Beiträge von Schimmelrieder

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    ich habe keine Ahnung, aber den Fisch würde ich gerne einmal essen :)

    Moin Sanitär —


    wie es halt auf mehr oder weniger vom Festland entfernten Inseln der Fall ist, gibt es dort in der Tat guten Fisch. Es ist zwar eine europäische Insel, auf der sich unser Navigationsschaf Eileen Óg mit einem Seefahrer fachkundig über den richtigen Kurs zu einem bestimmten Ziel unterhalten hat, doch mit einem Wohnmobil von Deutschland aus nur sehr schwer zu erreichen.


    Überhaupt kann ich mich nicht daran erinnern, auf dieser Insel überhaupt Wohnmobile gesehen zu haben, doch meine Hand dafür ins Feuer legen würde ich nicht. So ein bisschen in Richtung des Sprachraums hat Michael ja schon einen Tipp gegeben, und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass dieser Seefahrer es sehr schwer hatte, in höchsten Kreisen Sponsoren zu finden.


    Schöne Grüße

    Jürgen


    Danke schön Michael,


    und dann mache ich mal weiter. Seit vielen Jahren begleitet uns auf unseren Reisen unser Reise- und Navigationsschaf Eileen Óg. Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrung ist sie inzwischen – ich hoffe, sie liest hier nicht mit – ein bisschen eingebildet und glaubt jedem, dem sie begegnet, von ihren Abenteuern berichten und ihm Reisetipps und Ratschläge für die Navigation geben zu müssen.


    Daher nun die Frage: An welchem Ort der Welt befindet sie sich hier, und wen glaubt sie, hier beraten zu müssen?


    Viel Spaß beim Nachdenken
    Jürgen


    Moin Michael —


    nun, ich weiß nicht so recht, was nun eigentlich die Rätselfrage ist? Wie der Name des Schwiegersohns des Baggerführers lautet? Wo das Ding gebaut wurde? Wo das Ding hier gerade steht?


    Der Aufdruck MINE 19 weist wohl nicht auf eine deutsche Braunkohlengrube hin, woran ich zuerst dachte. Handelt es sich vielleicht um den Big Brutus, einst eingesetzt im Kohletagebau der USA? In einem Bergbaumuseum in Kansas soll so ein Ding stehen, finde ich im Internet.


    Mit einem Gruß in den Feierabend

    Jürgen

    Business in Zeiten von Corona




    Moin tosamen — Natürlich weiß ich, dass die Corona-Pandemie kein Spaß ist, doch ein bisschen Humor, den ich in diesem Zusammenhang auf zwei Fotos festgehalten habe, wird man mir hoffentlich nicht übelnehmen.


    Das linke Foto habe ich in der vergangenen Woche vor einem Restaurant an der Husumer Hafenmeile fotografiert, das rechte an der Innenwand eines Unterstandes in der Nähe eines Corona-Testzentrums und Wohnmobil-Stellplatzes. Eine Idee vielleicht auch für andere Womo-Besitzer?


    Mit einem schönen Gruß aus Deutschlands hohem Norden
    Jürgen

    Moin Alex —


    nun, die Lösung habe ich nicht, aber um die Diskussion anzustoßen, mache ich auf Neuhochdeutsch ausgedrückt ein ‘Brainstorming’ und versuche, deinem Hinweis nachzugehen.


    Ein berühmter, weitgereister Schriftsteller der britischen Inseln soll in dem Ort gewesen sein. Aus der Formulierung schließe ich, dass es keiner aus dem ‘englischen Kernland’ war, denn dann hättest du vermutlich ‘englischer Schriftsteller’ geschrieben. Wie wäre es mit einem aus Wales oder Schottland? An berühmten walisischen Schriftstellern fällt mir auf Anhieb nur Dylan Thomas ein, der aber nicht viel herumgereist ist. Ganz anders der Schotte Robert Louis Stevenson, der seine letzten Lebensjahre in der Südsee und dort insbesondere auf Samoa verbracht hatte. Nach dort kann man dein Foto wohl kaum verorten, doch entdecke ich in meinem Buchregal einen Reisebericht von ihm aus den 1870er Jahren mit dem Titel Reise mit einem Esel durch die Cevennen. Diese Region scheint mir, auch wenn ich dort noch nicht war, bei der Landschaft und Bauweise der Häuser auf dem Foto schon eher möglich,


    Ein Ort in den Cevennen ist daher mein Tipp, doch da ich mich dort nicht weiter auskenne, lasse ich erst einmal andere weiterraten.


    Ich wünsche ein schönes Wochenende

    Jürgen

    Meine Gratulation —


    ja, es ist die Kathedrale von Canterbury, und wer den Craftshop der Kathedrale aufsucht, wird dort unzählige Ausgaben von Geoffrey Chaucers ab dem Jahr 1387 verfassten Canterbury Tales finden, es ist der Klassiker der mittelenglischen Literatur überhaupt. Die Idee bei meinem leider ganz so hilfreichen Tipp war, dass jemand mal im Internet nach englischer Literatur des 14. Jahrhundert forscht; da stehen die Canterbury Tales dann ganz obenan.


    In diesen Canterbury Tales zieht eine Gruppe von Pilgern von einem Vorort von London nach Canterbury, wo sie in der Kathedrale das Grabmal von Thomas Becket, einem ehemaligen Lordkanzler und Erzbischof besuchen wollen. Ein Herbergswirt schlägt ihnen vor, auf dem Hin- und Rückweg je zwei Geschichten (die Canterbury Tales) zu erzählen, und verspricht dem besten Erzähler als Preis eine Gratismahlzeit.


    So viel zu den Hintergründen, und hier kommen noch ein paar Bilder …




    … derweil Michael mit einem neuen Rätsel weitermachen darf.


    Jürgen

    Zitat von Binford_2500

    ... Aber jetzt habe ich eine Liste von über 40 Kathedralen gefunden. Die Suche beginnt.

    Leider hat die "Pilger"-Suche nichts gebracht.


    Hallo Michael —


    bei meinem Tipp bitte das 14. Jahrhundert nicht vergessen, denn so furchtbar viele heute noch gedruckte klassische Werke der englischen Literatur aus dem 14. Jahrhundert, in denen Pilger zu einer Katherale ziehen, gibt es nicht.


    Letztlich nur ein einziges, und icht nur für Anglistiker. Ich habe gerade einmal bei Amazon nachgeschaut und sechs im Handel befindliche deutsprachige Ausgaben dieses Werkes gefunden, dass den Namen der Stadt mit der Kathedrale im Titel trägt.


    So long

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juli 2021



    Mit etwas Verspätung hier nun das Kalenderblatt für den Monat Juli. Der Text stammt aus dem letzten Kapitel von Haldor Laxness’ Roman Auf der Hauswiese (isländisch I túninu heima). Er nannte das Buch einen Roman, doch sind es im Wesentlichen autobiografische Erinnerungen an seine Kindheit.


    Das Foto zum Text stammt zwar aus Irland, passt aber, so finde ich, dennoch zu diesem Text. Ich nahm es im Juni 2019 an der Westküste auf und war mir damals sicher, auch den Juni 2020 und 2021 wieder in Irland verbringen zu können. Doch es kam anders.


    Soviel für heute und alles Gute

    Jürgen

    Am 19. Juli will sich Irland wieder dem Reiseverkehr öffnen …




    … und da kann man dann auch hier bald wieder öffnen :) !


    Das Foto entstand im Juni 2018 auf Inis Mór, der größten der drei Aran Inseln vor der Galway Bay. Craggy Island, sollte man vielleicht hinzufügen, ist der Name einer fiktiven Insel vor der irischen Westküste, auf die in der Kultserie Father Ted des irischen Fernsehens drei irische Priester strafversetzt wurden.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Die Seilbahn nach Dursey Island



    Eine Seilbahn, stelle ich gerade fest, hatten wir hier bislang noch nicht, und so präsentiere ich heute Ireland’s one and only cable car, wie sie sich rühmt, die einzige Seilbahn Europas, die übers offene Meer führt – geschätzte zweihundert Meter weit in dreißig Meter Höhe. In Betrieb genommen wurde sie 1969. Für die Sicherheit der Passagiere ist gesorgt, denn von der Decke der Kabine baumelt an einem Bindfaden ein Fläschchen mit Weihwasser und an der Wand hängt der Ausdruck eines Gebets.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    … Ich mag heute nur eine Brücke zeigen, aber ohne Rätsel, dazu ist die zu unbekannt, unbedeutend und namenlos. Sie befindet sich im Pekinger Ditan-Park und ist zu allen Jahreszeiten und unterschiedlichen Blickwinkeln irgendwie immer ganz idyllisch. :)


    Warum auch, man muss ja nicht aus jedem Beitrag ein Rätsel machen. Ein tolles Foto! Und so füge ich dann gleichfalls ohne ein Rätsel daraus zu machen noch eine Brücke aus Irland hinzu, das


    Viadukt von Newport …



    … über das von 1895 bis 1937 Züge von Westport bis an den Achill Sound fuhren. Die Gleise wurden unmittelbar nach der Stilllegung der Strecke demontiert und der Stahl nach Deutschland verhökert, um – so die Legende – im zweiten Weltkrieg als Bomben auf Irland zurückzufallen.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Juni 2021




    Ein neues Kalenderblatt mit ein paar Zeilen aus einem Lied von Hannes Wader aus dem Jahr 1985, mit dem er, wie er bei einem Auftritt erzählte, die Stimmung aus der Erzählung Dshamilja des kirgisischen Dichters Tschingis Aitmatow wiedergeben wollte, die der französische Dichter Louis Aragon ‘die schönste Liebesgeschichte der Welt’ nannte.


    Was das Foto der Weiden am Fluss betrifft, mag ich nicht ausschließen, das Hannes Wader daselbst schon einmal gestanden hat. Ich entdeckte den verborgenen Winkel im Mai letzten Jahres am Ufer der Eider bei Reimersbude, gar nicht so weit entfernt vom damaligen Wohnsitz des Liedermachers in seiner Windmühle bei Struckum.


    Und damit einen guten Start in den Juni.

    Jürgen

    Das Beste am Norden …



    … sind unsere Schlossbewohner


    Wo heute in Tönning das frühere Kreishaus mit der Nationalparkverwaltung steht, befand sich einst das Schloss mit seinen fünf Türmen. Von 1581 bis 1584 erbaut, wurde es 1735 nach einer Belagerung durch den dänischen König Friedrich V. abgerissen, doch sagt man, dass an dem Ort, an dem es stand, alle sieben Jahre drei Jungfrauen erscheinen und das Schloss nach ihrer Erlösung in alter Pracht auferstehen wird. Bis dahin muss man sich mit dem Modell im Schlossgraben zufrieden geben – doch das Teichhuhn, das es in diesem Frühjahr besetzt hat, zeigt sich auch mit der Miniaturausgabe zufrieden.


    Mit einem schönen Gruß aus der Stadt an der Eidermündung

    Jürgen

    Das Haus in der Husumer Wasserreihe und Theodor Storm




    Nach dem Tod seiner ersten Frau Constanze heiratete Theodor Storm die 38-jährige Dorothea Jensen, die er bereits kurz nach seiner ersten Hochzeit kennen gelernt hatte, und zog mit ihr in Hafennähe in das Haus Wasserreihe 31. Nichts ist in diesem Haus, in dem der Dichter und Landvogt von 1866 bis 1880 wohnte, mit Kordeln abgesperrt. Schilder ‘Berühren verboten’ sucht man vergeblich und ältere Leute, so wurden wir informiert, dürfen sich auch schon einmal auf einen der Stühle setzen, auf denen schon Storm gesessen hat. Wir fühlten uns allerdings nicht angesprochen.


    Im ersten Stock kommt man in die Hauptwohnstube, die heute wieder original möbliert ist. Hier stehen das alte Tafelklavier — Storm war auch ein guter Sänger — und der Sessel, aus dem heraus er die neugeschriebenen Kapitel der Familie vorlas, insgeheim die Mienen seiner Zuhörer beobachtend. Wirkten sie gelangweilt, so wurde das Kapitel gestrichen.


    Dann rief vielleicht die Pflicht und der Landvogt zog sich in sein 20 Quadratmeter großes Arbeitszimmer im Erdgeschoss zurück, von wo aus er das heutige Nordfriesland einschließlich der Insel Sylt verwaltete. Die Akten hatten in einem Schrank Platz, es musste nicht alles schriftlich begründet werden. Ein Mord im Hinterland? Der Landvogt muss ihn aufklären, verbindet das Ganze mit einem Familienausflug — und wer weiß, am Ende springt vielleicht eine feine Novelle dabei heraus.


    Im früheren Elternschlafzimmer steht heute der Schreibtisch, den er zu seinem siebzigsten und letzten Geburtstag bekam und an dem er den Schimmelreiter vollendete. Da lebte er in Hademarschen. Vier Säulen in Form einer Eule tragen das Oberteil, geschnitzt von einem 15-jährigen Lehrling aus einer Kieler Werkstatt. Emil Hansen hieß der junge Mann, der sich dann später Emil Nolde nannte.


    Im Obergeschoss dann das ‘Poetenstübchen’, das original aus der Stormzeit erhalten ist und in dem mehr als zwanzig seiner Novellen entstanden. Steht man in diesem Zimmer mit seinen dunkelroten Wänden, dunklem Deckengebälk und dunklem Mobiliar, in das nur wenig Licht durch das kleine Fenster fällt, versteht man, warum Storms Geschichten oft etwas düster-melancholisch sind. Er hatte sich dieses Arbeitszimmer ‘selbst gedichtet’, als er die untere Etage aus Geldmangel vermieten musste. Die schwarze Holzdecke hatte er sich zu seinem 60sten geleistet, als er, wie er in einem Brief vermerkte, “als ein bis dato armer Mann endlich die Früchte seiner schriftstellerischen Arbeit zu ernten begann”. Denn nach Gründung des norddeutschen Bundes hatte die preußische Obrigkeit im Rahmen einer Verwaltungsreform die Husumer Landvogtei aufgehoben und ihn bei verminderten Bezügen zum Amtsrichter degradiert. Mit den Mieteinnahmen reichte es aber noch für zwei Dienstmädchen.


    Und damit wünsche ich allen ein schönes Wochenende — und unserem Admin Michael nach seinem Unfall eine gute Genesung :thumbup:!
    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Mai 2021




    Mit einem neuen Kalenderblatt und einem Gedicht von John Edward Masefield (1878 – 1967) aus dem Jahr 1902 geht es in den Monat Mai. Kurz vor seinem 13. Geburtstag floh der für seine realistische bis mystische Lyrik bekannte Sohn eines Rechtsanwalts aus einem traditionsreichen englischen Internat und heuerte kurz darauf auf dem Schulschiff HMS Conway der Royal Navy an, wo er als Junior Officer ausgebildet wurde. Anschließend fuhr er bis zu seinem 21. Lebensjahr auf Passagierschiffen über den Atlantik, ehe er 1897 wegen einer Krankheit nach England zurückkehren musste und mit seiner literarischen Tätigkeit begann.


    Das Foto entstand 2018 auf der Renvyle-Halbinsel an der irischen Westküste vor dem Eingang zum Killary Fjord, und mit diesem Foto wünsche ich allen einen guten Start in den Monat Mai.


    Jürgen

    Moin tosamen —


    Nun ist aus wohlbekannten Gründen schon zum zweiten Mal in Folge das große Krokusblütenfest am Schloss vor Husum ausgefallen, und wenn ich auch ansonsten die meisten der von der Obrigkeit verordneten Regeln zur Eindämmung der Epidemie akzeptiere, bin ich doch ganz froh, dass sich die Krokusse in diesem Jahr nicht an das Versammlungsverbot gehalten haben:





    Die in der vergangenen Woche aufgenommen Fotos wurden allerdings, wie vielleicht der eine oder andere bemerkt haben mag, nicht vor dem Husumer Schloss aufgenommen, sondern siebzehn Kilometer weiter südlich im Schlossgarten von Tönning.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen