Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

    • Asien

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    • Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      In diesem Thread will ich mal die Bahnhöfe der Transsbirischen Eisenbahn zeigen bzw. vorstellen. Allerdings ist diese Aussage schon nicht ganz richtig, denn die Transsibirische Eisenbahn fährt bekanntlich von Moskau nach Novosibirsk. Ich fuhr aber nach Peking und zwar durch die Mandschurei, daher heißt die Bahn eigentlich Transmandschurische Eisenbahn.
      Zurückgefahren bin ich durch die Mongolei, weshalb die Trasse auch Transmongolische Eisenbahn genannt wird. Aber dazu kommen wir dann in einem späteren Thread.

      Zunächst einmal die Bahnhöfe, die ich auf der Fahrt von Moskau nach Peking gesehen habe. Fehlende Bahnstationen habe ich entweder jetzt vergessen, aufzuzählen oder ich war in der Nacht dort und habe gut geschlummert. :schlaf: Kann aber sein, dass die dann im zweiten Thread zu sehen sind. Die Zeitangaben und Kilometerangaben sind aus dem Track entnommen, den ich während der gesamten Reise aufzeichnete.

      Beginnen wir also mit Moskau. Zu Russlands Hauptstadt muss ich wohl nicht viel sagen. Die Abfahrt des Zuges findet auf dem Jaroslawler Bahnhof statt. Nicht zu verwechseln mit dem Kazaner Bahnhof, der gleich daneben liegt.
      Hier sind wir natürlich noch bei Kilometer Null (es gibt sogar eine Stele mit der Aufschrift).





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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Da die Transsibirische Eisenbahn sehr spät abends startet (kurz vor Mitternacht, zumindest, als ich los fuhr), kommt der erste Bahnhof, den ich mitbekommen habe, erst in Maradykovskiy. Laut Track haben wir da aber gar nicht angehalten. Kann mich dort auch nicht an einen Stopp erinnern. Egal. Hier ist auf jeden Fall ein Bild vom dortigen Bahnhof.

      Nishnij Novogorod habe ich also auf der Hinfahrt verpasst.

      833 Kilometer, Fahrzeit ca. 11 Stunden.





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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Der erste Halt findet kurz danach statt. Und zwar endlich in einer der ersten größeren Städte, in Kirov. Kirov liegt am Fluss Wjatka und hieß auch viele Jahre so. Eine Umbenennung in diesen alten Namen hat man nach Ende der Sowjetunion 1991 jedoch abgelehnt. Auf dem vierten Bild sieht man große Stofffiguren. Das liegt daran, dass in Kirov eine große Spielzeugfirma ansässig ist und daher sogar diese Sachen am Bahnsteig verkauft werden.











      914 Kilometer, Fahrzeit ca. 12h 27 min

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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Der nächste Bahnhof ist wiederum deutlich kleiner, da auch die dazugehörige Ortschaft Balezino bzw. Balesino viel kleiner ist.
      Man sieht hier im Übrigen denselben Zug, der auch schon in Kirov zu erkennen war. Das ist nicht die Transsibirische Eisenbahn, sondern einfach ein Zug, der zufällig auf der selben Strecke unterwegs war. Wenn ich mich richtig erinnere, fuhr er vor unserem Zug.
      Laut Wikipedia hat man hier einen längeren Aufenthalt, weil die Lok gewechselt wird. Vom Lok-Wechsel habe ich nichts mitbekommen. Ich war mehr mit Einkaufen beschäftigt. Aber es stimmt, laut GPS-Track hatten wir einen Aufenthalt von fast einer halben Stunde.









      Und hier noch kurzes Video über das Bahnhofsgewusel:





      1151 Kilometer, Fahrzeit ca. 16 Stunden 45 min.

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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Auch in Perm verfolgten wir den Zug, den man auf dem Foto auf der linken Seite sehen kann. Es handelt sich immer noch um den Zug, den wir schon zwei Bahnhöfe zuvor hatten. Hier hatte ich mal Gelegenheit, den Waggon des anderen Zuges ein wenig genauer zu fotografieren. Was man da sieht, ist ein Waggon mit 54 Schlafplätzen. Einige der Liegen sind in Fahrtrichtung angebracht, wo eigentlich der Gang ist. Dieser ist dadurch deutlich schmaler. Eine bequeme Zugfahrt sieht anders aus.
      Perm ist natürlich eine deutlich größere Stadt und kratzt an der Millionenmarke. Aber davon bekommt man auf dem Bahnhof natürlich nichts mit. Der Aufenthalt dauerte rund 15 Minuten.







      1.393 Kilometer, Fahrzeit ca. 20 Stunden 45 min.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      In Tyumen bin ich entweder nicht ausgestiegen oder ich habe kaum Fotos gemacht. Obwohl wir beinahe 20 Minuten Aufenthalt hatten. Jekaterinburg liegt eigentlich noch auf dem Weg, doch da fuhren wir mitten in der Nacht durch. Aber wenigstens waren wir mit Tjumen jetzt so richtig in Sibirien.





      2.101 Kilometer, Fahrzeit ca. 31 Stunden
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Dafür gibt es aber aus Ischim wieder etwas mehr zu sehen. Interessant finde ich, dass in Ischim die Europastraße 22 endet und man von hier aus immer dieser Straße nach bis nach Wales gelangen könnte. Ansonsten gibt es über Ischim aber nicht viel zusagen, außer dass die Stadt am gleichnamigen Fluss liegt.
      Der Aufenthalt dauert knapp über 10 Minuten.













      2.387 Kilometer, Fahrzeit ca. 35 Stunden 10 min.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Nur knapp vier Stunden hinter Ischim folgt Omsk, wieder eine Millionenstadt. Die Aufenthaltsdauer von fast 15 Minuten reichte aus, um wenigstens einmal kurz vor das Bahnhofsgebäude zu gehen und ein paar Schnappschüsse vom Zentrum zu machen.













      2.670 Kilometer, Fahrzeit ca. 39 Stunden 11 min.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Über Barabinsk gibt es ebenfalls nicht viel zu erzählen. Ist halt eine kleine sibirische Stadt in der Steppe und so ziemlich der letzte Ort, den ich am Ende des zweiten Tages sehen konnte. Und wenn man sich die Stadt mal auf der Karte genauer anschaut, dann sieht es so aus, als könne man sie ziemlich schnell zu Fuß umrunden. Hätte man zwar nicht während des kurzen Aufenthalts geschafft, aber 20 Minuten steht man hier trotzdem.








      2.994 Kilometer, Fahrzeit ca. 43 Stunden 40 min.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Novosibirsk ist vom Namen her natürlich der Klassiker. Ist ja auch die größte Stadt in Sibirien und nach Moskau und St. Petersburg die drittgrößte Stadt Russlands. Aber man sieht es ja schon auf den Bildern: Ich hatte nichts davon, es war mitten in der Nacht.
      Auch hier kommt man wieder auf ungefähr 20 Minuten Aufenthalt.







      3.296 Kilometer, Fahrzeit ca. 47 Stunden 6 Minuten
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Mariinsk durfte ich dann wieder bei Tageslicht sehen. Zu dumm nur, dass es sich hierbei um eine sehr kleine Ortschaft mit gerade einmal rund 40.000 Einwohnern handelt. Und dann hat man in diesem kleinen Örtchen auch noch rund 25 Minuten Aufenthalt.











      3.673 Kilometer, Fahrzeit ca. 52 Stunden 30 Minuten
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Einen der längsten Aufenthalte hat man in Krasnojarsk. Immerhin 30 Minuten steht man hier am Bahnsteig. Auf der Hinfahrt gab es aber definitiv keine einzige Babuschka, die hier etwas verkauft hat. Und den Blick auf das Bahnhofsgebäude versperrten gleich zwei Züge. Aber ich habe mich natürlich nicht getraut, zum Gebäude zu gehen. Irgendwie ist man ja dann doch besorgt, dass der Zug abfährt.
      Allerdings darf man dafür dann kurz nach der Abfahrt den breiten Jenissei überqueren.
















      4.058 Kilometer, Fahrzeit ca. 58 Stunden 20 Minuten

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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Eines der Highlights an Ortschaften war meiner Meinung nach Sljudjanka. Schon alleine die letzten Kilometer dorthin sind fantastisch. Man fährt durch einen Tunnel (soweit ich weiß, der einzige auf der gesamten Trasse) und ist anschließend oberhalb vom Baikalsee. Mit tollen Ausblicken auf den See nähert man sich dann durch eine Serpentine der Ortschaft, die weiter unten direkt am Ufer liegt. Sljudjanka selbst hat eigentlich wenig zu bieten. Aber immerhin ist man nun endlich am Baikal angekommen. Nach Verlassen der Stadt fährt man noch lange Zeit direkt am Seeufer entlang.
      Wer jetzt aufgepasst hat bzw. sich auskennt, wird sich fragen, wo Irkutsk geblieben ist. Tja: :schlaf: Aber die Stadt kommt dann auf der Rückfahrt.

      Ach so, und der Aufenthal in Sljudjanka beträgt gerade einmal zwei (2) Minuten. An Aussteigen ist hier also nicht zu denken, außer man verlässt hier den Zug dauerhaft.







      5.271 Kilometer, Fahrzeit ca. 78 Stunden 37 Minuten.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Fast 25 Minuten Aufenthalt hat man in Ulan-Ude, wo man wieder groß einkaufen gehen kann. Babuschkas sind hier aber leider kaum zu sehen, dafür gibt es einen kleinen Supermarkt und einen Kiosk. Außerdem existiert direkt am Bahnsteig ein Bankautomat und eine Bärenskulptur.











      5.602 Kilometer, Fahrzeit ca. 83 Stunden 30 Minuten.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Chilok ist nun wirklich kaum der Rede wert. Eigentlich ist hier auch gar nichts passiert, außer dass ich neben den Bildern noch einen ewig langen Güterzug gefilmt hatte:





      Na ja, mit 20 Minuten hat man eben jede Menge Zeit, sich umzugucken.









      5.894 Kilometer, Fahrzeit ca. 88 Stunden 20 Minuten
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Sabaikalsk ist der letzte Bahnhof auf russischer Seite und damit irgendwie auch der aufregendste. Die Stadt hat wenig zu bieten, von Stadt kann auch kaum die Rede sein. Es ist eine etwas größere Ansiedlung mitten in der Steppe. Aber von dort sieht man dann schon das erste Gebäude auf chinesischer Seite. Und das jetzt, wo man sich so schön an Russland gewöhnt hat.

      Fakt ist aber, dass man hier geschlagene sieben (in Zahlen: 7) Stunden Aufenthalt hat. Und man ist verpflichtet, den Zug zu verlassen. Denn hier werden die Drehgestelle gewechselt, da in China wieder eine schmalere Sprubreite genutzt wird. Nach dem Austausch kommt dann noch die Zollkontrolle. Die Pässe musste man schon abgeben, bevor man den Zug verlässt. Das heißt also, dass man am Ende Russlands ohne Pässe durch die Ortschaft und Prärie wandern kann.

      Auf dem zweiten Bild kann man gut erkennen, wie gerade der Zug in die Umspurhalle gefahren wird. Im Hintergrund ist bereits das chinesische Gebäude zu sehen. Durch das fährt man später im Schrittempo hindurch.









      Die Umspurhalle (auf Satellit umschalten und ganz nah heranzoomen):



      Das Gebäude auf chinesischer Seite (auf Satellit umschalten und ganz nah heranzoomen):



      6.633 Kilometer, 104 Stunden

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    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Auf chinesischer Seite geht es dann mit der Warterei weiter. Beinahe im Schritttempo passiert der Zug die Grenze, die nur nach mehrmaligem Hupen der Lokomotive geöffnet wird. Und schon bald hält der Zug in der kleinen Stadt Manzhouli. Zugegeben, Schritttempo ist untertrieben. Immerhin beschleunigt der Zug auf 58 km/h. Aber das auch nur, um sofort wieder abzubremsen. Insgesamt dauert die Fahrt 32 Minuten und das für insgesamt 11,3 Kilometer.
      Dass man hier repräsentieren möchte, sieht man sofort. Hohe Häuser, die am Abend hell beleuchtet werden. Blickt man jedoch auf die Karte, dann sieht man, dass die Stadt furchtbar klein ist.
      Auf jeden Fall heißt es auch hier wieder aussteigen. Denn nun wird der chinesische Speisewagen integriert und auch hier folgt natürlich kurz vor Abfahrt des Zuges noch eine Passkontrolle. Alles aber sehr freundlich.

      Ein seltsames Gefühl ist jedoch der gesperrte Bahnsteig. In China ist es üblich, dass man einen Bahnsteig nur betreten darf, wenn man ein Ticket hat und dann auch nur kurz bevor der Zug einfährt. So ist also auf dem Bahnsteig niemand außer den Passagieren unseres Zuges. Und alle werden freundlich in das Bahnhofsgebäude geleitet, wo man natürlich schwarz Geld wechseln kann und an einigen wenigen Ständen irgendwelches Plastikzeugs und ein paar Lebensmittel einkaufen kann.
      Im Gebäude selbst hatte ich mich nicht getraut zu fotografieren. Dafür war ich noch zu unerfahren in China.

      Und natürlich will ich nicht vergessen zu erwähnen, dass wir hier







      6.644 Kilometer, Fahrzeit ca. 111 Stunden.
    • RE: Bahnhöfe der Transsibirischen Eisenbahn

      Nachdem der Zug also rund 12 Stunden Aufenthalt an der Grenze hat (Russland und China zusammengezählt), geht es plötzlich deutlich zügiger durch China. Der erste Halt von dem ich weiß (ihr wisst schon: :schlaf:) lautet Harbin.
      Hier gab es auch wieder Einkäufe zu tätigen, aber eben anders als auf russischer Seite.

      Etwas über 20 Minuten Aufenthalt bleiben einem. Dabei habe ich noch einige chinesische Zuglaufschilder fotografiert.











      7.584 Kilometer, Fahrzeit ca. 129 Stunden
      Bilder
      • Transsib-60.jpg

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