Beiträge von Schimmelrieder

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    Moin tosamen —


    es ging hier um eine Umfrage von Michael, in welchem Umfeld die reisefreudige Gemeinde dieses Forums gerne reist. Interessant natürlich für jemand, der selbst Reisedienstleistungen anbietet. Es ging aber, so glaube ich, nicht darum, ob das Reisen alleine, zu zweit, in kleinen Gruppen oder in größeren ‘besser’ oder ‘schlechter’ ist.


    Es mag interessant und vielleicht auch aufschlussreich sein zu wissen, wie viele Leute lieber Rot als Grün mögen, doch heißt das noch lange nicht, dass die eine Farbe besser als die andere ist. Und dann folgen die, die auf rot-grün-kariert stehen. Da lässt sich die Diskussion dann dahingehend ausweiten, wie viele Streifen Grün im Rot noch ‘schön’ sind und wie viele nicht mehr. Doch am Ende ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks.


    Natürlich ist es interessant, über unterschiedliche Reisevorlieben zu lesen und von den Erfahrungen anderer zu lernen, doch darf man das nicht mit allgemeingültigen Bewertungen verwechseln. Es existiert da immer untergründig die Gefahr, so mein Eindruck aus früheren (nicht mehr existenten) Foren, dass der eine oder die andere seine Vorliebe und Denkweise für die wahre hält und meint, sie verteidigen und als die ‘bessere’ darstellen zu müssen. Letztlich aber kann jede(r) nur aus sich selbst heraus entscheiden, was sie oder er mag und ganz individuell zum ihm oder ihr passt. Der eher Introvertierte wird sich nie so ganz in den Gruppenmenschen hineinfühlen können, und umgekehrt auch nicht.


    Dies ein paar grundsätzliche Gedanken, die mir bei diesem Thema, das ich bislang übersehen hatte, durch den Kopf gehen. Sie beziehen sich nicht auf konkrete Beiträge, so dass niemand einen Bezug zu seinem suchen muss.


    So long
    Jürgen

    St. Anna von Tetenbüll


    Wir bleiben auf der Halbinsel Eiderstedt und radeln weiter zur Kirche St. Anna von Tetenbüll, einer Gemeinde mit weniger als sechshundert Einwohnern. Um das Jahr 1113 wurde hier eine Kapelle errichtet, die Ursprünge der heutigen, zum Schutz gegen Hochwasser auf einer Warft (künstlich aufgeschütteter Hügel) gebauten Kirche stammen etwa aus dem Jahr 1400. 1491 wurde sie erweitert und der Kirchturm errichtet:



    Besonders bekannt ist St. Anna für ihre einzigartige Deckemalerei. Da im 18. Jahrhundert die ärmere Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte, wurde der Weg Christi als Bibel der Armen in einer Bildfolge an die Decke gemalt. Hier eine Szene daraus:



    Da das Wasser der Nordsee bei Sturmflut früher sehr hoch stand, findet man auf der Kirchwarft anders als bei den meisten anderen Eiderstedter Kirchen keine Gräber. Und so wurde, damit auch der Pastor nicht so schnell nasse Füße bekam, auch das Pastorat auf einer Warft erbaut, die mit der noch höheren Kirchwarft durch eine Brücke verbunden ist. Ich denke, hier wohnt man nicht schlecht:



    Die Fotos wurden im Mai 2017 aufgenommen, und mit ihnen wünsche ich allen hier einen schönen Start ins Wochenende.


    Jürgen

    Der Leuchtturm von Westerheversand & Heinrich Geertsen




    Er war der letzte seines Standes. Am 1. August 1965 trat im Alter von 29 Jahren Heinrich Geertsen sein Amt als Leuchtturmwärter von Westerheversand an und zog mit seiner Familie in die Dienstwohnung unter dem Turms. Nachdem die Möbel per Treckergespann zur Warft transportiert und mit Helfern in die Wohnung gehievt worden waren, watete Ehefrau Traute mit dem sechs Wochen alten Sohn im Kinderwagen durch das Watt — denn auf dem Vorland war wieder einmal Land unter. “Langweilig war es nie”, stellt Heinrich Geertsen in einem Bericht des Hamburger Abendblattes aus dem Jahr 2007 fest. Fischfang gab es vor der Haustür, und im Garten auf der Warft wurden Kartoffeln und Gemüse angebaut. Seine Eltern — schon sein Vater war hier Leuchtturmwärter gewesen — hatten noch Kühe, Schafe und Schweine gehalten, doch damit war nach schlimmen Sturmfluten Schluss.


    Im Jahr 1979 wurde der Betrieb des Leuchtturms automatisiert, er wird seither vom Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning gesteuert. Die Leuchtturmwärter hatten ausgedient. Doch noch heute macht der mittlerweile 83-Jährige Führungen an seiner alten Wirkungsstätte — und gerät beim Besteigen des Leuchtturms weniger aus der Puste, als manch ein junger Spund.


    Mit einem schönen Gruß an alle hier im Forum
    Jürgen


    Gode Betern, leve Inge, un hool di stief …


    wie dieser Leuchtturm auf der Grußkarte, die mien Deern gemalt hat, wünsche ich aus Deutschlands Hohem Norden.


    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Juli 2019



    Mit dem Juli folgt hier das nächste Kalenderblatt. In dem abgebildeten Husumer Haus aus dem Jahr 1712 in der Hohlen Gasse Nr. 4 spielt Theodor Storms 1880 verfasste Novelle Die Söhne des Senators, bei der es um einen Erbstreit geht. Den meisten Erzählungen Storms ist kein Happy End beschieden, doch in dieser Geschichte gibt es mal eines. Das Haus liegt schräg gegenüber jenem, in dem Storm seine Kindheit verbrachte. Das Foto stammt aus dem Sommer 2014; im Hochformat aufgenommen, habe ich für dieses Kalenderblatt einen Ausschnitt daraus gewählt.


    Und damit allen einen schönen Start in den neuen Monat
    Jürgen

    Moin tosamen —


    Von Häusern und Menschen habe ich dieses Thema genannt, doch will ich den Begriff ‘Häuser’ sehr weit fassen. Gebäude, die von Bedeutung für das Leben bekannter und interessanter Menschen waren oder immer noch sind. Fotos von ihnen (egal, ob kleine Katen, große Schlösser, Mühlen, Türme, einfache Wohnhäuser oder was sonst auch immer) und dazu ein paar Worte zu den Menschen, die z.B. in ihnen geboren wurden oder starben, in ihnen (freiwillig oder unfreiwillig) einen Teil ihres Leben verbrachten oder z.B. irgendetwas Besonderes geleistet haben.


    Ein paar Beispiele: Vielleicht hat ja jemand mal die Löwen Apotheke in Neuruppin fotografiert, in der im Dezember vor 200 Jahren Theodor Fontane geboren wurde, oder den Cavern Club in Liverpool, in dem 1961 die Beatles ihre Karriere begannen. Oder findet in seinem Archiv ein Foto vom Elephant House, jenem Café in Edinburgh, in dem eine Frau Rowling den ersten Band von Harry Potter schrieb. Oder ein Foto von Goethes Wohnhaus in Straßburg, das er oder sie uns hier zeigen kann. Ich selbst habe vor einiger Zeit Hannes Waders Windmühle Fortuna und Knut Kiesewetters Fresenhof in Nordfriesland fotografiert, die gut in dieses Thema passen. Und so weiter und so fort … Ich denke, das sind der Beispiele genug, und es reicht als Prolog. Und so starte ich das Thema ausgehend von einem hier kürzlich vorgestellten ‘Bahnhofsrätsel’ mit:



    Ballynahinch Castle und der Maharadscha von Connemara





    Den ersten Auftritt dieser interessanten Persönlichkeit in Irland beschreibt Anne Chambers in ihrem Buch Ranji – Maharajah of Connemara, ich habe die Zeilen hier ins Deutsche übersetzt, wie folgt:


    17. Juli 1924. Das Postschiff fuhr in Hafen von Kingstown und machte am üblichen Liegeplatz fest. Doch für die neugierigen Passanten war offensichtlich, dass heute irgendetwas anders war. Ein Kontingent der neu geschaffenen Nationalgarde hatte sich am Kai aufreiht, nicht weit davon warteten Minister des irischen Freistaates und offizielle Vertreter Dublins. Von dem Schauspiel angezogen bildete sich eine Zuschauermenge. Alle Augen richteten sich auf die Gangway. Nach kurzem Warten ertönte ein erstauntes Murmeln aus der Menge und eine Gestalt erschien, gekleidet in einen blauen Seidenmantel mit weißen Leggins und einem weißen Turban, auf dessen Mitte ein großer Smaragd prangte. Mit dunklem Gesicht und lächelnder Miene kam die Gestalt im flotten Schritt den Gang herunter und schüttelte Außenminister Desmond Fitzgerald die Hand. Und damit begann die Love Story zwischen seiner Hoheit, Prinz Kumar Shri Ranjitsinhji, Maharadscha von Nawanagar, Staatsmann und berühmter Kricketspieler, und Irland – eine Affäre, die erst mit seinem plötzlichen Tod im Jahr 1933 ihr Ende fand.


    Privat war ‘Ranji’, wie er in der Bevölkerung genannt wurde, eher wie ein englischer Landedelmann gekleidet. Rasch verliebte er sich in die Angelgründe und das Anwesen von Ballynahinch Castle, das er nach einigen Sommeraufenthalten mit einem in England aufgenommenen Kredit erwarb. Eine schillernde Gestalt mit guten Beziehungen zur Regierung des Freistaates – der Außenminister wurde oft zum Angeln eingeladen – und beliebt bei den Bewohnern der Region, denn er zahlte höhere Löhne als üblich und beglich in Irland entgegen seinen sonstigen Geflogenheiten seine Rechnungen. Alljährlich erwarb er fünf neue Autos, die er am Ende der Sommersaison an verdiente Einheimische verschenkte. Wurde seine Ankunft erwartet, legte man vor dem Bahnhof von Ballynahinch Knallkörper auf die Schienen, auf dass die Dienerschaft rechtzeitig zu seinem Empfang bereitstand. Zwei seiner Nichten gingen in Kylemore Abbey zur Schule, wo man den Besuchern noch heute stolz ihre Fotos zeigt. Nach seinem Tod verkauften die Erben das Anwesen, heute ist es ein Hotel.


    Doch wie es jedoch scheint, fand die Love Affair zwischen Ranji und Ballynahinch mit seinem Tod nicht ihr Ende, denn es gibt immer mal wieder Berichte von Einheimischen, die seinen Geist beim Angeln an einem der Gewässer rund um das Schloss gesichtet haben.


    Nun aber bin ich gespannt auf weitere interessante Geschichten Von Häusern und ihren Menschen. Es muss kein ‘langer Roman’ sein, ein Foto des Gebäudes mit einer kurzen Erläuterung zur Person tut es auch.


    Mit einem schönen Gruß in den Tag
    Jürgen

    Moin tosamen —


    und da bedanke ich erst einmal mich bei den Teilnehmern an dem Rätsel für die netten Worte. Sabine hat natürlich Recht: es handelt sich um den Bahnhof von Ballynahinch an der ehemaligen, im Jahr 1895 eröffneten Midland Great Western Railway, die über 84 Meilen mehr oder weniger durch Torfmoore von Galway nach Clifden führte, aber bereits 1935 wieder stillgelegt wurde. Es handelte sich um eine Breitspurbahn mit einer Spurbreite von 1.600 mm. Der Bahnhof von Ballynahinch ist nach meiner Einschätzung der am besten erhaltene der Strecke. Hier noch ein Foto des ehemaligen Güterschuppens links vom Bahnhofsgebäude:




    Das Foto darunter zeigt die Reste der Eisenbahnbrücke kurz hinter der Ausfahrt nach Westen. 1993 bin ich noch über diese Brücke gegangen; heute würde ich es nicht mehr wagen. Man kann sich bei dem Foto sicher gut vorstellen, dass die Region ein beliebtes Angelrevier ist. Auf den legendären ‘Maharadscha von Connemara’, der hier zum Angeln auszusteigen pflegte, werde ich später noch einmal im Rahmen eines neuen Themas eingehen, das mir durch den Kopf geht.


    Tschüss für heute und alles Gute
    Jürgen

    Bei Bahnhof ohne Schienen und Züge muss ich leider passen. :(
    Ein Prominenter der in Europa zu dieser Zeit auch mit dem Zug unterwegs war ...


    Moin Globus —


    und ein Dankeschön für dein Nachdenken. Ich denke mit dem Herrn, den du im verborgenen Text erwähnt hast, hätte sich der hier erwähnte Prominente nie und nimmer vertragen. Ich verrate einmal, dass er, als er 1924 zum ersten Mal den Boden des Landes betrat, in dem dieser damals noch aktiver Bahnhof liegt, einen Turban trug, in dessen Mitte ein großer Smaragd prankte, dessen Farbe dem Land durchaus angemessen war. Und dass sich der als Staatsgast empfangene Besucher so sehr in das Land verliebte, dass er dort ein Anwesen erwarb, zu dem er in der Folge alljährlich über diesen Bahnhof anzureisen pflegte.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen — und hier nun nach längerer Pause ein neues Bahnhofsrätsel. Der Bahnhof ist schon lange nicht mehr als solcher in Betrieb, und dies Schienen wurden schon vor vielen Jahren abgebaut.



    Wer die Straße entlang fährt, mag sich wundern, was hier ein Bahnhof zu suchen hatte, denn über Kilometer hinweg sieht man nicht ein Haus, und der nächste Ort liegt (von mir geschätzt) zehn Kilometer entfernt. Was man allerdings sieht, ist eine in ein Waldgebiet führende Zufahrt, deren Ende nicht auszumachen ist. An diesem Bahnhof, so viel sei noch verraten, verließ in den 1920er und 1930er Jahren eine Persönlichkeit mit ausländischem Pass und diplomatischer Immunität in jedem Sommer den Zug, um sich einer seiner beiden Leidenschaften hinzugeben.


    Bei meinen letzten beiden Bahnhofsrätseln war ich der Meinung, sie seien sehr schwer, und dennoch wurden sie sehr schnell gelöst — da bin ich jetzt gespannt, wie es dieses Mal ist.


    Viel Spaß beim Recherchieren wünscht
    Jürgen

    Irish Times


    Moin tosamen —


    oder Dia daoibh, wie in den Gebieten Irlands, in den die irisch-gälische Sprache (auf dem Papier) noch die Umgangssprache ist, zu sagen pflegt. Auf Deutsch entspricht das etwa dem Grüß Gott. Und mit diesem Gruß melde ich mich nach etwas mehr als dreiwöchiger Abstinenz von Internet & E-Mail hier im Forum zurück.


    Zurück aus einem Irland, wo, wie man an dem Foto links sieht, die Uhren und Kalender mitunter etwas anders gehen. Bei dem Foto handelt es sich um einen Aushang an Veldon’s Pub in Letterfrack anlässlich der Connemara Bog Week 2019, bei denen mit Wanderungen, Vorträgen und Musik die Torfmoore im Mittelpunkt stehen, an denen auch heute noch mit zum Teil maschinellen Methoden Raubbau betrieben wird. Das kleine Dorf Letterfrack liegt an der Nationalstraße 59 zwischen Clifden, der inoffiziellen Hauptstadt Connemaras, und der Touristenattraktion Kylemore Abbey.


    Doch der Torfabbau soll jetzt nicht das Thema sein; ich wollte nur kundtun, dass ich wieder im Forum zurück bin. Schon vor der Abreise hatte ich ein neues Bahnhofsrätsel im Sinn, zu dem ich dann nicht mehr gekommen bin, und das ich nun in den nächsten Tagen, vielleicht schon morgen früh, hier im Forum einstellen werde.


    Bis dahin tschüüs und alles Gute
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Juni 2019



    Da ich mich morgen für gut drei Wochen aus dem Internet und damit auch aus diesem tollen Forum verabschieden werde, ziehe ich das Kalenderblatt für Juni 2019 um ein paar Tage vor. Das Foto entstand an einem Sommerabend des Jahres 2017 auf der Halbinsel Eiderstedt am Ordinger Strand, der Text wurde der 1873 verfassten Novelle Eine Halligfahrt von Theodor Storm entnommen.


    Damit wünsche ich euch allen einen schönen Start in den Juni.
    Jürgen

    Zitat von Globus

    leider nein, die Buchstaben passen nicht. Nun grüble ich, welche Stadt und Fluss gemeint war. ^^


    Hallo Globus —


    da es falsch war, kann ich es ja sagen: Bezüglich der abgebildeten Bahn hatte ich, nachdem ich die erste Idee gleich wieder verworfen hatte, gar keine mehr. Ich hatte dann nach großen Städten mit Flüssen gesucht und war, ausgehend von dem dem dritten Foto mit Fluss, auf ein recht ähnliches Bild gestoßen, dass den Fluss Save durch Zagreb, zeigt.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    [size=12]Hallo Globus –


    im allerersten Moment dachte ich an die Straßenbahn von Sóller nach Port de Sóller, in der ich schon gesessen habe, doch passt das so gar nicht zu deinem dritten Foto.


    Mit der Verbindung zweier Stadtteile hast du einen Tipp gegeben. Nach dem dritten Foto ist es wohl eine größere Stadt mit nicht nur historischen Häusern, die durch einen Fluss geteilt wird. Da sich bislang noch niemand mit einem Vorschlag gemeldet hat, wage ich mich mal vorsichtig aus der Deckung und spekuliere, ob es sich vielleicht um einen Fluss handelt, der mit dem Buchstaben



    beginnt und durch eine Stadt führt, deren Anfangsbuchstabe ein



    ist.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Was ich definitiv nicht machen werde: Irgendein Schnickschnack-Design eines Drittanbieters dazu kaufen …


    Prima!


    Moin Michael —


    ich habe da gerade mal deine Links angeklickt und grob überflogen, was da so als Neuerungen angekündigt ist. Vieles ist wohl auch nur für den Administrator relevant und ggf. hilfreich.


    Bei einem Punkt bei den Neuerungen habe ich dann allerdings ein bisschen "gezuckt":


    Zitat von Softwaranabieter

    Automatisch generierte E-Mails (z. B. für Benachrichtigungen) nutzen HTML für eine ansprechende Formatierung …


    Was nämlich den E-Mail-Empfang beitrifft, bin ich schon aus Sicherheitsgründen sehr puristisch und mein Mailprogramm ist so konfiguriert, dass es Mails nur als reinen Text darstellt und z.B. auch das automatische Nachladen von Bildern aus Websites blockiert. HTML-Formatierungen in ankommenden Mails werden bei mir also "verworfen". Meist sind Mails, die mit HTML-Formatierungen verschickt werden, auch wenn es nicht so "schön" aussieht, dennoch lesbar. Ich habe aber auch schon mal, wenngleich sehr selten, HTML-formatierte Mails bekommen, bei denen nur eine weiße Seite angezeigt wurde oder die nur aus einem Satz wie "Sie können diese Mail leider nicht lesen" oder so ähnlich bestand.


    Ich würde es daher beim Versand von automatisch generierten E-Mails mit HTML-Formatierungen für wichtig halten, darauf zu achten, dass sie auch von Empfängern gelesen werden können, die kein HTML in ihren Mails akzeptieren.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Ende Mai fahren wir bis Mitte Juli in Baltikum. … Würden und aber freuen Tips und Anregungen von Euch zu bekommen.


    Hallo Gorbi —


    Mitte September 2005 verbrachten wir eine Woche in Nida/Litauen auf der Kurischen Nehrung, ein 2.500-Seelen-Ort, der uns hervorragend gefallen hatte, und unternahmen von dort aus per pedes, Fahrrad und Linienbus Ausflüge in die Landschaft. In Nida hatte Thomas Mann seit 1929 ein Sommerhaus, das heute ein Kulturzentrum ist und besucht werden kann.


    Wenn man auf der Kurischen Nehrung ist, sollte man in Juodkrantė, den mit gut 700 Einwohnern zweitgrößten Ort auf der Kurischen Nehrung, haltmachen. Ich zitiere aus meinem damaligen Reisetagebuch:


    … eine der schönsten alten Dünen Juodkrantės, zu Deutsch ‘Schwarzort’ trägt den Namen Hexenberg. An den Hängen wachsen uralte Kiefern, und ein gewundener Pfad führt auf den 42 Meter hohen Gipfel der bewaldeten Düne. Hier wurde früher Mittsommer gefeiert, nicht von Menschen, sondern der Legende nach auch von den Hexen und Teufeln. Seit 1979 haben Holzschnitzer und Schmiede aus ganz Litauen die Gestalten aus den alten Märchen und Legenden in jährlichen Workshops zum Leben wiedererweckt, so dass heute mehr als 80 Skulpturen mit schmiedeeisernen Verzierungen den Pfad und die Lichtungen zum Gipfel säumen. …


    Fotos von ihnen habe ich auf die Schnelle leider nicht zur Hand. Die Dias müsste ich erst digitalisieren, wozu ich momentan nicht komme, da ich gerade unsere nächste Irlandreise vorbereite.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Moin Michael —


    und ganz herzlichen Dank für die Mühe mit deinen ausführlichen Erklärungen. Ich bin halt manchmal technisch etwas interessiert ;) . Da die Copyright-Vermerke aus den eingebetteten IPTC-Infos beim Hochladen wohl tatsächlich gelöscht werden, werde ich sie künftig, wie heute bei meinem Beitrag zu den nordfriesischen Kirchen, als Bildinformation unter das eigentliche Foto einbauen. In der Hoffnung, dass nichts dagegen spricht.


    Was die Erhöhung der Dateigröße betrifft, habe ich die Theorie, dass ein Vorschaubild erstellt und in die Datei mit eingebettet wird, wie es heutzutage auch bei der Erzeugung von TIF-Datein üblich ist. Das ist aber nur eine Theorie und spielt letztlich auch keine Rolle.


    Nochmals vielen Dank und einen schönen Abend noch
    Jürgen

    St. Johanniskirche Hooge


    In der Reihe Nordfriesische Kirchen folgt nun eine ganz kleine, die Halligkirche von Hooge. Nachdem im Jahr 1634 eine gewaltige Sturmflut, die sogenannte Zweite Mandränke, die Insel Strand zerrissen und 18 Kirchen zerstört hatte, holten sich die Hooger von dort das Baumaterial und Inventar für ihre eigene Kirche und errichteten sie von 1637 bis 1642, also mitten im 30-jährigen Krieg:




    So kommt es nun, dass die Kanzel aus der Werkstatt des Meisters Ringelin aus Flensburg und das holzgeschnitzten Taufbecken mit der Jahreszahl 1624 versehen sind, auch wenn es die Kirche zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gab. Der neben der Kirche stehende Glockenstuhl wurde aus vier auf Hooge gestrandeten Eichenpfählen errichtet, die Glocke zwischen 1841 und 1848 gegossen. Nun zu den beiden Fenstern links und lrechts des Altars:



    Das Fensterbild links des Altars mit dem sinkenden und von Jesus geretteten Petrus wurde im Jahr 1919 von einem Hamburger Kaufmann gestiftet, das rechte stammt aus dem Jahr 1911 und stellt Jesus als den Guten Hirten dar. Hinten in der Kirche hängt ein Gebet eines namentlich nicht bekannten Pastors aus dem Jahr 1864, mit dem ich diesen Beitrag nun beende:


    Guter Gott —


    Gib dem Überfluss Grenzen
    und lass die Grenzen überflüssig werden.
    Bessere solche Beamten, die wohl tätig
    aber nicht wohltätig sind.
    Nimm den Wucherern das Getreide
    und lass das Getreide wuchern.
    Schenke den Vereinen mehr Tatkraft
    und der Tatkraft mehr Vereinigung.
    Gib den Weisen Macht
    und den Mächtigen Weisheit.
    Schenke den Fröhlichen Wein
    und den Weinenden Fröhlichkeit.
    Und lass uns niemals auf unseren Lorbeeren ausruhen,
    sondern die Lorbeeren auf uns.


    Das dürfte, nunmehr 150 Jahre später, nichts von seiner Aktualität verloren haben, und so wünsche ich damit allen einen guten Start in den Tag.


    Jürgen

    Hallo Michael —


    mir ist da gerade zufällig etwas aufgefallen. Bei den Bildern, die ich ins Forum hochgeladen habe, waren in den internen IPTC-Infos Angaben über Name des Autors, Copyright und Website mit den Kontaktinformationen des Autors etc. eingefügt. Damit z.B., so der Gedanke, niemand, der sich aus dem Forum das Foto herunterlädt, behaupten kann, er wisse nicht, von wem es stammt.


    Nun habe ich gerade mal mein letztes Foto selbst aus dem Forum wieder heruntergeladen — und es befanden sich keine IPTC-Informationen mehr in der Datei. Ich habe das dann noch einmal kontrolliert und mit der Vesion des Fotos, die ich hochgeladen hatte, verglichen. Dort waren diese Infos noch in der Datei eingebettet. Greift das Forum in die Dateien ein und löscht diese Infos beim Hochladen? Das fände ich ja "nicht so dolle" vom System.


    Und irgendetwas hat die Forumssoftware tatsächlich mit dem Foto gemacht, denn die Dateigröße war nach dem Herunterladen nicht mehr die gleiche. Seltsamerweise hat sie sich sogar deutlich erhöht (nicht eher verkleinert, wie ich vermutet hätte).


    Ich weiß nicht, ob — wenn dem denn so ist — die Software von allen Foren so reagiert. In einem früheren, inzwischen geschlossenen Forum, in dem ich aktiv war, gab es das Problem nicht, da ich dort die Fotos von meinem eigenen Server (natürlich via https) einblenden konnte, womit sie dann keine fremde Software verändern konnte.


    Schöne Grüße
    Jürgen