Erfahrungen mit Faltrad oder Klapprad gesucht

Lust auf eine nette und reiselustige Community? Dann melde dich doch ganz einfach, schnell und kostenlos an. Anschließend stehen dir alle Funktionen im Forum zur Verfügung.
  • Wie ihr wisst, bin ich umgezogen und wohne nur noch wenige Kilometer vom Stellplatz entfernt. Die würde ich gerne zukünftig häufiger mit dem Fahrrad zurücklegen. Allerdings ist es etwas mühsam, jedes Mal für die kurze Fahrt das Rad aus dem Keller zu holen oder wieder hinunter zu schaffen. Außerdem ist es eher ein Schönwetterrad und ich würde gerne auch im Winter bei schlechterem Wetter und durch den Wald radeln.

    Zuerst hatte ich mir überlegt, mir ein möglichst billiges Rad (200 Euro) zu kaufen, um das dauerhaft draußen zu lassen. Die nächste Möglichkeit, es abzuschließen, ist aber strategisch ungünstig und außerdem für wirklich jeden sehr einfach zugänglich. Muss nicht sein.

    Dann fiel mir gestern Abend ein, dass es ja auch sehr kleine Klapp- bzw. Falträder gibt. Beim ersten Googeln habe ich gelernt, dass es wohl Unterschiede zwischen diesen Begriffen gibt (Klapprad=einmal falten, Faltrad wohl mehrmals). Weiß nicht, ob man da wirklich begrifflich unterscheidet. Meine Frage ist vielmehr: Wer kennt sich von euch aus und kann mir Tipps geben?

    Ich könnte mir gut vorstellen, mir ein günstiges (!) Rad zuzulegen. Das muss nichts besonderes können, außer ein bisschen tauglich sein und vielleicht noch die Möglichkeit besitzen, für kleinere Sachen, eine Tasche oder einen Korb dran zu hängen.


    Ach ja, lagern würde ich es auf dem Balkon. Das ist vermutlich weniger aufwändig, als das normale Rad aus dem Keller zu holen. Aber trotzdem wäre ja vielleicht eine Tragetasche sinnvoll, damit es beim Tragen zwischen Haustür und Balkon nicht alles volltropft, falls es geregnet hat.

  • Hallo Michael,

    wir hatten vor unseren E-Klapprädern auch schon 20-Zoll-Klappräder. Inzwischen verkauft, zu Wohnmobil-Freunden nach Baden-Würtemberg, aber ich habe gehört, sie stehen demnächst evtl. wieder zum Kauf, weil man auf E-Scooter oder E-Bikes umsteigen will...

    Bei Interesse stelle ich gerne einen Kontakt her :) ...

    Wir sind damals bei Klapprädern gelandet, da Ilona einen sehr tiefen Einstieg braucht, weil sie eben nicht so groß ist.

    Zusammengeklappt haben wir die Räder nur sehr selten, aber es geht wirklich in wenigen Sekunden. Taschen gibt es im Zubehör zu kaufen.

    Bei Klapprädern klappt man den Rahmen in der Mitte, evtl. legt man noch den Lenker um oder schiebt ihn ein. Genauso auch den Sattel. Dann darf man die Räder auch kostenfrei in der Bahn oder Straßenbahn mitnehmen :) . Immer auf das Gewicht achten. Die Dinger sind nicht unbedingt leicht! Unsere E-Bikes (aus Alu) wiegen ohne Akku schon 20 Kg...

    Es gibt Klapp- oder Falträder in diversen Ausstattungen. Unsere hatten damals 3-Gang-Nabenschaltung. Mit den kleinen Rädern würde ich immer eine Gangschaltung haben wollen. Unsere Jetzigen haben eine 7-Gang-Shimano-Kettenschaltung, trotz E-Unterstützung. Macht sehr viel Spaß damit zu fahren, auch ohne Elektrounterstützung. Aber wie im anderen Thread schon geschrieben: Wir sind nicht die großen Radfahrer. Vielleicht haben Andere noch mehr Erfahrungen.

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................

    Alle sagten "das geht nicht". Dann kam Einer, der das nicht wusste und machte es einfach... :)

  • Immer auf das Gewicht achten. Die Dinger sind nicht unbedingt leicht! Unsere E-Bikes (aus Alu) wiegen ohne Akku schon 20 Kg...

    Oh, ich hatte gestern welche mit 14 kg gesehen (aber wie gesagt, das war nur beim schnellen, ersten Suchen). Waren deine alten Räder denn auch so schwer?


    Und wo du das Gewicht ansprichst: Was ist denn mit dem eigenen Gewicht bzw. was sagt die "Zuladung"? Muss man bauartbedingt abnehmen im Vergleich zu großen Rädern?

  • Oh, ich hatte gestern welche mit 14 kg gesehen (aber wie gesagt, das war nur beim schnellen, ersten Suchen). Waren deine alten Räder denn auch so schwer?


    Und wo du das Gewicht ansprichst: Was ist denn mit dem eigenen Gewicht bzw. was sagt die "Zuladung"? Muss man bauartbedingt abnehmen im Vergleich zu großen Rädern?

    Die Räder, die ich kenne, sind meist immer auf ca. 120 KG Beladung ausgelegt. Ich glaube, das ist bei großen Rädern auch nicht mehr.

    Das Problem bei kleinen Rädern ist: da die Rahmenrohre im Vergleich zur Größe nicht unbedingt "dicker" aussehen sollen, wird das Material nach innen stärker. Man hat auch oft nur ein tragendes Rahmenrohr, während man bei großen "Damenrädern" zwei dünnere Rohre bzw. bei "Herrenrädern" den Diamantrahmen mit zweitem oberen Rahmenrohr bauen kann. Das ist oft Gewichtssparend.

    Wenn du schon welche mit 14 KG gefunden hast - die haben ja wahrscheinlich auch keinen Elektromotor im Hinterrad :)

    Wie schwer di älteren Räder waren, weiß ich nicht mehr - kann mich nur an den dicken Rahmen erinnern.

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................

    Alle sagten "das geht nicht". Dann kam Einer, der das nicht wusste und machte es einfach... :)

  • Moin Michael,


    tue dir selbst einen Gefallen und kauf kein "Klapprad". Nimm Geld in die Hand und schau nach Markenrädern. Auch "Faltrad" genannt. Wir haben zur vollen Zufriedenheit jahrelang Dahon gefahren und eigentlich immer dabei gehabt. Ich weiß nicht ob es die Marke noch gibt. Tern ist da ein würdiger Nachfolger.

    Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
    André und Susanne


    unterwegs mit B-MC T600


    Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...

  • Also, ich finde im Netz keine verbindliche Aussage zum Unterschied zwischen "Klapprad" und "Faltrad". Schon garnicht im Bezug auf Qualität.

    Alles, was ich gefunden habe, ist die Aussage, dass ein "Faltrad" wohl mehr als ein Scharnier zum Zusammenlegen besitzt. Dann waren unsere alten Räder auch "Falträder", weil man auch den Lenker mit einem Scharnier wegklappen konnte. Und unsere E-Bkes wären demnach dann auch "Falträder", obwohl sie zu den Billigsten zählen, die es damals gab :) . Sehen genauso aus wie die von Dahon, vielleicht sind es Nachbauten...

    Bei den DDR-MIFA-Rädern konnte man wohl nur den Rahmen "klappen", Lenker und Sattel wurden eingeschoben. Ob der Begriff daher stammt?


    Ich glaube eher, dass die Begriffe irgendwie austauschbar sind und nicht unbedingt etwas über die Qualität aussagen. Da sollte man wohl eher auf die verwendeten Materialien achten. Und da es keine echten "Markennamen" mehr gibt, wäre mir der Name ziemlich egal. Fast alle Teile kommen heute aus Billglohnländern. Selbst wenn sie dann hier zusammengehauen werden...

    Bei VW stehen die Bänder still, wenn die Platinen aus China nicht termingerecht ankommen...soviel zum Thema "made in Germany" 8):D

    Ich würde nach Preis und "gefällt mir" und "passt" kaufen...aber Jeder, wie er mag. Wer viel fährt, hat andere Ansprüche...

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................

    Alle sagten "das geht nicht". Dann kam Einer, der das nicht wusste und machte es einfach... :)

  • wir haben seit 2008 zwei Brompton und sind sehr zufrieden, 6 Gänge, sehr gute Übersetzung, einfach zu händeln und wirklich so klein das wir sie beim Transport in eine Ikea Tasche packen können. Die Originaltasche war uns zu teuer. Aber das Rad hat seinen Preis.

    Man sieht sie häufig in Zügen, können kostenlos mitgeführt werden und selbst der schnieke Banker kommt unverschwitzt zur Arbeit ^^

  • Wir haben bei allen unseren Klapprädern (inzwischen das 3. Modell) immer darauf geachtet, das es eine Nabenschaltung hat.

    Unsere Räder stehen geschützt vor Wind, Wetter und Dieben in der Heckgarage.

    Da ist es mit einer Kettenschaltung etwas hakeliger, umständlicher beim Verstauen.

    Gruß
    Michael

    Nimm nur Erinnerungen mit, hinterlasse nichts außer Fußspuren. << Chief Seattle >>

  • Hallo Michael,


    vieles wurde schon gesagt. Ein paar Gedanken dazu noch von meiner Seite:


    Mein Brompton bringt (laut Herstellerangabe) ca. 13 kg auf die Waage, dazu kommt noch das Schloss. Wenn ich es tragen muss, vor allem auf Treppen, dann mache ich das lieber im ausgeklappten Zustand, weil sich das Gewicht so leichter ausbalancieren lässt als wenn man es als "Paket" an einer Hand neben dem Körper trägt. Das passt natürlich nicht zur Idee, es in einer Tragetasche in die Wohnung zu tragen. Das geht zwar durchaus, aber dann wird (zumindest mir) der Arm auf Dauer ziemlich lang.


    Ein Gepäckträger ist vorhanden, allerdings macht es keinen allzu großen Spaß, darauf größere Sachen zu transportieren. Denn dadurch, dass das Rad so klein ist, liegt der Gepäckträger auch so nah an den Pedalen, dass man öfters mal mit den Hacken gegen das Gepäck tritt. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, eine (von Brompton eigens dafür hergestellte) Tasche vorn am Rad zu befestigen. Die hat allerdings einen recht sperrigen Metallrahmen und ist außerhalb vom Rad daher etwas unpraktisch.


    Dann schreibst du noch etwas von "durch den Wald radeln". Je nach Beschaffenheit der Waldwege in Deiner Gegend würde ich mir das dann auch nochmal überlegen. Durch die sehr kleinen Räder ist mein Rad erstens weniger gut gefedert als ein "normales" Fahrrad, zweitens ist es durch seine Geometrie auch etwas weniger stabil, wenn der Untergrund rauher wird. Bei uns auf der Münchener Schotterebene (der Name ist Programm!) macht es auf den nicht asphaltierten Waldwegen jedenfalls keinen Spaß, längere Strecken durch den Wald zu fahren. Bei glatterem Untergrund ist natürlich alles easy.


    Mein Fazit: Zumindest mein Modell, das ja vor allem auf ein minimales Packmaß hin optimiert ist, dürfte für deinen Einsatzzweck eher nicht so gut geeignet sein. Mal abgesehen davon, dass ein Brompton Deine Anforderung "günstig" auch nicht wirklich erfüllt. Für den Zweck, für den ich es damals gebraucht habe (Pendeln in der S-Bahn) würde ich es aber jederzeit wieder kaufen. Mit anderen Modellen habe ich bisher keine Erfahrung. Die Bandbreite an verschiedenen Falträdern ist ja recht groß.

  • Moin Helmut,


    Zitat


    Also, ich finde im Netz keine verbindliche Aussage zum Unterschied zwischen "Klapprad" und "Faltrad". Schon garnicht im Bezug auf Qualität.


    Mit Klapprad verbinde ich die Dinger aus den 70ern des letzten Jahrtausends und deren Gebrüder Albrecht Nachfolgern. Das war nämlich im Vergleich zu den heutigen Falträdern nichts. Vereinzelt gibt es immer mal noch solche Diskounterangebote. Qualität geht jedenfalls anders.
    Da ist man mit einem Falter von z. B. Tern (Einsteigerklasse) deutlich besser unterwegs.

    Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
    André und Susanne


    unterwegs mit B-MC T600


    Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...

  • Moin Helmut,



    Mit Klapprad verbinde ich die Dinger aus den 70ern des letzten Jahrtausends und deren Gebrüder Albrecht Nachfolgern. Das war nämlich im Vergleich zu den heutigen Falträdern nichts. Vereinzelt gibt es immer mal noch solche Diskounterangebote. Qualität geht jedenfalls anders.
    Da ist man mit einem Falter von z. B. Tern (Einsteigerklasse) deutlich besser unterwegs.

    100% Zustimmmung - die Räder von heute sind qualitativ mit den alten 70er- Rädern nicht zu vergleichen.

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................

    Alle sagten "das geht nicht". Dann kam Einer, der das nicht wusste und machte es einfach... :)

  • AlexM hat das Brompton Handling gut beschrieben- das mit dem Gepäckträger und den Hacken hatte ich vergessen da ich meine Sachen im Rucksack transportiere :)

    Das Fahren auf Waldwegen ist ok sofern sie nicht so sandig wie bei uns in der Heide oder schotterig/zerfahren sind. Da ich es überwiegend bei Städtetouren ( Anreise per Zug) nutze habe ich aufgrund der kleinen Räder nur Respekt vor Kopfsteinpflaster =O.


    @Michael : ein 200 Euro Rad (neu) würde ich nicht nehmen, aber ein gutes Gebrauchtes schon. Das kannst du dann getrost draussen abstellen. Habe für meine Alltagsfahrten zuhause ein 12 Jahre altes Trekkingrad, das steht immer draussen, überdacht zwar, aber eben auch leicht zu entwenden.....dafür interressiert sich jedoch keiner mehr 8)

  • Jetzt habe ich endlich Zeit, mal auf eure Beiträge einzugehen. Danke zunächst für eure Infos.

    Die Erläuterungen von Alex haben mich ein wenig heruntergebremst. Mit der Sache mit dem Gepäck und dem damit verbundenen Fersenkontakt kann ich noch gut leben. Denn das soll allenfalls optional sein und eher selten vorkommen.


    Den Einwand mit dem Waldweg finde ich wesentlich bedeutender. Es sind ungefähr zwei, drei Kilometer auf einem eher schotterigen Waldweg. Alternativ könnte man auch außen herum auf asphaltierten Radwegen. Wäre aber ein Umweg und natürlich auch weniger schön.


    Auch das Gewicht bzw. die Möglichkeit des Tragens muss ich wohl zunächst mal testen. Heißt, ich werde, sobald ich mal Zeit dazu habe, ein Fahrradgeschäft aufsuchen und mir die Räder vor Ort anschauen. Der Name Brompton sagt sogar mir etwas, obwohl ich mich mit Falträdern gar nicht auskenne. Und ja, damit verbinde ich hochpreisige Produkte.

    Aber eigentlich suche ich nur etwas billiges, einfaches um gelegentlich den Kompromiss zwischen Spaziergang und Auto zu finden. Eine andere Strecke will ich damit gar nicht fahren.


    Jetzt habe ich in dieser Woche erfahren, dass in den drei Ortsteilen von Nordkirchen Mobilstationen gebaut werden. Die erste soll Mitte Oktober fertig sein und ist nicht nur eine Unterstellmöglichkeit für eigene Fahrräder, sondern man soll dort auch Mieträder bekommen können. Das wäre auf jeden Fall eine sehr gute und günstige Option für mich. Das schaue ich mir auf jeden Fall auch noch an. Die Station ist nur 200 m von mir entfernt und wäre sehr praktisch.

  • noch eine kurze Anmerkung zu Faltrad/Lastenrad:

    Vor ca. 3 Wochen kam in der NDR Sendung " Einfach genial" ein Beitrag zu einem ganz neuen dieser Räder- ein klappbares Faltrad mit und ohne e-Antrieb. Sehr beeindruckend und sicher für den ein oder anderen interessant. Die Sendung ist in der Mediathek zu finden.

Jetzt mitreden!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!