Beiträge von Schimmelrieder

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    ... Wie machen die das nur [in Deutschland] wenn ein Skandinavier per Kredikarte zahlen will und kein Bargeld dabei hat ??


    Nun, die Skandinavier sind ein schlaues Völkchen. Und so informieren sie sich, wenn sie in ein anderes Land reisen, vorab über die Gepflogenheiten in diesem und stellen sich darauf ein. So wie wir es ja auch tun, wenn wir ins Ausland reisen. :)


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Ja wahnsinn. =O Davon hatte ich noch nicht gehört ... Es ist aber alles nur eine Gewohnheitssache.


    Nun, gehört hatte ich davon schon, doch wird das bei mir wohl nie ‘Gewohnheitssache’ werden. Ich bin da arg altmodisch, mag es nun einmal nicht, wenn in irgendwelchen Datenbanken protokolliert wird, wo ich wann was eingekauft habe, und diese Daten wer weiß wie auch immer ausgewertet werden. Und so bezahle ich, wo immer es geht und es sich nicht um Riesenbeträge handelt, in der Regel bar und kaufe möglichst wenig übers Internet ein (manches bekommt man halt nur dort). Aus den gleichen Gründen werde ich mir auch nie irgendwo einen Streaming Account einrichten, sondern kaufe weiterhin ganz altmodisch CDs und DVDs — um so auch weiterhin anonym Filme gucken und Musik hören zu können.


    Natürlich ist das jetzt keine Bewertung des Verhaltens von Menschen, die das anderes sehen, sondern nur meine ganz persönliche Einstellung. Oder, wenn man so will, auch eine ganz persönliche Marotte, wie mal jemand sagte.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Skellig Michael und Der Krieg der Sterne



    Da habe ich das Thema Drehorte berühmer Filme doch erst jetzt entdeckt — kein Wunder, denn bis auf Michaels Beitrag von heute Vormittag stammen alle aus einer Zeit, in der ich noch nicht Mitglied dieses Forums war. In einem der obigen Beiträge fand ich den Begriff Star Wars, allerdings ohne Foto einer Location, und wenn ich auch nie einen der Filme gesehen habe, kann ich doch tatsächlich das Foto eines Drehorts dazu beitragen — wenngleich nur aus mehr als zehn Kilometer Entfernung aufgenommen.


    Es ist die etwa 22 Hektar große und 217 Meter hohe Felseninsel Skellig Michael (irisch: Sceilg Mhichíl) vor der Südwestküste Irlands, auf der sich das wohl am schwersten (nach der Fahrt in kleinen Booten über die oft sehr raue See muss man eine geländerlose Steintreppe mit 600 Stufen erklimmen) zugängliche mittelalterliche Kloster Irlands befindet und die ein Drehort eines der Star-Wars-Filme war. Die Dreharbeiten wurden von Umweltschützern gar nicht gerne gesehen, insbesondere da sie in der Folge große Besucherströme auf die bis dahin kaum vom Tourismus zur Kenntnis genommene Insel lenkten, durch die die Fauna bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde.


    Das Foto entstand im Juni 2017 aus etwa zwölf Kilometer Entfernung von der Spitze der Beara-Halbinsel aus. Dass sie so nahe wirkt, liegt an der durch das starke Teleobjektiv veränderten Perspektive.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Die Mühle Fortuna bei Struckum & Hannes Wader




    ..


    Dar achter de Weid wiet öwer de Heid,
    Da schimmert ann Himmel en Möhl:
    Dat is mi, as weer ik da vör de Döör
    Un seet op’n Möhlnbarg und spääl.


    De Dag geiht to Rauh, op’t Gras liggt de Dau,
    De Wulken ann Himmel ward root.
    Dat Allens so still, ik weet nich, wa ik will,
    Ik glöv, mi is truri to Moot.


    Wer von Hamburg die Bundesstraße 5 nach Sylt und Dänemark hochfährt, passiert zwischen Husum und Bredstedt den Ort Struckum. Biegt man am Ortsausgang links in den schmalen Mühlenweg ein, liegt nach vielleicht hundert Metern gleichfalls linkerhand an der Kreuzung zweier Feldwege die Mühle Fortuna. 1973 erwarb sie der Liedermacher Hannes Wader und machte sie für ein Vierteljahrhundert zu seinem Wohnsitz.


    Bei dem plattdeutschen Text unter den Fotos handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem Lied De Möhl nach einem Gedicht von Klaus Groth, das Hannes ein Jahr nach dem Erwerb der Mühle auf seinem Album Plattdeutsche Lieder veröffentlichte. Und nein, bei der Person, die unten links auf der Bank sitzt, handelt es sich nicht um den gealterten Liedermacher und ehemaligen Mühlenbesitzer :) ! Das (inoffizielle) Straßenschild Hannes Wader Platz haben die neuen Besitzer der Mühle auf ihrem Grund und Boden aufgestellt. Alle Fotos wurden im Februar dieses Jahres aufgenommen.


    Mit schönen Grüßen
    Jürgen


    _______________
    Postscriptum: Vielleicht gibt es ja auch noch andere Mitglieder dieses Forums, in im Verlauf ihrer Reisen Gebäude fotografiert haben, die mit (mehr oder weniger) bekannten Persönlichkeiten in Verbindung stehen und diese hier vorstellen möchten.

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Dezember 2019



    Moin tosamen —


    und hier ist nun das Kalenderbild für Dezember 2019. Das Foto wurde im nordfriesischen Wattenmeer aufgenommen, beim Text handelt es sich um den Ausschnitt eines Liedes des niederdeutschen Songpoeten Helmut Debus aus dem Jahr 1981. In diesem Jahr wurde er 70 Jahre alt, ein ‘Leonard Cohen der plattdeutschen Sprache’. Für alle, die Schwierigkeiten mit dem Text haben, übersetze ich ihn hier mal inhaltlich und unpoetisch:


    Diese Nacht


    Um dieser Nacht nicht zu begegnen,
    Spring ich in das Segelboot,
    Mich nach den Inseln aufzumachen —
    Unterm Wind und Sonnenrot.


    Segel mich, mein Wind, durch grüne Wellen
    Zu den Inseln, die mich reizen.
    Leuchte mir Sonne, den Horizont zu erhellen —
    Dass mir ganz der Anfang wird.


    Und damit wird dieser literarische Kalender für 2019 nun geschlossen, doch der für 2020 ist bereits gedruckt, auf dass es, wenn’s genehm ist, im Januar mit neuen monatlichen Kalenderblättern weitergeht.


    Von dem nun abgelaufenen Kalender im Format DIN A4 habe ich noch zwei Exemplare. Einer reicht mir fürs Archiv, und sollte irgendjemand Interesse an der gedruckten Ausgabe der letzten zwölf Kalenderblätter haben, geht das zweite Exemplar Anfang Januar frei Haus an die oder den Erste/n, der oder die sich hier meldet und mir eine Versandadresse zukommen lässt.


    Und nun wünsche ich allen einen schönen ersten Advent
    Jürgen

    Ich finde es viel schöner, wenn Bilder in Threads beschriftet und erläutert werden und wenn etwas dazu erzählt wird. Solange man direkt zu Forenpostings Bilder hochladen kann, ist die Galerie für mich nicht so wichtig.


    … und genau das ist auch mein Punkt. Mich interessieren vor allem Fotos, zu denen auch ein bisschen etwas erzählt wird, sei es mit dem Foto verbundene eigene Erlebnisse, eine Geschichte oder auch ein historischer Hintergrund. Und was den Terminkalender betrifft, ist es ja kein Problem unter "Lagerfeuer" einen Thread "Interessante Events und Termine" zu starten, an denen sich jeder mit Veranstaltungen, die er auch für andere interessant hält, anhängen kann.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Hallo Freerunner —


    natürlich hast du recht, es ist der Endbahnhof der 1929 eröffneten Ferrocarril auf Mallorca, der die Hauptstadt Palma mit Sóller verbindet. Doch kann man von hier aus auf Gleisen weiterfahren, denn am Deopot des Bahnhofs hält auch die Tramvia, die historische Straßenbahn von Sóller nach Port Sóller:



    Deren Endbahnhof in Port Sóller am Meer, heute als Restaurant genutzt, sieht so aus:



    In Port Sóller hatten wir im März 2014 eine Woche lang in einer zu einem Hotel konvertierten ehemaligen Ölmühle gewohnt. Auch ein interessantes Gebäude, doch gehört das nicht mehr zum Thema ‘Bahnhöfe’.


    Mit einem schönen Gruß an alle in diesem Forum
    Jürgen

    Moin tosamen —


    ja, dann habe ich hier auch noch einmal einen Bahnhof. Auf dem hier abgebildeten Bahnsteig verließ ich vor einigen Jahren mit mien Deern einen Zug:



    Ich glaube, das Rätsel ist nicht gar so schwer. Wir waren beim Aussteigen aus dem Zug etwas weniger warm gekleidet, als in meinem letzten Rätsel auf der Bahnreise mit der Flåms-Bahn in Norwegen.


    Viel Spaß beim Recherchieren
    Jürgen

    … Bis man dann am Ufer des Yukon vor dem Schaufelraddamper SS Klondike steht und am Rande der Ortschaft Whitehorse eine kleine 5 km-Wanderung vornimmt:



    [size=12]Dann hoffe ich mal, dass ihr euch bei der Fortsetzung der Reise mit eurem Gepäck nicht verhoben habt, denn Gold gehört ja zu den Schwermetallen :) !


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane




    Theodor Fontane


    Wanderungen durch England
    und Schottland


    Zwei Bände, Leinen, Fadenheftung
    Zusammen zirka 1.300 Seiten
    Verlag der Nationen, Berlin
    ISBN 978-3-373-00474-5


    Vor 200 Jahren, es war am 30. Dezember 1819, wurde in Neuruppin in Brandenburg Heinrich Theodor Fontane geboren, bekannt durch seine großen Romane wie Effi Briest und Der Stechlin und nicht zuletzt durch jenes Gedicht von Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, das zu meiner Zeit keinem Schuljungen unbekannt war. Doch in einem Reiseforum wie diesem sollen seine Verdienste als Reiseschriftsteller gewürdigt werden. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg sind, auch wenn es eher Kutschfahrten waren, wohl den meisten bekannt, doch anders als sein Zeitgenosse Theodor Storm war er nicht auf seine Heimat fixiert:


    “Ich bin nicht zufrieden hier mit meinem Leben”, schrieb er aus London, wo er eine Zeit lang als Korrespondent für Berliner Zeitungen arbeitete, “und wünsche mir tausenderlei anderes, aber das segne ich und stimmt mich zum herzlichen Dank gegen mein Geschick, dass ich aus dem heraus bin, was ich mit einem Wort das ‘Theodor Stormsche’ nennen möchte: aus dem Wahn, dass Husum oder Heiligenstadt oder meiner Großmutter alter Uhrenkasten die Welt sei. Es steckt Poesie darin, aber noch viel mehr Selbstsucht und Beschränktheit. Die Erkenntnis bezahlt man teuer, aber zuletzt doch nie zu teuer.”


    Mit dieser Erkenntnis stelle ich anlässlich seines kommenden runden Geburtstages dann auch nicht seine Fahrten durch seine Heimat Mark Brandenburg vor, sondern seine Erlebnisse in England und Schottland. Von diesen ist der im Mittelpunkt des zweiten Bandes stehende Bericht über eine Reise nach Schottland, die er im Sommer 1859 mit seinem Freund, dem Schriftsteller Bernhard von Lepel, unternahm, der wohl bekannteste. Auf den Spuren Maria Stuarts reisten sie in die schottische Hauptstadt Edinburgh. Von dort führte der Weg sie in Richtung Norden und in die Stadt Stirling, dann zum Loch Katrine, nach Perth und Inverness, aufs Culloden-Moor, zum Kaledonischen Kanal, nach Oban an der schottischen Westküste, zu den Inseln Staffa und Iona der Inneren Hebriden und dem Loch Lomond, bis sie am Ende wieder Edinburgh erreichten. In den beiden letzten Kapiteln geht es schließlich zur Melrose Abbey und nach Abbotsford im Süden Schottlands.


    Unter dem Titel Jenseits des Tweed ist dieser etwa 200 Seiten umfassende schottische Reisebericht auch als Einzelausgabe erschienen. Ein Blick ins Internet zeigt, dass ihn gleich mehrere Verlage in unterschiedlicher Ausstattung zu Preisen zwischen sieben und zwölf Euro als wohlfeiles Taschenbuch im Programm haben. Die oben abgebildete 1.300-seitige zweibändige Gesamtausgabe mit allen Berichten und Briefen von der Britischen Insel kostet rund 50 Euro.


    Mit einem Gruß in den neuen Tag
    Jürgen

    Literatur Landschaft & Poesie


    November 2019



    Moin tosamen —


    nach einer zehntägigen Auszeit meinerseits vom Internet kommt nun mit ein paar Tagen Verspätung das Kalenderblatt für den Monat November. Der Text stammt vom niederdeutschen Song-Poeten Helmut Debus, in diesem Jahr wurde er siebzig Jahre alt. Ich habe die Zeilen der Einleitung zu seiner Langspielplatte Morgenfloot aus dem Jahr 1988 entnommen. Das Foto nahm ich im Herbst 2016 auf einer Fahrt von Schlüttsiel in Nordfriesland zur Hallig Hooge auf.


    Mit einem schönen Gruß in den November
    Jürgen

    Garinish Island House und Margaret O’Sullivan & Murdo MacKenzie





    Im Jahr 1910 erwarben der schottische Parlamentsabgeordnete John Annan Bryce und seine Frau Violet die Insel Garnish Island vor der Südwestküste Irlands, ließen auf ihr einen Garten anlegen und errichteten ein Haus, das nach dem Tod des Abgeordneten zum festen Wohnsitz für seine Witwe wurde.


    Doch will ich diesen Beitrag nicht den Herrschaften widmen, sondern dem Gärtner und der Hausverwalterin, die länger als alle anderen hier lebten. Die Gartenanlage, so wie man sie heute sieht, ist das Werk des Schotten Murdo MacKenzie, den Violet Bryce 1928 im Alter von 32 Jahren als Head Gardener auf die Insel holte, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1983 wirkte und arbeitete, zuletzt als Angestellter des irischen Staates, dem Violets Erben die Insel 1953 vermacht hatten. Letzte ständige Bewohnerin des Hauses und der Insel war jedoch Violets in den 1920er Jahren als junges Mädchen eingestellte Hausverwalterin Margaret O’Sullivan, die wie der Chefgärtner ihr gesamtes restliches Leben — und es war ein langes — auf dem Eiland verbrachte und 1998 fünfzehn Jahre nach ihm im hohen Alter von 91 Jahren starb. Beide blieben unverheiratet, wurde uns bei einem Besuch erzählt, waren ihr Leben lang eng befreundet, hätten aber – soweit man weiß – nie eine ‘Affäre’ gehabt.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Santa Fe Railroad - Grand Canyon


    Moin Freerunner geb. Globus —


    und welcome back. Habe dich nach zwei Monaten Abwesenheit (nicht nur) beim Thema Bahnhofsraten schon auf die Vermisstenliste gesetzt, gerätselt, auf welchem Bahnhof du wohl festhängst und auf einen Anschlusszug wartest. Toll, das er nun endlich gekommen ist! Was ich noch fragen wollte: Das Bildchen bei deinem Namen, ist das dein neues Reisegefährt? :)


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Hallo Michael —


    die Lösung habe ich nicht, nur eine erste regionale Eingrenzung, denn



    Doch habe ich dieses Land noch nie bereist, so dass ich passen und das Weitere anderen überlassen muss.


    Schöne Grüße Jürgen

    Moin tosamen —


    da ich den Eindruck habe, dass sich niemand mehr mit einem weiteren Vorschlag meldet, will ich dann auch ‘offiziell bestätigen’, dass Michael (der mit dem Binford 2500) natürlich recht hat. Es handelte sich um die Endstation der Flåms-Bahn in Norwegen. Unterwegs mit der Bahn von Myrdal nach Flåm hatte ich dann noch dieses Foto geschossen:



    Wenn ich frage, von wo aus ich die Aufnahme gemacht habe, gehen die meisten davon aus, dass der Fotograf irgendwo rechts am Berg gestanden hat. Ich Wirklichkeit jedoch saßen wir in einem der hinteren Wagen, und ich habe das Foto in einer Kurve aus dem Fenster heraus auf den vorderen Teil des Zuges gemacht. Die Flåmsbahn überwindet von Myrdal bis Flåm auf nur gut 20 Kilometer Strecke 866 Höhenmeter. Wir machten die Fahrt im September 2003; vom Wetter her war es leider ein recht trüber Tag. Und hier der Zug nach seiner Ankunft in Flåm:



    In meinem vorherigen Rätsel ging es um den Bahnhof von Taormina-Giardini auf Sizilien. Vielleicht wäre es mal eine interessante Aufgabe für einen echten Eisenbahnfan, herauszufinden, ob und wie man nur mit der Bahn von dieser Station ganz im Süden Europas zur jener von Flåm ganz hoch im Norden kommt.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Moin tosamen —


    und hier nach dem Bahnhof von Taormina-Giardini auf Sizilien einen aus einer ganz anderen Ecke. Wenn ich mir die Lieblingsreiseziele der anderen Forianer anschaue, bin ich mir fast sicher, dass ich nicht der Einzige in diesem Forum bin, der auf dem unten abgebildeten Bahnhof schon einmal aus dem Zug gestiegen ist:



    Ich denke also, dass das Rätsel dieses Mal nicht übermäßig schwer ist. Das Foto ist schon etwas älter, es wurde im September 2003 analog auf Dia-Film aufgenommen. Es war ein trüber Tag ohne Sonne. Die beiden Schilder am Gebäude, auf denen der Name der Station zu lesen ist, habe ich wegretuschiert.


    Dann mal viel Spaß beim Recherchieren
    Jürgen

    Moin tosamen —


    so schnell wie Johebo wäre ich nie und nimmer darauf gekommen, alle Achtung! Doch nachdem ich …



    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie


    Oktober 2019



    Heef Sung, oder Das Lied vom Wattenmeer, ist eines von sechs Liedern in friesischer Sprache, das Knut Kiesewetter 1976 auf seiner ersten LP mit Songs aus Nordfriesland veröffentlichte. 35 Jahre war er damals alt und lebte mit seiner Frau Regine auf seinem Fresenhof zwischen Husum und Bredstedt, den er 1971 erworben hatte. Das Lied endet so:


    De heef as en diilj foon üüsin wääsen,
    We brüke’t bai däi än bai nåcht.
    Wat dü ai bewåårst gungt ferlääsen
    Deeram hüülj üs stäise wåcht.


    Das Wattenmeer ist ein Teil unseres Wesens,
    Wir brauchen es bei Tag und bei Nacht,
    Was du nicht bewahrst, geht verloren,
    Darum halte mit uns stets die Wacht.


    All das dürfte an Aktualität nicht verloren haben. Das Bild zeigt das Wattenmeer beim Dorf Vollerwiek auf der Halbinsel Eiderstedt in Nordfriesland. Ich nahm das Foto im Herbst 1997 vom Deich herunter auf Diafilm auf.


    Damit einen schönen Start in den neuen Monat
    Jürgen

    Ich grüße euch, ...


    Moin Ingo —


    und viel Freude hier am und im Forum. Endlich mal jemand, der sich anmeldet und dann auch gleich etwas schreibt! Dass ich im Baltikum war, worum es in diesem Thema geht, ist schon sehr lange her; wir waren damals im Spätsommer / Frühherbst auf der Kurischen Nehrung. Unsere Spezialregionen sind Irland und Nordfriesland, aber nicht nur.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Der Fresenhof von Bohmstedtfeld & Knut Kiesewetter



    Wenn de Wind dör de Bööm weiht
    Un Gras nich mehr wassen deiht
    Un geel all ward,
    Denn kummt bald de Tied.


    Wenn de Bläder sik brun farvt
    Un Water steiht inne Groof,
    Denn ward dat Harvst
    Op uns Fresenhof.


    … dichtete Knut Kiesewetter vor mehr als vierzig Jahren auf seinem Fresenhof, und als die Schallplatte 1976 mit sieben Liedern in plattdeutscher und sechs in friesischer Sprache nach langem Zögern seiner Plattenfirma dann doch erschien, ahnte niemand, dass er mit ihr eine Welle auslösen würde, die der norddeutschen Liedermacherszene einen Aufschwung sondergleichen gab.


    Geboren wurde Knut Kiesewetter 1941 in Stettin und kam nach dem Krieg mit seiner Familie als Flüchtling auf die Halbinsel Eiderstedt nach Garding. Den zwischen Husum und Bredstedt gelegenen Fresenhof erwarb er 1971; hier entstand 1976 sein Album Leder vun mien Fresenhof und zehn Jahre später die Fortsetzung Niee Leder vun mien Fresenhof, die den auch als Jazzposaunist bekannten Künstler in der plattdeutschen Folkszene unsterblich gemacht haben. Im Jahr 2000 verkaufte er seinen Fresenhof an den aus der Sendung Löwenzahn bekannten Kinderbuchautor und Fernsehmoderator Peter Lustig und zog nach Garding zurück, wo er am 28. Dezember 2016 in seinem Haus unweit der Musikantenkneipe Lütt Matten starb. Peter Lustig, sein Nachfolger auf dem Fresenhof, überlebte ihn nur um wenige Wochen. Als ich das obige Foto im Herbst 2017 aufnahm, stand der Hof zum Verkauf.


    Tschüss für heute und alles Gute
    Jürgen