Beiträge von Schimmelrieder

Lust auf eine nette und reiselustige Community? Dann melde dich doch ganz einfach, schnell und kostenlos an. Anschließend stehen dir alle Funktionen im Forum zur Verfügung.

    Landschaft, Literatur & Poesie

    Oktober 1921



    Mit einem Gedicht von Hermann Hesse aus dem Jahr 1905 verabschieden wir uns nun vom Sommer, und es geht in den Herbst. Einen ‘Goldenen Oktober’ zeigt das vor acht Jahren an der irischen Westküste auf der Renvyle-Halbinsel entstandene Foto nicht, und so bleibt zu hoffen, dass sich der Oktober des Jahres 2021 das Foto nicht zum Vorbild nimmt.


    Mit einem schönen Gruß aus Deutschlands hohem Norden
    Jürgen

    Das General Post Office & Patrick Pearse



    Am Ostermontag, dem 24. April 1916, besetzten Aufständische das Dubliner Hauptpostamt, und der Dorfschullehrer Patrick Pearse proklamierte vor dem Gebäude die Irische Republik. Der Aufstand, der kaum Unterstützung in der Bevölkerung fand und von manchen als Verrat an den in den britischen Streitkräften im Ersten Weltkrieg kämpfenden eigenen Landsleuten gesehen wurde, war nach wenigen Tagen von britischen Truppen niedergeschlagen und seine Anführer wurden nach einem Schnellprozess hingerichtet. Das in der Folge harte Vorgehen der britischen Regierung führte dann nachträglich zu einer Solidarisierung der Bevölkerung mit den nun als Märtyrer gesehenen Aufständischen und der für die Unabhängigkeit Irlands kämpfenden Bewegung, die 1919 in einen Guerillakrieg und Ende 1921 in die Gründung des Irischen Freistaats mündete.


    Und damit wünsche ich allen einen guten Start ins Wochenende
    Jürgen

    Moin tosamen —


    dann gebe ich mal ein paar "didaktische Tipps":). Ich hatte als Tipp verraten, dass man sich in der Stadt (u.a.) mit slàinte mhaith zuprostet und das nicht die (leicht davon abweichende) irisch-gälische Schreibweise ist. Irland würde ich dann schon einmal ausschließen. Wie würde ich nun, wenn ich nicht weiter weiß und die Stadt nicht anhand des Fotos erkannt hätte, zur Lösung des Rätsels weiter vorgehen?


    (a) Ich würde dieses ominöse slàinte mhaith in eine Suchmaschine meines Vertrauens eingeben und (auf die genaue Schreibweise achtend) schauen, welchem Land die Suchmaschine dieses "Prost" zuordnet.


    (b) Im nächsten Schritt würde ich mir überlegen, welche großen Städte ich in diesem Land kenne (ich vermute, mehr als zwei fallen da kaum jemandem ein).


    (c) Ein Foto von oben kann von einem Turm oder auch Berg oder Hügel aufgenommen werden. Im dritten Schritt würde ich dann erst einmal überlegen, ob es in einer dieser Städte Berge oder Hügel gibt, um dann


    (d) am Ende darüber zu spekulieren, von welcher Erhebung das Foto wohl gemacht sein könnte.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Zitat von helle

    eventuell auf dem Dach der Guiness-Brauerei in Dublin??

    Hallo Helmut —


    nun, der ‘Kulturkreis’, wenn ich es einmal so sagen darf, stimmt schon, und man bekommt in der Stadt, die hier von einem erhöhten Standpunkt aus abgelichtet ist, auch problemlos sein Pint Guinness. Doch prostet man sich dort statt mit Sláinte mhaith (wie in der irischen Hauptstadt) mit Slàinte mhaith zu — wobei ich keine Ahnung habe, ob man diesen feinen Unterschied an der Aussprache erkennen kann.


    Also frage ich noch einmal neu, wo ich damals stand.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie

    September 2021



    Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Schotte Robert Louis Stevenson, sich Linderung von seinem Lungenheilen erhoffend, mit seiner Frau Fanny und seinem Stiefsohn Lloyd Osbourne auf der Samoa-Insel Upolu, wo er eine Farm mit einem einem Wohnhaus erwarb. Im Dezember 1894 starb er dort mit nur 44 Jahren, nicht an seinem Lungenleiden, sondern an einem Hirnschlag.


    In seinem Reisebericht In the South Seas, von dem der erste von fünf Teilen nur wenige Monate vor seinem Tod erschien, berichtet er über eine Rundreise mit Frau und Stiefsohn auf einem gecharterten Segelschoner durch fünf Inselgruppen. Die obigen Zeilen stammen aus der deutschen Übersetzung von Richard Mummendey, die 1976 im Züricher Manesse Verlag erschien. Das Foto dazu, muss ich zugeben, wurde nicht in der Südsee aufgenommen, sondern 1991 am Anse Royal auf der Hauptinsel der Seychellen Mahé. Dennoch denke ich, dass es zum Text passt.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

    … Das mit der "Müdigkeit" kann ich bestätigen...ist generell im Moment eine "saure-Gurken-Zeit".


    Aber trotzdem darfst du weitermachen.


    Ja, wenn dem so ist, frage ich einfach mal, wo ich wohl, gar nicht so ganz weit entfernt von den sauren Gurken :) (wobei ‘weit’ natürlich immer eine Sache des persönlichen Empfindens ist) diese imposante Stadtmauer aufgenommen habe, die heute noch fast den gesamten Ort umschließt:




    Und wenn man dann ganz früh morgens oben auf der Stadtmauer steht und das Wetter mitspielt, sieht man folgendes Bild unter sich:




    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Helmut —


    ja, dann melde ich mich mal. Vielleicht gibt es hier inzwischen eine gewissen ‘Rätselmüdigkeit’. denn die Lösung lässt sich ganz leicht finden, wenn man die Überschrift über dem Torhaus (“... baute der Rat in schweren Zeiten 1922“) in eine Suchmaschine seines Vertrauens eingibt. Und schon erfährt der geneigte Suchende, dass es sich um das


    Torhaus von Holzminden


    handelt.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Christian —


    da bislang noch niemand vorgeprescht ist, versuche ich mal, mit deinen Tipps etwas anzufangen. Und so habe ich


    (a) mir die Grenzbahnhöfe Tschechiens einmal angeschaut,

    (b) nach aus der K&K-Zeit bekannten Städten gesucht und

    (c) über bekannte Getränke aus Tschechien nachgedacht.


    Eine Stadt, die ich in besonderer Weise mit der K&K-Zeit verbinde, ist Karlsbad, doch hat sie keinen Grenzbahnhof. Einen Grenzbahnhof hingegen hat, wenn ich meiner Karte trauen darf, die Stadt Cheb, und von ihr kommt man mit dem Zug nach Karlsbad. Darüber hinaus gelangt man von Cheb auch nach Pilsen, womit wir beim Getränk wären.


    Also nehme ich mal Cheb als Lösung, auch wenn ich nicht weiß, ob auch diese Stadt in der K&K-Zeit ein beliebter Ort war.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Moin Freerunner —


    toll, dass du das Thema Bahnhöfe mal wieder ausgegraben hast! Die Lösung habe ich zwar nicht, aber ich fange mal mit dem an, was das Foto unmittelbar hergibt: Ganz offensichtlich hast du dich da in Tschechien herumgetrieben, vielleicht im Böhmerwald? Dort war ich noch nie, und somit überlasse ich für die genauere Ortung anderen das Feld, die sich dort auskennen.


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Mag keiner mehr? Oder muss ich vorher verraten, in welchem Kanton ich das Bild geschossen habe?

    Hallo Alex —


    womit wir nun wissen, dass das Foto in der Schweiz aufgenommen wurde. Doch da ich mich dort überhaupt nicht auskenne, würde auch der Kanton mir nicht weiterhelfen … und für die Google-Bildersuche gibt das Foto zu wenige spezifische Merkmale her.


    Und wenn ich auch keine Lösung für das Rätsel habe, habe ich nun zumindest die runde Zahl von 300 Beiträgen erreicht :) !


    Schöne Grüße

    Jürgen

    Ich liebe die Bücher von A. E. Johann - hab seine Reiseberichte (speziell über Kanada) als junger Mensch verschlungen...

    Moin Helmut —


    das Zitat stammt aus dem ersten Kapitel von seinem Buch Irland — Heimat der Regenbögen aus dem Jahr 1953. Möglicherweise sind es sogar die ersten Zeilen, doch steht meine Ausgabe momentan 480 km entfernt von mir im Regal, so dass ich nicht nachschauen kann. Als er die Zeilen schrieb, saß er im ehemaligen Gärtnerhaus von Kylemore Abbey, das die Nonnen zu Beginn der 1950er Jahre als B&B offerierten. Ich habe auch noch Fotos von diesem Gärtnerhaus, doch auch die befinden sich momentan 480 km von mir entfernt, so dass ich zur Zeit keines posten kann.


    Jürgen

    Landschaft, Literatur & Poesie
    August 2021




    Moin tosamen —


    und hier mit ein wenig Verspätung das Kalenderblatt für den August 2021. Der Text aus dem Jahr 1953 stammt vom Schriftsteller A.E. Johann (1901 – 1996), der insbesondere durch seine Reiseberichte und historischen Romane populär wurde. Und in diesem Fall zeigt das Foto in der Tat das, was im Text beschrieben wird — wenngleich ein halbes Jahrhundert später.


    Zur Geschichte von Kylemore Castle und zum Schicksal der Familie des Erbauers habe ich vor zwei Jahren unter dem Thema Von Häusern und Menschen etwas geschrieben; ich will das hier jetzt nicht wiederholen. Nachdem das Schloss im 20. Jahrhundert von den Nonnen des Benediktinerordens übernommen wurde, wurde der von einer hohen Mauer umgebene viktorianische Garten aufgegeben; es fehlten die Mittel für seine Pflege. Er fiel der Vergessenheit anheim, bis man ihn gegen Ende der 1990er Jahre mit Hilfe von EU-Mitteln aus seinem Dornröschenschlaf erweckte und mit der Restaurierung begann. Heute ist er eine Touristenattraktion. Das Foto aus dem Jahr 2003 entstand in der Frühphase der Restaurierung; wir hatten damals einen der an dem Projekt beteiligten Landschaftsgärtner kennengelernt, der uns durch die im Wiederaufbau begriffene Anlage führte.


    Soviel für heute und alles Gute
    Jürgen

    ich habe keine Ahnung, aber den Fisch würde ich gerne einmal essen :)

    Moin Sanitär —


    wie es halt auf mehr oder weniger vom Festland entfernten Inseln der Fall ist, gibt es dort in der Tat guten Fisch. Es ist zwar eine europäische Insel, auf der sich unser Navigationsschaf Eileen Óg mit einem Seefahrer fachkundig über den richtigen Kurs zu einem bestimmten Ziel unterhalten hat, doch mit einem Wohnmobil von Deutschland aus nur sehr schwer zu erreichen.


    Überhaupt kann ich mich nicht daran erinnern, auf dieser Insel überhaupt Wohnmobile gesehen zu haben, doch meine Hand dafür ins Feuer legen würde ich nicht. So ein bisschen in Richtung des Sprachraums hat Michael ja schon einen Tipp gegeben, und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass dieser Seefahrer es sehr schwer hatte, in höchsten Kreisen Sponsoren zu finden.


    Schöne Grüße

    Jürgen


    Danke schön Michael,


    und dann mache ich mal weiter. Seit vielen Jahren begleitet uns auf unseren Reisen unser Reise- und Navigationsschaf Eileen Óg. Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrung ist sie inzwischen – ich hoffe, sie liest hier nicht mit – ein bisschen eingebildet und glaubt jedem, dem sie begegnet, von ihren Abenteuern berichten und ihm Reisetipps und Ratschläge für die Navigation geben zu müssen.


    Daher nun die Frage: An welchem Ort der Welt befindet sie sich hier, und wen glaubt sie, hier beraten zu müssen?


    Viel Spaß beim Nachdenken
    Jürgen