Beiträge von Schimmelrieder

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    Landschaft, Literatur & Poesie

    August 2020



    Einen schönen guten Morgen — Es ist zwar noch kein August, doch da ich von morgen an bis in die zweite Augustwoche hinein offline bin, habe ich das Kalenderblatt für August ein wenig vorgezogen. Es zeigt die Elbe, allerdings nicht bei Dresden, sondern von einem Aussichtsturm bei Arneburg im Kreis Stendal aus.


    Das Foto stammt aus dem Jahr 2017. Den Text verfasste Wolf Biermann im Jahr 1973, also noch vor seiner Ausbürgerung aus der DDR.


    Tschüss denn und alles Gute

    Jürgen

    Die Lösung


    Christian alias Freerunner hat Recht: Wir fuhren seinerzeit über diese Wasserstraße von Moskau nach St. Petersburg. Beim Weißmeer-Ostsee-Kanal handelt es sich um eine insgesamt 227 Kilometer lange, durch Flüsse (u.a. die Wolga), Seen und 37 Kilometer künstlich angelegte Kanalabschnitte führende Wasserstraße, die durch den Moskau-Wolga-Kanal mit der russischen Hauptstadt verbunden ist. Es ist also nur der kleinste Teil wirklich ein Kanal. Beim ersten der drei Fotos befanden wir uns auf dem Fluss Swir zwischen dem Onegasee und dem Ladogasee, beim zweiten (Sonnenaufgang) auf dem Uglitscher Stausee und beim dritten (Sonnenuntergang) auf dem Ladogasee.


    Wie man bei der Fahrt über den Uglitscher Stausee sieht, ging beim Bau dieser Wasserstraße unter Stalin in den 1930er Jahren auch so Manches vom ‘alten Russland’ verloren:




    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    an dem die richtige Lösung immer noch nicht gefunden ist. Mehr als 1.000 Meilen vom ersten Lösungsvorschlag (Shannon) entfernt, hatte ich geschrieben. Nun, dazu muss man nicht über den ‘großen Teich’; auch in Europa gibt es Regionen genug, die mehr als 1.000 Meilen vom Shannon entfernt sind. Interessant fand ich die Überlegung von Michael, dass es sich um den St. Lorenz-Strom handeln könnte. Ich war dort auch noch nie, doch wenn es sich um ein fremdes Foto gehandelt hätte und jemand hätte mir gesagt, es handele sich um selbigen, hätte ich das sofort geglaubt. Ein weiter Fluss und Holzeinschlag in fast unberührter Gegend … das hätte wunderbar zu meiner (wahrscheinlich viel zu romantischen) Vorstellung vom St. Lorenz-Strom gepasst.


    Doch nun kommt erst einmal ein weiteres Foto, und wieder passiert der gesuchte Wasserweg einen See, dieses Mal bei Sonnenuntergang:




    Und ich vermute, dass der geneigte Betrachter hier etwas entdecken wird, was ihn auf die richtige Fährte bringen könnte.


    Viel Spaß beim Raten

    Jürgen

    Die Sonne dringt durch den Dunst, und ein neuer Morgen bricht an über dem Wasserweg, den es weiterhin zu erraten gilt, denn das Rätsel ist noch nicht gelöst. Auf dem folgenden Foto von einem Sonnenaufgang passiert dieser Wasserweg gerade einen See:




    Doch zunächst einen Dank an Christian alias Freerunner dafür, dass er sich mit einem Lösungsvorschlag vorgewagt hat, auch wenn er dieses Mal geografisch um viele Meilen (die Zahl ist vierstellig) danebenlag. Und sollte das obige Foto nicht weiterhelfen, habe ich für morgen ein sehr viel aussagekräftigeres von einem Sonnenuntergang in der Hinterhand.


    Tschüüs für heute und alles Gute

    Jürgen

    Einen schönen guten Morgen —


    und nach Christians Fahrt durch den Kaledonischen Kanal bleiben wir auf dem Wasser, wechseln aber das Schiff, das Land und die Wasserstraße:




    Wo, oder auch von wo nach wohin, waren wir denn hier unterwegs?


    Und damit wünsche ich allen einen guten Start in die Woche.

    Jürgen

    Einfach nur so …

    Ein bisschen Irlandfeeling in Zeiten von Corona


    Ein Geräusch lässt mich aus dem Fenster blicken: eine schmale Anliegerstraße, auf beiden Seiten ein Bürgersteig, auf dem so etwa alle zwanzig Meter ein einsames Blättchen liegt. Jeweils ein Mitarbeiter der Dortmunder Stadtwerke mit einem Laubbläser geht auf beiden Seiten der Straße den Bürgersteigs daher, nach Blättchen suchend, die er auf die Straße blasen kann. Dort steht ein großer gelber Wagen der Stadtreinigung mit einem dritten Mitarbeiter, darauf wartend, dass es etwas einzusammeln gibt.


    Jetzt fehlt nur noch vor und hinter dem Arbeitstrupp ein Mann mit einem Stopp-and-Go-Schild, und ich würde mich wie in Irland fühlen, das uns in diesem Jahr versagt bleibt.


    Und damit wünsche ich einen guten Start in den Tag.

    Jürgen

    Nun denn, in welchem Land der Bahnhof liegt, wird ja gleich an zwei Stellen im Bild verraten, und es scheint auch nicht gerade ein Kleinstadtbahnhof zu sein. Von einigen größeren Städten in diesem Land habe ich mir daraufhin Bahnhofsbilder im Internet angeschaut, aber bis jetzt noch kein übereinstimmendes gefunden. Ein gutes Rätsel!


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Moin Freerunner —


    das ist ja prima, dass es mit den Bahnhöfen weitergeht. Zwar habe ich noch nie auf dem abgebildeten Bahnhof gestanden, war auch noch nie in diesem Land, doch ausgehend vom letzten Foto die anderen noch einmal betrachtend bin ich auf den



    gekommen.


    Ich wünsche allen einen schönen Tag.

    Jürgen

    Vom Abstandhalten …



    … in Corona-Zeiten hat es diese Sperlingsfamilie wohl noch nichts gehört, denn von den fünf Vogelhäusern in unseren kleinem Garten hat sie sich dasjenige ausgesucht, das den Menschen am nächsten liegt. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr nistete in dem Vogelhäuschen unter einer Ecke des Pavillons, in dem sich bei gutem Wetter ein Großteil unseres häuslichen Lebens abspielt, ein Spatzenpärchen. Nachdem die hier abgebildete Familie vor einigen Tagen ausgeflogen ist, scheint es schon wieder neue Interessenten an der Immobilie zu geben.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Öffentlicher Verkehr auf Inis Mór



    … und zwar auf der etwa zehn Kilometer langen Hauptverkehrsstraße vom Hafen zum bronzezeitliche Fort Dún Aonghasa an der Nordwestspitze der im Westen Irlands in der Galway Bay liegenden größten Araninsel. Wir selbst waren dort im Juni 2018 auf geliehenen Fahrrädern unterwegs, als uns dieser ‘Pferdebus’ überholte. Das Fort gilt als größte Touristenattraktion der Insel, ist aber total überlaufen. Uns selbst gefällt es am Dún Dúchatair (Schwarzes Fort), an dem sich kaum ein Tourist blicken lässt, viel besser.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juli 2020



    Mit diesen Eingangszeilen aus einer Erzählung, sie trägt den Titel Die schönste Geschichte im Buch, die der spätere isländische Literatur-Nobelpreisträger Halldór Laxness im Alter von zwanzig Jahren zu Papier brachte, geht es nun in den Monat Juli. Das Foto stammt allerdings nicht aus Island, sondern wurde am Renvyle-Strand im Westen Irlands aufgenommen.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Die Gamle Bybroen von Trondheim



    Moin tosamen —


    ich habe am Wochenende mal wieder in meinem Fotoarchiv gestöbert und ein Brückenbild aus Norwegen herausgesucht. Für ein Rätsel dürfte es völlig ungeeignet sein dürfte, denn die Alte Stadtbrücke von Trondheim ist eines der bekanntesten Fotomotive des Ortes. In ihrer heutigen Form entstand sie 1862 durch Umbau einer früheren Brücke, die im Jahr 1681 errichtet worden war. Sie verbindet die Zentrumshalbinsel mit dem Stadtteil Bakklandet, der bei Fotografen für seine pittoresken kleinen Holzhäuser bekannt ist. Das Foto wurde im September 2003 auf einem Diafilm aufgenommen.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    … und soeben landete sie (die Antonov) in der Corona-Krise mit 900.000 medical gowns aus China kommend auf dem Flughafen von Shannon an der irischen Westküste. Aufgrund technischer Probleme, wie es heißt, mit 24 Stunden Verspätung:


    Die Antonov 225 in Shannon


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Wie man im Jahr 1835 mit der Bahn fuhr



    Einen schönen guten Morgen — an dem ich mir erlaube, im Thema Öffentlicher Verkehr in der großen weiten Welt an den Verkehr in den alten Zeiten zu erinnern. Die drei Fotos oben habe ich im April 1985 aufgenommen; sie sind also schon 35 Jahre alt, doch der Anlass zu dieser Fahrt lag genau weitere 150 Jahre zurück.


    Im Jahr 1835 fuhr in Deutschland die erste Eisenbahn, und so ließ die Deutsche Bundesbahn, wie sie damals noch hieß, für das 150-jährige Jubiläum im Jahr 1985 von Lehrlingen eines Bahnbetriebswerkes die Lok Adler aus dem Jahr 1835 nachbauen und schickte sie an einem Wochenende im April auf die Reise, nicht wie 150 Jahre zuvor von Nürnberg nach Fürth, sondern im südlichen Münsterland von Haltern am See nach Lippramsdorf.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Eine andere Perspektive und schon ist es ein interessanter Vergleich. Also am besten auch einstellen!

    Moin Freerunner —


    und ein Dankeschön für das Bild, wobei mir deine Perspektive ausgesprochen gut gefällt! Hier dann also zwei andere Perspektiven der Dubliner Ha’Penny Bridgte, nicht nur in räumlicher sondern auch zeitlicher Sicht, denn die folgenden beiden Fotos stammen vom Februar 1996 und sind damit 22 Jahre älter als dein Foto:





    Das obere Bild ist eine Aufnahme aus der Nordstadt heraus über die Brücke hinweg auf die City, aufgenommen am ganz frühen Morgen, noch ehe noch die Geschäfte öffnen. Das zweite entstand viele Stunden später, ist wie dein Foto von der Südseite der Liffey aus aufgenommen, jedoch mit Blick nach Nordosten, während deiner nach Nordwesten geht. Die Brücke wurde 1816 erbaut und ersetzte eine Fähre, wobei der Erbauer das Recht erhielt, 100 Jahr lang eine Maut von anfänglich einem halben Penny zu kassieren.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juni 2020



    Moin tosamen — Nachdem ich nun drei Wochen ohne Internet gelebt habe, melde ich mich denn heute mit dem Kalenderblatt für den Monat Juni im Forum zurück. Bei dem Gedicht handelt es sich um eine deutsche Übertragung der ersten Strophe von William Butler Yeats Gedicht Down by the salley gardens aus dem Jahr 1889, wobei ich mir erlaubt habe, aus dem ‘Weidengarten’ einen ‘verwunsch’nen Garten’ zu machen, alldieweil das Foto, aufgenommen in einem Juni im Garten von Garinish Island in der Bantry Bay, keine Weiden hergab. Von wem die Übersetzung stammt, habe ich nicht herausfinden können, hier ist der Originaltext:


    Down by the salley gardens my love and I did meet;

    She passed the salley gardens with little snow-white feet.

    She bid me take love easy, as the leaves grow on the tree;

    But I, being young and foolish, with her would not agree.


    In a field by the river my love and I did stand,

    And on my leaning shoulder she laid her snow-white hand.

    She bid me take life easy, as the grass grows on the weirs;

    But I was young and foolish, and now am full of tears.


    Und mit diesen Zeilen des irischen Literatur-Nobelpreisträgers wünsche ich allen einen schönen Start in den Monat Juni

    Jürgen