Wechselrichter

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    • Hallo Gorbi, bei Bleibatterien sollten ja unter Normalbedingungen nicht mehr als 50% der Kapazität entnommen werden (ist natürlich nochmal Abhängig vom genauen Bautyp, Bleisäure, Bleigel, AMG, "Bleikristall"). Somit stehen Dir rund 80Ah (das ist wohl gemeint mit Deiner Angabe) zur Verfügung, das sind bei 12V 960Wh. Du kannst bei ca 100% Effizienz ein Gerät mit knapp 1000W knapp 1h lang nutzen. Nun müssen noch Verluste einberechnet werden, aber sagen wir mal 30min bei einem 800W Gerät sollten drin sein, dann ist aber dann sind die Batterien auf Mindeststand. Wäre Solar auf dem Dach, also immer verfügbar, würde das sicher gut funktionieren, speziell im Sommer. Also rein rechnerisch sollte es machbar sein.

      Erfahrungen habe ich selbst aber keine. Ich würde, wenn es in Frage käme, einen Wechselrichter mit sog. Vorranschaltung fest im Mobil verbauen lassen. Der versorgt dann die normalen 230V Steckdosen mit Strom aus den Batterien und schaltete automatisch auf Landstrom, sobald der von außen angeschlossen wird. Bitte beachten, Wechselrichter haben auch einen kleinen Ruheverbrauch. Da nuckelt also ein kleiner Verbraucher permanent an Deinen Batterien.

      Für mich persönlich wären Kaffeemaschine und Fön keine Argumente für einen Wechselrichter. Wir mögen eher das einfache Leben, wenn wir unterwegs sind. Kaffee wird auf dem Gasherd bereitet (French Press oder einfacher Filter auf der Kanne), Haare werden mit dem Handtuch trockengerubbelt und fertig, zumindest bei mir. Meine Frau ist da kritischer, die leitet und dann im Zweifel alle 3-4 Tage zu einem Platz mit Stromversorgung, wo sie sich die Haare fönen kann.

      Ich werfe aber die Frage mal zurück, wie sind Deine Erfahrungen mit der mobilen Solaranlage? Wie speist Du den Strom ins Bordnetz ein? Wo stellst Du das Teil auf?

      LG
      Volker
      Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977
    • hallo Gorbi,
      natürlich erzählt jeder etwas anderes, so ist das Leben :)
      auf den Gelbatterien steht außer der AH-ZAhl meistens auch noch die Zeit dabei - also etwa : 80 AH C10 - 100 AH C20 das würde bedeuten, dass die Batterie 100 AH leisten kann, wenn sie über 20 Stunden entladen wird.
      Das würde bedeuten, pro Stunde also nicht mehr als 5 Ampere zu entnehmen. Das was Volker schreibt, nämlich, dass man eine Bleibatterie nicht unter 50% entladen sollte, stimmt auch.
      Wenn Du jetzt aus den Gel-Batterien über den Wechselrichter die Leistung eines kleinen Föns entnehmen willst (ca. 800 Watt) dann entspricht dies bei 12.8V (volle Batterie) einem Verbrauch von ca. 63 Ampere Mit Verlusten durch den Wechselrichter bist du schnell bei über 65 Ampere). Das funktioniert mit deinen Gel-Batterien nicht wirklich gut. Natürlich schaffen die Gel-Batterien die Leistung und die Haare werden trocken, auch eine 1000 Watt Kaffeemaschine (ca 80 Ampere) wird wohl für einmal Kaffee aufbrühen nicht gleich die Batterien zerstören oder tiefentladen, aber für diese hohen Ströme sind sie nicht gemacht und werden schneller altern. Auch von der Vorstellung, dass für 1000 Watt-Verbraucher ein 1000 Watt Wechselrichter ausreicht, sollte sich verabschiedet werden. Die Anlaufströme können auch mal doppelt so hoch sein und dann wird ein schwacher Wechselrichter sofort auf Überlast gehen.

      Wir haben in unserem Mobil einfache Starterbatterien für den Wechselrichter und alle Verbraucher. Das ist genauso ungünstig wie deine Konstellation, weil diese Batterien eben für hohen Verbrauch und schnellerers Aufladen vorgesehen sind und nicht für langfristiges Entladen. Sie altern also beim Einsatz als Wohnraumbatterie mit langem, geringeren Verbrauch auch schneller, sind dafür aber deutlich billiger als Solar-Gel-Batterien. Die Starterbatterien können auch schon mal kurzfristig ein paar hundert Ampere liefern und schaffen auch die Kaffeemaschine und den Fön am 2000/3000Watt reinem Sinus-Wechselrichter (Und können zur Not als Starthilfebatterie für den Motor eingesetzt werden!). Falls eine Kaffepad-Maschine über den Wechselrichter betrieben werden soll oder andere elekronische Geräte, dann muss es ein WR sein, der echten Sinus liefert. Das sind die teureren Geräte. Aber selbst unsere 300 AH-Batteriebank geht beim Betrieb des Wechselrichter (mit 600Watt-Ofen zum Brötchen aufbacken - braucht also ca. 50-55 Ampere) von 12,8/13V Volt Volladung kurzfristig schnell auf 12,5 Volt zurück (das ist der tiefste Stand, den die Batterie langfristig nicht unterschreiten sollte. Sie erholt sich dann aber schnell wieder, wenn der WR wieder aus ist). Die 200 Watt Solaranlage lädt bei Sonnenschein dann wieder nach, aber das dauert. Wenn wir 10 Minuten lang 600 Watt verbrauchen, dann sind das rund 100 WattH (60Minuten/6) Dafür braucht eine 200 watt-Solaranlage mind.2-3 Stunden bei strahlendem Sonnenschein, wenn man ehrlich rechnet. Die Hersteller rechnen zwar anders, aber das sind halt meine Erfahrungen.Außerdem sollten die Batterien nicht mit mehr als ca. 10-15 % der Kapazität geladen werden.
      Meistens gehen wir daher auf Stellplätze, wenn wir 230V-Strom brauchen.
      Es gibt 12V -Kaffee-Aufbrühmaschinen und auch 12V Föns. Die Leistung ist entweder genauso hoch wie bei 230V-Geräten, dann sind sie für deine Batterien auch nicht geeignet, oder sie leisten weniger und brauchen entsprechen länger, bis der Kaffee durch ist. Damit spart man wenigstens die Verluste beim Umformen. Wir haben auch eine 230V-Kaffee-Kapselmaschine an Bord (ich weiß -Umwelt und so weiter..), die aber nur läuft, wenn wir Landstrom haben. Sonst brühen wir selbst über den Gasherd, so wie Volker das auch beschrieben hat.Der Wechselrichter ist nur als "Notbehelf" da. Jede Umwandlung von 12 Volt auf 230 Volt braucht Energie und erzeugt Verluste. Real gerechnet haben WR kaum mehr als 80-90% Wirkungsgrat. Das Blödsinnigste was man machen kann, ist über den WR 230 Volt zu erzeugen, um dann damit einen Laptop oder die Handys aufzuladen. Dabei wird dann nämlich die mühevoll umgeformte Wechselspannung über einen Trafo wieder in niedrigere Gleichspannung zurückgewandelt, auch wieder mit Verlusten...dann lieber in 12V-Ladegeräte investieren.
      Das mal so zu meinen Erfahrungen.
      Gruß
      Helmut und Ilona
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      Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes

      gonzi.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von helle ()

    • Vielen Dank für Eure Antworten. Im Prinzip bin ich auch gegen Wechselrichter. Es geht in der Hauptsache um das fönen. Gerade auf längeren Reisen sind wir sehr selten auf Camping oder Stellplätzen.
      Habe, um "Ruhe" zu haben mal einen Fön mit 12 Volt gekauft. Da kannst Du besser den Kopf aus dem Fenster halten.
      Kosten und Ertrag bei einen Wechselrichter stehen, nüchtern gesehen, in keinem Verhältnis.
      Werde die Finger davon und meiner Frau eine 4 mm Schnitt verpassen lassen

      Was die Solartasche angeht, so habe ich die erst seit 4 Wochen. Sind lädt im Durchschnitt
      5/6Volt. Im Sommer sollen es bis zu 10/12 Volt sein.
      Wenn wir autak stehen, hält sich unsere Verbrauch mit rund 15/20 Volt in Grenzen. Die Tasche
      habe ich angeschafft, weil mit eine Solaranlage mit 1400,00€ zu teuer ist und die die Tasche
      für unsere Zwecke ausreichend zu könnte. Das wird die nächste Saison zeigen. Die
      Investition von rund 350,00€ ist ja noch im verträglichen Rahmen.

      Die Tasche ist fertigt und muss nur mit Hilfe von drei Beinen hingestellt werden oder hingelegt
      werden. Es gibt drei Anschlußmöglichkeiten. Da ich eine Kombiaussensteckdose für SAT, Dvbt2
      220Volt und 12 Voltn habe, stecke ich die Tasche mit dem Zigarettenanzünder außen an.
      Dann geht alles von alleine. Durch den im Fahrzeug eingebauten EBL kann ich auch ablesen, was durch die Tasche eingespeist wird.
      Es geht mit nur darum verbrauchte Tagesenergie mit der Tasche in etwas wieder aufzuladen.
      Wenn Ihr Interesse habt gukst Du: fullsol.de

      Wenn Ihr noch weitere Anregungen oder Fragen habt, jederzeit gerne.......

      Bis dahin
      Netten Gruß aus dem hohen Norden
      Gorbi
    • Hmmmm,


      Gorbi schrieb:

      Was die Solartasche angeht, so habe ich die erst seit 4 Wochen. Sind lädt im Durchschnitt
      5/6Volt. Im Sommer sollen es bis zu 10/12 Volt sein.

      Ich bin zwar ein absolut elektrischer DaU aber imho lädt ein Lader (egal ob Lima, Saola oder sonstwas Amperes ;-). Volts sind doch die Spannung wenn ich nicht irre.

      So zu deinem Wechselrichter: Ich habe keinen und will auch keinen weil es einfach effizienter ist bei unseren 12 Volt zu bleiben. Daher koche ich unseren Kaffee mit Omas Filter, Backe unsere Brot, Kuchen oder Aufläufe im Omnia und lade sämtliche Geräte wie Handy, Tablet, Fotoaccus, Brüllwürfel (Bluetoothlautsprecher), usw. direkt an 12 Volt oder USB. Nützt dir natürlich mit dem Fön nix.
      Ich bin relativ viel bei Fratzenbuch unterwegs und da tummeln sich auch einige Wissende (ich gehöre elektrisch nicht dazu). Da wird gerne vor den Wechselrichtern gewarnt weil sie nach elektrischen Normen eigentlich nicht zugelassen wären weil eine korrekte Erdung fehlt. Ergo "müßte" man bei Nutzung einen vernünftigen Erdspieß setzen. Ja, er und auch ich wissen das das kaum praktikabel ist und die Dinger auch verkauft und auch ohne Erdspieß genutzt werden.
      Was bleibt? Lufttrocknen oder Fenster auf ;)
      Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
      André und Susanne

      unterwegs im aufgelastetem Pössl Roadcruiser Citroen 163 HDI ALL-IN-Paket in Champagnersilber ;-)

      Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...