Beiträge von TravelingAndi

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    Moin,


    leiderkonnte unser Adminnicht helfen, da er etwas mehr Zugriff hat.
    Wer kann mir sagen, wie ich meine Beiträge edietieren kann?
    Mir waren bei einigen meiner Post ein paar Fehler aufgefallen, finde aber die Funktion zum Ändern der Beiträge nicht.
    Danke schon malim Vorraus

    Lange hatte ich gerechnet und überlegt, soll ich die Reise buchen?
    Aber ich war schon vor Jahren auf diese Variante des Reisens aufmerksam geworden und nun wollte ich es probieren, eine Schiffsreise.
    Aber wenn dann richtig, also das buchen, was als die schönste Seereise der Welt propagiert wird, die Hurtigrute von Bergen nach Kirkenes und zurück.
    Und da ich nicht auf Trubel und Tourigehabe stehe, gab es nur ein Schiff: die MS Lofoten, seid 1964 im Dienst und im Jahr meiner Reise stolze 50 Jahre geworden.




    Tag 1:



    Anreise mit dem Flieger nach Bergen.
    Natürlich war meine Reistasche, das letzte Gepäckstück, welches im Terminal ankam. Aber erstmal wieder beruhigen, Gepäck nehmen und die Haltestelle für den Bustransport suchen. Diese ist aber schnell gefunden. Da noch 2 Stunden Zeit sind, nochmals ins Terminal und schon einmal auf Norwegen einstimmen und das Umrechnen üben. Ok 8 Kronen sind ca 1 Euro. Das kann ich mir merken.
    Mit demBus geht es dann durch Bergen zum Hafen um uns einzuschiffen.
    Bevor es jedoch an Bord geht, findet sich Sicherheitsbelehrung statt. Als diese beendet ist, dürfen wir freudig unsere Kabinen beziehen.
    Und hier folgt die nächste "Überraschung".
    Unsere Kabine ist gut 3 Meter langund 3 Meter breit, inklusive "Badezimmer".
    Also ist Orginisation und Platzmangament nötig.
    Erstaunlich aber in den nächsten Tagen wird uns die Kabine als mehr als ausreichend erscheinen.
    Also die Sachen verstauen und rauf aufs Deck und zuschauen, wie wir den Hafen verlassen und Bergen im Abendrot durch den Hjeltefjord verlassen.
    Am ersten Abend ist noch freie Tischwahl und die Eindrücke lenken doch sehr vom Buffet ab.
    Als die Müdigkeit uns überkommt, ist es Zeit die Kojen auszuklappen.
    Die erste Nacht an Bord beginnt und die Wellen schaukeln uns sanft in den Schlaf.




    Tag 2:



    Heute stehen die Häfen Floro,Maloy, Torvik, Alesund und Molde auf dem Plan.
    Da die Häfen zu jeder Tageszeit angesteuert werden, kann der normale Passagier natürlich nicht alle Häfen erleben, da in jedem auch unterschiedlich lange gehalten wird.
    Aber Alesund liegt locker im Plan.
    Hier steht nun eine Entscheidung an, entweder man nimmt am Länder und Leute Ausflug teil, man erkundet Alesund kurz und fährt in den Hjorundfjord ( vorher nur im Herbst angefahren, jetzt Ersatz für den Geirangerfjord) oder man erkundet Alesund länger und steigt auf der Weiterfahrt wieder ein.
    Ich entscheide mich für den Fjord.
    Also bei besten Wetter rein in den Fjord.
    Über ein Beiboot werden wir an Land gebracht. Viel hat die Ortschaft nicht zu bieten, einen kleinen Laden und einige Häuser.
    Aber wer es auf sich nimmt etwas bergauf zu steigen, wird mit einem Blick auf unser Schiff im Fjord belohnt.
    Ich jedenfalls bereue meine Entscheidung nicht.
    Zurück an Bord stellt sich langsam Routine ein. Jeden Tag nehme ich an der Infoveranstaltung teil.
    Dort erhalten wir Informationen zu dem Ablauf des nächsten Tages, sowie einen Wetterbericht und Wissenwertes über Norwegen.
    Am Abend hat sich dann auch die Tischgesellschaft gefunden.
    Da es feste Tische und Essenszeiten gibt, stellt auch hier sich Routine ein
    Am Abend noch ein Erlebniss des besonderen Art, Wale sind zu sehen. Ein gutes Zeichen.




    Tag 3



    Morgens das uns neue Verfahren, aber es geht.
    Zuerst steht mein Bekannter aus dem unteren Bett auf und macht sich fertig.
    Sobald er durch ist und die ersten Runden auf Deck dreht, mache ich mich fertig und mache mein Bett. Dann wechseln wir und ich drehe meine Runden, während er seine Sachen verstaut.
    Heute stehen die Häfen Kristiansund, Trondheim und Rorvik auf dem Routenplan.
    Trondheim ist für mich heute meiner Begierde.
    Die geführte Tour ignoriere ich. Wirhaben lange Zeit, also Stadtplan organiesiert und auf eigene Faust los gelaufen.
    Vom Hafen aus geht es über eineBrücke in die Innenstadt.
    Der Nidaros Dom ist natürlich schnell gefunden.
    Nicht weit davon entfernt, findet sich sogar die Pilgerzentrale von Trondheim, tja der Wanderer in mir schläft halt nie und es findet sich immer eine Spur.
    Von dort geht es über die Gamle Bybrua in den alten Lagerbezirk.
    Hier wurden die alten Holzpfahlbauten modernisiert und beherbergen heute viele Lokale und Restaurants.
    Vorbei am ersten Fahrradlift der Welt geht es bergauf zur Kristiansten Festning, der Burg von Trondheim.
    Von hier genießen wir die Aussicht und machen und auf dem Weg zurück zum Hafen.
    Mit etwas Hilfe finden wir den Weg durch ein Wohngebiet.
    Später am Abend schüttelt unsere Betreuerin nur den Kopf, soweit ab vom üblichen Touristrom war noch keiner ihrer Gäste, sie wüßte nicht einmal wie man in die Wohngebiete kommt.
    Naja, normal kann ja jeder.





    Tag 4



    Und wieder eine kleine Prämiere.
    Heute überqueren wir den Polarkreis,zwischen Nesna und Ornes, und das Wettfieber steigt.
    Tags zuvor konnte jeder Reisende eine Wette plazieren, um wieviel Uhr der Polarkreis überquert wird. Als Gewinn winkt dieses Mal etwas Besonderes, die Schiffflagge eines anderen Schiffes, welche in einem Sturm beschädigt wurde.
    Und die Vielfahrer liegen nur um Minuten auseinander.
    Aber auch wir Anderen sollen nicht leer ausgehen, wer sie noch nicht hat, und genug Mut es zuzugeben, erhält seine Polartaufe, eine Kelle voll Eiswasser in den Kragen gegossen.
    Zum Glück habe ich vorgesorgt und nicht zu viele Sachen an, damit nicht alles Nass wird und der Rest schneller trocknet. Auch Erstfahrer der Crew kommen nicht um das Erlebniss herum.
    Frisch getauft kann die Reise weitergehen.
    Heute stehen die Häfen Bronnoysund, Sandnessjoen, Nesna, Ornes, Bodo, Stamsund und Svolvaer auf unserer Route.
    In Bodo steht ein Ausflug auf meinem Programmplan.
    In einem Rettungsanzug verpackt steige ich in ein Schlauchboot um zu den Saltstraumen zu fahren, Wasserstrudel, welche gezeitenbedingt sind.
    Auf der Fahrt können wir Aquakulturen der Lachszüchter sehen, sowie vereinzelt Seeadler sichten. Auch zieht uns die sonstige Schönheit der Skandinavischen Natur uns in ihren Bann.
    Die Saltstrauem sind jedoch heute ehr schüchtern und ehr zu erahnen als Mahlstrom zu fürchten. Zumindest konnten wir noch die berühmten Eidar Enten sehen.
    Am Abend vertrete ich mirn och etwas alleine die Füße in Svolvaer und stoße dabei auf ein privat geführtes Weltkriegsmuseum. Nicht besonders groß aber es gibt einem zu denken und so endet dieser ereignissreiche Tag.




    Tag 5



    Heute steuern wir Stokmarknes, Sortland, Risoyhamn,Harstad, Finnsnes, Tromso und Skjervoy an.
    Während alle Häfen nur kurze angesteuert werden, habenwir in Tromso wieder Zeit für eine Stadterkundung. Wer gut zu Fuß ist schafft es locker bis zur Eismeekathedrale, der Ishavskatedralen. Ihre einmalige Architektur erinnert an die Eisschollen der Arktis.
    Da Tromso das Tor zur Arktis ist und der berühmte Forscher Amundsen von hier aufbrach, lohnt sich auch ein Besuch im Polarmuseum.
    Hier wird die Jagd, das Leben und die Forschungsreisen am Polarkreis anschaulich dargestellt.
    Für beide Besuche ist Zeit genug und mit vielen Eindrücken verlassen wir Tromso.





    Tag 6



    Heute bin ich einfach nur Tourist.
    Erleben kann man heute Oksfjord, Hammerfest, Havoysund, Honnigsvag, Kjollefjord, Mehamn und Berlevag.
    Während die anderen Häfennur kurz angesteuert werden, ist wieder lange Pause in Honnigsvag. Und die ist auch nötig.
    Denn dort wartet der Bus auf uns. Mit diesem geht es zum Nordkap, naja zum Touristischen Nordkap.
    Auf dem Weg dorthin wird der obligatorische Fotostop beim einem Lappen und seinem Rentier eingelegt.
    Mir persönlich sind solche inszenierten Einlagen immer unangenehm, also halte ich mich zurück.
    Aber als wir weiter Richtung Norkap fahren, kommt uns eine Wanderin entgegen, ihr großer Rucksack sagt mir, dass es keine Tagestour ist. Diese Frau ist/war länger unterwegs.
    Respekt für diese Leistung und der E1 fängt an ich zu rufen, von Italien zum Nordkap oder umgekehrt.
    Am Nordkap ist Zeit für das Pflichtfoto vor der Weltkugel.
    Zurück vom Nordkap ist sogar noch Zeit für einen kleinen Einkauf im Supermarkt, die Reisekasse wird es einem danken.



    Tag 7



    Der letzte Tag auf der Nordroute bricht an.
    Für einige sind Batsfjord, Varde, Vadso und das Ziel Kirkenes die letzten Häfen dieser Reise.
    Nur 10 km von der Russischen Grenze entfernt, sind die Preise auch in Rubel ausgezeichnet, die Straßenschilder in Russisch beschriftet.
    Der Landgang vermittelt einemeinen Eindruck dieser alten Eisenerzstadt.
    Auch hier lohnt sich ein Besuch im Museum.
    Vereinzelt kann man auch noch Bunker bzw. Flakstellungen aus dem 2. Weltkrieg entdecken.
    Als wir wieder auf unser Schiff zurück kommen, sind neue Passagiere bereits an Board.
    Auch ändert sich das Schiffssignal ab jetzt. Sobald wir ablegen sind wir Richtung Süden unterwegs

    Danke Gerd,


    ja einiges an Zeit habe ich investiert, aber so ein Training ist ja nicht nur für einen Lauf, sondern man hat ja länger etwas von der fitness.
    10km vor dem Frühstück laufen zu gehen, tat echt gut und es wird Zeit, dass ich das wiedermal mache.


    Und nein, die Strecke mit dem Wohnmobil zu fahren wir nicht gewertet, falls einer hier auf die Idee kommt :grin:

    Danke Danke, ich hoffe euch etwas unterhalten zu haben.
    und der Soundtrack zum Lauf :


    Deep in the Battlefield
    Blood on the Risers
    I´m Gonna be
    Animals von Martin Garrix


    diese 4 Songs sind für mich auf ewig mit dieser Nacht verbunden


    kleiner Tip noch: macht sowas im Urlaub und nicht wie ich und mußte am Montag danach um 0400 Uhr wieder auf Arbeiten sein

    Ich kann es nicht fassen, es ist Freitagmorgen, kurz nach 8 Uhr und ich sitze imZug nach Belgien.
    Monate zuvor hatte ich mich zum Dodentochmarsch angemeldet aber bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht geglaubt, dass ich es tatsächlich umsetzen würde.
    Es klingt ja auch verrückt und ist es wahrscheinlich auch: 100km in 24 Stunden zu Fuß zurückzulegen.



    Vor Jahren stieß ich auf diesen Marsch, welcher wie fast alle Veranstaltungen dieser Art aus dem militärischen Bereich kommen aber mit den Jahren immer mehr Teilnehmer aus dem "zivilen" Bereich gewonnen haben.
    Gereizt hatte es mich schon seid Jahren und nun war ich wirklich auf dem Weg.



    Beim Umsteigen in Köln gönne ichmir die letzte warme Mahlzeit für die nächsten 3 Tage.
    Currywurst mit Pommes, klar ich werde Energie brauchen.
    Noch einmal Umsteigen in Aachen und einmal in Belgien, schon erreiche ich den Ort des Geschehens: Bornem.



    Die Anmeldung ist leicht zu finden, einfach immer den Menschen hinterher und dem Lärm entgegen.
    Es herrscht eine Stimmung wie auf einem Volksfest.
    In einem großen Zelt erhalte ich mein Starterpaket, welches meine Starterkarte mit Zeitchip enthält.
    Die Frage, warum ich das Startgeld noch nicht überwiesen habe ist nur theoretisch. Wir wissen,das ich mich nicht getraut habe mich festzulegen und ich Zweifel hatte an meiner Entscheidung.
    Dass ich jetzt hier stehe, überrascht mich ja selbst.



    Als ich das Zelt verlasse, bemerke ich einen Fehler in meiner Planung: ich habe eine Wetterfeste Jacke vergessen.
    Die ersten Tropfen fallen bereits und ich erstehe noch schnell eine Regenjacke an einem der Mercendisestände.
    Dort ist so ziemlich Alles erhältlich, worauf sich das Totenkopfsymbol des Marsches drucken läßt.



    Nach einer Apfelschorle begebe ich mich durch die Seitenstraßen des Ortes zu einer Sporthalle, welche als Abgabepunkt für Gepäck dient.
    Einige Starter lassen sich Gepäcke zur "Mittagspausen" Station bringen, um ihre Sachen zu wechseln oder andere Sachen zur Verfügung zu haben.
    Ich persönlich lagere meinen Rucksack ein, ich möchte Nichts wechseln während des Laufes.
    Da das Areal für die Teilnehmer erst um 17 Uhr öffnet, gönne ich mir auf dem Boden der Sporthalle noch etwas Schlaf.



    Kurz nach 17 Uhr betrete ich die abgesperrten Straßen der Bornemer Innenstadt, welche als Startzone dienen.
    Ich suche mir einen Platz auf der Straße und lege mich noch etwas zur Ruhe, die Füße dürfen auch noch etwas aus den Stiefeln.
    Mit der Zeit füllt sich das Areal immer mehr, je näher der Start rückt um so mehr Starter drängen sich nach vorne.



    Kurz vor 21 Uhr beginnt das Eröffnungsprogramm, welches ich nur akkustisch verfolgen kann. In verschiedenen Sprachen werden die fast 12 000 Teilnehmer begrüßt, von denen nur etwa die Hälfte die Zielinie überqueren wird.
    Nachdem auch die Würdenträger zu Wort gekommen sind, fällt der Startschuß.
    Mein innerer Schweinehund fängt an zu knurren, kampflos wird er sich nicht ergeben.



    Etwas mühsam schiebt das Teilnehmerfeld sich durch die Straßen. Es ist 21:02Uhr als mein Zeitchip mich als offiziel gestartet registriert, an der ersten Zeitmessung nach 1,2 km.
    Nachdem wir den Ort verlassen haben sortiertsich die Menschenmasse, jeder bemüht sich seinen Rhytmus zu finden.
    Aber lange läßt der angekündigte Regen nicht auf sich warten, kurz nach dem Start geht ein kurzer Schauer nieder und wird maßgeblich zum Ausscheiden der ersten Teilnehmer führen.
    Denn so kurz diese Schauer war, so effektiv war er auch.
    Er hat die Turnschuhe einiger Läufer so durchweicht, dass diese mit Blasen bereits nach 18 bzw. 25km aufgeben müssen.



    Für mich geht es weiter durch diese Nacht. Ohne Beschwerden folge ich der Strecke durch Nachbarorte von Bornem, über Deiche und Argrarflächen.
    Die Häuser sind hell erleuchtet, selbst kurz nach Mitternacht spielendie Kinder in den Gärten. Es wird gegrillt und einige Kinder verteilen Getränke und Süßigkeiten an die vorbeieilenden Wagemutigen.



    Ohne besondere Vorkommnisse folge ich dem Weg. Und ohne Uhr verlasse ich mich ganz auf mein Zeit- und Körpergefühl. Längst haben meininnerer Schweinehund und ich ein Abkommen geschlossen: bei Kilometer 50 soll Schluß sein, dieses Abenteuer beendet sein.
    So weit werde ich es wohl ohne Probleme schaffen.




    Es muß zwischen 0200 und 0300 Uhr Nachts sein, als die Müdigkeit zuschlägt. Ich werde immer langsamer, mein toter Punkt ist erreicht.
    An den Bewegungen und den Gesichtern der mich umgebenden Läufern, merke ich, dass es diesen nicht anders geht.
    Später sehe ich auf meiner Urkunde, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits über 30km in den Beinen habe.
    Und wie ein Funken in der Nacht ertönt von britischen Soldaten auf einmal ein Marschlied und trägt uns voran. Ob wir wollen oder nicht, ein jeder von uns passt sich dem Takt des Liedes an und läßt sich aus dem Tal der Kraftlosigkeit führen.
    Langsam verfliegt die Müdigkeit und das Gehen fällt einem wieder leichter.
    Der tote Punkt ist überwunden und die Kilometer fliegen wieder an uns vorbei. Und im ersten Morgengrauen sehe ich tatsächlich das berüchtigte Pappschild mit der50 darauf, es ist gegen 0530 Uhr morgens und die Hälfte des Weges ist geschafft.



    6 Minuten später ist der "Mittags" Pausenpunkt erreicht.
    Ich habe mir Nichts bestellt, jetzt eine Portion Nudeln mit Tomatensauce steht nicht auf der Liste, dessen was ich mir jetzt Wünsche.
    Schwanzwedelnd freut sich mein Schweinehund, aber ich enttäusche ihn, aus Gründen, welche mir selbst nicht klar sind gehe ich weiter.





    Über 50 km in den Füßen und noch habe ich keine ernsten Blessuren.
    Die Ortschaften erwachen wieder zum Leben und dies beflügelt auch mich weiter zu laufen, weiter und weiter.
    Jedenfalls bis mein Rücken anfängt zu spannen, die Muskeln sind steinhart. Auch die Füße sind merklich belastet.
    Zum Glück ist der nächste Pausenpunkt, welchen ich erreiche, in einer Sporthalle.
    Also lege ich mich auf dem Boden und strecke mich, versuche die Verspannungen zu lösen.
    Mein Schweinehund flüstert verführerisch in mein Ohr, dass es nun Zeit wäre abzubrechen und nach Hause zu fahren.



    Um meine Chancen auf eine Heimfahrt einschätzen zu können erkundige ich mich nach der Uhrzeit.
    Erstaunt nehme ich war, das es noch nicht einmal 10 Uhr ist und nur noch 32km bis zum Ziel.
    Etwas überrascht lasse ich mich in ein Gespräch verwickeln und merke gar nicht, dass ich nun in Begleitung wieder auf die Piste gehe.
    Mein Gesprächs- und nun auch Laufpartner läßt die Zeit verfleigen und auch ich helfe ihm über einige Zweifel hinweg.
    Da wir ein ähnliches Tempo haben bleiben wir etwas zusammen.
    Für die nächsten 15km bestreiten wir gemeinsam dieses Event und ignorieren alle Zweifel.



    Gut 10km vor dem Ende bin ich wieder alleine unterwegs, ich wurde langsamer undjeder muss sein eigenes Tempo laufen.
    Mein innerer Schweinehund zerrtan seiner Kette und schäumt vor Wut. So sah unser Abkommen nicht aus. Und jetzt sieht es seine Chance gekommen.
    Ich merke die Blasen an den Füßen, die Oberschenkel sind wund gescheuert. Jetzt, ja Jetzt will er mich zur Aufgabe zwingen.
    Doch noch hält sein Gefängniss und so laufe ich immer weiter.




    Und das Unmögliche passiert.
    Ich sehe das erste Schild mit dem Tod, welcher einen erschöpften Wanderer jagd.
    Dieses Schilder stehen jeweils in einem Abstand von 1000m, beginnend 5km vor dem Ziel.



    Von nun an humpel und schleppe ich mich dem Ziel entgegen. Meine Geschwindigkeit steigert sich nochmal etwas, das innere Feuer brennt immer stärker.
    Auch jetzt fordert die Streck noch ihren Tribut, in den Vorgärten der Häuser sitzen oder liegen erschöpfte Teilnehmer.
    Immer wieder werde ich überholt, doch Schritt um Schritt nähere ich mich dem Ziel.
    Sobald ich in die Innenstadt komme, treibt mich die Zuschauermenge weiter.
    Die letzten Meter gehe ich, wie man es von Sportveranstatlungen im Fernsehen kennt, durch ein Zuschauerspalier.




    Mein innerer Schweinehund wimmert nur noch, doch ich überschreite die Ziellinie,es ist 17:24Uhr.
    Ich habe 20 Stunden und 22 Minuten für 100km benötigt, es ist geschafft.
    Als Geschenk empfange ich Urkunde, Orden, eine Flasche Bier und einen Gewürzkuchen.




    Wie ich die Kraft aufbringe, meinen Rucksack zu holen und mit dem Zug inklusive Umsteigen bis Aachen zu fahren, wird ewig ein Geheimnis bleiben.
    Als ich gegen Mitternacht von Samstag auf Sonntag in einem Hostel ins Bett falle, überkommt mich die Erkenntniss:Ich habe gut ein Dutzend Blasen an den Füßen, wunde Stellen an den Oberschenkeln aber ich habe meine Grenzen nicht nur ausgelotet, ich habe sie gesprengt.



    Ich hoffe ihr hattet Spass beim Lesen.


    Bis heute habe ich diesen Spass nicht wiederholt, ich habe gut 3 Monate gebraucht bis ich mich wieder an 20km Strecken gewagt habe. Aber an alle Bekloppten da draussen: TUT ES, ES IST EIN ERLEBNISS!!!

    Ja ich weiß, viele bekommen jetzt große Augen und kratzen sich am Koppe.
    Aber ich suche einen Begleiter für den Shikoku Pilgerweg in Japan.
    Der Weg ist im "Westen" der Welt wenig bekannt, 1 Buch auf deutsch und 3-4 auf englisch exestieren bis jetzt.


    Wer gerne auf 1200km (ca 40 Tage) an 88 Tempeln entlangpilgern möchte, darf sich gerne bei mir melden.
    Und sollte ein Buchautor im Saale sein, der ein Buch darüber verfassen möchte, ich komme gerne mit und helfe bei der Recherche :grin:


    Also wer will, wer hat noch nicht :rucksack::zelt1:

    Jeder kennt,die Bücher und Filme, welche das Thema Reisen behandeln.Aber welche könnt ihr empfehlen bzw. habt ihr euch zu Gemüte geführt.
    Ich mache einfach malden Anfang mit zwei von meinen Favoriten


    - Ich bin Dann mal Weg


    Wer kennt es nicht, das Buch, welches einen Pilgerhype auslöste. Ob Promipilgern oder eine Zunahme auf den Pilgerwegen, das Buch brachte müde Knochen wieder in Schwung
    Und ja, es ist der Grund, warum ihr mich ertragen müsst, denn es machte mir bewußt, dass auch ich einmal die Wanderschuhe schnüren könnte.
    Seitdem sind über 6000km zusammengekommen und eine Schiffsreise XD


    - Der große Trip ( Wild)



    Es geht weniger um Wandern, sondern ehr um die Geschichte der Autorin, aber trotzdem ein eindrucksvolles Erlebnis
    Es zeigt auch ganz deutlich, dass Wander/ Reisen zur Besinnung und Finden des Selbst dienen kann

    Jetzt seit ihr dran, ich lege später wieder nach :P

    Lach, da habe ich meine Probleme, ich habe gar kein Auto , ich nehme die Wandernadel fast wörtlich :poe:
    Ich suche mir immer einen Weg ( Selketalstieg, Hexenstieg, Grenzweg etc) oder ein Standortquartier und erwander von dort aus die Stempel.
    Ich bin ja 2-3 Wochen in Clausthal auf Kur, ich werde schon einen Weg finden, sogar schon einen Plan.

    Damit ist Alles klar, wie es schon alle vermutet haben Hann, Münden!
    Alle WoMo Besitzer haben eine Tankfüllung gewonnen, der Admin zahlt
    Für die Wanderer wird unser Admin 1 Woche den Rucksack tragen


    Ich persönlich gehe jetzt mal lieber in mein Adminsicheres Versteck :grin:

    Tag 6



    Vent - Vernagt Stausee



    Heute ist der Tag den ich immer herbei sehne und ach, doch so sehr
    fürchte. Es ist der letzte Tag der Tour. Die Schlußetappe steht uns
    bevor.
    Leider beginnt der Tag mit schlechten Neuigkeiten. Vor zwei tagen hatte
    eine unser Mitwanderinnen ein gesundheitliches Problem. Nach langem
    Ringen hat sie sich dazu entschieden aus der Tour auszusteigen. Die
    Entscheidung war sicher nicht leicht, nötigt uns allen aber großen
    Respekt ab. Seine Grenzen zu kennen und nicht stur bis zum Ende laufen
    zu wollen ist schwer.
    Zum Glück fährt ein Shuttlebus jeden Tag zwischen Vent und Meran,
    welcher noch einen freien Platz hat. So kann sie ohne großen Aufwand
    schon vorraus fahren und auf uns in Meran warten. Ein Stadtbummel hat
    auch etwas für sich.
    Wir werden aber die Schlußetappe in Angriff nehmen und unsere Wanderkameradin wird uns im Geiste begleiten.
    Zum Anfang führt ein breiter Almweg wieder Bergauf bis zur Martin Busch
    Hütte, wo unsere Rucksäcke an morgen hin transportiert wurden.
    Der Almweg bietet noch einmal gute Gelegenheiten in Ruhe Fotos zu
    machen. Zum Beispiel liegt eine Jahrhundert alte Schäferhütte am
    Wegesrand.
    In der Martin Busch Hütte waren die anderen Gruppen untergekommen und
    uns dadurch vorraus, wir machen hier unsere Frühstückspause.
    Und endlich habe ich Glück und bekomme sie zu sehe, Die Murmeltiere. Am letzten Tag, wenn das kein Timing ist.
    Nun wieder mit unseren Rucksäcken ausgestattet geht es steiler bergan,
    den nun müssen wir noch gut 500 Höhenmeter überwinden. Unser Zeil ist
    die Similaunhütte auf 3019 Meter. Dort soll unsere Mittagspause sein.
    zugleich ist sie der höchste Punkt der Alpenüberquerung.
    Der Weg führt uns über pures Eis, denn wir nähern uns der Hütte über einen Gletscher.
    Jeder muß die Richtung einhalten, denn wer zu weit vom Weg abkommt läuft Gefahr in eine Spalte zu rutschen.
    Aber ohne große Dramatik gelangen wir zu der Hütte. Wir haben es
    geschafft, die Grenze der 3000 Meter ist überwunden, wie für einige der
    Gruppe auch das erste Mal für mich.
    Ich merke doch, wie die Höhe etwas dass Denken beeinträchtigt. Nun kann
    ich mir auch vorstellen welche Problem in größeren Höhen auf die
    Bergsteiger warten.
    Von der Hütte sind es noch gut eine Stunde bis zur Fundstelle des
    "Ötzis". Diese liegt aber nicht auf unserem Weg. Wer aber mal in der
    Nähe ist, sollte einen Abstecher dorthin machen.
    Unser Weg führt usn steil bergab auf die italienische Seite der Alpen.
    Nach einen Wegstück, welches nur hintereinander zu begehen ist und
    entgegen kommende Wanderer Rücksicht auseinader nehmen müssen, wird er
    Weg wieder breiter. Über Wiesen folgen wir unseren Pfad weiter Bergab
    ins Schnalstal
    Schon von der Hütte konnten wir das Juwel des tales bewundern, den
    Vernagt Stausee. Wie ein Smaragd funkelt er eingebtettet in den Bergen
    . Er ist unser Wegwieser für diesen letzten Abschnitt der Alpenüberquerung.
    da der weg sanft bergab über Wiesen führt, geben unsere BErgführer eine
    einfach Regel aus, jeder kann nun laufen wie er möchte. Der Sammelpunkt
    ist ein großer Fels am Wegesrand. Dort wollen wir uns wieder sammeln und
    die letzte Pause machen. Ein jeder kann nun sein eignes Tempo laufen
    und die Natur geniesen ohne auf eine Gruppenstruktur achten zu müssen.



    Nach der letzten Pause wander wir weiter über Wiesen mit Kühen oder
    Pferde. Zu schnell ist der Weg beendet. Am letzten Gatter wartet unser
    Wanderführer auf uns. ZUm Glückwunsch für die überstande tour schüttelt
    er jeden von uns die Hand. Eine einfache Geste, aber doch eine Geste des
    Respektes und der Anerkennung der letzten Tage. Im Tisenhof ist für
    jeden Wanderer eine letzte Einkehr fast schon pflicht. Bei Rotwein nimmt
    man Abschied von den Bergen
    . Und man lernt Anwohner kennen, welche mit ihren 80 Jahren sehnsüchtige
    Blicke auf den Similaun werfen und wünschten noch einmal auf ihn
    steigen zu können.
    Hier atme ich ein letztes Mal die magische Luft des Alpenüberquerung.
    200 Meter weiter ist die Bushlatestelle, von wir abgeholt werden um nach
    Meran gefahren zu werden. Sobald man den Hof verlässt, ist die Tour
    beendet und man taucht aus der Magie einer Wanderung wieder in den
    Alltag der Zivilisation ein.



    In Meran übernachtne wir in einem Familiengeführten Hotel. Wer Kleidung
    nach Meran gesandt hat, kann sie nun in Empfang nehmen. Oder die Familie
    begrüßen. Einige werden von frau und Kinder erwartet, denn der Gardasee
    ist nicht weit und so kann der Urlaub so noch weiter genossen werden.
    Nach dem Abendessen versammeln wir uns im Garten des Hotels. Die
    offiziele Beendigung der Alpenüberquerung steht nun an. Da alle Stühle
    schon von anderen Wandergruppen besetzt sind, nehmen wir einfach den
    Pool, die Füße im Wasser empfangen wir nun das Geschenk der Bergschule.
    In unserem Fall ist ein ein kleines Buch, in dem die Tour beschrieben
    ist und auch einige Hüttenwirte und Berführer zu Wort kommen.
    Ich finde es persönlich perfekt, es ist klein und handlich, man kann
    immer mal drin schmökern und die Erinnerungen aufleben lassen.



    Während der Übergabe zeigen die Alpen aber noch einmal ihr anderes
    Gesicht, ein Gewitter zieht auf, der Himmel ist dunkelvilolett bis
    Schwarz berfärbt udn der Regen, welcher von Himmel fällt, erstickt jeden
    Wunsche weiter sich außerhalb eines Hauses aufzuhalten.
    An der Bar des Hotels lassen wir den Abend ausklingen. Und um
    Mitternacht wird es noch einmal teuer für mich. Pünktlich um 0001 Uhr
    ist es Zeit für mich eine Runde auszugeben, denn pünktlich zum Tag der
    Rückfahrt ist mein 32. Geburtstag.




    Ja, das war nun mein Bericht zur Alpenüberquerung. Jedem, der es selbst
    mal erleben möchte, kann ich es nur empfehlen. Und bitte, wer sich nicht
    in den Bergen
    auskennt, gebt das Geld aus und bucht die Tour bei einer Bergschule, auf
    der Tour habe ich genug Leute gesehen, welche sich überschätzen und so
    sich in gefährliche Situationen bringen können.



    Euer Andi

    Tag 5



    Braunschweigerhütte - Vent



    Heute sind wir so ziemlich die letzten, welche die Hütte verlassen.
    Gar nicht so schlecht, so habe ich noch Gelegenheit den Trockenraum vor
    dem Frühstück mit meinen sachen zu bestücken. Nun da die meisten
    Übernachtungsgäste weg sind, ist genug Platz und die Luftfeuchtigkeit
    läßt eine Trocknung der Kleidung zu.



    Irgendwie hat der Alpengott jedenMorgen einen Aufstieg für uns bereit
    gestellt, heute geht es auf das Pitztaler Jöchl und seinen 2996 Meter
    Höhe.
    Fast die 3000 Meter Marke erreicht, irgendwie frustrierend so kurz davor
    zu sein und es dann doch nciht zu schaffen. Aber der Ausblick ist
    Traumhaft. Wo gestern noch Regen und Nebel miteinander wetteiferten, ist
    heute nichts als klarer blauer Himmel.
    Berab geht es über ein Schneefeld und hier finddet unsere heutige
    Lektion statt. Wie verhalte ich mich, wenn ich wegrutsche und auf dem
    Schnee bergab schieße? Einer unser Wanderführer macht es uns vor, auf
    den Bauchdrehen und in den Leigestütz hoch drücken. Aber wir belassen es
    bei der Vorführung, praktisch versuchen wir es nicht, wir hätten keine
    Auslauffläche, falls es jemand nicht schaffen sollte. Aber nun wissen
    wir, was zu tun wäre. Wie zu erwarten, sind wir nicht gezwungen unser
    neu erlerntes Wissen anzuwenden, denn ein jeder achtet darauf wohin er
    tritt und das Schneefeld ist schnell passiert.
    Unser Weg führt uns in das Skigebiet von Sölden. An der Skistation
    machen wir Rast und warten auf unseren Bus. Warum Bus? Ganz einfach, der
    Weg führt durch einen Tunnel, welcher für Fußgänger gesperrt ist und
    der Weg über die Berge ist inzwischen nicht mehr in Benutzung, da er zu
    gefährlich ist.
    Die Fahrt ist kurz, schnell sind wir wieder auf Schusters Rappen
    unterwegs. Hier weichen wir vom alten E5 ab. Die neue Route wurde von
    den Bergschulen ausgewählt, da sie wesentlich sehenswürdiger ist. Und so
    laufen wir auf dem Panoramaweg bis nach Vent, eine kleine Ortschaft im
    Ötztal.
    Wie gemalt liegen die Berge links und rechts am Horizont. Und als Vent
    im Tal auftaucht, ist die Tour leider fast am Ende. Ein letztes Mal wird
    die schon alltägliche Prozedure vorgenommen. Heute schwelgen wir aber
    im Luxus, zweit in einem Zimmer, Badezimmer und sogar Sauna und Pool.
    Wer wandert wird bescheiden und heute bemerken wir, dass es nicht
    selbstverständlcih ist, was wir zu Hause als selbstverständlich
    hinnehmen.
    Beim Abendessen holen uns aber unsere Guides in die Wirklickeit zurück,
    morgen steht die zweitschwerste Etappe an, der letzte Tag hat es nochmal
    in sich. Morgen sollen wir wirklich die 3000 Metermarke knacken.



    Da der Tag kurz war können wir uns gut darauf vorbereiten und Kraft
    sammeln. Wenn das Wetter mitspielt wird es ein unvergesslicher Abschied
    von den Alpen.



    Also heißt es wieder früh ins Bett und früh aufstehen.

    Ich habe für kurze Touren meinealten Bundeswehrstiefel entstaubt, da sie nach über 10 jahren etwas die Form verloren haben nutze ich sie nur für Touren bis 15km.
    Bis letztes Jahr trugen mich meine Lowa Stiefel, sie hielten gut 5 Jahre und damit über 5000km, inklusive neuen Sohlen. Leider ist das Oberleder jetzt gerissen.


    Neuerdings bin ich in Hanwag Stiefelunterwegs.


    ABER die Firma spielt keine Rolle, die Stiefel müssen passen und man muß sich wohldrin fühlen. Ich halte Nichts davon blind immer nur einer Firma zu truaen, alle großen Marken sind gut.


    Vergesst nur das Wachsen nicht


    Und zur Not Leute geht es auch Barfuß

    Für einen Kurzausflug kann ich Bad Frankenhausen ans Herz legen.
    Ein 12km fußmarsch bis zum kyffhäuser, der schiefe Kirchturm (Pisa, wer braucht Pisa?) und natürlich das rondellmusuemmit dem Bild des Bauernkrieges, dazu die Barbarossahöhle in nur 8km Entfernung.


    Wer nicht da war sollte unbedingt malhin, es findet sich viel zu sehen

    Tag 4



    Galflunalm - Braunschweiger Hütte



    Heute regiert schon fast der Luxus. Spätes Aufstehen, erst um 09 Uhr
    brechen wir auf. Vorher noch kurz die Zeche vom Vorabend zahlen und
    schon geht es los.
    Die Blasen, welche ich mir am Vortag gelaufen habe merke ich nicht mehr, das Aufschneiden hat geholfen.
    Der Weg führt uns weiterhin leicht Bergab über die Wiesen der Alm. Nach
    30 Minuten erreichen wir die anderen Teilnehmer, welche auf einer
    anderen Alm übernachtet hatten.



    Gemeinsam wandern wir leichten Fußes bergab, bis wir eine Haltestelle
    des Busses erreichen. Diese Bus fährt uns durch das Tal. Eine erholsame
    Abwechslung nach dem gestrigen Tag.
    Erholsam geht es nach der Busfahrt auch weiter. Auf einer breiten
    Schotterstrasse geht es leicht bergauf, so könnte man stundenlang
    Kilometer machen ohne sich anzustrengen.
    Bevor es wieder Bergauf geht, haben wir unsere Mittagsstation
    errecihtund stärken uns. Während wirbeim Essen sitzen, werden unsere
    Rucksäcke schon per Seilbahn zur Hütte transportiert.
    Eine kurze Warnung unserer Bergführer hat dafür gesorgt, dass ein jeder
    von uns sein Regenzeug ausgepackt hat. Ein Weiser Entschluss wie sich
    zeigen soll.
    Vor dem Aufbruch steht aber noch eine Entscheidung an. Welchen Weg
    sollen wir nehmen? Hier gibt es zwei Möglichkeiten. entweder mann folgt
    dem alten Jägerpfad bis zur Hütte oder man geht den neuem Weg an einem
    Wasserfall vorbei, des aus den Gletschern gespeist wird.
    Da wir zwei Wanderführer dabei haben, werden beide Wege angesteuert, man
    muß sich nur entscheiden, welchen man selbst gehen will.
    Ich entscheide mich für die neue Variante, ich möchte den Wasserfall sehen.
    Und während die andere Gruppe schon links von uns an Höhe gewinnt und am
    Hang zwischen den Bäumen zu sehen ist, bewegen wir uns noch leicht
    bergauf.
    Der Wasserfall ist schnell erreicht, leider sind schon Wolken aufgezogen
    und der Himmel läßt auch schon die ersten Tropfen fallen.
    Nach dem obligatorischen Fotostop geht es nun stärker bergauf.
    Unterwegs kommen wir an einer Baustelle für eine Strasse durch die Berge vorbei.
    Hier zeigt sich der Zwiespalt der Alpen. Einerseits versucht man die
    ursprüngliche Natur für die Touristen soweit wie möglich zu erhalten,
    anderseits werden solche baulichen Massnahmen benötigt um die Industrie
    voran zu treiben. Ein Spagat auf dem Drahtseil.



    Nun wird der Weg auch für uns wieder anstrengender, nur noch hintereinander können wir uns am Felsen aufwärts bewegen.
    Der Pfad führt immer steiler Bergan und hin und wieder benötigen wir beide Hände um uns am Gestein festzuhalten.
    Leider versperrt uns der aufziehende Nebl die Fernsicht und unsere Hütte können wir nicht erkennen.
    Kurz vor dem Ende müssen wir leider das erste Mal Tribut an die Berge
    zollen. Eine meiner Mitwanderinnen muß ans Seilgenommen werden, ihr
    Kreislauf macht kurz schlapp, aber das Risiko ohne Seil wäre zu gross.
    Sicherheit steht stets an erster Stelle.



    Gemeinsam erreichen wir aber das Plateau. Nur unsere Hütte ist nicht im
    Nebel zu sehen. Nach weiteren 20 minuten schält sich die Hütte aus dem
    Nebel, wir sind aber schon auf gut 50 Meter an sie heran gelaufen. Wer
    nciht weiß, dass dort eine Hütte steht kann sie schnell verfehlen.
    Auch hier sind die Zimmer für uns schon reserviert, ein Vorteil wenn man
    mit einer Bergschule unterwegs ist. Für mich findet sich eine Matrazte
    auf dem Boden im einem 6 Bettzimmer.
    Zum Duschen heißt es jetzt wieder anstehen. Dort kann man aber Kontakte
    zu anderen Hüttenschläfern knüpfen. Die Frage der anderen Bergschulen,
    wo wir dem am Vortag waren, man hatte uns in den Hotels vermisst,
    beantworten wir wahrheitsgetreu mit den Almen. Dies bringt uns
    ungläubige Blicke ein. Der Vortag war lang gewesen und der Gedanke an
    die Verlängerung aus der Stadt bis zu den Almen kommt anderen Wanderen
    wie Wahnsinn vor. Nun ja, anstrengend war der Tag jedenfalls gewesen und
    heute sind wir recht erholt.
    Am Abend kommen wir in den Genuss des Zirbelschnapses der Hütte. Da
    diese aus der Zibelkiefer gewonnen wird, sind wir gespannt. Und schnell
    wird klar, er ist ein Muß bei jeder Alpenüberquerung.



    Der Abend klingt fröhlich aus und die Wetterankündigung unser
    Wanderführer, strahlender Sonnenschein am nächsten Tag, können wir uns
    heute bei Nieselregen und Nebel nicht richtig vorstellen

    Und weiter geht die Tour, man kommen da Erinnerungen wieder hoch



    Tag 3



    Memminger Hütte - Galflunalm




    Was für eine Nacht. Es ist kurz vor fünf und ich kann nicht mehr
    schlafen. Heute wache ich in einem 20 Mann Schlafsaal auf. Sieben
    Menschen nebeneinander, nocheinmal sieben dadrüber und auf der anderen
    Seite sechs Schlafplätze. Nur ein 10x10 cm großes Fenster sorgt für
    frische Luft, aber davon ist nicht viel zu merken bei 20 Menschen in
    einem Raum und Wanderwäsche, welche zum Trocknen aufgehängt ist. Viel
    Platz habe ich nicht mehr, im Laufe der Nacht sindwir alle dichter
    aneinader gerückt und nun kann ich selbst nur noch auf der Seite liegen,
    ein drehen ist fast unmöglich.
    Da ich aber noch nicht weiß wie Spät es ist, steh ich kurz auf, und
    begebe mich in den Waschraum um schon kurz die Zähne zu putzen. Am
    Aufstehen würden alle Übernachtungsgäste der Hütte, in dieser Nacht um
    die 150, in Richtung der Sanitäranlagen bewegen. Zum Glück gegenet mir
    ein anderer Wanderer un klärt mich übe rdie Uhrzet auf. Um 06 Uhr war
    sowieso das Aufstehen geplant und auf 40 cm Liegefläche zurück zu kehren
    fehlt mir die Lust. Also nehme ich mir so still wie möglich meine
    Sachen und ziehe mich an. Der Essensraum ist noch nicht offen, also
    setze ich mich auf die Terrase der Hütte und geniese die Morgensonne.
    Eine kleineentschädigunghalten die Alpen für mich bereit, gestern habe
    ich keine Murmeltiere gesehen, dafür bin ich heute der Erste, welcher
    die Gemsen sihet, welche so früh am Tag über die Bergflanken springen
    und gelegentlich grasen.
    Langsam kommen immer mehr Wanderer aus der Hütte und nehmen Platz auf
    den Sitzbänken. Pünktlich um 6 Uhr öffnet der Frühstücksraum und die
    Teilnehmer meiner Tour füllen unsere Tische. Nach dem Frühstück geht es
    los. Ich kann gar nicht sagen woran ich gedacht habe, ich hatte nur
    einen Gedanken "Wie sollen wir da hoch kommen?" . Unsere Wanderführer
    haben uns gezeigt wo wir lang gehen werden, direkt auf den Flanken der
    Berge, da soll es einen Pfad geben, nur zu sehen ist Nichts. Wenn man
    nicht einige Gruppen sehen würde, welche vor uns aufgebrochen sind,
    könnte man sich wirklich nicht vorstellen wie der Weg verlaufen soll.
    Aber wenn man erst einmal losläuf ergibtes einen Sinn. Bergauf, gut 300
    Höhenmeter stehen an. Über kleine Schneefelder und auf engen Pfaden
    arbeiten wir uns auf 2599 Meter empor zur Seescharte. dieser Einschnitt
    im Bergrücken kann nur hintereinander beschritten werden, doch es bietet
    sich ein unglaubliche Aussicht. Vorher hatten wir nocheinmal auf die
    Memmeninger Hütte zurück geschaut und die beiden Alpenseen in der
    morgensonne funkeln sehen, nun erstreckt sich eine Geröldehalde als
    Abstieg in das Lochbachtal. Was nun kommt verfolgtmich noch heute in
    meine Träumen. 1890 Höhenmeter Abstieg stehen uns bevor. Zuerst geht es
    auf Geröll und Schotter bergab, wer nicht aufpasst sitzt sehr schnell
    auf dem Hosenboden. Und wieder gibt es etwas unterricht vonSeiten der
    Wanderführer, dieses Mal zum Thema richtig bergab gehen. Hier kann es zu
    schweren Stürzen kommen. Nich selbst hat es zwiemal erwischt, einmal
    den Stein falsch eingeschätzt, auf den man treten will und schon habe
    ich gesessen.
    Aber nach dem Geröll kommt ein schöner Weg, welcher bis ins Zammer Loch
    führt. Eine Frühstückspause an einer Jause, lag sehr idylisch. Ja was
    soll ich weiter erzäheln, der Abstieg dauerte zwischen 5 und 6 Stunden.
    Und jeder Wanderer weiß, dass berab schlimmer ist als bergauf. Schon
    lange im Vorraus sahen wir eine Stadt am Fuße der Bergkette. Nur leider
    war das nicht unser Ziel, sondern eine Nachbarstadt. Unser Ziel war noch
    etwas entfernt.
    Als uns unser Pfad endlcih in die Stadt trug, wurden wirschon von den
    bekannten Wanderern einer anderen Bergschule begrüsst, welche bereits
    ihr Feierabendbier auf der Hotelterrase genossen
    Nur waren wir noch nicht am Ziel, uns erwartete noch eine Teilstrecke.
    Wir haben etwas zeit bis unsere Seilbahn fährt und das nutzenwir für eine kurze Eis oder Kuchenpause, je nach Geschmack.
    Nun geht es mit der Venetbahn auf den Krahberg, wo wir unsere "
    Mittagspause" einlegen. Es ist schon Nachmittag und warmes Essen gibt es
    auch nicht mehr aber über solche Nebensächlichkeiten sehen wir hinweg.
    Und während sich die letzen Paraglider für ihren Flug bereit machen,
    schultern wir unsere Rucksäcke und betreten den letzten Abschnitt. Über
    Weiden und Wiesen wandern wir zu unseren Unterkünften. Da die Almen
    nicht alle 24 Teilnehmer aufnehmen können, besprechen wir während der
    leicht abschüssigen Tour die Aufteilung, wer auf welche Alm geht. Gut
    eine Stunde führt uns der Weg an Kühen vorbei und gibt uns Gelegenheit
    nochenmal etwas die Natur zu geniesen.



    Als wir die Gallflunalm erreichen haben wir fast 9 Stunden Tagestour hinter uns.
    Heute zu zweit sich ein Schalfplatzteilen, jeder mit einer eignen
    Matratze ist nach der letzten Nacht purer Luxus. Auch gibt es hier
    keinen Münzauftomaten für warmes Wasser an der Dusche, es wird einfach
    mit den Getränken am nächsten Morgen bezahlt.
    Da nur zwei Duschkabinen vorhanden sind, dauert es etwas aber am Ende
    sitzen wir alle an den Tischen und freuen uns auf das Essen. Eineandere
    Gruppe sitzt schon und läßt es sich schmecken. Dieses Abendessen werde
    ich ewig in Erinnerung behalten, die Vorspeise eine Tomatensuppe. Nach
    dem Tag könnteman darin baden, so ist sie willkommen. Doch nun kommt
    etwas wovon man den Tag über nur gehört hat, Käsespätzle, eine ganze
    Pfanne pro Tisch und zur Not auch noch Nachschlag. Die Pfanne ist
    übrigens nicht zu vergleichen mit der normalen Küchenpfanne, es sind
    Gastropfannen, der Inhalt reicht für 4 Personen. Ich habe noch nie und
    seitdem auch nicht wieder so gute Spätzle gegessen.
    Der Nachtisch, selbstgebackner Kuchen, muss leider später serviert
    werden, es geht einfach nichts mehr in uns rein, an diesen Spätzle kann
    man sich leicht überessen.
    Aber auf das essen läßt sich leicht abbauen, die anwesende Frauengruppe animiert uns zum Singen und es wird ein lustiger Abend.
    Und nachdem die Wirtin den selbst gebranntenBirnenschnaps serviert hat passt auch noch der Kuchen.



    Redlich müde begeben wir uns ins Bett und geniessen den Platz, der sich
    uns bietet. Es war ein langer Tag und unter Schlaflosigkeit wird keiner
    von uns in dieser Nacht leiden

    Tag 2



    Kemptner Hütte - Memminger Hütte



    Es ist 0630 Uhr und ein Handy klingelt. Warum klingelt ein Handy in
    meinem Urlaub? Ach ja, ich liege in einem Doppelstockbett auf der
    Kemptner Hütte in einem Fünfbettzimmer. Langsam kommt auch Bewegung bei
    den anderen Zimmerbewohner auf. Ein jeder kriecht aus seinem Schlafsack
    um sich für den Tag zu rüsten. Ich bleibe noch etwas liegen, viel Platz
    ist nicht und meine Grundausbildung bei der Bundeswehr hat dafür
    gesorgt, dass ich in 20 Minuten fertig wäre, mit Frühstück.
    Und während die Anderen ihren rucksack packen, denke ich an gestern zurück.
    Beim Abendessen stelten wir uns gegenseitg vor und beantworteten den
    Wanderführen einige Fragen, Warum machen wir die Tour und wie haben wir
    uns darauf vorbereitet und was für Sport trieben wir eingentlich. Ein
    netter Smalltalk um einzuschätzen ob wir die Tour durchhalten würden.
    Natürlich lernte man die anderen Teilnehmer auch besser kennen. Wir
    waren recht bunt gemischt, das Alter war mit 16 bis 67 breit gestreut
    und auch die berufliche Spannweite trug von Schüler über Student zum IT
    Techniker bis zum Arzt.



    Leider wurde der Arzt gleich benötigt und verpasste das Essen, der Wirt
    stellte aber später etwas für ihn bereit. Eine andere Wandergruppe kam
    aus den Bergen
    und wollte zurück nach Oberstdorf. Einem der Wanderer ging es nicht
    gut. Leider konnte auch der Arzt vor Ort Nichts genaues feststellen und
    ein Rettungshubschrauber mußte zum Einsatz kommen. Wir Alle hofften das
    Beste und wünschten eine schnelle Genesung.



    Nun aber genug der Gedanken, raus aus dem Schlafsack, fertig machen und ab zum Frühstück.
    Unser Wanderführer erinnerte nocheinmal an die am Abend besprochenden
    Punkte wie keine Sachen vergessen und die Wasserflasche auffüllen und
    wann der erste Stop kam, wo man die Flasche wieder bedenkenlos auffüllen
    konnte.



    Pünktlich um 0800 Uhr ging die erste Gruppe los und etwas 10 Minuten später die zweite. Zunächst ging es weiter hinauf.
    Nach etwa 30 Minuten erreichten wir das Mädelejoch, ein beliebter Punkt
    für eine Fotopause. Denn hier steht ein altes Grenzschild der BRD, wir
    hatten die Grenze zu Östereich vor Augen. Die wahre Grenze ist ehr
    unspektakulär, ein kleiner grauer Geländemesspunkt am Boden, der den
    meisten entgeht, wenn man nicht speziell nach ihm sucht.
    Leider schlug das Schicksal hier furchtbar zu. Ich ... hatte vergessen
    den Akku meiner Kamera zu prüfen und nun sagte versagte sie mir den
    Dienst. Das Ladegerät lag natürlich zu Hause und ein Anderes war nicht
    zu nutzen. Nun war es vorbei für mich mit dem Bildersammeln. Zum Glück
    hatte eine Dame aus der Gruppe fast schon professionelles Equipment
    dabei und schickte mir eine CD mit ihren Bildern der Tour zu ( hiermit
    sage ich nochmals DANKE).



    Als alle ihre Bilder gemacht hatten, ging es bis zum Mittag nur noch
    bergab. Über Wiesen und mit darauf grasenden Kühen, einer Pauseneinkehr
    in einer der Jausen und vorbei an den Simmserwasserfällen weiter auf dem
    neu eröffneten Lechtalwanderweg zeigten sich die Alpen von ihren besten
    Seiten. Im Hotel Bären könnten wir uns eine Mittagsrast. Im strahlenden
    Sonnenschein saßen wir vor dem Hotel, genossen das Essen und sahen den
    vorbei kommenden Wanderern zu. Ab dem Hotel geht ein Shutteltransfer,
    welche auch wir nutzen wollten um die kommenden Kilometer an und auf der
    Straße uns zu ersparen. Leider gab es ein organisatorisches Problem, so
    dass wir eine gute Stunde warten mußten. Nun ja, in der Sonne liegen
    und faulenzen hat auch was für sich.



    Aber schließlich kam auch unsere Zeit und wir fuhren bis zur
    Materialbahn der Memminger Hütte. Dort lißen wir unsere Rucksäcke nach
    oben transportiren, während wir nur mit der Wasserflache im Gürtel uns
    auf den Weg nach oben machten.
    Steiler als am ersten Tag ging es hinauf auf 2242 Meter. An einem
    Wasserlauf machten wir Pause und lernten eine Gruppe von einer anderen
    Bergschule kennen. Nun war es auch nicht mehr weit bis zur Hütte und wir
    beeilten uns die verlorende Stunde wieder aufzuholen. Unser Weg führte
    uns nun durch eine Murmeltierkolonie. Und wieder war das Glück mir nicht
    hold, ich bekam keine dieser Alpenratten zu Gesicht, anscheinend aber
    jeder andere Wanderer.
    In Sichtweite der Hütte mußte nun noch eine Entscheidunggetroffen
    werden, gleich auf die Hütte oder noch hinauf auf einen der Gipfel und
    an einem Gipfelkreuz die Aussicht geniesen? Dumme Frage, also hinauf und
    nochmals eine gute Stunde unterwegs sein.



    Zum Essen blieb nun nicht mehr viel Zeit und so saßen die meisten von
    uns ungedsucht am Tisch aber von sowas läßt man sich den Appetit nicht
    verderben. denn nach dem Essen stand ein Bad an.
    Jedenfalls hatten wir uns vorgenommen den See hinter der Hütte zu
    nutzen. Dieser See wird aus dem Schmelzwasser der umliegenden Gipfel
    gespeist. Warum nur hatten jetzt alle was anderes vor? Ich für meinen
    Teil wollte nicht kneifen, also mutig die Sachen gepackt und ab an den
    See.
    Die Chance zum Waschen meiner Sachen wollte ich mir nicht entgehen
    lassen. In Unterwäsche ging es langsam hinein ins Wasser. JOAH,ich kenne
    Eiswürfel, die wärmer waren. Aber nun war ich schon mal drin, also
    abgetaucht. Wie schnell man sich doch wieder lebendig füllen kann.
    So stand ich also bis zur Hüfte in einem Alpensee und zog meine Wäsche
    durchs Wasser. Warum die neugierigen Zuschauer am Ufer im Wind etwas
    zitterten verstehe ich bis heute nicht, ich fand die Luft herrlich warm.
    Vermutlich eine Frage des Standpunktes, meiner war im See.




    Frisch gebadet und mit sauberer Wäsche begab ich mich in meinem
    Schlafsack. Bei der Abendbesprechung wurde erwähnt, dass der kommende
    Tag der längste und anstrengeste werden sollte. Also wollte ich früh ins
    Bett.
    Eine gute Entscheidung wie sich zeigen sollte.