Rehkitz am Wegesrand

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    • Rehkitz am Wegesrand

      Es gibt sie noch, die schönen Augenblicke, wenn man unterwegs ist. Nach dem Debakel mit dem Feuersalamander hatte ich am Wochenende wieder ein schönes Naturerlebnis.

      Und zwar wanderten wir im Kellerwald, kamen gerade vom Kellerwaldturm auf dem Wüstegarten hinab und waren auf dem Rückweg zum Parkplatz. Wir waren beide nicht mehr ganz so konzentriert, hatten das Auto als Ziel schon fast vor Augen und waren in einem Gespräch vertieft. Wir waren auf einem breiten Forstweg unterwegs, der rechts und links einen kleinen Graben besaß. Plötzlich erkannte ich in dem Graben zu unserer Rechten ein Tier und ich erschrak zugegebenermaßen. Dieses Tier stand dort und starrte uns an. Es war definitiv weniger als drei Meter von uns entfernt und mir gingen etliche Gedanken durch den Kopf: "Außerirdischer? Wolf? Reh? Ah ja, Rehkitz. Sieht aus wie ein nasses Fell. Warum so viele Fliegen? Ist es krank? Verletzt? Wenn ja, was machen wir mit dem Tier?" Und während dieser Gedankensalve nahm ich gleichzeitig meine Kamera und drückte einfach ein paar Mal ab.

      Es dauerte ungefähr 10-15 Sekunden bis das Tier sich aus seiner Starre löste und dann ziemlich entspannt weg rannte. Einem Rehkitz so nah zu kommen war echt schön:



      Was schätzt ihr, wie alt dürfte es gewesen sein?
    • ich denke, das Tier ist erst ein paar Tage alt gewesen.
      Ich hatte vorgestern eine fast ähnliche Begegnung- nur rannte mir so ein Winzling direkt vor das Auto - nachmittags um 15:00 Uhr...
      Vollbremsung und Ausweichen war ein reiner Reflex, so hat das Tierchen überlebt und ich war zwar geschockt, aber auch glücklich.
      Gruß
      Helmut und Ilona
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      Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes

      gonzi.de
    • Zum Alter kann ich nichts sagen, aber das ist ganz, ganz entzückend :love: Und da sieht man mal wieder, dass die Leinenpflicht für Hunde während der Brut- und Setzzeit wirklich Sinn macht! Weil der tierische Nachwuchs überall sein kann.


      Ich hatte am Wochenende auch ein Reherlebnis. Zuerst habe ich ein einzelnes Reh am Waldrand stehen sehen. Als es mich und meinen (selbstverständlich angeleinten) Hund gesehen hat, ist es in den Wald gegangen. Der Hund und ich sind dem Weg in den Wald hinein gefolgt. Auf einmal habe ich Hufgetrappel gehört und es kamen bestimmt sieben Rehe angerannt. Eine Zeit lang direkt auf uns zu, bis auf ca 20 Meter sind sie herangekommen!
    • federica schrieb:

      Leinenpflicht für Hunde während der Brut- und Setzzeit wirklich Sinn macht! Weil der tierische Nachwuchs überall sein kann.
      Siehst du mal, inhaltlich vollkommen richtig. Aber ich als Nicht-Hundebesitzer habe jetzt daran gar nicht gedacht. Bin mit den gesetzlichen Regelungen aber auch nicht wirklich vertraut.


      federica schrieb:

      Auf einmal habe ich Hufgetrappel gehört und es kamen bestimmt sieben Rehe angerannt. Eine Zeit lang direkt auf uns zu, bis auf ca 20 Meter sind sie herangekommen!
      Das ist ja auch klasse. Uns ist einmal vor etwas längerer Zeit passiert, dass wir ebenfalls auf einem gewöhnlichen Forstweg unterwegs waren und zwei "verliebte" Rehe um uns herum rannten und vollkommen aufgedreht waren. Die haben uns gar nicht wahrgenommen. Das war auch ziemlich klasse.

      Ach, und dabei fällt mir noch das Reh ein, dass wir am Sonntag auf dem Rückweg sahen: Zwischen der Autobahnauffahrt und der dreispurigen Straße bei ziemlich dichten Verkehr in Köln. Es stand ziemlich entspannt auf dem Grünstreifen und knabberte vor sich hin, während wir mit maximal fünf Meter Abstand an dem Tier vorbeifuhren. Es machte den Eindruck, als wüsste es, was es da tut. Ich hoffe, es ist nachher nicht auf die Fahrbahn gegangen. Einen Zaun gab es an der Stelle nicht.
    • Michael Moll schrieb:

      Es machte den Eindruck, als wüsste es, was es da tut. Ich hoffe, es ist nachher nicht auf die Fahrbahn gegangen. Einen Zaun gab es an der Stelle nicht.
      Oft wissen sie das auch. Aber wie wir Menschen auch, reagieren auch Rehe leider nicht immer rational. Deshalb macht erhöhte Vorsicht bei Rehsichtungen absolut Sinn.

      Die Rehe hier bei uns in der Gegend scheinen auch zu wissen, dass Autos auf Straßen keine Gefahr für sie sind. Wir sind letztes Wochenende an einem milden Sommerabend eine Runde mit dem Cabrio gefahren und haben dabei ganz, ganz nach eine Rehmutter mit zwei Kitzen (wahrscheinlich Zwillingen von diesem Jahr) gesehen. Wir sind stehen geblieben und haben sie angeguckt. Die Mutter hatte ein Auge auf uns, aber ansonsten haben sie in Ruhe weiter Gras gefressen.

      Ich habe mal gehört, dass Rehe auch zwischen Menschen unterscheiden. Dass sie also bei als vertrauenswürdig eingeschätzten Personen zutraulicher werden können, beim Jäger aber trotzdem immer wieder in den Wald verschwinden.