Was ich aus dem Ausland kenne und mir auch in Deutschland wünsche...

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    • Was ich aus dem Ausland kenne und mir auch in Deutschland wünsche...

      Wollte mal ein neues Thema vorschlagen. Jetzt denke ich da nämlich dran, obwohl ich nur vor dem Rechner sitze. Normalerweise fällt mir dieses Thema immer an einer roten Ampel ein. Und damit sind wir schon bei meiner eigentlichen Frage:

      Wenn ich in Deutschland an einer roten Ampel in der ersten Reihe stehe, muss ich mir je nach Fahrzeug und Lage der Ampelanlage den Hals verdrehen, damit ich erkenne, wenn es grün wird. Das sind dann immer die Momente, in denen ich mir diese kleinen zusätzlichen Ampeln auf Augenhöhe wünsche, die man vor allen Dingen aus Frankreich kennt.
      (Für alle, die noch nie in Frankreich waren oder gerade nicht wissen, was ich meine: Hier ist ein wahlloses Beispielbild zu sehen:
      google.de/maps/@48.2801947,4.0…Q1eaDw!2e0!7i13312!8i6656)

      Klar, ist nicht wirklich dringend wichtig, aber ich finde diese Ampelvariante trotzdem eigentlich ganz nett.
      Habt ihr auch solche "Alltagsgegenstände", die ihr aus dem Ausland kennt und in Deutschland manchmal oder sogar sehr oft vermisst?
    • hallo Michael, das ist ein gutes Beispiel. In GB findet man auch fast immer eine Ampel auf der anderen Kreuzungsseite, die man auf jeden Fall sehen kann.
      Was mir im Ausland, auch in Frankreich positiv aufgefallen ist: Wenn eine Straße, die vor einer Steigung zweispurig wurde, damit die langsameren Fahrzeuge überholt werden können, wieder auf eine Spur zurückgeführt wird, dann ist in Deutschland meist die rechte Spur diejenige, die endet, so dass die ohnehin langsameren Fahrzeuge sehen müssen, wie sie sich in den schnelleren Verkehr einfädeln können. In Frankreich endet immer die linke Spur. Fand ich besser als bei uns.

      In Skandinavien hat auf Einmündungen oft Keiner Vorfahrt. Das wird durch ein Schild angezeigt, das an ein kopfstenedes Y erinnert, in Rot gedruckt. Das bedeutet, das sowohl der Auffahrende, wie auch der Geradeausfahrende aufpassen muss und verantwortlich ist, das Nichts passiert und Keiner auf sein Recht pochen kann.

      Was mir auch gefällt, speziell in GB, ist das disziplinierte Schlange stehen. Egal wo, man findet selten Leute, die es eilig haben und die meinen, sich vordrängeln zu müssen. Sind dann oft die Touristen. ;)

      Womit ich mich immer wieder gerne unbeliebt mache: Ich finde die Bußgelder im Straßenverkehr im Ausland viel angemessener als bei uns. Auch die Halterhaftung gibt es fast überall, das heißt, wenn der Halter nach einer Regelübertretung den Fahrer nicht benennen kann oder will, wird er eben als Schuldiger angesehen. In England droht sogar Beugehaft, wenn der Fahrer nicht genannt wird. Auch bin ich ein Verfechter von Tempo 120 oder 130 auf der Autobahn. Schneller geht es eh kaum noch, dann kann man auch das Limit anpassen.

      Ich schreibe aber auch mal, was ich in Deutschland besser finde als in manchen anderen Ländern: In D ist das Parken, außer in Einbahnstraßen, nur rechts, also in Fahrtrichtung erlaubt. Auch wenn das Viele nicht mehr zu wissen scheinen. Der Vorteil: Asynchrones Abblendlicht leuchtet immer stärker nach rechts als nach links. Wenn man auf der falschen Seite parkt, blendet man also den rollenden Verkehr ziemlich stark. Und man sieht ggfs. die Halteverbotsschilder nicht... :)
      Gruß
      Helmut und Ilona
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      Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes

      gonzi.de
    • Moinsen zusammen,

      ich wünsche mir... Tempolimit an erster Stelle, funktionierende Kreisverkehre, die entspannte Fahrweise in fast allen anderen Ländern, die Rücksichtnahme und Akzeptanz gegenüber Zweiradfahrern, die Parkmöglichkeiten für Zweiräder, den oft deutlich günstigeren öffentlichen Nahverkehr und genau wie Helle die angemesseneren Bußgelder.

      Und nicht zuletzt den insgesamt lässigeren Lebensstil wie ich ihn aus Frankreich kenne.
      Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
      André und Susanne


      Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...
    • helle schrieb:

      dann ist in Deutschland meist die rechte Spur diejenige, die endet, so dass die ohnehin langsameren Fahrzeuge sehen müssen, wie sie sich in den schnelleren Verkehr einfädeln können.
      das hat mich jetzt total erstaunt. Ich kenn das nur so, daß die linke Spur sich einfädeln muss. ?(
      Ich bin..
      Teilzeit-Engel
      Gelegenheits-Hexe
      Gleitzeit-Teufel
      Vollzeit-Verrückte
      ....aber glücklich!
    • Travelking schrieb:

      Moinsen zusammen,

      ich wünsche mir... Tempolimit an erster Stelle, funktionierende Kreisverkehre, die entspannte Fahrweise in fast allen anderen Ländern, die Rücksichtnahme und Akzeptanz gegenüber Zweiradfahrern, die Parkmöglichkeiten für Zweiräder, den oft deutlich günstigeren öffentlichen Nahverkehr und genau wie Helle die angemesseneren Bußgelder.

      Und nicht zuletzt den insgesamt lässigeren Lebensstil wie ich ihn aus Frankreich kenne.
      Als Frankreich-Fan kann ich das so nur voll und ganz unterstreichen.
      Es ist jedes Mal ein Kulturschock, wenn wir nach einem entspannten, schönen Frankreich-Urlaub wieder auf deutsche Autobahnen kommen. Da kriege ich jedes Mal die Krise und würde mir ebenfalls ein generelles Tempolimit wünschen. Es fährt sich einfach viel entspannter.

      Dann würde ich mir die sauberen Toiletten aus Japan nicht nur nach Deutschland, sondern nach ganz Europa wünschen.
      In Japan haben wir all überall, selbst in öffentlichen Parks, Bahnhöfen etc., pikobello saubere und vor allem kostenlose Toilettenanlagen vorgefunden. Bei der Rückkehr am Münchner Flughafen dann das große Grauen. Da würde man am liebsten wieder umkehren.
      Und wenn wir schon in Japan sind - dort ist das Reisen mit der Bahn ein absoluter Genuss. Komfortabel, schnell, PÜNKTLICH!!! Da sollten eigentlich unsere Bahn-Manager mal zur Fortbildung hin und schauen, wie es auch funktionieren kann.

      Fällt mir noch mehr ein? Bestimmt ;)
      Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

      :rucksack: :zelt1: :wagen: :hi:
    • Ja, gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr, so wie es hier schon erwähnt wurde. Dazu gehört aber eben auch insgesamt ein respektvoller und höflicher Umgang miteinander, den ich in anderen Ländern stärker wahrnehme, als zu Hause. Dabei gelten wir Deutschen doch im allgemeinen als so über korrekt und pflichtbewusst und ordnungsliebend. Leider zeigen alltägliche Situationen mir manchmal das ganze Gegenteil.

      Eine Sache ist mir gerade in Gran Canarias Hauptstadt aufgefallen. Dort gibt es einen wunderschönen Spielplatz mit tollen Geräten und viel freier, sturzgepolsterter Fläche mitten auf einem der schönsten, zentralen Plätze in der Altstadt. Ringsum die Kirche, das Künstlerhaus, etliche Cafés und Restaurants - und die lieben Kleinen quasi vor den Augen der Eltern beim Spielen und Toben. Das kommt natürlich der wunderbaren spanischen Siesta-Tradition zugute, wenn sich die ganze Großfamilie Sonntags ab mittags trifft. Zum essen-lachen-genießen-palavern ....und wieder von vorn. Wunderbar, wenn man da Beobachter ist.
    • Hui, da war aber eine Menge dabei und ich kann fast alles unterstreichen. Außerdem ist mir auch noch etwas eingefallen.


      helle schrieb:

      Wenn eine Straße, die vor einer Steigung zweispurig wurde, damit die langsameren Fahrzeuge überholt werden können, wieder auf eine Spur zurückgeführt wird, dann ist in Deutschland meist die rechte Spur diejenige, die endet, so dass die ohnehin langsameren Fahrzeuge sehen müssen, wie sie sich in den schnelleren Verkehr einfädeln können
      Hier muss ich @Broomcruiser recht geben. Das wird vermutlich bei uns unterschiedlich gehandhabt. Übrigens, passt zwar nicht ganz, aber fällt mir in dem Zusammenhang ein: Ich bin mittlerweile ziemlich begeistert von der B54 zwischen Ochtrup und Münster. Kreuzungsfreie Landstraße mit überwiegend drei Spuren. Regelmäßig wechselt es sich ab, in welche Richtung zwei bzw. eine Spur verläuft. So hat man immer Gelegenheit, gefahrlos zu überholen.


      helle schrieb:

      Womit ich mich immer wieder gerne unbeliebt mache: Ich finde die Bußgelder im Straßenverkehr im Ausland viel angemessener als bei uns.
      Kann ich unterstreichen. Darf gerne erhöht werden. Auch ein Tempolimit würde mich jetzt nicht wirklich stören. 130 fände ich total okay, vielleicht kann man abschnittsweise über 140 reden. Mit der Toleranz, die man als Autofahrer ja ohnehin einplant, kann man so immer noch 145-150 fahren. 180 oder mehr braucht doch wirklich kein Mensch, oder? Ich glaube, ich bin ein oder zwei Mal in meinem Leben mehr als 200 gefahren (Opel Insignia und Audi A3 als Leihwagen), aber so richtig wohl gefühlt habe ich mich in diesen kurzen Augenblicken nicht. Lange kann man das Tempo eh nicht halten.
      Und na ja, hier im Ruhrgebiet freut man sich, wenn man schon mal erlaubte 120 auf der Anzeigetafel sehen kann.


      Travelking schrieb:

      funktionierende Kreisverkehre,
      Oh ja, gerade hier in Essen ist man ja städteplanerisch richtig lustig drauf, wenn es um Kreisverkehr geht. Man könnte meinen, die Leute im Rathaus waren noch nie im Urlaub und haben noch nie einen Kreisverkehr gesehen.
      Ich hätte hier zwei sehr schöne Beispiele von "total unübersichtlich und verwirrend":
      goo.gl/maps/RvJax8GJUWx

      goo.gl/maps/1YtW8cx6Mz42

      Man muss dazu sagen, dass beide Kreisverkehr auch noch ampelgesteuert sind. Sehr schön im zweiten Beispiel auch die deutsche Gründlichkeit zu erkennen: Die vielen X markieren wunderbar die Stellen, an denen sich die Fahrspuren kreuzen. Richtig gemeint, aber in der Praxis für Ortsunkundige verwirrend.


      Zwiebelfisch schrieb:

      sauber und vor allem kostenlose Toilettenanlagen
      Ich habe noch nie so schöne große und saubere Sanitäranlagen gesehen wie auf den Highway-Rastplätzen der USA. Interessanterweise gab es dort auch noch einen Sicherheitsdienst. Kann man von halten, was man will, aber ganz so schlecht finde ich das auch wieder nicht. Dafür war allerdings das Übernachten dort nicht erlaubt.

      Dinge, die mir noch eingefallen sind:

      Die Markierungen in den Kreuzungsbereichen auf britischen Straßen und die empfindlichen Strafen, wenn man dort trotzdem den Querverkehr behindert. Das hätte ich hier sehr, sehr gerne.

      Außerdem wünsche ich mir ein bundesweit einheitliches Radwege-Beschilderungssystem wie die Knotenpunkte in Holland und mittlerweile auch am Niederrhein.

      Nicht ganz so schlecht, aber auch nicht dringend notwendig finde ich die Nummerierung polnischer Autobahnausfahrten. Die Abfahrten tragen die Nummern der entsprechenden Autobahnkilometer. Wenn die Autobahnausfahrt Hamburg die Nummer 30 tragen würde und die Ausfahrt in Bremen die Ausfahrt 110, dann wüsste ich sofort, dass es 80 Kilometer zwischen den beiden Ausfahrten sind. Keine soo schlechte Sache.

      Aber es gibt auch im Ausland Dinge, wo ich manchmal die Augen verdrehe. Man redet ja so oft über die Service-Wüste Deutschland. Aber wart ihr schon mal abseits der Touristenrouten in einem typischen polnischen Geschäft oder gar in der Post? Briefmarken kriegst du immer noch unter einer dicken Glasscheibe hindurch geschoben und darfst sie dann selber drauf kleben (und musst in der Zeit den Platz frei machen. Muss man sich also nachher wieder eine Nummer ziehen, nur um die beklebten Briefe abzugeben). Und in den Supermärkten sprühen die Verkäuferinnen geradezu ihre Freundlichkeit beim Bezahlen. Gut, ist bei uns manchmal nicht anders. Aber dort haben, gerade die älteren Personen, eine Art an sich, die ich nur schwer beschreiben kann.
    • Hej Michael,


      Michael schrieb:

      Man muss dazu sagen, dass beide Kreisverkehr auch noch ampelgesteuert sind.
      Jip, ist hier in Hagen auch so. Läuft eigentlich nur dann vernünftig wenn die Ampeln ausfallen :lach:
      Mit freundlichen Grüßen aus Hagen
      André und Susanne


      Aus einem "bald" sollte man viel öfter ein "jetzt" machen bevor ein "nie" daraus wird...
    • Zwiebelfisch schrieb:

      Und wenn wir schon in Japan sind - dort ist das Reisen mit der Bahn ein absoluter Genuss. Komfortabel, schnell, PÜNKTLICH!!! Da sollten eigentlich unsere Bahn-Manager mal zur Fortbildung hin und schauen, wie es auch funktionieren kann.
      Meiner Meinung nach muss man gar nicht mal so weit reisen, um ein gutes Vorbild zu finden. Die Pünktlichkeit der Schweizer Bahnen ist ja auch schon sprichwörtlich. Das heißt längst nicht, dass die Schweizer keine Pannen kennen würden. Davon habe ich in meiner Zeit als Pendler im Großraum Zürich doch einige erlebt. Aber: Sobald es im System klemmt, schwärmen dort sofort Massenweise Bahnmitarbeiter aus, um an den Bahnhöfen die Passagiere zu informieren und in die richtigen Bahnen zu lenken. Im Regelfall sind diese Leute auch so gut informiert, dass sie qualifiziert Auskunft geben können.

      Und: Wenn irgendwo mal ein Zug ausfällt oder massiv verspätet ist, dann zaubern die Schweizer ziemlich schnell einen Ersatzzug aus irgendeinem Depot (und einen Lokführer dazu). Das sind zwar manchmal recht alte Gefährte, die beim Fahren recht ordentlich quietschen, aber sie fahren.
      Ich erinnere mich da noch gut an eine Fahrt, bei der ich in Lausanne anstelle eines TGV nach Paris eben so einen Uralt-Zug vorfand. Reisende nach Paris sollten eben in dieses alte Ding einsteigen. Dieser Zug fuhr dann bis zur nächsten Station Vallorbe, wo nach ein paar Minuten der massiv verspätete TGV aus Paris ankam. Wir stiegen dort dann in den TGV ein, der von dort aus fast pünktlich wieder zurück nach Paris fuhr.

      Natürlich macht es das Bahnfahren nicht gerade billiger, wenn die Bahnunternehmen so viel Personal und Rollmaterial in der Hinterhand halten müssen. Aber ich finde, es lohnt sich.

      Michael Moll schrieb:

      Außerdem wünsche ich mir ein bundesweit einheitliches Radwege-Beschilderungssystem wie die Knotenpunkte in Holland und mittlerweile auch am Niederrhein.
      Das holländische System kenne ich jetzt nicht. Aber ich fand die Beschilderung sowohl in der Schweiz als auch in Tschechien absolut vorbildlich.

      Michael Moll schrieb:

      Nicht ganz so schlecht, aber auch nicht dringend notwendig finde ich die Nummerierung polnischer Autobahnausfahrten. Die Abfahrten tragen die Nummern der entsprechenden Autobahnkilometer. Wenn die Autobahnausfahrt Hamburg die Nummer 30 tragen würde und die Ausfahrt in Bremen die Ausfahrt 110, dann wüsste ich sofort, dass es 80 Kilometer zwischen den beiden Ausfahrten sind. Keine soo schlechte Sache.
      Diese Nummerierung nach Streckenkilometern kenne ich vor allem aus Österreich. Ein paar weitere mitteleuropäische Länder (Tschechien, Slowakei, Ungarn) sowie Spanien haben sich das auch zum Vorbild genommen. Auch auf den Interstates in den USA sind die Ausfahrten so nummeriert.
      Der Vorteil dieser Methode ist aus meiner Sicht nicht nur das Abschätzen der Entfernung, sondern auch, dass man kein Problem bekommt, wenn man nachträglich noch zusätzliche Ausfahrten anlegt. In Deutschland führt das dann zu Ausfahrt-Nummern wie 99a, 99b usw, während man bei Nummerierung nach Kilometern einfach den Streckenkilometer nehmen kann.
    • AlexM schrieb:

      Der Vorteil dieser Methode ist aus meiner Sicht nicht nur das Abschätzen der Entfernung, sondern auch, dass man kein Problem bekommt, wenn man nachträglich noch zusätzliche Ausfahrten anlegt. In Deutschland führt das dann zu Ausfahrt-Nummern wie 99a, 99b usw, während man bei Nummerierung nach Kilometern einfach den Streckenkilometer nehmen kann.
      Richtig, auch das ist ein gutes Argument. Aber natürlich nicht ausreichend, um alles jetzt komplett umzustellen. Oje, oje, das würde nur Gemecker in Deutschland geben. Wo wir doch so bekannt sind für unsere Gewohnheiten, die wir bloß nicht ändern wollen (ich erinnere mich noch gut an die neuen Postleitzahlen, Euro-Einführung, SEPA-Einführung). Und so wichtig ist es ja nun wirklich nicht.


      AlexM schrieb:

      Das holländische System kenne ich jetzt nicht. Aber ich fand die Beschilderung sowohl in der Schweiz als auch in Tschechien absolut vorbildlich.
      Hier mal das Knotenpunktsystem, das auch im Rheinland langsam um sich greift. Aber okay, die Art des Systems ist eigentlich unerheblich. Die Hauptsache wäre doch ein bundeseinheitliches System wie zum Beispiel das Autobahnnetz. Momentan ist es ja eher so, dass es - wenn überhaupt - lokal bezogene Systeme gibt, die mehr einen touristischen Charakter für die entsprechende Region haben. Gerade, wo jetzt auch immer öfter von Radschnellwegen die Rede ist, fände ich eine ordentliche und einheitliche Regelung vorteilhaft.

      Was mir übrigens auch noch eingefallen ist: Der Schilderwald. Der könnte sicherlich verkleinert werden. Hin und wieder gibt es ja Bemühungen auf lokaler Ebene. Da wird dann darum gebeten, mitzuteilen, welche Schilder wohl wegfallen könnten. Zumindest kommt das hier bei uns gelegentlich vor. Aber ich finde, ein ganz gutes System ist die farbliche Markierung von Parkzonen. Neben blauen, gelben oder anderen farbigen Bordsteinkanten entsprechend lange parken zu dürfen, ist ebenfalls weit verbreitet.
    • Zum Knotenpunktsystem ...

      ... eigentlich etwas für die Generation der Navi-Geräte-Nutzer*innen. Mensch bekommt dabei als Radfahr*in keine Textansage sondern muss nur den Zahlen folgen, die mensch sich zuvor schon zuhause (am Küchentisch) in der entsprechenden Reihenfolge aufgeschrieben hat. Früher haben wir derartige Routen noch an der Karte geplant - dann aber teilweise Probleme gehabt wenn wir nicht auf den Autostradas geradelt sind denn es fehlen eben auf Wald- oder auch Wirtschaftswegen diese "gelben Richtungsanweiser".

      Im Kreis Heinsberg gibt es schon seit 2005. Wir sind somit einer der ersten Kreise, die das System in NRW einführten, Ursprünglich aus belgisch Limburg kommend ist es mit den Systemen der Nachbarn verknüpft und erleichtert so ein nahtloses, Regionen übergreifendes Radfahren.

      Also insgesamt finde ich das System gut und vor allem brauchbar.
      (siehe auch
      ... take-a-walk-on-the-wildside.de…chste-punkt-deutschlands/ ... zeigt wie es in der Realität aussieht, auch grenzüberschreitend
      ... oder eben auch hier im Forum Der Selfkant - radeln durch drei Länder)

      Auch in anderen Regionen NRW's gibt es ähnliche Systeme, siehe auch in der näheren Umgebung von Micheals WoMo-Stellplatz. Aber insgesamt sagt mir dieses Knotenpunktsystem, auch wegen der Übersichtlichkeit der Beschilderung, noch am meisten zu.
      take a walk on the wildside

      sagt und grüßt
      ralf, der Ruri-Wessi
    • Was mir immer wieder gefällt, ist die Rücksichtnahme bei Autofahren in den USA.

      Hat sich leider in den letzten 20 Jahren auch verschlechtert, ist aber immer noch besser als in Europa.
      Dieses Jahr haben wir solche Schilder gesehen: "Strafe für rücksichtsloses Fahren max. 8 Jahre, für zu schnelles Fahren max. 1000 $"

      Am meisten beeindrucken mich jedoch 4-Way-Stops und Stop-Schilder auf Supermarktparkplätzen.
      Ich würde mir wünschen, daß in Europa die Stop-Schilder nicht nur als Empfehlung gesehen würden.
      Gruß
      Michael

      "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert". << Paulo Coelho >>