Beiträge von Schimmelrieder

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    Landschaft, Literatur & Poesie

    September 2022



    Inmitten einer typischen Connemara-Landschaft mit Bergen und Seen liegt an einem Hang bei Gort Mór im Westen Irlands ein Cottage, das einst von Pádraig Pearse (1879 – 1916) als Sommerwohnung und Schule genutzt wurde. Unsterblich wurde er im Bewusstsein seiner Landsleute nur durch seinen Tod, denn wäre er nicht auf die Idee verfallen, am Ostermontag des Jahres 1916 vor dem Dubliner Hauptpostamt die Abspaltung Irlands vom Vereinigten Königreich zu verlesen, wäre ihm zwar ein längeres Leben beschieden gewesen, doch würde den Dorfschullehrer und mittelmäßigen Poeten heute kein Mensch mehr kennen und kaum jemand von dem Cottage Notiz nehmen – wenn es denn dort noch stehen würde.


    Der Text stammt aus dem Roman I Cound Read The Sky von Timothy O’Grady. Im Jahr 2000 erschien er in deutscher Übersetzung unter dem Titel Ich lese den Himmel im S. Fischer Verlag.


    Mit einem schönen Gruß in den September

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    August 2022



    „Seit Jahren hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mit einem kleinen Boot von England aus in die Ostsee zu segeln ...“, schreibt Edward Frederick Knight im Jahr 1887 zu Beginn seines Segelabenteuers durch das norddeutsche Wattenmeer über die Eider und den im späten 18. Jahrhundert gebauten Eider-Ostsee-Kanal in die Baltische See, wie man die Ostsee bei den Angelsachsen nennt.


    Wer heute an der Nordsee sowie an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste Urlaub macht, findet in seinem Bericht ein faszinierendes historisches Bild, wie es dort vor fast 150 Jahren ausgesehen hat. Neben den oben zitierten „Rosen von Tönning“ (das Foto nahm ich im vergangenen Sommer in Tönnings Fischerstraße auf) zeigte er sich auch sehr beeindruckt von den, ich zitiere, „gebildeten jungen Frauen des hübschen alten Städtchens Tönning“, wo es, so sein Eindruck, Sitte ist, die jungen Mädchen zur Abrundung ihrer Erziehung nach London zu schicken, so dass sie – ganz im Gegensatz zu den Zollbeamten – allesamt die englische Sprache verstehen.


    Mit einem schönen Gruß in den August

    Jürgen

    Ein bescheidener Vorschlag zur Personalbindung


    Moin tosamen — Allerorten wird in diesen Tagen über Personalmangel geklagt, und dass Mitarbeiter, wenn man mal welche hat, sich wieder auf und davon machen.


    In der vergangenen Woche war ich in Heide und besuchte den in Erinnerung an den Heider Marktfrieden von 1447 abgehaltenen mittelalterlichen Jahrmarkt. Wie es scheint, gab es schon in früheren Jahrhunderten das Problem der Personalflucht, doch hatte man, einfallsreich wie man seinerzeit war, auch eine Lösung parat:




    Schöne Grüße

    Jürgen

    Ja —


    ich denke mir, aus China kommt die richtige Lösung. Irre, was man dort alles über Deutschland weiß :)! Bin ich doch selbst vor gar nicht langer Zeit den Weg, dessen Gestalt mir nun auf dem letzten Foto sehr bekannt vorkommt, hochgeradelt und habe im Krog am Zielort eine Portion Lammsauerfleisch genossen.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Das ist doch bestimmt ein Fall für den Schimmelrieder:)

    Moin tosamen :),


    nun denn, Ansichten wie die oben gezeigten gibt es viele an der schleswig-holsteinischen Westküste und mit die höchste Dichte von Windrändern in Dithmarschen südlich der Eider. Da müsste ich jetzt nur ein paar Meter aus dem Haus zur Eider gehen, um jenseits des Flusses eine ganze Batterie davon abzulichten. Doch zumindest für mich sind die bisherigen Fotos zu unspezifisch, um auf einen konkreten Ort tippen zu können. Vielleicht kommt ja in den nächsten Tagen noch etwas Spezifischeres.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin tosamen —


    So ganz viel Ahnung habe ich auf dem Gebiet der Kulinarik nicht, doch um hier auch mitposten zu können :), habe ich mal in meinem Archiv gestöbert.


    In der ersten Hälfte der zweiten Dekade unseres Jahrhunderts hatte die Nordsee-Tourismus-Service GmbH die Idee zu einem ‘Nordseeteller’. Betriebe in Nordfriesland und Dithmarschen wurden angeschrieben und zu einem Wettbewerb eingeladen. Voraussetzung war ein innovatives, kreatives und regionaltypisches Gericht, das im Tagesgeschäft zu einem Preis von 12,50 Euro umsetzbar war, denn von Ostern bis Oktober mussten alle teilnehmenden Betriebe ihren ‘Nordseeteller’ auf ihre Speisekarte setzen, der dann sowohl von ihren Gästen als auch von einer Jury bewertet wurde. Den Wettbewerb gab es mehrere Jahre lang, bis er irgendwann einmal eingestellt wurde.


    Hier nun abgebildet mit den ‘Deichgelüsten’ aus der Holländischen Stube in Friedrichstadt unser Lieblings-Nordseeteller jener Jahre, der dann am Ende zu den Preisträgern gehörte:




    Vielleicht ist er nicht etwas für Leute, die zuvor fünf Stunden Holz gehackt hatten, aber er war ausgesprochen lecker und wurde in jenem Jahr mehr als einmal von uns getestet.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juli 2022



    Und damit bin ich beim Kalenderblatt für den Monat Juli des Jahres 2022, für das ich ein Foto ausgewählt habe, das ich vor drei Jahrzehnten auf Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, aufnahm. Noch viel älter ist der Ursprung des Textes, ein Lied, das aus dem 16. Jahrhundert stammen soll und sich im Repertoire unzähliger Folksänger findet. Ich selbst besitze davon eine Live-Aufnahme mit Pete Seeger, die bei seinem legendären Carnegie-Hall Konzert im Jahr 1963 aufgezeichnet wurde.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin tosamen —


    von wegen ‘Rezepte’ (um mich auf den vorhergehenden Beitrag zu beziehen) fällt mir jetzt auch noch etwas ein, wobei es allerdings um Rezepte geht, die der Arzt austellt. Wir hatte in Irland auch schon einmal ein gesundheitliches Problem, und beim Abholen des Rezeptes in der Apotheke wurden die Daten in einen Computer eingetippt und wir bekamen wir dann einen ausgedruckten DIN A4-Papierbogen mit, auf dem in gut lesbarer Schrift stand, wann und in welcher Dosierung die Pillen im konkreten Fall einzunehmen waren und was bei dem Medikament alles zu beachten war.


    Also kein "Was hatte er noch mal gesagt, wann und wie sie einzunehmen sind" mehr und kein Suchen von diesen und anderen Infos auf dem in winziger Schrift gedruckten Beipackzettel.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Zitat von Helle

    Sollten wir nicht zuerst das aktuelle Rätsel lösen, bevor das Nächste kommt?

    Die Regel war doch mal: Wer ein Rätel gelöst hat, stellt, das Nächste ein. Hat sich da was geändert?

    Im Moment ist Michaels Rätsel mit der Figur am Wasser noch nicht gelöst.


    Sonst blickt ja Keiner mehr durch... :)


    Und dies war das Rätsel:


    Okay, das habe ich auf meiner gerade beendeten, großen Tour gesehen.

    Was und/oder wo ist das wohl gewesen? ...

    Moin tosamen —


    Ja, dann mache ich mich mal an das Rätsel von Binford_2500 vom vergangenen Sonntag. Da hatte er uns wohl eine Verwandte der Kleinen Meerjungfrau gezeigt, die allerdings nicht in Kopenhagen wohnt, sondern am großen Eutiner See. Geboren wurde Die Schauende 1984, wobei der Eutiner Bildhauer Karlheinz Goedtke als Geburtshelfer fungierte.


    Zum darauf folgenden Rätsel von Sanitär kann ich allerdings nichs beitragen, doch da gibt es gewiss andere hier, die es lösen können oder Tipps auf Lager haben.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Christian —


    ja, ich denke, ich habe diesen Bahnhof schon einmal als Umsteigebahnhof verwendet, als Umsteigebahnhof von der Bergenbahn in die Flåms-Eisenbahn. Womit wir dann im norwegischen Myrdal sind.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin tosamen — Um mal etwas anderes als ein Rätsel oder die neuste Spekulation von der Corona-Front bzw. der politischen Weltlage zu posten, habe ich mal in meinem Tagebuch gestöbert und bin auf die folgenden völlig unspektakulären Notizen gestoßen:



    Wastin’ Time — Ein Vormittag auf Hooge


    Sittin’ on the dock of the bay,

    Watching the tide roll away,

    I’m just sittin’ on the dock of the bay

    Wastin’ time. – Otis Redding


    Es mag gegen elf Uhr sein; ich sitze auf meiner Lieblingsbank auf Hooge, vor mir ein breiter Wasserlauf. Rechts ein kleiner Steg und halblinks, wohl einige hundert Meter entfernt auf der anderen Seite des Priels, die Kirchwarft, vornweg das niedrige reetgedeckte Kirchlein und dahinter imposanter und höher das sie überragende Pastorat. Rechts von ihm ein solitärer Baum, dessen Höhe die Wohnstätte des Pastors noch zu übertreffen scheint. Ein Trupp Graugänse betrachtet die Szene von oben.


    Mir fast genau gegenüber, vielleicht eine halbe Meile Luftlinie entfernt, bildet die Hanswarft, von der ich kam, einen Buckel auf der ansonsten geraden Horizontlinie. Der Himmel ist wolkenlos, am Horizont und über der Warft etwas diesig-grau, und geht zur Unendlichkeit hin in ein tiefes Blau über. Der Wind, von mir als kräftig empfunden und von den Halligbewohnern wohl nur als sachte Brise akzeptiert, drückt die Binsen der Uferböschung tief zum Wasser hinunter und weht mir beim Schreiben die Blätter um den Bleistift.




    Ich blinzele in die Sonne. Sie scheint mir von halbrechts ins Gesicht und lässt das Wasser in einem breiten, ausgefransten Streifen, der sich diagonal zur anderen Seite des Priels hinüberzieht, flimmern, mittendrin und kaum auszumachen in dem gleißenden Licht zwei Enten. Noch weiter rechts gleiten im Schatten der jenseitigen Uferböschung zwei Schwäne über das Wasser. Schwäne sind sich ein Leben lang treu, vielleicht sind es dieselben, die ich gestern Abend fotografierte. Drei Graugänse haben sich von dem Trupp über der Kirchwarft abgesondert und fliegen mit lautem Spektakel und weit vorgestrecktem Hals den Priel hoch.


    Nach meiner Kameraruhr, denn eine andere habe ich nicht, sitze ich hier seit mehr als anderthalb Stunden. Die Passanten in dieser Zeit: Eine Dame in einem dunklen Hosenanzug, von links kommend, also aus Richtung der Kirchwarft. Die Pastorin? Dann von rechts auf einem Fahrrad ein Mann mit weißgrauem Vollbart und einem Hund an der Leine. Es sieht so aus, als ob der Hund das Fahrrad zieht, vielleicht macht es der Rückenwind. Eine ganze Weile später erscheint eine Fußgängerin mit zwei Hunden, einem großen graugescheckten auf vier Beinen und einem etwas kleineren braungescheckten auf dreien. Beide scheinen ihren Ausflug zu genießen, der Dreibeinige nicht weniger lebhaft als der auf vier Pfoten. Eine halbe Stunde später lässt mich ein Tuckern nach rechts blicken. Ein grüner Trecker naht und passiert meine Bank, am Lenkrad ein Mann mit einer Schiffermütze, der eher nach einem Seebären als nach einem Bauern aussieht. Jetzt kommt der Weißgraubärtige auf seinem Fahrrad zurück und scheint seinen Hund im Gegenwind zu ziehen.


    Die Geräusche: Der Wind, der Wind und der Wind. Das Rascheln und Rauschen der Binsen im Wind. Das Rascheln der Papierseiten meines Tagebuchs, wenn der Wind sie mir aus der Hand schlägt und um den Bleistift flattern lässt. Das Spektakel der Graugänse, wenn ein Trupp aus den Halligwiesen aufsteigt. Und wenn der Wind hin und wieder aussetzt um neu Atem zu schöpfen, dringt von der Hanswarft das Muhen von Kühen zu mir herüber.


    Es ist schon halb zwei, hat mir der alte Mann erzählt, der am Stock langsam des Weges kam und sich zu mir auf die Bank gesetzt hat. Da muss ich mich sputen, um mien Deern von ihrem Malkurs auf der Hanswarft abzuholen. Wir wollen zusammen Essen gehen, ehe das Malen am Nachmittag fortgesetzt wird. Ich schwinge mich auf den Fahrradsattel, trete in die Pedale und summe Sittin’ on the dock of bay vor mich hin.


    Einen schönen Tag wünsche ich allen

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juni 2022




    Nun bricht der letzte Monat der ersten Jahreshälfte an, und die Reise geht mit dem Kalenderblatt vom Juni 2022 in den Süden. Der Text stammt von einem deutschen Reisenden, der im Jahr 1935 die griechische Insel Santorin besuchte. So ganz ‘taufrisch’ ist das Foto allerdings auch nicht. Es entstand — wir hatten eine Woche zuvor geheiratet und uns für zwei Wochen in einer kleinen Pension mit wenigen schlichten Zimmern im Dorf Akrotiri eingemietet — im Juni 1987. Das Foto ist damit ein halbes Jahrhundert jünger als der Text, doch konnten wir dem Eindruck des Reisenden aus dem Jahr 1935 durchaus bestätigen. Wie es heute im Zeitalter der Kreuzfahrtschiffe auf der Insel aussieht – vielleicht ist es besser, wenn ich es nicht sehe.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Die Freiluftsaison beginnt


    Moin tosamen —


    allerorten beginnt die Freiluftsaison in den Schwimmbädern, und so habe ich in meinem Archiv geblättert und zwei Fotos zu diesem Thema gefunden. Das erste wurde im Jahr 2011 in Irland im County Clare aufgenommen, die zweite Szene entdeckte ich kürzlich in Worpswede:





    Auf dem unteren Foto scheinen sich die badenden Herrschaften ja recht wohl zu fühlen, während mir das obere dann doch eher ein Fall für Hercule Poirot oder Miss Marple zu sein scheint.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Mai 2022




    Und somit sind wir beim Kalenderblatt für den Mai 2022. Das Foto zeigt zwar nicht genau das Moor, das Sir Arthur Conan Doyle 1902 in seinem Roman The Hound of the Baskervilles beschrieb, doch wird es nicht sehr viel anderes ausgesehen haben. Aufgenommen wurde das Foto an der irischen Westküste im Derrygilmlagh Bog bei Clifden, nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt, an der im Jahr 1919 der erste Nonstop-Transatlantikflug der Geschichte mit einer glimpflich abgelaufenen Bruchlandung seinen erfolgreichen Abschluss fand.


    Einen schönen Gruß

    Jürgen

    ging die Reise weiter zum Vörder See in Bremervörde.

    Moin Michael –


    toll, mal etwas aus dieser Gegenden zu lesen und zu sehen. Da waren unsere Ziele zeitweise ja gar nicht so weit voneinander entfernt, denn unsere Osterreise ging nach Worpswede / Fischerhude. Wobei man als FeWo-Urlauber natürlich nicht so weit in so kurzer Zeit herumkommt.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Der Barkenhoff & Heinrich Vogeler





    1894 schloss sich der Maler, Grafiker, Buchillustrator, Architekt und Designer Heinrich Vogeler der Künstlerkolonie Worpswede an und erwarb eine Bauernkate, die er in den Folgejahren zu einer Jugendstilvilla umbaute und Barkenhoff (Birkenhof) nannte. Zur Jahrhundertwende wurde der Barkenhoff zu einem wichtigen Treffpunkt der Künstlerkolonie. Zu dieser ‘Barkenhoff-Familie’ gehörten der Dichter Rainer Maria Rilke, der hier seine Frau, die Bildhauerin Clara Westhoff (eine Freundin von Paula Modersohn-Becker) kennenlernte, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Paulas Schwester Milly, seine künftige Ehefrau Martha und sein Bruder Franz mit Frau Philine angehörten. Die drei Paare Rilke & Clara, Modersohn & Paula sowie Vogeler & Martha heirateten hier im Jahr 1901.


    Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete sich Vogeler als Kriegsfreiwilliger, wurde aufgrund seiner Erlebnisse an der Front zum Pazifisten und Kommunisten und machte den Barkenhoff nach dem Krieg zu einer Kommune und Arbeitsschule, um damit zu zeigen, dass ‘eine neue Gesellschaft’ möglich ist. Nach dem Scheitern des Projekts wurde der Barkenhoff 1923 zu einem Kinderheim der ‘Roten Hilfe’, das 1932 geschlossen wurde. Nach mehreren Reisen nach Moskau emigrierte Vogeler 1931 endgültig in die Sowjet-Union und wurde dort nach Einmarsch der deutschen Wehrmacht nach Kasachstan zwangsevakuiert, wo er 1942 starb. Heute befindet sich im Barkenhoff das Heinrich-Vogeler-Museum.


    Die obigen Fotos entstanden am 9. April dieses Jahres kurz vor Sonnenuntergang.


    Schöne Grüße nun wieder aus Tönning

    Jürgen

    Sollte es so richtig gelöst sein?


    Heinrich Vogler-Bahnhof von Worpswede


    Und damit haben wir die komplette Lösung, so dass sich Niedersachsen neben dem Hundertwasser-Bahnhof von Uelzen mit dem Vogeler-Bahnhof von Worpswede eines zweiten ‘Künstlerbahnhofs’ rühmen kann, denn der Entwurf für den 1910 fertiggestellten Bahnhof und seine historische Einrichtung geht zurück auf Heinrich Vogeler, dem Mitbegründer der Worpsweder Künstlerkolonie. Hier ein Foto von der Bahnsteigseite:




    1973 wurde der fahrplanmäßige Schienenverkehr eingestellt, doch seit der EXPO 2000 verkehren hier von Mai bis Oktober als Museumsbahn wieder Züge, und man kann mit dem legendären OrientMoor-Express in historischen roten Schienenbussen via Worpswede von Bremen durchs Teufelsmoor nach Stade fahren.


    Zu Heinrich Vogeler hier in Kürze mehr unter dem Thema Von Häusern und Menschen.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Könnte es sein, daß an diesem Bahnhof schon Paula Modersohn-Becker und ihr Ehemann Otto Modersohn ein- und ausgestiegen sind?

    Ich glaube, das ist der ehemalige Bahnhof von Worpswede.

    Moin Michael —


    das ist bezüglich des hinteren auszufüllenden Feldes des Rätsels


    __________-Bahnhof von _____________


    zweifellos richtig, ans Ende gehört "Worpswede" hin. Doch enthielt das Räsel auch ein vorderes auszufüllendes Feld, Ich hatte auf den Hundertwasser-Bahnhof von Uelzen Bezug genommen; aus "Uelzen" wurde dabei "Worpswede", doch durch was muss (im vorderen Teil des Rätsels) "Hundertwasser" ersetzt werden? Wie in Uelzen hatte bei der Gestaltung des Bahnhofs auch hier ein Künstler seine Hand im Spiel, und dieser kam, wen wundert's, aus der Worpsweder Künstlerkolonie.


    Schöne Grüße

    Jürgen