Reisen mit Kontaktlinsen

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    • Reisen mit Kontaktlinsen

      Wie der ein oder andere vielleicht schon mal auf Bildern gesehen hat: Ich bin Brillenträger. Kurzsichtigkeit, die sich so um 2002 so langsam einstellte. Bis dato hatte ich Augen wie ein Adler mit Teleobjektiv. Mitte der 90er-Jahre wurde ich ja noch gemustert und hatte die beste Tauglichkeitsstufe. Man sagte mir damals beim Kreiswehrersatzamt, dass ich Kampfpilot werden könne. :D Ich...ausgerechnet Kampfpilot... :D Gut, ich bin dann später wie ein Kampfpilot mit dem Rot-Kreuz-Wagen durch die Stadt gedüst und habe Essen ausgeliefert. Aber ich komme vom Thema ab.

      Also, Brillenträger. Letztens eine neue Brille anfertigen lassen und irgendwie stelle ich fest, dass mich das Tragen von Brillen immer mehr nervt. Sie drücken, sind schwer, man sieht die Rahmen. Es stört mich. Das sind Dinge, die man abstellen kann oder an die man sich gewöhnt. Im Grunde habe ich mich auch dran gewöhnt. Es gibt also Schlimmeres. Was mich aber wirklich stört, ist Regen oder auch mal ein Schweißtropfen auf der Brille. Ich will gar nicht wissen, wie viele Kilometer ich schon im Blindflug durch den Wald gewandert bin, weil ich das Trockenwischen der Brille aufgegeben hatte.
      Jetzt hatte ich mich letztens mal in das Thema Lasik eingelesen. Nicht zum ersten Mal, muss ich dazu sagen. Aber meine Meinung dazu hat sich nicht geändert, sondern sie wurde nur verhärtet. Ich werde meine Augen ganz sicher nicht lasern lassen. Nun hat mir der Optiker aber mal geraten, über Kontaktlinsen nachzudenken. Ich muss zugeben, darüber habe ich mir noch nie größere Gedanken gemacht. Der Grund dürfte sein, dass ich mir nie vorstellen konnte, in meinem Auge rumzupfriemeln (schreibt man das so?). Ich habe nun so einige Erfahrungsberichte durchgelesen und festgestellt, dass offensichtlich JEDER am Anfang seine Probleme damit hat bzw. hatte und später froh war, dass er diese überwinden konnte. Daher würde ich mich demnächst auch dieser Herausforderung stellen.
      Allerdings kenne ich niemanden, wirklich gar niemanden, persönlich, der Kontaktlinsen trägt. Oder alle brillenlose Personen, die ich kenne, haben nicht verraten, dass sie Kontaktlinsen tragen. Daher frage ich einfach mal in die Runde, ob einer von euch Erfahrungen hat und sie mit mir teilen will? Auch im Hinblick auf Wandern, Sport und Reisen würde mich das interessieren. Gerade letzteres ist ja auch interessant zu erfahren. Soweit ich weiß, transportiert man die Linsen doch in kleinen Plastikbehältern mit Flüssigkeit. Gibt es da keine Probleme unterwegs? Wie sieht der Kontaktlinsen-Alltag beim Reisen aus? Und natürlich interessiert mich auch eure Überwindungs-Geschichte.
      Bin auf eure Erfahrungen gespannt.
    • Hallo Michael
      Als ich Deinen Bericht las musste ich wirklich grinsen, da es mir ganz genau gleich ging bei den Linsen ..... ich wo sehr lange im Gesundheitswesen gearbeitet habe mit Patienten oder Bewohnern, machte aber nur leichte Pflege (die Klienten/Patienten waren noch sehr Selbständig ) .... konnte mir die Linsen selber nicht einsetzen und dabei trage schon sehr lange Linsen ca. 9 Jahre. Ich trage diese vor allem beim Sport oder Motorradfahren, aber wieder weniger da ich mir einen neuen Motorradhelm gekauft habe wo ich auch eine Brille aufsetzen kann, das ist auch praktisch für mich da ich eh immer eine Optische Sonnenbrille brauche. Ohne Sonnenbrille bin ich ein Niemand.
      Ich finde Beides praktisch, egal für was man sich Entscheidet. Das Linsen einsetzen habe ich erst dieses Jahr im April beim Optiker gelernt und 9 Jahre hat mir mein Partner die Linsen eingesetzt, kannst Du Dir das vorstellen ??? schön Blamable finde ich :kuckuck:
      und jetzt bin ich froh, dass ich diese auch selber einsetzen kann. Es gibt Tages oder Monatslinsen und ich habe mich für die Tageslinsen entschieden und es geht mir gut dabei. Ich brauch diese ja nicht alle Tage, da ich ja meine Brille täglich benütze ausser bei den genannten Aktivitäten.
      Also gehe zu Deinem Optiker und lasse Dir Linsen anpassen und es kommt sicher gut. Das Linsen einsetzen kann man lernen, für den Optiker eine Alltägliche Arbeit ist und er es in aller Ruhe Dir bei bringen kann, es lohnt sich.

      Mein Sohn hat sehr lange Linsen getragen und hat sich vor ca. einem Jahr die Augen Läsern lassen und jetzt braucht er gar nichts mehr, das finde ich Super da er erst 28 Jahre alt ist, soviel zum Läsern.

      Die Brillen brauchen mehr Platz beim Reisen als die Linsen und daher sind Linsen praktischer und man braucht auch keine Ersatzbrille beim Autofahren wenn man Linsenträger ist, oder doch ??

      Am Strand mit Sand und Meer habe ich mit Linsen keine Erfahrung, da ich dann immer eine Brille trage, da Linsen sehr anfällig sind für Sand, Staub und eventuell auch Salzwasser und auch bei staubiger Arbeit egal was.

      mit lieben Grüssen Inge
    • ich habe vom 15. - 52. Lebensjahr Kontaklinsen getragen, harte, hochsauerstoffdurchlässige und war sehr zufrieden. Mit dem Alter wurden die Augen trockener, wohnte dann eine Weile auf Malta,sehr sehr staubig wenn der Saharawind weht. Da entschied ich mich spontan für eine Brille. Zudem auch die Alterssichtigkeit dazukam und das ständige Mitführen /verlegen einer Nahbrille nervte.
      Ich kaufte mir ein ultraleichtes Titangestell eines bekannten österr. Herstellers und sehr leichte, höherbrechende Kunststoffgläser ( Bifokale ) mit Selbsttönung und Superentspiegelung. Die komplette Brille wiegt 10 gr!! Damit bin ich sehr zufrieden. Trotzdem wagte ich vor ein paar Jahren noch mal einen Kontaktlinsenversuch.....weiche, bifocale Linsen. Für mich total ungeeignet , sah nie scharf ( irregulärer Astigmatismus) und lt Optiker schlecht zu machen.
      Ich bleibe bei meiner Brille, sie ist randlos und sehr unauffällig. Da ich sehr schlechte Werte habe legte ich Wert auf die besten Gläser die es gibt, also leicht, dünn usw. Das hat zwar seinen Preis aber wer fast sein ganzes Leben CL trug möchte sich nicht an ein schweres Nasenfahrrad gewöhnen müssen.
      Das einzige was mich an der Brille immer etwas nervt ist das Beschlagen der Gläser......

      So, ganz auf die Schnelle hingeschrieben....wer Fehler findet darf sie behalten.......bin beim Packen ;-))
    • ich kann Fremdkörper im Auge nicht aushalten. Bleibe daher auf jedn Fall bei meiner Brille. Ich habe allerdings auch nie versucht, auf Kontaktlinsen umzusteigen, da mein Optiker direkt meinte, das wäre nicht mit meiner Gleitsichtbrille zu vergleichen. Daher habe ich es gelassen.
      Gruß
      Helmut und Ilona
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      Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes

      gonzi.de
    • helle schrieb:

      ich kann Fremdkörper im Auge nicht aushalten. Bleibe daher auf jedn Fall bei meiner Brille. Ich habe allerdings auch nie versucht, auf Kontaktlinsen umzusteigen, da mein Optiker direkt meinte, das wäre nicht mit meiner Gleitsichtbrille zu vergleichen. Daher habe ich es gelassen.
      Ich habe auch Gleitsichtbrille und trotzdem Linsen, ist dann immer ein Mittelmass aber für den Sport und zum Motorradfahren absolut möglich und gut. Kann auch die Speisekarte lesen und dann stimmt es für mich :thumbup:
    • Ich trage seit der 5. Klasse Brille und fühle mich nackig ohne. ;) Da Brillen hier in China im Vergleich zu Deutschland echt günstig sind, habe ich inzwischen eine nette kleine Accessoire-Kollektion - und hab trotzdem fast immer meine Lieblingsbrille auf... :D

      Trotzdem gibt es die von Euch beschriebenen Situationen, wo es echt nervt: Regen, Beschlagen, Sport, vor allem Schwimmen (da schwimme ich lieber blind und lass mich anmeckern, warum ich nicht gegrüßt hätte...) und beim Fotografieren.

      Ich hab vor Jahren mal Kontaktlinsen ausprobiert, vom Sehen her war es okay, nach 2-3 mal überwinden und zunehmender Routine war das im Auge rumfummeln auch kein Problem mehr (ich könnte es umgekehrt kaum ertragen, meinen Mann an mein Auge ranzulassen). Probleme unterwegs gab es damit nicht: ich hatte kleine Schraubverschlussdöschen für jede Linse, dazu eine Flasche mit der Reinigungs-/Aufbewahrungs-/All-in-One-Lösung, darin schwimmen die Dinger über Nacht. Morgens alles wieder im Kulturbeutel verstaut und alles gut.

      Ich bekam dann Probleme mit trockenen Augen und hab es dann sein lassen. Jahre später krieg ich zu hören, dass das Problem mit der damaligen Schwangerschaft hätte zusammenhängen können. Vielleicht sollte ich einfach noch mal einen neuen Versuch wagen, nur gelegentlich nach einer Lesebrille zu greifen wäre für mich vielleicht angenehmer, denn trotz Gleitsichtbrille schiel ich immer obendrüber oder untendrunter durch...

      Laser - ich würde es tun, wenn ich danach keine Brille mehr bräuchte. Aber meine Augen sind so krumm und schief, ganz ohne wird es nicht gehen. Ich hab bei einem Jugendaustausch in Leningrad (als es noch nicht wieder St. Petersburg war) durch ein Missverständnis (sie glaubten, wir wären eine Gruppe von Medizinstudenten, dabei war nur eine Medizinstudentin dabei) mal von der der OP-Galerie bei so einer Augenlaser-OP zugesehen. Schon beeindruckend, und was vor so langer Zeit schon super ging, ist heute längst Routine.

      Achja, vielleicht sollte ich doch noch mal einen Linsen-Versuch wagen... ;) Und Dir @Michael Moll würde ich auch dazu raten - was hast Du zu verlieren? Und Du kannst an etwas Lebensqualität gewinnen, wenn Du nicht mehr halbblind durch den Regen laufen musst etc. :)
      Blog: ombidombi.de

      Wer Schmetterlinge lachen hört,
      der weiß, wie Wolken schmecken...
    • Ich habe nun seit fast 25 jahren eine Brille mit sehr schlechten Werten.
      Vor 12 Jahren habe ich auch Kontaktlinsen probiert, formstabile von einen Kontaktlinseninstitut.
      Am Anfang war es echt ungewohnt. Habe immermal an den Augen gerieben, was es natürlich schlimmer machte, da man Dreck in die Augen reibt. Ich hatte auch immer einen kleinen Spiegel dabei und nutze bis heute diese Saugnäpfe um die Linsen zu entfernen.
      Ich bin einfach zu dämmlich, um die Linsen mit einer Handbewegung zu entfernen :tja:
      Zum Wandern nutze ich aber lieber eine Brille, da es Platz und Gewicht im Rucksack sparrt.
      Auch sollte man mal eine Linsenpause einlegen, damit genug Sauerstoff an die Augen kommt

      Und mein Geheimniss, warum meine Brille beim Regen nicht beschlägt oder voller Wasser ist: Ich trage beim Wandern eine Schirmmütze. Das prallt der Regen am Schirm einfach ab und die Gläser bleiben trocken.

      Du mußt dich entscheiden:

      -harte oder weiche Linsen
      -Tages, Monats oder Jahreslinsen
      - Drogerie, Optiker oder Linseninstitut (letztere bieten auch Flatrates für Linsen an)
      1. If your nerve denie you, go above your nerve
      2. "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
    • Ich sage an dieser Stelle schon mal Danke für eure Erfahrungen. Das klingt alles interessant und macht mich ein wenig neugierig, das auch mal auszuprobieren. Anders als beim Lasern kann ich ja bei Nichtgefallen wieder zu dem zurück, was ich jetzt habe. Ich will es wenigstens versucht haben und das Thema im Herbst intensiver angehen.

      Übrigens: Ja, beim Fotografieren stört mich die Brille auch sehr stark, wie ich erst gestern wieder gemerkt habe.
    • Moin Micha und alle anderen.

      Ich trage seit 1986 Kontaktlinsen. Und zwar HARTE, SAUERSTOFFDURCHLÄSSIGE.

      Das kam durch Anraten des Augenarztes, der meinte, ich solle zuerst Harte probieren, da die einfacher in der Handhabung und Pflege sind. Wenn es nicht klappt, könne ich ja immer noch auf Weiche umsteigen.

      Ich habe es nie bereut, bei den Harten geblieben zu sein.
      Zuerst "klappte" mein Kopf immer nach hinten, da ja das Gewicht der Brille fehlte. :)
      Und plötzlich konnte ich mir eine echte Sonnenbrille zulegen, eine van R.yB.n. Ich sah so sowas von cool aus damals 8)

      Im Alter wurden dann die Augen schlechter und ich brauchte eine Gleitsichtbrille.
      Zu meiner großen Freude gibt es das auch bei Linsen.
      Zwei Varianten sind möglich, abhängig von der Tränenflüssigkeit im Auge.
      - der Lesebereich ist etwas verdickt und pendelt sich durch das Gewicht bei ausreichender Tränenflüssigkeit nach unten aus.
      - der äußere Rand der Linse ist der Nahbereich, im Zentrum der Fernbereich.
      Ich habe die letztere Variante, weil sie für mich als Programmierer mit dauerhafter Bildschirmarbeit besser passt.

      Zur Handhabung:
      Abends nur rausnehmen und in der Lagerflüssigkeit übernachten lassen
      Morgens reinigen, benetzen und einsetzen.
      Ich benötige nur den Reiniger und die Lagerflüssigkeit; sowas wie Proteinentferner oder so ähnlich habe ich nie gebraucht.
      Ich achte bei den Mittel nur drauf, daß sie keine Konservierungsstoffe enthalten.

      Ja, harte Linsen haben auch Nachteile, da sie etwas kleiner sind als die Iris und sie nicht vom Augenlid überdeckt werden.
      Einmal unglücklich das Auge mit der Hand getroffen und schon kann die Linse heraussegeln.
      Mal zwischen die Autositze, mal im Garten ins Gras. =O
      Zum Glück immer wieder gefunden. Kurz mit Spucke "gereinigt" und wieder eingesetzt. Fertig.

      Lass dir eine ordentlich Oberflächenaufnahme, -analyse der Augen machen, denn es gibt viele Faktoren, die eine bequeme Nutzung der harten Linsen verhindern. Alles Dinge mit so Fremdnamen, wie Astigmatismus.

      Woah, ich wollte doch nur kurz schreiben, daß ich auch welche benutze.

      Viel Erfolg beim Probieren
      und bei Fragen, fragen
      Gruß
      Michael
      "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute,
      welche die Welt nie angeschaut haben."
      Alexander von Humboldt (angeblich)