Beiträge von Schimmelrieder

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    Landschaft, Literatur & Poesie


    August 2019



    Da ich in der vergangenen Woche außer Haus und offline war kommt das Kalenderblatt für den Monat August nun mit ein paar Tagen Verspätung. Das Foto zeigt einen Hauseingang in Tönnings Neustraße und wurde im August 2016 aufgenommen. Das Gedicht An die Freunde wurde erstmals 1851 in der Sammlung Sommergeschichten und Lieder veröffentlicht. Hier der vollständige Text:


    Wieder einmal ausgeflogen,
    Wieder einmal heimgekehrt;
    Fand ich doch die alten Freunde
    Und die Herzen unversehrt.


    Wird uns wieder wohl vereinen
    Frischer Ost und frischer West?
    Auch die losesten der Vögel
    Tragen allgemach zu Nest.


    Immer schwerer wird das Päckchen,
    Kaum noch trägt es sich allein;
    Und in immer engre Fesseln
    Schlinget uns die Heimat ein.


    Und an seines Hauses Schwelle
    Wird ein jeder festgebannt;
    Aber Liebesfäden spinnen
    Heimlich sich von Land zu Land.


    Wir hatten vor einigen Jahren in Tönning eine 85-jährige Frau als Feriengast, die als Tochter eines früheren Leiters des dortigen Wasser- und Schifffahrtsamtes in der Dienstwohnung des Amtes geboren wurde, später Finnland geheiratet hatte und dort als Künstlerin lebte. Dieses Gedicht, verriet sie uns, sei ihr Lieblingsgedicht. Bei jedem Besuch in Tönning würde sie sich fragen, wo nun das ‘ausgeflogen’ und wo das ‘heimgekehrt’ liege, doch habe sie es nie sagen können.


    Mit einem schönen Gruß in den Monat August
    Jürgen

    Moin tosamen —


    Ich finde es ganz toll, dass in diesem Reiseforum auch mal gezeigt wird, dass man auch ohne Flieger und ohne Autoanreise recht weit herumkommen kann. Wobei ich andere Reisearten nicht kritisieren will — schließlich fliegen wir selbst seit einem Vierteljahrhundert in jedem Juni nach Irland und haben dort drei Wochen lang einen Leihwagen zur Verfügung. Also schönen Dank an alle, die hier solche Alternativen zeigen!


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Moin tosamen —


    ich denke, nun kommen keine weitere Vorschläge mehr — warum denn auch, denn unserer Bahnfahrexperte Globus lag mit seiner Antwort goldrichtig. Meine Gratulation!


    Wir befanden uns auf dem Rätselfoto am ‘East End’ der Hallig Langeneß, dem Endpunkt der Lorenbahn Dagebüll–Oland–Langeneß. Denn außer Sylt sind auch die Halligen Oland, Langeneß und Nordstrandischmoor über einen Schienendamm durchs Wattenmeer vom Festland aus zu erreichen. Der Hinweis ‘großer Bahnhof’ bezog sich darauf, dass vor gut zwei Wochen der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther dort mit ‘großem Bahnhof’ empfangen wurde. Medienmeldungen zufolge beklagten sich hinterher einige Halligbewohner, der Landeschef habe sich mehr mit den mitgereisten Presseleuten unterhalten als mit ihnen über ihrer Probleme.


    Die meisten der Halliglüüd besitzen eigene Loren, und will einer die seine benutzen, ist sportliche Betätigung angesagt. Da die Fahrzeuge ungeordnet hintereinander stehen, heißt es schieben und rangieren, bis die eigene vorne steht. Droht ein Landunter, werden die Loren mit Traktoren auf die Warfen ihrer Besitzer gebracht, denn dann steht der Bahndamm unter Wasser.


    Die CO2–Problematik ist in aller Munde, und so kann nicht umhin darauf hinzuweisen, dass es hier einst einen absolut emissionsfreien Zugverkehr gab. Das Foto links zeigt eine emissionsfreie Segellore vor dem Halligmuseum auf der Ketelswarf, ob es die von Käpt’n Magda war, weiß ich nicht. Als solche ging die auf der Nachbarhallig Oland geborene Magda Matthiessen in die Geschichte ein, denn sie war die Kapitänin der Segellore, die von 1945 bis 1970 auf dem Schienendamm zum Festland verkehrte. Blies der Wind allerdings ungünstig, musste die Lore mit ihrer Fracht geschoben werden, und die Passagiere hatten ungeachtet von Rang und Namen mitzuschieben.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    Nachdem uns Globus den großen Bahnhof von Innsbruck hat erraten lassen, folgt nun ein ganz kleiner — wenngleich hier jemand vor gut zwei Wochen mit ‘großem Bahnhof’ und einem Haufen Presseleute im Gefolge empfangen wurde:




    Einen gedruckten Fahrplan gibt es hier übrigens nicht, doch bevor ich weitere Tipps gebe, warte ich erst einmal ab, ob der Bahnhof nicht auch so erraten wird.


    Viel Spaß also beim Recherchieren.
    Jürgen

    Moin tosamen —


    es ging hier um eine Umfrage von Michael, in welchem Umfeld die reisefreudige Gemeinde dieses Forums gerne reist. Interessant natürlich für jemand, der selbst Reisedienstleistungen anbietet. Es ging aber, so glaube ich, nicht darum, ob das Reisen alleine, zu zweit, in kleinen Gruppen oder in größeren ‘besser’ oder ‘schlechter’ ist.


    Es mag interessant und vielleicht auch aufschlussreich sein zu wissen, wie viele Leute lieber Rot als Grün mögen, doch heißt das noch lange nicht, dass die eine Farbe besser als die andere ist. Und dann folgen die, die auf rot-grün-kariert stehen. Da lässt sich die Diskussion dann dahingehend ausweiten, wie viele Streifen Grün im Rot noch ‘schön’ sind und wie viele nicht mehr. Doch am Ende ist es eine Sache des persönlichen Geschmacks.


    Natürlich ist es interessant, über unterschiedliche Reisevorlieben zu lesen und von den Erfahrungen anderer zu lernen, doch darf man das nicht mit allgemeingültigen Bewertungen verwechseln. Es existiert da immer untergründig die Gefahr, so mein Eindruck aus früheren (nicht mehr existenten) Foren, dass der eine oder die andere seine Vorliebe und Denkweise für die wahre hält und meint, sie verteidigen und als die ‘bessere’ darstellen zu müssen. Letztlich aber kann jede(r) nur aus sich selbst heraus entscheiden, was sie oder er mag und ganz individuell zum ihm oder ihr passt. Der eher Introvertierte wird sich nie so ganz in den Gruppenmenschen hineinfühlen können, und umgekehrt auch nicht.


    Dies ein paar grundsätzliche Gedanken, die mir bei diesem Thema, das ich bislang übersehen hatte, durch den Kopf gehen. Sie beziehen sich nicht auf konkrete Beiträge, so dass niemand einen Bezug zu seinem suchen muss.


    So long
    Jürgen

    St. Anna von Tetenbüll


    Wir bleiben auf der Halbinsel Eiderstedt und radeln weiter zur Kirche St. Anna von Tetenbüll, einer Gemeinde mit weniger als sechshundert Einwohnern. Um das Jahr 1113 wurde hier eine Kapelle errichtet, die Ursprünge der heutigen, zum Schutz gegen Hochwasser auf einer Warft (künstlich aufgeschütteter Hügel) gebauten Kirche stammen etwa aus dem Jahr 1400. 1491 wurde sie erweitert und der Kirchturm errichtet:



    Besonders bekannt ist St. Anna für ihre einzigartige Deckemalerei. Da im 18. Jahrhundert die ärmere Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte, wurde der Weg Christi als Bibel der Armen in einer Bildfolge an die Decke gemalt. Hier eine Szene daraus:



    Da das Wasser der Nordsee bei Sturmflut früher sehr hoch stand, findet man auf der Kirchwarft anders als bei den meisten anderen Eiderstedter Kirchen keine Gräber. Und so wurde, damit auch der Pastor nicht so schnell nasse Füße bekam, auch das Pastorat auf einer Warft erbaut, die mit der noch höheren Kirchwarft durch eine Brücke verbunden ist. Ich denke, hier wohnt man nicht schlecht:



    Die Fotos wurden im Mai 2017 aufgenommen, und mit ihnen wünsche ich allen hier einen schönen Start ins Wochenende.


    Jürgen

    Der Leuchtturm von Westerheversand & Heinrich Geertsen




    Er war der letzte seines Standes. Am 1. August 1965 trat im Alter von 29 Jahren Heinrich Geertsen sein Amt als Leuchtturmwärter von Westerheversand an und zog mit seiner Familie in die Dienstwohnung unter dem Turms. Nachdem die Möbel per Treckergespann zur Warft transportiert und mit Helfern in die Wohnung gehievt worden waren, watete Ehefrau Traute mit dem sechs Wochen alten Sohn im Kinderwagen durch das Watt — denn auf dem Vorland war wieder einmal Land unter. “Langweilig war es nie”, stellt Heinrich Geertsen in einem Bericht des Hamburger Abendblattes aus dem Jahr 2007 fest. Fischfang gab es vor der Haustür, und im Garten auf der Warft wurden Kartoffeln und Gemüse angebaut. Seine Eltern — schon sein Vater war hier Leuchtturmwärter gewesen — hatten noch Kühe, Schafe und Schweine gehalten, doch damit war nach schlimmen Sturmfluten Schluss.


    Im Jahr 1979 wurde der Betrieb des Leuchtturms automatisiert, er wird seither vom Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning gesteuert. Die Leuchtturmwärter hatten ausgedient. Doch noch heute macht der mittlerweile 83-Jährige Führungen an seiner alten Wirkungsstätte — und gerät beim Besteigen des Leuchtturms weniger aus der Puste, als manch ein junger Spund.


    Mit einem schönen Gruß an alle hier im Forum
    Jürgen


    Gode Betern, leve Inge, un hool di stief …


    wie dieser Leuchtturm auf der Grußkarte, die mien Deern gemalt hat, wünsche ich aus Deutschlands Hohem Norden.


    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Juli 2019



    Mit dem Juli folgt hier das nächste Kalenderblatt. In dem abgebildeten Husumer Haus aus dem Jahr 1712 in der Hohlen Gasse Nr. 4 spielt Theodor Storms 1880 verfasste Novelle Die Söhne des Senators, bei der es um einen Erbstreit geht. Den meisten Erzählungen Storms ist kein Happy End beschieden, doch in dieser Geschichte gibt es mal eines. Das Haus liegt schräg gegenüber jenem, in dem Storm seine Kindheit verbrachte. Das Foto stammt aus dem Sommer 2014; im Hochformat aufgenommen, habe ich für dieses Kalenderblatt einen Ausschnitt daraus gewählt.


    Und damit allen einen schönen Start in den neuen Monat
    Jürgen

    Moin tosamen —


    Von Häusern und Menschen habe ich dieses Thema genannt, doch will ich den Begriff ‘Häuser’ sehr weit fassen. Gebäude, die von Bedeutung für das Leben bekannter und interessanter Menschen waren oder immer noch sind. Fotos von ihnen (egal, ob kleine Katen, große Schlösser, Mühlen, Türme, einfache Wohnhäuser oder was sonst auch immer) und dazu ein paar Worte zu den Menschen, die z.B. in ihnen geboren wurden oder starben, in ihnen (freiwillig oder unfreiwillig) einen Teil ihres Leben verbrachten oder z.B. irgendetwas Besonderes geleistet haben.


    Ein paar Beispiele: Vielleicht hat ja jemand mal die Löwen Apotheke in Neuruppin fotografiert, in der im Dezember vor 200 Jahren Theodor Fontane geboren wurde, oder den Cavern Club in Liverpool, in dem 1961 die Beatles ihre Karriere begannen. Oder findet in seinem Archiv ein Foto vom Elephant House, jenem Café in Edinburgh, in dem eine Frau Rowling den ersten Band von Harry Potter schrieb. Oder ein Foto von Goethes Wohnhaus in Straßburg, das er oder sie uns hier zeigen kann. Ich selbst habe vor einiger Zeit Hannes Waders Windmühle Fortuna und Knut Kiesewetters Fresenhof in Nordfriesland fotografiert, die gut in dieses Thema passen. Und so weiter und so fort … Ich denke, das sind der Beispiele genug, und es reicht als Prolog. Und so starte ich das Thema ausgehend von einem hier kürzlich vorgestellten ‘Bahnhofsrätsel’ mit:



    Ballynahinch Castle und der Maharadscha von Connemara





    Den ersten Auftritt dieser interessanten Persönlichkeit in Irland beschreibt Anne Chambers in ihrem Buch Ranji – Maharajah of Connemara, ich habe die Zeilen hier ins Deutsche übersetzt, wie folgt:


    17. Juli 1924. Das Postschiff fuhr in Hafen von Kingstown und machte am üblichen Liegeplatz fest. Doch für die neugierigen Passanten war offensichtlich, dass heute irgendetwas anders war. Ein Kontingent der neu geschaffenen Nationalgarde hatte sich am Kai aufreiht, nicht weit davon warteten Minister des irischen Freistaates und offizielle Vertreter Dublins. Von dem Schauspiel angezogen bildete sich eine Zuschauermenge. Alle Augen richteten sich auf die Gangway. Nach kurzem Warten ertönte ein erstauntes Murmeln aus der Menge und eine Gestalt erschien, gekleidet in einen blauen Seidenmantel mit weißen Leggins und einem weißen Turban, auf dessen Mitte ein großer Smaragd prangte. Mit dunklem Gesicht und lächelnder Miene kam die Gestalt im flotten Schritt den Gang herunter und schüttelte Außenminister Desmond Fitzgerald die Hand. Und damit begann die Love Story zwischen seiner Hoheit, Prinz Kumar Shri Ranjitsinhji, Maharadscha von Nawanagar, Staatsmann und berühmter Kricketspieler, und Irland – eine Affäre, die erst mit seinem plötzlichen Tod im Jahr 1933 ihr Ende fand.


    Privat war ‘Ranji’, wie er in der Bevölkerung genannt wurde, eher wie ein englischer Landedelmann gekleidet. Rasch verliebte er sich in die Angelgründe und das Anwesen von Ballynahinch Castle, das er nach einigen Sommeraufenthalten mit einem in England aufgenommenen Kredit erwarb. Eine schillernde Gestalt mit guten Beziehungen zur Regierung des Freistaates – der Außenminister wurde oft zum Angeln eingeladen – und beliebt bei den Bewohnern der Region, denn er zahlte höhere Löhne als üblich und beglich in Irland entgegen seinen sonstigen Geflogenheiten seine Rechnungen. Alljährlich erwarb er fünf neue Autos, die er am Ende der Sommersaison an verdiente Einheimische verschenkte. Wurde seine Ankunft erwartet, legte man vor dem Bahnhof von Ballynahinch Knallkörper auf die Schienen, auf dass die Dienerschaft rechtzeitig zu seinem Empfang bereitstand. Zwei seiner Nichten gingen in Kylemore Abbey zur Schule, wo man den Besuchern noch heute stolz ihre Fotos zeigt. Nach seinem Tod verkauften die Erben das Anwesen, heute ist es ein Hotel.


    Doch wie es jedoch scheint, fand die Love Affair zwischen Ranji und Ballynahinch mit seinem Tod nicht ihr Ende, denn es gibt immer mal wieder Berichte von Einheimischen, die seinen Geist beim Angeln an einem der Gewässer rund um das Schloss gesichtet haben.


    Nun aber bin ich gespannt auf weitere interessante Geschichten Von Häusern und ihren Menschen. Es muss kein ‘langer Roman’ sein, ein Foto des Gebäudes mit einer kurzen Erläuterung zur Person tut es auch.


    Mit einem schönen Gruß in den Tag
    Jürgen

    Moin tosamen —


    und da bedanke ich erst einmal mich bei den Teilnehmern an dem Rätsel für die netten Worte. Sabine hat natürlich Recht: es handelt sich um den Bahnhof von Ballynahinch an der ehemaligen, im Jahr 1895 eröffneten Midland Great Western Railway, die über 84 Meilen mehr oder weniger durch Torfmoore von Galway nach Clifden führte, aber bereits 1935 wieder stillgelegt wurde. Es handelte sich um eine Breitspurbahn mit einer Spurbreite von 1.600 mm. Der Bahnhof von Ballynahinch ist nach meiner Einschätzung der am besten erhaltene der Strecke. Hier noch ein Foto des ehemaligen Güterschuppens links vom Bahnhofsgebäude:




    Das Foto darunter zeigt die Reste der Eisenbahnbrücke kurz hinter der Ausfahrt nach Westen. 1993 bin ich noch über diese Brücke gegangen; heute würde ich es nicht mehr wagen. Man kann sich bei dem Foto sicher gut vorstellen, dass die Region ein beliebtes Angelrevier ist. Auf den legendären ‘Maharadscha von Connemara’, der hier zum Angeln auszusteigen pflegte, werde ich später noch einmal im Rahmen eines neuen Themas eingehen, das mir durch den Kopf geht.


    Tschüss für heute und alles Gute
    Jürgen

    Bei Bahnhof ohne Schienen und Züge muss ich leider passen. :(
    Ein Prominenter der in Europa zu dieser Zeit auch mit dem Zug unterwegs war ...


    Moin Globus —


    und ein Dankeschön für dein Nachdenken. Ich denke mit dem Herrn, den du im verborgenen Text erwähnt hast, hätte sich der hier erwähnte Prominente nie und nimmer vertragen. Ich verrate einmal, dass er, als er 1924 zum ersten Mal den Boden des Landes betrat, in dem dieser damals noch aktiver Bahnhof liegt, einen Turban trug, in dessen Mitte ein großer Smaragd prankte, dessen Farbe dem Land durchaus angemessen war. Und dass sich der als Staatsgast empfangene Besucher so sehr in das Land verliebte, dass er dort ein Anwesen erwarb, zu dem er in der Folge alljährlich über diesen Bahnhof anzureisen pflegte.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen — und hier nun nach längerer Pause ein neues Bahnhofsrätsel. Der Bahnhof ist schon lange nicht mehr als solcher in Betrieb, und dies Schienen wurden schon vor vielen Jahren abgebaut.



    Wer die Straße entlang fährt, mag sich wundern, was hier ein Bahnhof zu suchen hatte, denn über Kilometer hinweg sieht man nicht ein Haus, und der nächste Ort liegt (von mir geschätzt) zehn Kilometer entfernt. Was man allerdings sieht, ist eine in ein Waldgebiet führende Zufahrt, deren Ende nicht auszumachen ist. An diesem Bahnhof, so viel sei noch verraten, verließ in den 1920er und 1930er Jahren eine Persönlichkeit mit ausländischem Pass und diplomatischer Immunität in jedem Sommer den Zug, um sich einer seiner beiden Leidenschaften hinzugeben.


    Bei meinen letzten beiden Bahnhofsrätseln war ich der Meinung, sie seien sehr schwer, und dennoch wurden sie sehr schnell gelöst — da bin ich jetzt gespannt, wie es dieses Mal ist.


    Viel Spaß beim Recherchieren wünscht
    Jürgen

    Irish Times


    Moin tosamen —


    oder Dia daoibh, wie in den Gebieten Irlands, in den die irisch-gälische Sprache (auf dem Papier) noch die Umgangssprache ist, zu sagen pflegt. Auf Deutsch entspricht das etwa dem Grüß Gott. Und mit diesem Gruß melde ich mich nach etwas mehr als dreiwöchiger Abstinenz von Internet & E-Mail hier im Forum zurück.


    Zurück aus einem Irland, wo, wie man an dem Foto links sieht, die Uhren und Kalender mitunter etwas anders gehen. Bei dem Foto handelt es sich um einen Aushang an Veldon’s Pub in Letterfrack anlässlich der Connemara Bog Week 2019, bei denen mit Wanderungen, Vorträgen und Musik die Torfmoore im Mittelpunkt stehen, an denen auch heute noch mit zum Teil maschinellen Methoden Raubbau betrieben wird. Das kleine Dorf Letterfrack liegt an der Nationalstraße 59 zwischen Clifden, der inoffiziellen Hauptstadt Connemaras, und der Touristenattraktion Kylemore Abbey.


    Doch der Torfabbau soll jetzt nicht das Thema sein; ich wollte nur kundtun, dass ich wieder im Forum zurück bin. Schon vor der Abreise hatte ich ein neues Bahnhofsrätsel im Sinn, zu dem ich dann nicht mehr gekommen bin, und das ich nun in den nächsten Tagen, vielleicht schon morgen früh, hier im Forum einstellen werde.


    Bis dahin tschüüs und alles Gute
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Juni 2019



    Da ich mich morgen für gut drei Wochen aus dem Internet und damit auch aus diesem tollen Forum verabschieden werde, ziehe ich das Kalenderblatt für Juni 2019 um ein paar Tage vor. Das Foto entstand an einem Sommerabend des Jahres 2017 auf der Halbinsel Eiderstedt am Ordinger Strand, der Text wurde der 1873 verfassten Novelle Eine Halligfahrt von Theodor Storm entnommen.


    Damit wünsche ich euch allen einen schönen Start in den Juni.
    Jürgen

    Zitat von Globus

    leider nein, die Buchstaben passen nicht. Nun grüble ich, welche Stadt und Fluss gemeint war. ^^


    Hallo Globus —


    da es falsch war, kann ich es ja sagen: Bezüglich der abgebildeten Bahn hatte ich, nachdem ich die erste Idee gleich wieder verworfen hatte, gar keine mehr. Ich hatte dann nach großen Städten mit Flüssen gesucht und war, ausgehend von dem dem dritten Foto mit Fluss, auf ein recht ähnliches Bild gestoßen, dass den Fluss Save durch Zagreb, zeigt.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    [size=12]Hallo Globus –


    im allerersten Moment dachte ich an die Straßenbahn von Sóller nach Port de Sóller, in der ich schon gesessen habe, doch passt das so gar nicht zu deinem dritten Foto.


    Mit der Verbindung zweier Stadtteile hast du einen Tipp gegeben. Nach dem dritten Foto ist es wohl eine größere Stadt mit nicht nur historischen Häusern, die durch einen Fluss geteilt wird. Da sich bislang noch niemand mit einem Vorschlag gemeldet hat, wage ich mich mal vorsichtig aus der Deckung und spekuliere, ob es sich vielleicht um einen Fluss handelt, der mit dem Buchstaben



    beginnt und durch eine Stadt führt, deren Anfangsbuchstabe ein



    ist.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Was ich definitiv nicht machen werde: Irgendein Schnickschnack-Design eines Drittanbieters dazu kaufen …


    Prima!


    Moin Michael —


    ich habe da gerade mal deine Links angeklickt und grob überflogen, was da so als Neuerungen angekündigt ist. Vieles ist wohl auch nur für den Administrator relevant und ggf. hilfreich.


    Bei einem Punkt bei den Neuerungen habe ich dann allerdings ein bisschen "gezuckt":


    Zitat von Softwaranabieter

    Automatisch generierte E-Mails (z. B. für Benachrichtigungen) nutzen HTML für eine ansprechende Formatierung …


    Was nämlich den E-Mail-Empfang beitrifft, bin ich schon aus Sicherheitsgründen sehr puristisch und mein Mailprogramm ist so konfiguriert, dass es Mails nur als reinen Text darstellt und z.B. auch das automatische Nachladen von Bildern aus Websites blockiert. HTML-Formatierungen in ankommenden Mails werden bei mir also "verworfen". Meist sind Mails, die mit HTML-Formatierungen verschickt werden, auch wenn es nicht so "schön" aussieht, dennoch lesbar. Ich habe aber auch schon mal, wenngleich sehr selten, HTML-formatierte Mails bekommen, bei denen nur eine weiße Seite angezeigt wurde oder die nur aus einem Satz wie "Sie können diese Mail leider nicht lesen" oder so ähnlich bestand.


    Ich würde es daher beim Versand von automatisch generierten E-Mails mit HTML-Formatierungen für wichtig halten, darauf zu achten, dass sie auch von Empfängern gelesen werden können, die kein HTML in ihren Mails akzeptieren.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen