Beiträge von Schimmelrieder

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    .. aber ich wollte andere Teilnehmer nicht blockieren auch hier Bahnhöfe zu posten. ^^ Mir gefällt jedenfalls dieses Thema und möchte es ein wenig beleben. Vielleicht finden sich noch einige Bahnfreunde ?( ...


    Moin Globus —


    ja, dann greife ich deine Anregung doch gleich einmal auf und präsentiere hiermit zwei Fotos eines futuristischen Bahnhofs:



    Futuristisch? Nun denn, heute ist diese Zeit fast schon ‘graue Vergangenheit’, und damals war mein Bart noch nicht so grau, wie er es heute ist. Die Fotos wurden am 28. Februar des Jahres 2000 mit einer Olympus OM4 Ti auf Kodak E100 S Diafilm aufgenommen. Um welchen Bahnhof handelt es sich wohl?


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Werbetafeln in Südengland


    Moin tosamen — In der Abteilung Interessantes, Amüsantes und Kurioses am Wegesrand hier nun ein paar Werbe- und Warnhinweise, die mir im März 2015 im Süden Englands vor die Kamera gekommen sind:



    Ganz links eine Tafel vor dem Pub The Rose im Städtchen Deal, in der Mitte die Werbung an einem Restaurant im Dorf Sandwich, welches für sich reklamiert, dass von seinen Räumlichkeiten aus das vom Earl of Sandwich erfundene Sandwich seinen Siegeszug in die Welt gemacht haben soll, und ganz rechts die Warnung am Eingang eines Hauses in Rye.


    Mit einem schönen Gruß
    Jürgen

    Vielen Dank für diese sehr interessante Diskussion, die ich leider erst jetzt gesehen habe, und vor allem für letzten Buchtipp! Mich hat die Figur des Jules Verne schon immer fasziniert ...


    Moin Minguelete —


    wenn dem so ist, habe ich da in meiner Büchersammlung noch etwas für dich entdeckt. Beim Verlag ist das Buch zwar längst vergriffen, doch habe ich gerade mal im Internet gesucht und bei zvab.com für rund 13 Euro eine, wie ich meine wohlfeile Ausgabe gefunden:



    Jules Verne


    Reise mit Hindernissen nach England
    und Schottland


    256 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
    Aus dem Französischen übersetzt und mit
    einem Nachwort von Elisabeth Edl
    Paul Zsolnay Verlag, Wien 1997
    ISBN 3-552-04861-8


    Im August 1859 verdient sich der 31-jährige Jules Verne, sein Jurastudium hat er längs an den Nagel gehängt, seinen Lebensunterhalt als Börsenmakler, doch seine wahre Leidenschaft gilt der Literatur. Als ein langjähriger Freund mit der Nachricht kommt, er habe über seinen Bruder zwei Gratis-Billets für eine Schiffspassage nach Schottland zu Verfügung, zögert er nicht lange und kommt mit. Während dieser Reise ins Land seiner Vorfahren mütterlicherseits notiert er peinlich genau alle Eindrücke und Erlebnisse und verfasst daraus unter dem Titel Voyage à reculons en Angleterre et en Écosse sein erstes Werk, in das seine Beobachtungen eingehen. Veröffentlicht wurde dieser Reisebericht in Form eines Romans allerdings erst 84 Jahre nach seinem Tod; im Paul Zsolnay Verlag erschien dann 1997 die hier vorliegende deutsche Übersetzung.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    nachdem ich in diesem Forum gestern unter Landschaft & Literatur Jules Verne habe in Tönning an Land gehen lassen, hier nun der vollständige Bericht seines Bruders Paul über diese Reise, wie er für € 7,95 über jede Buchhandlung zu beziehen ist.


    Paul Verne


    Jules Verne in Schleswig-Holstein


    92 Seiten, Br.,
    Übersetzt von Hanne Witte
    Erstveröffentlichung: 1887
    Husum Verlag, 4. Aufl. 2012
    ISBN 978-3-89876-198-7


    Am Abend des 15. Juni 1881 legte die Dampfyacht Saint Michel in Tönning an. Die vier Passagiere bestanden aus dem Eigentümer der Yacht Jules Verne, seinem Bruder Paul, dem ältesten Sohn seines Bruders und einem französischen Advokaten. Mit ihrer 10-köpfigen Besatzung — wie es scheint, gehörte der Schrifsteller nicht zu Carl Spitzwegs armen Poeten — und einem Lotsen, der immer wieder neue Gründe fand nicht von Bord zu gehen, waren sie am 4. Juni in England gestartet. Den hier vorliegenden Bericht über ihre Fahrt von der Nord- in die Ostsee durch die Eider und den alten Eiderkanal schrieb Paul Verne, der Bruder des weltberühmten Schriftstellers vieler klassischer Abenteuer-, Entdecker- und Science-Fiction-Romane. Er erschien 1887 in deutscher Übersetzung. Der ursprüngliche Titel lautete De Rotterdam à Copenhague, was (ich habe nie Französisch gelernt) Von Rotterdam nach Kopenhagen bedeuten dürfte, woraus der Husum Verlag aus Erwägungen des Marketings Jules Verne in Schleswig-Holstein machte.


    Der Landschaftsfotograf Günter Pump ist der illustren Gesellschaft einhundert Jahre später nachgereist und hat ihren Törn durch Schleswig-Holstein mit Fotos aus unseren Tagen illustriert.


    Ich wünsche ein schönes Wochenende
    Jürgen

    Landschaft, Literatur und Poesie


    März 2019



    Hier nun das Kalenderblatt zum Monat März. Im Jahr 1881 unternahm Jules Verne mit seinem Bruder Paul, zwei weiteren Passagieren und einer zehnköpfigen Besatzung auf seiner Dampfyacht Saint Michel II eine Reise von Rotterdam nach Koppenhagen. Um sich die Fahrt um Dänemark herum zu ersparen, bogen sie bei Tönning in die Eider ab und fuhren von dort weiter die Eider hoch und durch den alten Eiderkanal, von dem nur wenige Jahre später Teile in den Nord-Ostseekanal eingingen, in die Ostsee.



    Nach ihrer Rückkehr veröffentlichte Jules Vernes Bruder Paul einen Bericht über die Reise, von dem auf dem obigen Kalenderblatt ein kleiner Ausschnitt wiedergegeben ist. Der vollständige Bericht ist in deutscher Übersetzung im Husum Verlag erschienen. Das Foto nahm ich Ende Februar 2015 auf; es zeigt den Hafen von Tönning.


    Und damit nun einen guten Start
    in den neuen Monat
    Jürgen

    Die Halligkirche von Langeneß



    Nach zwei großen nordfriesischen Kirchen folgt nun mit der Halligkirche von Langeneß eine kleine. Bei den zehn heute noch existierenden Halligen vor der nordfriesischen Küste handelt es sich um kleine Eilande, die anders als Inseln bei starken Fluten überspült werden, so dass dann nur noch die auf künstlich aufgeschütteten Hügeln stehenden Gebäude aus dem Wasser ragen. Diese Hügel werden im allgemeinen Warft genannt, nur auf Langeneß lässt man das ‘t’ am Ende weg und nennt sie Warf.



    Die erste Kirche der Gemeinde Langeneß stand an anderer Stelle und ging bei der Ersten Grooten Mandränke von 1362 verloren. 1666 entstand ein Neubau auf der heutigen Kirchwarf, auf deren Fundament 1894 die oben abgebildete gegenwärtige Kirche errichtet wurde. Man beachte auch den kleinen hölzernen Glockenturm neben der Kirche, etwas, was man auch bei einigen anderen kleinen nordfriesischen Kirchen findet.



    Oben nun ein Foto vom Kirchenschiff mit einer beeindruckenden Deckenmalerei und eines von einer Grabplatte in friesischer Sprache, die nicht mit der plattdeutschen verwechselt werden will, im Vorraum. Die Fotos entstanden am 31. Oktober 2012.


    Mit einem schönen Gruß in den Tag
    Jürgen

    Denkmäler am Straßenrand


    Irland ist stolz auf seine Geschichte, besingt in den Pubs die (meist gescheiterten) Rebellen vergangener Tage und (meist verlorenen) Schlachten früherer Jahrhunderte und stellt ihnen Hinweisschilder und Denkmäler wie “hier fand im Jahr … die Schlacht von Ballynadingsbums statt” auf. Sollte man dann passenderweise einen Craftshop bei einem solchen Ort haben, ist das dem Umsatz nicht weiter schädlich.


    Doch was macht man, wenn man seinen Laden an einer vielbefahrenen Straße hat, an der nie ein Held erschossen und nie eine Schlacht geschlagen wurde? Kein Problem für einen Iren:



    Bei so vielen Helden und so vielen Schlachten ist das doch auch etwas Besonderes, meinte die Familie Joyce an der Straße von Galway nach Clifden, und stellte bei Sráid Salach auf dem Parkplatz gegenüber ihrem Laden und Pub das obige Denkmal auf. Und nachdem ich es, wie wohl auch manch anderer Tourist, fotografiert hatte, begab ich mich in ihren Craftshop.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Ich frage mich immer bei so etwas, was man sich dabei denkt.


    Moin tosamen


    Da muss ich jetzt wohl doch auf die Frage eingehen, was sich die Schildaufsteller dabei gedacht haben. Es wird wohl niemand davon ausgehen, dass hier eine Geschwindigkeit von 80 km/h möglich ist. Es ist nun einmal in Irland so, dass es grob gesehen drei ‘Grundklassen’ von Straßen gibt: Autobahnen, auf denen ein generelles Tempolimit von 120 km/h gilt, ‘normale’ Landstraßen, auf denen dieses bei 100 km/h liegt und ‘schmale’ Landstraßen, bei denen grundsätzlich nicht mehr 80 km/h gefahren werden darf. Autobahnen von ‘normalen Landstraßen’ zu unterscheiden ist kein Problem, doch wie macht man deutlich, dass eine Straße als ‘schmale Landstraße’ aufzufassen ist, auf der an keiner Stelle mehr als 80 km/h gefahren werden darf? Schmal ist schließlich ein relativer Begriff. Also stellt man am Straßenanfang ein Schild ‘80’ hin. Und genauso wenig, wie man auf ‘normalen Landstraßen’ (auch wenn dies nicht durch ein Schild gekennzeichnet ist) überall 100 km/h fahren kann, ist es auf ‘schmalen Landstraßen’ schon physikalisch nicht möglich, überall 80 fahren. Auf der hier abgebildeten Straße sicherlich an gar keiner Stelle.


    Das ‘psychologisches Problem’ bei solchen Schildern hatte 2015 Verkehrsminister Paschal Donohue erkannt: Sie könnten Autofahrer unter Umständen dazu verleiten, meinte er damals, das darauf angegebene Tempo tatsächlich fahren zu wollen, und schlug vor, die bisherigen Schilder an solchen Stellen durch neue zu ersetzen, die einen “schwarzen Kreis mit einer diagonalen Linie” zeigen, was dann bedeuten solle, dass es in der Verantwortung des Fahrers liegt, die Geschwindigkeit dem Straßenzustand anzupassen. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist; gesehen habe ich solche Schilder bislang nicht.


    Das war jetzt ein gar nicht vorgesehener langer Vortrag über Geschwindigkeitsbeschränkungen in Irland, und klar doch, natürlich kann jetzt jeder hier weitere (und sei’s auch nur für den urlaubenden Betrachter) kuriose Straßenschilder posten. Doch da es in diesem Thread nicht speziell um das Autofahren und Straßenschilder, sondern generell um Interessantes, Amüsantes & Kurioses am Wegesrand gehen soll, werde ich im nächsten Beitrag mit ‘einer anderen Kuriosität’ weitermachen.


    Tschüüs bis gleich
    Jürgen

    Geschwindigkeitsbeschränkungen in Irland


    Moin tosamen — Ich denke, jedem von uns ist auf der Reise in dem einen oder anderen Land schon einmal etwas Kurioses, Amüsantes oder aus anderen Gründen Interessantes vor die Kameralinse gekommen. Und so lege ich mal ein Thema dazu an.



    Ich beginne mit Geschwindigkeitsbeschränkungen in Irland. Das obige Foto stammt von der Westküste, aufgenommen unweit von Leenaun am Killary Harbour, der der einzige Fjord Irlands genannt wird. Es zeigt den Eingang zum Gleann na nGeimhleach (Tal der Gefangenen) an Nationalstraße 59 an der Grenze zwischen den Grafschaften Galway und Mayo.


    Wer es aber nun in seinem Wohnmobil eilig hat, den kann ich beruhigen und ihm oder ihr versichern, dass es an dieser Straße keine Blitzer gibt.


    Slán (oder auch sláinte) agus beannacht *
    Jürgen


    _______________________________________
    * Tschüüs (oder auch prost) und einen Gruß

    Nachdem ich gerade gesehen habe, dass ein Mitglied dieses Forums momentan eine Reise im Wohnmobil nach Schottland plant, habe ich in meine Bücherregale geschaut, ob da nicht irgendetwas zu finden ist, was dem zumindest nahe kommt, und bin auf das folgende Buch gestoßen. Es ist im normalen Buchhandel vergriffen, doch habe ich für sehr wenig Geld zwei gebrauchte Exemplare bei zvab.com gefunden:



    Ulrich Straeter


    Schottland schaurig-schön


    Eine Reise von Cornwaall
    zu den Hebriden
    306 Seiten, Br.
    ARKA Verlag, Essen 1999
    ISBN 3-929219-09-3


    In einem gebraucht erstandenen und zu Campingzwecken umgebauten Renault-Rapid-Kombi, dem Nachfolger des legendären Renault R4, machten sich vor zwanzig Jahren der Autor Ulrich Straeter und seine Frau, im Buch ‘die Malerin’ genannt, von Dover durch Cornwall und England über den Hadrianswall nach Schottland auf, im Gepäck literarische Reisebegleiter wie dem deutschen Theodor Fontane, den Engländern James Boswell & Dr. Johnson und den Schotten Robert Burns & Robert Louis Stevenson, auf deren Spuren sie das Land durchreisen. So gelangen sie bis zur Isle of Skye, der größten Insel der Inneren Hebriden, und versuchen auf dem Rückweg das Geheimnis von Loch Ness zu lüften.


    Rote Felsen im Licht der untergehenden Sonne, weite Landschaften, Kultur, Geschichte, wortkarge Schotten, die Einsamkeit der Highlands und Wetterlagen, bei denen nur noch ein Single-Malt-Whisky hilft, vermischen sich mit Informationen über Land und Leute zu einem literarischen Reisebericht, mit – wen wundert’s, wenn man ‘seine Malerin’ an Bord hat – Bildern und Zeichnungen von Ilse Straeter.


    Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag
    Jürgen

    Moin Miguelete —


    nein, Erfahrungen habe ich leider auch nicht, das ‘leider’ deshalb, weil die Färöer auch auf der Liste unserer potenziellen Reiseziele stehen. Allerdings denken wir eher daran, wenn es denn soweit kommen sollte, mit der Fähre der Smyril Line und dem eigenen Auto zu fahren. Doch wie auch immer, solltest du in diesem Jahr dort landen und hier davon berichten, fände ich das toll.


    Tschüüs denn
    Jürgen


    P.S.: Ich bin ein bisschen neugierig ob deines Namens hier im Forum, hängt er mit dem Turm in Valencia oder dem Ort in Uruguay zusammen?

    Biikebrennen in Nordfriesland
    21. Februar


    Biiki fan Söl, helig ual Jöl,
    flami ap, skiin aur üüs Lön,
    sa üs dü altert heest dön.


    Biike von Sylt, heiliges Feuer,
    Flamme auf, scheine über unser Land,
    so wie du es seit alters getan.


    Am 21. Februar ist es wieder soweit, und zwischen der Eidermündung und der dänischen Grenze werden entlang der nordfriesischen Küste und auf den vorgelagerten Inseln die Biike-Feuer entzündet und treiben den Winter aus. „Maak di Biiki ön!“ heißt es dann auf Friesisch. Zum Biike (dt.: Feuerzeichen) gehören ‘Brandreden’, die meist von den Bürgermeistern der Gemeinden gehalten werden, mitunter auf Friesisch, hier und da auf Plattdeutsch und manchmal auf Hochdeutsch. Der obige Spruch stammt aus einer Brandrede im Sylter Friesisch.



    Die mitunter vertretene Meinung, die Feuer gingen auf ein Abschiedsfest für friesische Walfänger zurück, weist Prof. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut in Bredstedt als ‘baren Unsinn’ zurück. Eher gebe es gemeinsame Ursprünge mit Fastnachtsbräuchen anderer Regionen. Sucht man heidnische Ursprünge, wie sie zum Beispiel auch der obige Spruch nahelegt, so findet man im keltischen Jahr das Imbolc-Fest, mit dem am 1. Februar der Jahresmorgen (Frühling) beginnt. Imbolc bedeutet wörtlich etwa Schafsmilch, es ist der Zeitpunkt, von dem an die Mutterschafe Milch produzieren.


    Im Jahr 2014 wurde das Biikebrennen in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Die obigen Fotos habe ich vor drei Jahren an der Hafenausfahrt in Tönning aufgenommen, wo man auch in diesem Jahr die ‘Lange Nacht der Biike’ mit einem Grünkohlessen im Multimar-Wattforum ausklingen lassen kann.


    Für alle, die an diesem Tag an der schleswig-holsteinischen Westküste unterwegs sind und an einem Biikebrennen teilnehmen wollen, habe ich hier eine Zusammenstellung der Orte, an denen ein Biike-Feuer angezündet wird:



    Einen schönen Gruß
    Jürgen

    Landschaft, Literatur und Poesie


    Februar 2019



    Ein neuer Monat, und ein neues Kalenderblatt. Ich glaube, zu ‘der Poesie’ muss ich nichts schreiben, das Lied wurde von Otis Redding nur wenige Tage vor seinem Tod aufgenommen und posthum veröffentlicht zu einem Klassiker. Das Foto stammt von der irischen Westküste und zeigt einen Anleger auf der Renvyle-Halbinsel etwa gegenüber der Einfahrt in den einzigen Fjord Irlands, den Killary Harbour. Oben links am Horizont über der Kaimauer sieht man, aber nur wenn man’s weiß, in der Ferne mit dem Croagh Patrick den ‘heiligen Berg’ Irlands.


    Und damit wünsche ich allen hier einen
    guten Start in den neuen Monat
    Jürgen

    Sonnenaufgang über der Eidermündung



    Morning has broken like the first morning,
    Blackbird has spoken like the first bird.
    Praise for the singing, praise for the morning,
    Praise for them springing
    fresh from the world.


    Eleanor Farjeon



    Tönning, Deichstraße, 3. Januar:


    — Leefster, der Himmel ist klar, und die Sonne geht gleich auf.
    Ich öffne müde die Augen. Mien Deern steht am Fenster und schaut hinaus.
    — Ja und?
    — Sonnenaufgangfotos!
    — Jetzt?
    — Wann denn sonst? Wenn wir bis zum Sommer warten, müssen wir dazu um fünf in der Früh aufstehen!


    Gegen das Argument ist nicht anzukommen. Also raus aus dem Bett, rein in die Klamotten und über den Deich hinunter zum großen Strom. Es sind ja nur ein paar hundert Meter. Das Ergebnis waren die nun folgenden Aufnahmen:



    8:49 Uhr



    8:56 Uhr



    8:57 Uhr · · ·· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · 9:00 Uhr


    Und auch ich wünsche euch allen einen schönen guten Morgen
    Jürgen

    ... und vielleicht gibst du mir als Ruhrgebietler recht - dass Xanten und Wesel verwaltungstechnisch zum Ruhrgebiet gezählt werden.

    Hallo Michael —


    ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, nicht die geringste, und wusste bislang überhaupt nicht, dass es ein Ruhrgebiet auch verwaltungstechnisch gibt :) . Ich bin vielleicht emotional zu sehr dem Hohen Norden Deutschlands zugetan. Und so wäre ich so wie du nie auf die Idee gekommen, Xanten dem Ruhrgebiet zuzuordnen.


    Schöne Grüße
    Jürgen

    Ich schätze, dass ich deswegen Nordirland einfach zu UK zähle

    Hallo Michael —


    das ist ja richtig, Nordirland gehört zu UK (United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland), aber halt nicht zu Great Britain.


    Denn dieses UK wurde ja deshalb konstruiert, um etwas zu schaffen, was sowohl Großbritannien als auch ursprünglich ganz Irland und seit 1921 dann nur noch Nordirland umfasst. Diese “Klammer” wäre, wenn Nordirland Teil Großbritanniens wäre, unnötig, und der Begriff UK würde dann keinen Sinn mehr machen.


    Ich hoffe, du und auch die anderen sind mir nicht böse ob dieser “Spitzfindigkeit”, aber ich denke schon, dass das nicht unwichtig ist.


    Ich wünsche allen hier einen wunderschönen Tag
    Jürgen


    ----------------------------
    Nachtrag: Nur mal so am Rande, es gab da vor längerer Zeit mal eine Whisk(e)y-Ausstellung in London. Da wurden die schottischen Whiskys unter “britische” geführt und die nordirischen Whiskeys (man beachte die unterschiedliche Schreibweise) unter “irische”.

    weil damit eine britische Crew/Reederei vor einer britischen Stadt warnt.

    Moin Michael —


    das mag jetzt vielleicht ein bisschen kleinkarriert klingen, doch Belfast ist keine britische Stadt — auch für die britische Regierung nicht. Das Problem hier in Deutschland (oft auch in der deutschen Presse) ist, dass das "Vereinigte Königreich", wie man abgekürzt immer sagt, als Synonym für Großbritannien aufgefasst wird. Das ist es es aber nicht, denn offiziell heißt es seit 1921:


    United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland,


    also “Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland”. Dieser Begriff wäre völlig unsinnig, wenn Nordirland Teil Großbritanniens wäre. Vor 1921 hieß es Jahrhunderte lang “United Kingdom of Great Britain and Ireland”. Irland und Nordirland mag man zu den Britischen Inseln zählen, da widerspricht keiner, aber keines von beiden gehörte je zu dem politischen Gebilde Großbritannien, das behaupten selbst die unionistischen Parteien Nordirlands nicht.


    Tschüüs und einen schönen Gruß
    Jürgen

    Mein Mann hatte da jetzt kürzlich auch Bedenken angemeldet, ob man nicht unsere Jungfernreise nach Irland vorsichtshalber auf nächstes Jahr verschieben sollte bis man klarer sieht wer, was, wo ,wie gehandelt wird.

    Moin Broomcruiser —


    wenn man bei der Anreise nach Irland mit dem eigenen Fahrzeug dem Brexit ganz entgehen will, gibt es da auch zwei Fähren von Frankreich direkt nach Irland, womit man die Durchquerung Großbritanniens meidet: Einmal von Cherbourg nach Dublin und einmal von Roscoff nach Cork. Da ändert sich dann gar nichts, auch keine Einreisebestimmungen. Vermutlich ist das jedoch wegen der recht langen Passage nicht gerade preiswert.


    Einen schönen Gruß
    Jürgen