, dieser Tunnel an der Lahn. Und ganz ohne Ampel. Bei unseren drei in diesem Jahr befahreren Tunneln waren Kajakfahrer auch nicht das Problem. Die waren beleuchtet und damit wußte man, dass der Tunnel belegt war. Vor einem Tunnel beteuerte uns ein Boot das wohl vorher herausgefahren war, dass nur ein Boot in die andere Richtung unterwegs sei. Also alles gut. Allerdings sahen wir auch dort mehrere bewegende Lichter im Tunnel. (Narrowboats haben normalerweise nur ein weißes Tunnellight vorn und Kajaker haben das Licht ja auch in Blickrichtung). Es stellte sich heraus, daß ein Fahrrad auf dem Treidelpfad im Tunnel entgegenkam und zudem die Leute auf dem voranfahrenden Boot mit Taschenlampen o.ä. hantierten.

    Beim Frühstück im Boot grüßen wir noch die Beine von ein paar vorbeilaufenden Joggern dann brechen wir allmählich auf in Richtung Ellesmere. Die Schleusen werden nun seltener. Wir passieren das Moor "Bettisfield Moss". Bald zeigen sich die ersten Seen/Meres, welche rund um Ellesmere liegen. Zwischen dem Blake Mere und dem Kanal liegt nur ein kleiner Landstreifen.



    Blake Mere, wir fahren nicht über'n See aber immerhin knapp dran vorbei.


    Der erste Tunnel naht: Einspurig.. wir schleichen uns an und direkt am Eingang haben wir den Durchblick ... das heißt er ist frei und wir dürfen fahren. Ich stelle mir vor, daß in Deutschland so ein Bauwerk sicher nicht ohne Ampelanlage, ggf. Benutzungsgebühr und eigene Bußgeldsatzung im Falle einer Tunnelverkehrsregelampelmißachtung auskäme.



    Wir müssen wohl noch näher, so sieht man noch nix...



    Tunnellicht? Haben wir an!


    [url=https://en.wikipedia.org/wiki/Ellesmere,_Shropshire]Ellesmere[/url] ist der einzige Ort am Llangollen Canal mit einem "TESCO" (Supermarkt) direkt am Wasser. Selbstbewußt fahre ich in den Seitenarm. Ich lerne: Im Sommer lohnt sich das nicht! Alle Liegeplätze waren belegt und es braucht nur ewig Zeit um sich an den Booten vorbei hineinzuqzuetschen hinten zu wenden und wieder herauszuquetschen. Wer vor oder hinter dem Seitenarm entlang des Hauptkanales anlegt hat es auch nicht weit zu Stadt und Einkaufsmöglichkeiten.



    Ein Boot hat hier beim "Winding" wohl auch gleich das Haus gelöchert. War wohl zu nah am Wasser gebaut...


    Nach kurzen Ergänzungkäufen - Erdbeeren, Eis, Blaubeeren, was man eben so zum Leben braucht - suchen wir uns einen hübschen Liegeplatz gleich hinter Brücke 63 in der Pampa. Tolle Landschaft, Ruhe, echt chillig. Ein Kind will fernsehen. Wir sollen uns bei der Richtung an den Antennen anderer Boote oder Häuser orientieren sagte George. Kind holt den Fernstecher, stellt sich auf das Boot und kann in der Ferne ein Haus samt Antenne erspähen. Jetzt muss man morgens nur noch beim Ablege-Precheck daran denken, die Antenne auf dem Dach wieder herunterzuschieben damit sie nicht von Brücken/Bäumen/Tunneln abgeschert wird. Wir haben im Urlaub mindestens dreimal direkt nach dem Ablegen gleich wieder angelegt um das nachzuholen.



    Porridgeempfänger vor dem Kombüsenfenster



    Tolles Plätzchen. Man beachte die akkurat ausgerichtete Fernsehantenne.


    • Brücken:
      Auf fast allen Kanälen in Britannien sind die Brücken durchnumeriert. Sie dienen quasi als Kilometersteine. Sehr sehr viele Brücken, vor allem außerhalb der Städte sind noch im Originalzustand aus dem 18/19ten Jahrhundert zur Zeit des jeweiligen Kanalbaus. Einige sind Straßenbrücken die natürlich meist nur einspurig von den Kfz passiert werden können. Viele sind Verbindungsbrücken für die Landwirte. Häufig wird an diesen Brücken der Wanderweg entlang des Treidelpfades mit quer verlaufenden "Public Footpaths" verbunden. Diese verlaufen oft quer über die Felder und erlauben den Zugang über speziellen Tore oder Übertritte. Die Brücken dienen auch als visuelle Trenner so daß man alle paar 100m wieder ein neues "Kapitel" des Kanals zu sehen bekommt.



    Ein Übertritt und ein richtig modernes Gatter zwecks Wegeverbindung und Viehtreidelpfadzuschietvermeidung





    Eine Brücke auf dem Weg nach Chester mit angeflanschtem abchillenden Kind