Beiträge von Schimmelrieder

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    Der Königspesel von Hooge und Friedrich VI.



    Nachdem bei der als Halligflut in die Geschichte eingegangenen Sturmflut vom 3. bis 5. Februar 1825 rund 800 Menschen ums Leben gekommen waren, befahl der dänische König Friedrich VI zu Gunsten der Opfer und Behebung der Schäden eine Kirchenkollekte und Haussammlung in seinem gesamten Herrschaftsgebiet. Im Frühsommer brach er dann zu einer Inspektionsreise auf um die Flutschäden zu besichtigen und landete am zweiten Juni auf der Hallig Hooge, die damals zum dänischen Gesamtstaat gehörte.


    Ein Glücksfall für die Hallig bis heute, denn ein Sturm verhinderte am Abend seine Abreise, so dass er die Nacht auf dem Eiland verbringen musste. Dazu wählte er sich die gute Stube im 1776 von Kapitän Tade Hans Bandix erbauten Traufenhaus auf der Hanswarft aus, ein mit aus Holland stammenden biblischen Fliesen und Decken- und Türmalereien vornehm ausgestatteter Raum, der seither als Königspesel bekannt ist. Mit den Mitbringseln der Kapitäne aus früheren Jahrhunderten gilt er heute als bedeutendstes Dokument der Halligkultur und wurde nicht zuletzt durch die Übernachtung des Königs zur größten Touristenattraktion der nordfriesischen Halligen.


    Jürgen

    Einen schönen Nachmittag —


    nachdem Michael mit Bredstedt schon gestern die richtige Lösung parat hatte, werden wohl keine weiteren Antworten mehr kommen. Bei Rätseln dieser Art ist die Versuchung ja doch recht groß, in die ‘Spoiler’ der vorhergehenden Antworten zu schauen, um zu sehen, ob sich eine eigene Recherche noch lohnt — zumindest mir ergeht es meist so :). Nach der Auflösung des Rätsels noch ein paar Worte zu dem Bahnhof.


    Der Bahnhof von Bredstedt wurde Mitte der 1880-er Jahre am damaligen Ortsrand errichtet, als Station der sogenannten Marschenbahn zwischen Hamburg und Ribe an der Nordgrenze des Deutschen Reiches. Am 17. Oktober 1887 hielt hier der erste Zug. Von der Bundesbahn zum Abriss freigegeben, wurde das Gebäude 99 Jahre nach Eröffnung der Bahnlinie unter Denkmalschutz gestellt und von der Stadt erworben. Dank privater und städtischer Initiativen wurde es 1989 komplett restauriert. Heute sind in ihm Wohnungen und ein Architektenbüro angesiedelt; die Züge halten an einem offenen Bahnsteig hinter dem Gebäude, von wo aus es via Niebüll über den Hindenburgdamm nach Sylt geht.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    und da in diesen letzten Sommertagen nicht gar so viel los ist in diesem Forum, setze ich mit dem folgenden Foto das Thema ‘Bahnhofsrätsel’ fort:




    Er steht zwar nicht gerade in einer der Metropolen dieses Erdballs, doch liegt er an einer für den Tourismus wichtigen Strecke. Es hätte allerdings nicht viel gefehlt, und es würde ihn heute nicht mehr geben.


    Alles Gute für die neue Woche

    Jürgen

    Hallo Michael —


    Ich bin neugierig und hab’ da nochmal eine Frage, nicht zum Rätsel dieser Woche, sondern zu dem von letzter Woche, das bereits mit ‘Dänemark’ aufgelöst ist. Du hattest geschrieben:

    Zitat

    Muh! In dieser Woche sind wir an einem höchsten Punkt eines Landes unterwegs. Von welchem Land?


    Und nun bin ich neugierig, wo in Dänemark das Foto entstand. Du schriebst von ‘einem der höchsten Punkte des Landes’, war es dann irgendwo in den Ejer Bjergen? Dort sollen wohl die höchsten Erhebungen Dänemarks liegen.


    Ich hoffe, mit dieser Zwischenfrage dem aktuellen Rätsel nicht allzu sehr in die Quere gekommen zu sein.


    MIt einem schönen Gruß

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen –


    Um nun wieder zu den Tierfotos zurückzukommen, mit denen dieses Thema begonnen wurde: Nachdem also in diesem Sommer aus wohlbekannten Gründen unser traditioneller Irlandaufenthalt ausgefallen ist, waren wir Anfang des Monats für ein paar Tage in Winsen am Südrand der Lüneburger Heide, wo mir zum ersten Mal, seit ich als Schüler eine Kamera in die Hand bekommen habe, Störche vor die Linse gekommen sind. Da ist es klar, dass ich diese Fotos nun alle Welt zeigen muss :):




    Die beiden Fotos links entstanden in den Flussauen der Aller, die durch Winsen fließt, das Foto recht zeigt das Storchenpaar auf einem alten Schornstein (ich vermute dem einer ehemaligen Meierei) an der Hauptkreuzung des Städtchens.


    Mit einem schönen Gruß in die neue Woche

    Jürgen

    Hallo Michael —


    nun, mit der Landschaft kam ich nicht so recht weiter, und sonderlich gut mit Rinderrassen kenne ich mich nicht aus, doch ein ganz bestimmes Merkmal, in der Vergrößerung noch so halbwegs zu erkennen, als da wären …



    MIt einem schönen Gruß

    Jürgen

    Taxi fahren auf Ischia



    Das Verkehrsmittel Taxi hatte wir in diesem Fotoalbum bislang noch nicht. Auf der Insel Ischia im Golf von Neapel sind die Straßen oft extrem schmal und steil, und mitunter wundert man sich, dass auf ihnen ein motorisierter Verkehr überhaupt möglich ist. Doch das Taxigewerbe hat sich in der Fahrzeuggröße daran angepasst. Das obige Taxi fotografierte ich im März 2019 auf einem Parkplatz unterhalb des Castello Aragonese am Ischia Ponte.


    Mit einem schönen Gruß in den Sommertag

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    da hat Christian alias Freerunner, wie man so schön sagt, den Nagel auf dem Kopf getroffen. Doch auch den anderen beiden, die auf den Beitrag reagiert haben, ein ‘Daumen hoch’ für ihre Beteiligung. Die Idee eines ‘Pestkarren’ war ja gar nicht so abwegig.


    Hätte ich die in Norddeutschland noch bis ins 20. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung Schottsche Karre genannt, wäre die Lösung leicht gewesen, denn Wikipedia hat ihr einen Artikel gewidmet. Der Begriff geht in die Frühzeit der Hamburger Müllabfuhr zurück, als sie als ‘Straf- und Besserungsmittel’ für Strafgefangene eingesetzt wurden, die für die Abfuhr von Müll und Unrat zu zweit oder dritt vor diese Karren gespannt wurden. Der erste Delinquent, der dafür eingesetzt wurde, soll am 7. September 1609 ein gewisser Michel Schotte gewesen sein. Nach seiner Haftentlassung, heißt es, habe er sich zum ‘Karrenbuben’ ernennen lassen und die Aufsicht über die vor den Karren gespannten Gefangenen übernommen, worauf alle Welt von den Schottschen Karren sprach.


    Tschüüs denn und alles Gute

    Jürgen

    Für was wurden solche Karren von 400 Jahren verwendet?



    Einen schönen guten Morgen —


    nach mehr als zwei Wochen offline bin ich im Forum zurück und habe mit dem Foto des Nachbaus eines historischen Karrens am Tönninger Hafen ein Rätsel mitgebracht. Noch bis in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hinein besaß fast jeder Krabbenfischer einen solche Karren, und mehr als zwanzig standen rund ums Hafenbecken. Vom Hafen aus wurden die mit Krabben beladenen Karren von mehreren Männern in eine nahegelegene Konservenfabrik geschoben, wo sie dann verarbeitet wurden.


    Doch sind diese Karren schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts bekannt und wurden auch für einen ganz anderen Zweck eingesetzt, über den sie indirekt ihren Namen erhielten — den ich natürlich nicht verrate, denn dann ließe sich die Antwort auf die oben gestellte Frage leicht ergoogeln.


    Viel Spaß beim Recherchieren und Raten

    Jürgen

    Ich lebe seit 22 Jahren in Sachsen und fühle mich hier sehr wohl. Was vor allem an der Herzlichkeit und Wärme der Menschen liegt. Da ich auch schon in anderen Bundesländern gelebt habe, kann ich direkte Vergleiche ziehen, will aber nicht. Ich weiß nur, dass es überall solche und solche gibt. Überall.


    VG, Dorit

    Hallo Dorit — auch ich habe vor drei Jahren bei einem Fahrradurlaub in Sachsen-Anhalt (siehe mein Kalenderblatt vom August :)) nur nette Menschen kennengelernt.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    August 2020



    Einen schönen guten Morgen — Es ist zwar noch kein August, doch da ich von morgen an bis in die zweite Augustwoche hinein offline bin, habe ich das Kalenderblatt für August ein wenig vorgezogen. Es zeigt die Elbe, allerdings nicht bei Dresden, sondern von einem Aussichtsturm bei Arneburg im Kreis Stendal aus.


    Das Foto stammt aus dem Jahr 2017. Den Text verfasste Wolf Biermann im Jahr 1973, also noch vor seiner Ausbürgerung aus der DDR.


    Tschüss denn und alles Gute

    Jürgen

    Die Lösung


    Christian alias Freerunner hat Recht: Wir fuhren seinerzeit über diese Wasserstraße von Moskau nach St. Petersburg. Beim Weißmeer-Ostsee-Kanal handelt es sich um eine insgesamt 227 Kilometer lange, durch Flüsse (u.a. die Wolga), Seen und 37 Kilometer künstlich angelegte Kanalabschnitte führende Wasserstraße, die durch den Moskau-Wolga-Kanal mit der russischen Hauptstadt verbunden ist. Es ist also nur der kleinste Teil wirklich ein Kanal. Beim ersten der drei Fotos befanden wir uns auf dem Fluss Swir zwischen dem Onegasee und dem Ladogasee, beim zweiten (Sonnenaufgang) auf dem Uglitscher Stausee und beim dritten (Sonnenuntergang) auf dem Ladogasee.


    Wie man bei der Fahrt über den Uglitscher Stausee sieht, ging beim Bau dieser Wasserstraße unter Stalin in den 1930er Jahren auch so Manches vom ‘alten Russland’ verloren:




    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    an dem die richtige Lösung immer noch nicht gefunden ist. Mehr als 1.000 Meilen vom ersten Lösungsvorschlag (Shannon) entfernt, hatte ich geschrieben. Nun, dazu muss man nicht über den ‘großen Teich’; auch in Europa gibt es Regionen genug, die mehr als 1.000 Meilen vom Shannon entfernt sind. Interessant fand ich die Überlegung von Michael, dass es sich um den St. Lorenz-Strom handeln könnte. Ich war dort auch noch nie, doch wenn es sich um ein fremdes Foto gehandelt hätte und jemand hätte mir gesagt, es handele sich um selbigen, hätte ich das sofort geglaubt. Ein weiter Fluss und Holzeinschlag in fast unberührter Gegend … das hätte wunderbar zu meiner (wahrscheinlich viel zu romantischen) Vorstellung vom St. Lorenz-Strom gepasst.


    Doch nun kommt erst einmal ein weiteres Foto, und wieder passiert der gesuchte Wasserweg einen See, dieses Mal bei Sonnenuntergang:




    Und ich vermute, dass der geneigte Betrachter hier etwas entdecken wird, was ihn auf die richtige Fährte bringen könnte.


    Viel Spaß beim Raten

    Jürgen

    Die Sonne dringt durch den Dunst, und ein neuer Morgen bricht an über dem Wasserweg, den es weiterhin zu erraten gilt, denn das Rätsel ist noch nicht gelöst. Auf dem folgenden Foto von einem Sonnenaufgang passiert dieser Wasserweg gerade einen See:




    Doch zunächst einen Dank an Christian alias Freerunner dafür, dass er sich mit einem Lösungsvorschlag vorgewagt hat, auch wenn er dieses Mal geografisch um viele Meilen (die Zahl ist vierstellig) danebenlag. Und sollte das obige Foto nicht weiterhelfen, habe ich für morgen ein sehr viel aussagekräftigeres von einem Sonnenuntergang in der Hinterhand.


    Tschüüs für heute und alles Gute

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    und nach Christians Fahrt durch den Kaledonischen Kanal bleiben wir auf dem Wasser, wechseln aber das Schiff, das Land und die Wasserstraße:




    Wo, oder auch von wo nach wohin, waren wir denn hier unterwegs?


    Und damit wünsche ich allen einen guten Start in die Woche.

    Jürgen

    Einfach nur so …

    Ein bisschen Irlandfeeling in Zeiten von Corona


    Ein Geräusch lässt mich aus dem Fenster blicken: eine schmale Anliegerstraße, auf beiden Seiten ein Bürgersteig, auf dem so etwa alle zwanzig Meter ein einsames Blättchen liegt. Jeweils ein Mitarbeiter der Dortmunder Stadtwerke mit einem Laubbläser geht auf beiden Seiten der Straße den Bürgersteigs daher, nach Blättchen suchend, die er auf die Straße blasen kann. Dort steht ein großer gelber Wagen der Stadtreinigung mit einem dritten Mitarbeiter, darauf wartend, dass es etwas einzusammeln gibt.


    Jetzt fehlt nur noch vor und hinter dem Arbeitstrupp ein Mann mit einem Stopp-and-Go-Schild, und ich würde mich wie in Irland fühlen, das uns in diesem Jahr versagt bleibt.


    Und damit wünsche ich einen guten Start in den Tag.

    Jürgen

    Nun denn, in welchem Land der Bahnhof liegt, wird ja gleich an zwei Stellen im Bild verraten, und es scheint auch nicht gerade ein Kleinstadtbahnhof zu sein. Von einigen größeren Städten in diesem Land habe ich mir daraufhin Bahnhofsbilder im Internet angeschaut, aber bis jetzt noch kein übereinstimmendes gefunden. Ein gutes Rätsel!


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Moin Freerunner —


    das ist ja prima, dass es mit den Bahnhöfen weitergeht. Zwar habe ich noch nie auf dem abgebildeten Bahnhof gestanden, war auch noch nie in diesem Land, doch ausgehend vom letzten Foto die anderen noch einmal betrachtend bin ich auf den



    gekommen.


    Ich wünsche allen einen schönen Tag.

    Jürgen