Sehenswertes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

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    • Sehenswertes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

      Ich starte diesen Thread mal, um Infos und Bilder von der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der BRD zu sammeln, denn ich finde es immer wieder interessant und erschreckend zugleich, was es dort zu sehen gibt bzw. was dort geschah. Daher komme ich auch kaum an einem Museum oder an einer Gedenkstätte vorbei, ohne einen Blick hinein geworfen zu haben.

      Zu den bekannteren Grenzmuseen dürfte Point Alpha gehören. Dieser ehemalige Beobachtungspunkt der US-Armee stand zwischen Geisa und Rasdorf, auf der heutigen Grenze zwischen Thüringen und Hessen.
      Hier bekommt man noch einen sehr guten Eindruck vom Kalten Krieg, da sowohl die amerikanischen Gebäude und Einrichtungen stehen gelassen wurden, aber auch noch Teile des sogenannten Grenzsicherungsstreifen der DDR und auch ein DDR-Grenzturm. Sowohl der DDR-Grenzturm als auch der Beobachtungsturm der Amerikaner standen sich so ziemlich genau gegenüber und nur wenige Meter voneinander entfernt.



      Ehemalige Grenzmarkierung


      Stop auf Russisch


      Ehemaliger Kolonnenweg mit DDR-Grenzturm. Rechts Thüringen, links Hessen.


      Blick aus dem Osten auf den amerikanischen Beobachtungsturm. Bei dem Foto stand ich auf dem besagten Kolonnenweg. Der Kolonnenweg diente ja den DDR-Grenzsoldaten als Fahrstraße. So kann man also sehen, wie nah sich die verfeindeten Soldaten gegenüberstanden.



      Und so schauten beide Seiten von der Grenze aus auf die Ortschaft Geisa in Thüringen, die damit natürlich im Sperrgebiet lag und selbst für DDR-Bürger nur schwer, wenn überhaupt, erreichbar war.





      Nachgestellte Amtsstube der DDR.


      Point Alpha liegt hier. Der Pfeil zeigt exakt die Position des DDR-Grenzturmes an. Nur 100 Meter weiter nördlich erkennt man die Gebäude der Gedenkstätte. Das weiße Quadrat dort ist der Beobachtungsturm der Amerikaner:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael Moll ()

    • RE: Sehenswertes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

      Ebenfalls an der Grenze zwischen Thüringen und Hessen befindet sich das sogenannte Baumkreuz. Hierbei handelt es sich um einen eher unscheinbaren Platz und man würde auf der Landstraße kaum bemerken, dass man die ehemalige Grenze überquert, wenn man dort nicht einen kleinen Teil des Grenzzauns stehen und natürlich ein Schild aufgestellt hätte.

      Das Baumkreuz besteht aus zwei Baumalleen. Einerseits eine dreireihige Allee aus Eschen entlang des ehemaligen Todesstreifens und eine Lindenallee entlang der Bundesstraße. Gepflanzt wurden die Bäume im November 1990. Ein Hinweisschild besagt, dass es sich womöglich um das letzte original erhaltene Grenzstück in Deutschland sei. Hm, kann ich nicht beurteilen.
      Auf jeden Fall wird jedes Jahr das Baumkreuz erweitert und viele weitere Bäume gepflanzt. Mittlerweile sind es wohl über 1.200 Linden, die auf einer Strecke bis Eisenach gepflanzt wurden.


      Der ehemalige Kolonnenweg


      Grenzzaun mit den noch jungen Bäumen. Mein Standort ist jetzt auf der Ostseite.


      Und nun stehe ich auf West-Seite.


      Klassiker. Diese Schilder stehen ja an fast jeder Straße. Ich habe mir mal vorgenommen, sie zu sammeln. Müsste sie nur mal sortieren.


      Ich stehe wieder auf Westseite und blicke gen Osten. Man sieht den Parkplatz auf Thüringer Gebiet und natürlich vorher den Grenzzaun.

      Die Allee aus Eschen kann man schon ganz gut erkennen:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael Moll ()

    • Wir haben noch gar keine Pläne, aber wenn dann würde sich für uns der Start an der tschechischen Grenze ja quasi von selbst ergeben. Sozusagen vor der Haustür. Ich fände es besonders reizvoll, die neu entstandenen Naturschutzgebiete entlang des alten Grenzverlaufes zu erkunden, immer auf der Jagd nach dem nächsten schönen Vogel. :)

      VG, Dorit
    • Also bei genauerer Überlegung würde ich da wirklich den Harz empfehlen. Gerade auch, weil ich am letzten Wochenende wieder dort war. Nördlich vom Harz stelle ich mir den Grenzverlauf nicht mehr so interessant vor. Südlich davon verläuft er ja durch die Rhön und westlich vom Thüringer Wald - auch schön und interessant, aber meiner Meinung nach reicht es nicht an den Harz heran.
      Dort gibt es ja auch den Harzer Grenzweg.