Beiträge von Schimmelrieder

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    Meine Gratulation an Helmut und Ilona —


    ja, es ist der Kappelner Heringszaun, dessen Ursprung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht. Zeitweise gab es fast 40 solcher Flechtzäune, die eng beeinander mitten in der Schlei standen. Der heutige Heringszaun ist europaweit der letzte seiner Art. Das Konstrukt wird von den Heringen zwar als natürliches Hindernis betrachtet, doch aufgrund der starken Strömung in der Schlei kehren die Fische trotz des Hindernisses selten um und folgen dem immer enger zulaufenden Heringszaun bis dieser das Ausweichen verhindert und sie abgefischt werden können.


    Und damit sind wir dann alle gespannt auf ein neues Rätsel von Helle

    Jürgen

    Hey Sherlock, äh Jürgen meine ich natürlich, gut kombiniert. Und vor allem richtig!

    Damit bist Du jetzt dran.

    Danke Watson —


    ja, dann mache ich mal weiter. Über das, was hier abgebildet ist, wurde schon mehrfach im deutschen Fernsehen in Reisesendungen berichtet, womit das Rätsel ein Stück leichter als deines sein dürfte. Was ist hier also abgebildet und wo (die Stadt sollte reichen, aber es geht auch etwas genauer) stand ich bei der Aufnahme?



    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Hallo Michael —


    ich habe in der Tat keine Ahnung, und liege mit meinen Spekulationen vermutlich völlig daneben. Damit sich hier aber dennoch etwas tut, stochere ich mal im Heuhaufen herum:


    — Ich glaube auf der Tafel im Pflaster, wenngleich unscharf, die Begriffe "Hessentag" und "2000" ausmachen zu können.

    — Der Hessentag 2000 wurde von Hünfeld ausgerichtet.

    — Du hattest kürzlich das Foto einer Statue von Konrad Zuse in Hünfeld gepostet, warst also schon einmal dort.


    Steht dieses Denkmal also vielleicht vor dem Rathaus von Hünfeld?


    Soweit also mein Schuss ins Blaue

    Jürgen

    Schau um 3 a.m. in die Webcam, dann passt es zum Bild ;)

    Moin Christian —


    ich schweife jetzt zwar ein bisschen vom Thema ‘Virtuelle Webcam Reisen’ ab, will aber ob deines Hinweises meine Zeitangabe konkretisieren :). Das Foto entstand am 24. Februar 1999, und zwar so gegen 11 pm. Ab 1am war Dublin damals völlig ausgestorben. IR£ 2.40 kostet seinerzeit das Pint Guinness in der Hauptstadt der Irischen Republik


    Sláinte máith
    Jürgen

    Bei allen Leprechauns —


    was ist das für ein Menschengedränge. Bei meinem letzten Besuch dort vor rund zwei Jahrzehnten ging es selbst ganz ohne Corona-Regeln gelassener zu:



    Und Webcams gab es damals auch noch nicht. Das Foto entstand ganz analog mit einer Lichtstärke des Objektivs von 1,4 auf einem Diafilm, derweil der Fotograf die Kamera auf einem Steinpfosten abstützte.


    Sláinte agus céad míle beannachtaí

    Jürgen

    Das Fabelwesen von Schleimünde


    Meer und die Küste haben viele Bewohner, und einen von ihnen, den ich biologisch nicht so recht zuordnen kann, entdeckte ich kürzlich am Ufer von Schleimünde, der Halbinsel vor der Einmündung der Schlei in die Ostsee. Das erste Foto zeigt dieses Wesen, das darunter sein Revier, in dem es seine Nahrung gefunden hat.






    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Anforderung der Schleifähre Arnis



    In der Stadt Arnis kurz vor der Schleimündung (wenn man denn bei einem Fjord von einer ‘Mündung’ sprechen kann) führt eine Fähre über die Schlei. Doch wie macht man dem Fährmann von der gegenüberliegenden Schleiseite aus deutlich, dass man seine Dienste in Anspruch nehmen will?


    Das geht natürlich digital und dazu ganz ohne Smartphone-App, wobei digital ja meint, dass man alle Zustände nur mit den Ziffern 0 und 1 darstellt. Rote Signalscheibe oben = 0 (kein Bedarf, auch wenn ich zufällig dort herumstehe), Rote Signalscheibe schräg = 1 (bitte kommen, ich will übers Wasser). Es hat funktioniert.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    November 2021




    Mit dem Kalenderblatt vom vorletzten Monat des Jahres sind wir wieder an der irischen Westküste, für alle, die es genau wissen wollen, auf der Renvyle-Halbinsel an der Straße von Letterfrack nach Tullycross.


    Auch wenn man sagt, dass die ortsüblichen Leprechauns am Ende der Regenbögen einen Topf mit Gold zu vergraben pflegen, ist es uns nach mehr als einem Vierteljahrhundert immer noch nicht gelungen, einen solchen zu finden. Immer, wenn wir am vermeintlichen Ende eines Regenbogens ankamen, war er schon wieder verschwunden und die Stelle nicht mehr auszumachen.


    Mit einem schönen Gruß in den November
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Oktober 1921



    Mit einem Gedicht von Hermann Hesse aus dem Jahr 1905 verabschieden wir uns nun vom Sommer, und es geht in den Herbst. Einen ‘Goldenen Oktober’ zeigt das vor acht Jahren an der irischen Westküste auf der Renvyle-Halbinsel entstandene Foto nicht, und so bleibt zu hoffen, dass sich der Oktober des Jahres 2021 das Foto nicht zum Vorbild nimmt.


    Mit einem schönen Gruß aus Deutschlands hohem Norden
    Jürgen

    Das General Post Office & Patrick Pearse



    Am Ostermontag, dem 24. April 1916, besetzten Aufständische das Dubliner Hauptpostamt, und der Dorfschullehrer Patrick Pearse proklamierte vor dem Gebäude die Irische Republik. Der Aufstand, der kaum Unterstützung in der Bevölkerung fand und von manchen als Verrat an den in den britischen Streitkräften im Ersten Weltkrieg kämpfenden eigenen Landsleuten gesehen wurde, war nach wenigen Tagen von britischen Truppen niedergeschlagen und seine Anführer wurden nach einem Schnellprozess hingerichtet. Das in der Folge harte Vorgehen der britischen Regierung führte dann nachträglich zu einer Solidarisierung der Bevölkerung mit den nun als Märtyrer gesehenen Aufständischen und der für die Unabhängigkeit Irlands kämpfenden Bewegung, die 1919 in einen Guerillakrieg und Ende 1921 in die Gründung des Irischen Freistaats mündete.


    Und damit wünsche ich allen einen guten Start ins Wochenende
    Jürgen

    Moin tosamen —


    dann gebe ich mal ein paar "didaktische Tipps":). Ich hatte als Tipp verraten, dass man sich in der Stadt (u.a.) mit slàinte mhaith zuprostet und das nicht die (leicht davon abweichende) irisch-gälische Schreibweise ist. Irland würde ich dann schon einmal ausschließen. Wie würde ich nun, wenn ich nicht weiter weiß und die Stadt nicht anhand des Fotos erkannt hätte, zur Lösung des Rätsels weiter vorgehen?


    (a) Ich würde dieses ominöse slàinte mhaith in eine Suchmaschine meines Vertrauens eingeben und (auf die genaue Schreibweise achtend) schauen, welchem Land die Suchmaschine dieses "Prost" zuordnet.


    (b) Im nächsten Schritt würde ich mir überlegen, welche großen Städte ich in diesem Land kenne (ich vermute, mehr als zwei fallen da kaum jemandem ein).


    (c) Ein Foto von oben kann von einem Turm oder auch Berg oder Hügel aufgenommen werden. Im dritten Schritt würde ich dann erst einmal überlegen, ob es in einer dieser Städte Berge oder Hügel gibt, um dann


    (d) am Ende darüber zu spekulieren, von welcher Erhebung das Foto wohl gemacht sein könnte.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Zitat von helle

    eventuell auf dem Dach der Guiness-Brauerei in Dublin??

    Hallo Helmut —


    nun, der ‘Kulturkreis’, wenn ich es einmal so sagen darf, stimmt schon, und man bekommt in der Stadt, die hier von einem erhöhten Standpunkt aus abgelichtet ist, auch problemlos sein Pint Guinness. Doch prostet man sich dort statt mit Sláinte mhaith (wie in der irischen Hauptstadt) mit Slàinte mhaith zu — wobei ich keine Ahnung habe, ob man diesen feinen Unterschied an der Aussprache erkennen kann.


    Also frage ich noch einmal neu, wo ich damals stand.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    September 2021



    Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Schotte Robert Louis Stevenson, sich Linderung von seinem Lungenheilen erhoffend, mit seiner Frau Fanny und seinem Stiefsohn Lloyd Osbourne auf der Samoa-Insel Upolu, wo er eine Farm mit einem einem Wohnhaus erwarb. Im Dezember 1894 starb er dort mit nur 44 Jahren, nicht an seinem Lungenleiden, sondern an einem Hirnschlag.


    In seinem Reisebericht In the South Seas, von dem der erste von fünf Teilen nur wenige Monate vor seinem Tod erschien, berichtet er über eine Rundreise mit Frau und Stiefsohn auf einem gecharterten Segelschoner durch fünf Inselgruppen. Die obigen Zeilen stammen aus der deutschen Übersetzung von Richard Mummendey, die 1976 im Züricher Manesse Verlag erschien. Das Foto dazu, muss ich zugeben, wurde nicht in der Südsee aufgenommen, sondern 1991 am Anse Royal auf der Hauptinsel der Seychellen Mahé. Dennoch denke ich, dass es zum Text passt.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    … Das mit der "Müdigkeit" kann ich bestätigen...ist generell im Moment eine "saure-Gurken-Zeit".


    Aber trotzdem darfst du weitermachen.


    Ja, wenn dem so ist, frage ich einfach mal, wo ich wohl, gar nicht so ganz weit entfernt von den sauren Gurken :) (wobei ‘weit’ natürlich immer eine Sache des persönlichen Empfindens ist) diese imposante Stadtmauer aufgenommen habe, die heute noch fast den gesamten Ort umschließt:




    Und wenn man dann ganz früh morgens oben auf der Stadtmauer steht und das Wetter mitspielt, sieht man folgendes Bild unter sich:




    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Helmut —


    ja, dann melde ich mich mal. Vielleicht gibt es hier inzwischen eine gewissen ‘Rätselmüdigkeit’. denn die Lösung lässt sich ganz leicht finden, wenn man die Überschrift über dem Torhaus (“... baute der Rat in schweren Zeiten 1922“) in eine Suchmaschine seines Vertrauens eingibt. Und schon erfährt der geneigte Suchende, dass es sich um das


    Torhaus von Holzminden


    handelt.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Christian —


    da bislang noch niemand vorgeprescht ist, versuche ich mal, mit deinen Tipps etwas anzufangen. Und so habe ich


    (a) mir die Grenzbahnhöfe Tschechiens einmal angeschaut,

    (b) nach aus der K&K-Zeit bekannten Städten gesucht und

    (c) über bekannte Getränke aus Tschechien nachgedacht.


    Eine Stadt, die ich in besonderer Weise mit der K&K-Zeit verbinde, ist Karlsbad, doch hat sie keinen Grenzbahnhof. Einen Grenzbahnhof hingegen hat, wenn ich meiner Karte trauen darf, die Stadt Cheb, und von ihr kommt man mit dem Zug nach Karlsbad. Darüber hinaus gelangt man von Cheb auch nach Pilsen, womit wir beim Getränk wären.


    Also nehme ich mal Cheb als Lösung, auch wenn ich nicht weiß, ob auch diese Stadt in der K&K-Zeit ein beliebter Ort war.


    Schöne Grüße

    Jürgen