Beiträge von Schimmelrieder

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    Moin tosamen —


    da habe ich ja endlich einmal ein Thema gestartet, dass ‘so richtig eingeschlagen’ hat. Toll, dass es in so kurzer Zeit so viele Beiträge dazu gegeben hat. So füge ich dann gleich noch eine Brücke hinzu, eine Brücke aus dem dem County Cork im Südwesten Irland, als da wäre


    Die Brücke über die Roaring Water Bay




    Dazu ein Ausschnitt aus meinem Reisetagebuch vom 22. Juni 2016:


    … Wir kommen durch Ballydehob, die Straße hat nun wieder eine ordentliche Breite, und überqueren die Brücke vor der Mündung eines Flusses in die Bucht. Rechterhand leuchtet im frühen Abendlicht das Viadukt der West Carberry Tramway and Light Railway, das die Roaring Water Bay in zwölf Bögen überspannt. Am 7. September 1886 passierte sie mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 15 mph der erste Zug und am 23. Januar 1947 bereits der letzte. Ein imposantes Bauwerk, an dem die 130 Jahre spurlos vorübergegangen zu sein scheinen und über die heute der Killaloe-Ballydehob-Walk führt. Wir finden einen großen Parkplatz rechts hinter der Straßenbrücke und schauen uns die Szene etwas näher an.


    Das Areal um die erstaunlich stille ‘Bucht der tosenden Wasser’ ist mit seinen unter und über das Viadukt führenden Spazierwegen und dem idyllischen kleinen Hafen dahinter heute ein Freizeitpark, eröffnet Anfang der 1990er Jahre durch die damalige Staatspräsidentin Mary Robinson. Wir schlendern die Wege ab, immer wieder darauf wartend, dass die sinkende Sonne hinter einer Wolke hervorschaut und das steinerne Monument aus einer Zeit, in der Irland das dichteste Eisenbahnnetz Europas hatte, von den verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Moin tosamen —


    nachdem ich zu Wochenbeginn auf dem Kalenderblatt für den Monat Januar den Schotten Arthur Conan Doyle zitiert habe, will ich hier nun das Buch vorstellen, aus dem dabei zitiert wurde — vielleicht ist es eine interessante Lektüre für den einen oder anderen Skandinavien-Fan unter den Weltenbummlern in diesem Forum:



    Arthur Conan Doyle


    Heute dreimal ins Polarmeer gefallen
    Tagebuch einer arktischen Reise


    Mit den Originalzeichnungen des Autors
    Hg. von Jon Lellenberg und Daniel Stashower und
    ins Deutsche übertragen von Alexander Pechmann
    336 Seiten, 15×22,5 cm, Leinen, Fadenheftung
    mareverlag, Hamburg 2015
    ISBN 978-3-86648-209-8


    Ein Ausschnitt aus dem Vorwort der beiden Herausgeber: An einem Nachmittag im März 1880 beschloss ein junger Medizinstudent spontan sein Studium zu unterbrechen und als Schiffsarzt auf einem Arktis-Walfänger anzuheuern. Die sechs Monate dauernde Reise führte ihn in unbekannte Regionen, bot ihm ungeahnte Erlebnisse und Erfahrungen und konfrontierte ihn mit einem gefährlichen wie blutigen Handwerk auf den Eisschollen des Polarmeeres. Er arbeitete härter als je zuvor, diskutierte mit seinen Schiffskameraden über Philosophie und Religion und entkam mehr als einmal um Haaresbreite dem Tod.


    “Ich wurde erwachsen auf 80 Grad nördlicher Breite”, schrieb Conan Doyle, nachdem er mit seinen Sherlock-Holmes-Geschichten Weltruhm erlangt hatte. Seine Faszination für die Arktis währte ein Leben lang. In seinem mit eigenen Zeichnungen versehenen, mehr als 80 Jahre nach seinem Tod veröffentlichtem Tagebuch schildert der damals 20-Jährige geistreich und humorvoll seinen Alltag zwischen Robbenjagd und dem Leben auf dem Walfänger. Der Hamburger Mare Verlag hat diesen Bericht mit den Zeichnungen und einigen handschriftlichen Textauszügen aus dem Tagebuch in einer hervorragend gestalteten Ausgabe dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht.


    So viel für heute und alles Gute
    Jürgen

    Wenn du noch anwesend bist und einfach einen zweiten Versuch wagen willst, …


    Moin Michael —


    und ein Danke für die Antwort. Vielleicht konnte ich das Bild im angemeldeten Zustand sehen, weil das Forenprogramm, nachdem es sich "irgendwie verheddert" hatte, statt das Bild abzuspeichern sich den Speicherort auf meinem PC gemerkte hatte und in angemeldetem Zustand darauf zugriff. Was soll's, ich denke, es lohnt sich nicht, dem jetzt noch nachzugehen, denn es kommt ja sowieso eine neue Forensoftware. Den Beitrag noch mal neu zu veröffentlichen, lohnt jetzt nicht mehr; er hat ja auch ohne Foto "seinen Dienst" getan. Ich habe gerade unter "Landschaft, Literatur & Poesie" das erste "Kalenderblatt" für 2020 hochgeladen, und da scheint es ja wieder geklappt zu haben.


    Dann wünsche ich jetzt vor allem wenig Stress bei der Umstellung auf die neue Forensoftware, denn das bei einer solchen Umstellung wirklich alles auf Anhieb klappt, scheint mir nicht ganz so oft vorzukommen. Ich drücke dir die Daumen!


    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Januar 2020



    Moin tosamen —


    Zurück aus der weihnachtlichen Internetabstinenz geht es nun mit dem ersten Kalenderblatt für 2020 ins neue Jahr. Ich muss gestehen, dass weder das Bild in einem Januar aufgenommen noch der Text in einem Januar verfasst wurde, finde aber, dass Motiv und Text gut zu einem ‘kalten Monat’ passen.


    Apropos Text: Sieben Jahre bevor er seine ersten Sherlock-Holmes-Geschichte veröffentlichte, heuerte ein gewisser Arthur Conan Doyle kurz vor Abschluss seines Medizinstudiums für sechs Monate als Schiffsarzt auf einem Walfänger an. Der Textauszug stammt aus seinem Tagebuch von dieser Fangfahrt. Es wurde erst im Jahr 2012 aus seinem Nachlass veröffentlicht und erschien 2015 in der deutschen Übersetzung von Alexander Pechmann im Hamburger Mare Verlag.


    Das Foto wurde im Herbst 2003 auf einem Kodak 100S-Diafilm von Bord des Hurtigrutenschiffes MS Polarlyss aus aufgenommen. Irgendwo zwischen dem Polarkreis und Tromsø, genauer kann ich es leider nicht mehr lokalisieren.


    Und damit wünsche ich allen hier ein schönes Jahr 2020
    mit tollen Reiseerlebnissen.
    Jürgen

    Hallo Michael —


    in meinem letzten Beitrag (Frohe Weihnachten 2019) sehe ich das eingebundene Foto nur, wenn ich mich zuvor im Forum angemeldet habe. Bei den früheren Beiträgen sehe ich die Fotos auch, wenn ich "unangemeldet" ins Forum gehe.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Dann rufe ich unter dieser neuen Kategorie im Forum doch gleich einmal eine Galerie ‘Die Brücken der Welt’ ins Leben, und wenn ich auch mit einer großen beginne, soll hier natürlich auch ein Platz für interessante kleine Brücken sein, auf denen der Wanderer Flüsse und Bäche überquert. Ich beginne jedoch mit einer der ganz großen europäischen Brücken, eine, die vielen Skandinavien-Reisenden ein Begriff sein wird. Es ist die:


    Tromsøbrua — Die Brücke über den Tromsø-Sund



    Die Tromsøbrua verbindet das auf einer Insel liegende Zentrum von Tromsø mit dem Festland und war bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1960 mit einer Länge von 1036 Metern die größte Spannbetonbrücke Nordeuropas. Wie auf Zahnstochern gesetzt, kam sie uns aus der Ferne vor, und ich erinnere mich, dass uns, als wir über sie zur Eismeerkathedrale wanderten, an der höchsten Stelle ein wenig schwindelig wurde. Das Foto wurden Ende September 2003 auf einem Kodak 100S Diafilm aufgenommen.


    Und nun bin ich gespannt, was für Brücken ihr so in euren Fotoarchiven habt.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Die Idee gefiel mir so gut, dass ich sie gleich umgesetzt habe. Meinst du so? ...


    Hallo Michael —


    das ging ja fix, an genau so etwas in dieser Art hatte ich gedacht. Prima, vielen Dank!


    Ich finde übrigens, dass auch das Thema ‘Nordfriesische Kirchen’ hier gut hineinpassen würde. Ein Reisebericht ist der Thread eindeutig nicht, sondern eine Sammlung von Kirchenfotos mit Erläuterungen.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Die Galerie ist tot, es lebe die Galerie —


    sage ich jetzt mal, um an den alten Spruch beim Wechsel eines Monarchen anzuknüpfen. Wenn man unter einer Fotogalerie eine Sammlung von Fotos (schön wäre es mit Erläuterungen) zu einem bestimmten Thema versteht, haben wir doch schon Galerien im ‘ganz normalen Forum’, z.B. eine mit


    — Bahnhöfen dieser Welt (auch mit Rätseln verbunden ist es eine Galerie)
    — Drehorte von Filmen
    — Nordfriesischen Kirchen
    — Gebäuden, die mit (mehr oder weniger) bekannten Personen in Verbindung stehen


    Vielleicht könnte man solche thematischen Fotosammlungen im Menü des Forums unter einem Punkt ‘Thematische Fotogalerien’ (oder so ähnlich) zusammenfassen. Wenn dann jemandem beim Durchforsten seiner Fotos die Idee zu einem neues Thema kommt, legt er zu diesem eine neue ‘Galerie’ an, und jeder kann sie mit eigenen Fotos aus seinem Fundus ergänzen. Hier zum Beispiel einige Themen für weitere Galerien, die mir ganz spontan einfallen und zu denen ich auch das eine oder andere Foto beitragen könnte:


    — Leuchttürme der Welt
    — Historische Windmühlen
    — Schlösser und Burgen der britischen Inseln
    — Die Flüsse der Welt
    — Wasserfälle


    und so weiter und so fort.


    Mit einem schönen Gruß in den Tag
    Jürgen

    ... Wie machen die das nur [in Deutschland] wenn ein Skandinavier per Kredikarte zahlen will und kein Bargeld dabei hat ??


    Nun, die Skandinavier sind ein schlaues Völkchen. Und so informieren sie sich, wenn sie in ein anderes Land reisen, vorab über die Gepflogenheiten in diesem und stellen sich darauf ein. So wie wir es ja auch tun, wenn wir ins Ausland reisen. :)


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Ja wahnsinn. =O Davon hatte ich noch nicht gehört ... Es ist aber alles nur eine Gewohnheitssache.


    Nun, gehört hatte ich davon schon, doch wird das bei mir wohl nie ‘Gewohnheitssache’ werden. Ich bin da arg altmodisch, mag es nun einmal nicht, wenn in irgendwelchen Datenbanken protokolliert wird, wo ich wann was eingekauft habe, und diese Daten wer weiß wie auch immer ausgewertet werden. Und so bezahle ich, wo immer es geht und es sich nicht um Riesenbeträge handelt, in der Regel bar und kaufe möglichst wenig übers Internet ein (manches bekommt man halt nur dort). Aus den gleichen Gründen werde ich mir auch nie irgendwo einen Streaming Account einrichten, sondern kaufe weiterhin ganz altmodisch CDs und DVDs — um so auch weiterhin anonym Filme gucken und Musik hören zu können.


    Natürlich ist das jetzt keine Bewertung des Verhaltens von Menschen, die das anderes sehen, sondern nur meine ganz persönliche Einstellung. Oder, wenn man so will, auch eine ganz persönliche Marotte, wie mal jemand sagte.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Skellig Michael und Der Krieg der Sterne



    Da habe ich das Thema Drehorte berühmer Filme doch erst jetzt entdeckt — kein Wunder, denn bis auf Michaels Beitrag von heute Vormittag stammen alle aus einer Zeit, in der ich noch nicht Mitglied dieses Forums war. In einem der obigen Beiträge fand ich den Begriff Star Wars, allerdings ohne Foto einer Location, und wenn ich auch nie einen der Filme gesehen habe, kann ich doch tatsächlich das Foto eines Drehorts dazu beitragen — wenngleich nur aus mehr als zehn Kilometer Entfernung aufgenommen.


    Es ist die etwa 22 Hektar große und 217 Meter hohe Felseninsel Skellig Michael (irisch: Sceilg Mhichíl) vor der Südwestküste Irlands, auf der sich das wohl am schwersten (nach der Fahrt in kleinen Booten über die oft sehr raue See muss man eine geländerlose Steintreppe mit 600 Stufen erklimmen) zugängliche mittelalterliche Kloster Irlands befindet und die ein Drehort eines der Star-Wars-Filme war. Die Dreharbeiten wurden von Umweltschützern gar nicht gerne gesehen, insbesondere da sie in der Folge große Besucherströme auf die bis dahin kaum vom Tourismus zur Kenntnis genommene Insel lenkten, durch die die Fauna bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde.


    Das Foto entstand im Juni 2017 aus etwa zwölf Kilometer Entfernung von der Spitze der Beara-Halbinsel aus. Dass sie so nahe wirkt, liegt an der durch das starke Teleobjektiv veränderten Perspektive.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Die Mühle Fortuna bei Struckum & Hannes Wader




    ..


    Dar achter de Weid wiet öwer de Heid,
    Da schimmert ann Himmel en Möhl:
    Dat is mi, as weer ik da vör de Döör
    Un seet op’n Möhlnbarg und spääl.


    De Dag geiht to Rauh, op’t Gras liggt de Dau,
    De Wulken ann Himmel ward root.
    Dat Allens so still, ik weet nich, wa ik will,
    Ik glöv, mi is truri to Moot.


    Wer von Hamburg die Bundesstraße 5 nach Sylt und Dänemark hochfährt, passiert zwischen Husum und Bredstedt den Ort Struckum. Biegt man am Ortsausgang links in den schmalen Mühlenweg ein, liegt nach vielleicht hundert Metern gleichfalls linkerhand an der Kreuzung zweier Feldwege die Mühle Fortuna. 1973 erwarb sie der Liedermacher Hannes Wader und machte sie für ein Vierteljahrhundert zu seinem Wohnsitz.


    Bei dem plattdeutschen Text unter den Fotos handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem Lied De Möhl nach einem Gedicht von Klaus Groth, das Hannes ein Jahr nach dem Erwerb der Mühle auf seinem Album Plattdeutsche Lieder veröffentlichte. Und nein, bei der Person, die unten links auf der Bank sitzt, handelt es sich nicht um den gealterten Liedermacher und ehemaligen Mühlenbesitzer :) ! Das (inoffizielle) Straßenschild Hannes Wader Platz haben die neuen Besitzer der Mühle auf ihrem Grund und Boden aufgestellt. Alle Fotos wurden im Februar dieses Jahres aufgenommen.


    Mit schönen Grüßen
    Jürgen


    _______________
    Postscriptum: Vielleicht gibt es ja auch noch andere Mitglieder dieses Forums, in im Verlauf ihrer Reisen Gebäude fotografiert haben, die mit (mehr oder weniger) bekannten Persönlichkeiten in Verbindung stehen und diese hier vorstellen möchten.

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Dezember 2019



    Moin tosamen —


    und hier ist nun das Kalenderbild für Dezember 2019. Das Foto wurde im nordfriesischen Wattenmeer aufgenommen, beim Text handelt es sich um den Ausschnitt eines Liedes des niederdeutschen Songpoeten Helmut Debus aus dem Jahr 1981. In diesem Jahr wurde er 70 Jahre alt, ein ‘Leonard Cohen der plattdeutschen Sprache’. Für alle, die Schwierigkeiten mit dem Text haben, übersetze ich ihn hier mal inhaltlich und unpoetisch:


    Diese Nacht


    Um dieser Nacht nicht zu begegnen,
    Spring ich in das Segelboot,
    Mich nach den Inseln aufzumachen —
    Unterm Wind und Sonnenrot.


    Segel mich, mein Wind, durch grüne Wellen
    Zu den Inseln, die mich reizen.
    Leuchte mir Sonne, den Horizont zu erhellen —
    Dass mir ganz der Anfang wird.


    Und damit wird dieser literarische Kalender für 2019 nun geschlossen, doch der für 2020 ist bereits gedruckt, auf dass es, wenn’s genehm ist, im Januar mit neuen monatlichen Kalenderblättern weitergeht.


    Von dem nun abgelaufenen Kalender im Format DIN A4 habe ich noch zwei Exemplare. Einer reicht mir fürs Archiv, und sollte irgendjemand Interesse an der gedruckten Ausgabe der letzten zwölf Kalenderblätter haben, geht das zweite Exemplar Anfang Januar frei Haus an die oder den Erste/n, der oder die sich hier meldet und mir eine Versandadresse zukommen lässt.


    Und nun wünsche ich allen einen schönen ersten Advent
    Jürgen

    Ich finde es viel schöner, wenn Bilder in Threads beschriftet und erläutert werden und wenn etwas dazu erzählt wird. Solange man direkt zu Forenpostings Bilder hochladen kann, ist die Galerie für mich nicht so wichtig.


    … und genau das ist auch mein Punkt. Mich interessieren vor allem Fotos, zu denen auch ein bisschen etwas erzählt wird, sei es mit dem Foto verbundene eigene Erlebnisse, eine Geschichte oder auch ein historischer Hintergrund. Und was den Terminkalender betrifft, ist es ja kein Problem unter "Lagerfeuer" einen Thread "Interessante Events und Termine" zu starten, an denen sich jeder mit Veranstaltungen, die er auch für andere interessant hält, anhängen kann.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Hallo Freerunner —


    natürlich hast du recht, es ist der Endbahnhof der 1929 eröffneten Ferrocarril auf Mallorca, der die Hauptstadt Palma mit Sóller verbindet. Doch kann man von hier aus auf Gleisen weiterfahren, denn am Deopot des Bahnhofs hält auch die Tramvia, die historische Straßenbahn von Sóller nach Port Sóller:



    Deren Endbahnhof in Port Sóller am Meer, heute als Restaurant genutzt, sieht so aus:



    In Port Sóller hatten wir im März 2014 eine Woche lang in einer zu einem Hotel konvertierten ehemaligen Ölmühle gewohnt. Auch ein interessantes Gebäude, doch gehört das nicht mehr zum Thema ‘Bahnhöfe’.


    Mit einem schönen Gruß an alle in diesem Forum
    Jürgen

    Moin tosamen —


    ja, dann habe ich hier auch noch einmal einen Bahnhof. Auf dem hier abgebildeten Bahnsteig verließ ich vor einigen Jahren mit mien Deern einen Zug:



    Ich glaube, das Rätsel ist nicht gar so schwer. Wir waren beim Aussteigen aus dem Zug etwas weniger warm gekleidet, als in meinem letzten Rätsel auf der Bahnreise mit der Flåms-Bahn in Norwegen.


    Viel Spaß beim Recherchieren
    Jürgen

    … Bis man dann am Ufer des Yukon vor dem Schaufelraddamper SS Klondike steht und am Rande der Ortschaft Whitehorse eine kleine 5 km-Wanderung vornimmt:



    [size=12]Dann hoffe ich mal, dass ihr euch bei der Fortsetzung der Reise mit eurem Gepäck nicht verhoben habt, denn Gold gehört ja zu den Schwermetallen :) !


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane




    Theodor Fontane


    Wanderungen durch England
    und Schottland


    Zwei Bände, Leinen, Fadenheftung
    Zusammen zirka 1.300 Seiten
    Verlag der Nationen, Berlin
    ISBN 978-3-373-00474-5


    Vor 200 Jahren, es war am 30. Dezember 1819, wurde in Neuruppin in Brandenburg Heinrich Theodor Fontane geboren, bekannt durch seine großen Romane wie Effi Briest und Der Stechlin und nicht zuletzt durch jenes Gedicht von Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, das zu meiner Zeit keinem Schuljungen unbekannt war. Doch in einem Reiseforum wie diesem sollen seine Verdienste als Reiseschriftsteller gewürdigt werden. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg sind, auch wenn es eher Kutschfahrten waren, wohl den meisten bekannt, doch anders als sein Zeitgenosse Theodor Storm war er nicht auf seine Heimat fixiert:


    “Ich bin nicht zufrieden hier mit meinem Leben”, schrieb er aus London, wo er eine Zeit lang als Korrespondent für Berliner Zeitungen arbeitete, “und wünsche mir tausenderlei anderes, aber das segne ich und stimmt mich zum herzlichen Dank gegen mein Geschick, dass ich aus dem heraus bin, was ich mit einem Wort das ‘Theodor Stormsche’ nennen möchte: aus dem Wahn, dass Husum oder Heiligenstadt oder meiner Großmutter alter Uhrenkasten die Welt sei. Es steckt Poesie darin, aber noch viel mehr Selbstsucht und Beschränktheit. Die Erkenntnis bezahlt man teuer, aber zuletzt doch nie zu teuer.”


    Mit dieser Erkenntnis stelle ich anlässlich seines kommenden runden Geburtstages dann auch nicht seine Fahrten durch seine Heimat Mark Brandenburg vor, sondern seine Erlebnisse in England und Schottland. Von diesen ist der im Mittelpunkt des zweiten Bandes stehende Bericht über eine Reise nach Schottland, die er im Sommer 1859 mit seinem Freund, dem Schriftsteller Bernhard von Lepel, unternahm, der wohl bekannteste. Auf den Spuren Maria Stuarts reisten sie in die schottische Hauptstadt Edinburgh. Von dort führte der Weg sie in Richtung Norden und in die Stadt Stirling, dann zum Loch Katrine, nach Perth und Inverness, aufs Culloden-Moor, zum Kaledonischen Kanal, nach Oban an der schottischen Westküste, zu den Inseln Staffa und Iona der Inneren Hebriden und dem Loch Lomond, bis sie am Ende wieder Edinburgh erreichten. In den beiden letzten Kapiteln geht es schließlich zur Melrose Abbey und nach Abbotsford im Süden Schottlands.


    Unter dem Titel Jenseits des Tweed ist dieser etwa 200 Seiten umfassende schottische Reisebericht auch als Einzelausgabe erschienen. Ein Blick ins Internet zeigt, dass ihn gleich mehrere Verlage in unterschiedlicher Ausstattung zu Preisen zwischen sieben und zwölf Euro als wohlfeiles Taschenbuch im Programm haben. Die oben abgebildete 1.300-seitige zweibändige Gesamtausgabe mit allen Berichten und Briefen von der Britischen Insel kostet rund 50 Euro.


    Mit einem Gruß in den neuen Tag
    Jürgen

    Literatur Landschaft & Poesie


    November 2019



    Moin tosamen —


    nach einer zehntägigen Auszeit meinerseits vom Internet kommt nun mit ein paar Tagen Verspätung das Kalenderblatt für den Monat November. Der Text stammt vom niederdeutschen Song-Poeten Helmut Debus, in diesem Jahr wurde er siebzig Jahre alt. Ich habe die Zeilen der Einleitung zu seiner Langspielplatte Morgenfloot aus dem Jahr 1988 entnommen. Das Foto nahm ich im Herbst 2016 auf einer Fahrt von Schlüttsiel in Nordfriesland zur Hallig Hooge auf.


    Mit einem schönen Gruß in den November
    Jürgen