Mit dem Wohnmobil durch Großbritannien

    • Großbritannien

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    • So, nun gibt es aber Bilder. Ich werde später sowieso noch ein paar ausführlichere Sachen posten, aber jetzt zeige ich schon mal das ein oder andere, was ich eigentlich von unterwegs zeigen wollte. Doch ab Wales hatte ich nur noch 2G als Verbindung, was schon zum Aufrufen einer einfachen Webseite nicht mehr ausreichte. An zwei Orten in Schottland übernachtete ich zudem komplett ohne Netz, da wäre noch nicht mal Telefonieren möglich gewesen. Insofern hatte ich es dann aufgegeben, Bilder von unterwegs zu posten.
      Ich zeige euch einfach mal ein paar Bilder in Reisereihenfolge. Wie gesagt, zum Anschnuppern. Details und mehr Bilder von entsprechenden Orten gibt es später.
      Vielleicht vorab noch ein paar Fakten:
      Reisestrecke: etwas über 7.000 km
      Nautische Seemeilen, die wir zurückgelegt haben: 513 - das sind ca. 950 Kilometer.
      Die kürzeste Strecke auf See war eine Fahrt im Schlauchboot zur Vogelinsel Handa.
      Die längste Strecke auf See war die Fahrt von den Shetland-Inseln nach Aberdeen (12 Stunden).
      Wir haben insgesamt 20 Mal ein Schiff betreten oder befahren.

      Und jetzt die ersten Eindrücke:

      Die weißen Klippen von Dover


      Pevensey Castle bei Eastbourne


      Leuchtturm am Birling Gap im Süden Englands. Bei Eastbourne, mit Blick auf den Ärmelkanal.


      Aussichtsturm in Portsmouth. Den habe ich natürlich nicht von oben besucht. Viel zu hoch ;)


      Lavendelfeld auf der Isle of Wight


      Die Isle of Wight kann man mit dem Hovercraft erreichen. Das habe ich mir allerdings nicht entgehen lassen. Mit so einem Ding wollte ich schon immer mal fahren. Wir haben das so gemacht, dass wir mit dem Wohnmobil auf die normale Fähre fuhren, den Wagen auf der Insel stehen ließen und mit dem Hovercraft zurück zum Festland übersetzten, um dort Portsmouth zu besichtigen. Danach ging es mit dem Hovercraft wieder zurück auf die Insel, wo wir dann übernachteten.


      Am nächsten Tag war das Wetter dann nicht mehr ganz so prickelnd. Wir besuchten Durdle Door, was sich an der Jurassic Coast (Weltnaturerbe) befindet. Sehr schön, aber im Nebel natürlich etwas doof.


      In Exeter besuchten wir die angeblich zweitschmalste Straße der Welt.


      In Cornwall gibt es dann noch - neben vielen anderen Sachen natürlich - die Bedruthian Steps.


      Dort gibt es auch noch das -optische und namentliche- Gegenstück zum französischen Mont St-Michel.

    • St. Michael's Mount lässt sich zu Fuß nur bei Ebbe erreichen. Hier schaue ich von der Burg runter auf den Weg zum Festland.


      Da wir vieles in Cornwall schon von der letzten Reise her kannten, fuhren wir anschließend wieder Richtung Osten und durchquerten das Cheddar-Tal. Ziemlich gut besucht. Wir versuchten uns auch an einer kleinen Wanderung oben auf den Felsen, doch leider fanden wir keine Stelle, an der wir einen schönen Blick nach unten gehabt hätten.


      In Bristol besuchten wir diese schöne Brücke und überquerten sie auch später mit dem Wohnmobil. Die Maut liegt bei einem Pfund.


      Kurz darauf waren wir in Wales und konnten endlich, endlich die Schwebefähre in Newport besuchen. Ein anderes Bild hatte ich ja schon gepostet. Bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren standen wir nämlich vor verschlossener Schranke.


      Und dann hatten wir auch endlich mal eine schöne Wanderung. In den Brecon Beacons bestiegen wir bei Regen und Nebel den höchsten Berg des Nationalparks. Es ist der 865 Meter hohe Pen y Fan. Als wir oben ankamen, hatten wir Glück, dass sich die Wolken ein wenig verzogen und wir die Aussicht genießen konnten.


      Die weitere Fahrt an der walisischen Küste war dann überwiegend von Regen begleitet, sodass wir erst auf der Insel Anglesey wieder schönes Wetter genießen konnten. Hier besuchten wir im hintersten Winkel der Insel die noch kleinere Insel Holy Island, auf der sich dieser Leuchtturm befindet. Wir besichtigten ihn und konnten bei guter Sicht sogar schon einen ersten Blick auf die Isle of Man werfen, zu der wir später noch kommen würden.


      In Conwy, ebenfalls noch in Wales, besuchten wir das kleinste Haus Großbritanniens...


      und genossen bei einem Spaziergang auf der fast durchgehenden Stadtmauer den Blick auf das Conwy Castle und die Altstadt. Conwy Castle ist übrigens eines von vier Schlössern in Wales, die zusammen auf der Welterbeliste eingetragen sind.


      Besonders schön ist auch diese Brücke hier. Das Pontcysyllte-Aquädukt kann man sowohl zu Fuß als auch mit einem der kleinen Narrow-Boote überqueren. Ist ganz witzig, dem Treiben der Boote zuzusehen.


      Hier die Brücke nochmal von der Seite.

      So, später geht es weiter.
    • Und wie gemütlich. Mir ist das vor zwei Jahren gar nicht so aufgefallen, aber dieses Mal: Diese Gelassenheit im Straßenverkehr, ein völlig entspanntes Fahren (wenn man nicht gerade auf den verdammt engen Straßen in Südengland unterwegs ist). Und der Linksverkehr ist mittlerweile so übergegangen, dass ich gestern morgen beim Linksabbiegen auch gleich mal die linke Spur benutzen wollte. Das finden die hier in Essen aber weniger gelassen :D .
    • Weiter geht's.

      Als nächstes gab es eine regnerische Stippvisite in Chester und die anschließende Fahrt nach Liverpool:

      wo wir bei ebenfalls schlechtem Wetter die Docks besichtigten und auf unsere nächste Fähre warteten.


      Ein flotter Katamaran brachte uns durch die Irische See auf die Isle of Man.


      Hier schauten wir uns unter anderem das größte Wasserrad der Welt an.


      Da die Isle of Man einen besonderen Status besitzt, gibt es hier auch ein eigenes Autokennzeichen. Die Triskele auf dem Kennzeichen und auf dem Wasserrad ist das Wappen der Isle of Man (wobei ich zugeben muss, dass es mich optisch ein wenig an ein anderes ehemaliges Nationalsymbol erinnert).


      An der Promenade der Hauptstadt Douglas kann man die Pferdestraßenbahn benutzen. Die Tiere ziehen den Wagen immer hin und her. Dürfte eine Strecke von rund 3 Kilometern sein. Ist ein ziemliches Geschaukel.


      Im Süden der Insel konnten wir eine Seehundkolonie sehen und vor allen Dingen auch hören.


      Und mit dieser hübschen Bergbahn ging es auf den höchsten Berg der Insel, dem Snaefell. Laut Wikipedia ist die fünf Meilen lange Strecke "abenteuerlich" trassiert. Also das kann ich nun nicht behaupten. Es war eine ganz harmlose und gemütliche Berg- und Talfahrt. Man kann den Gipfel natürlich auch zu Fuß erreichen. Aber da es regnete und der Gipfel sowieso in Wolken verhüllt war, wollten wir wenigstens einmal damit gefahren sein.


      Und mit dieser wackeligen Straßenbahn ging es dann von der Talstation zurück in die Hauptstadt Douglas. Wir waren bei Regen und Kälte die einzigen, die in dem offenen Wagen saßen - hat Spaß gemacht. ;)


      Tja, und irgendwann war dann Abschied nehmen angesagt. Unten unser Womo, hinten die Isle of Man. Wir fuhren aber nicht nac h Liverpool zurück, sondern nach Heysham, wo wir spätabends auf die Autobahn fuhren und in der Nacht dann in Schottland ankamen. Den Lake District ließen wir dieses Mal (leider) aus - hatten noch viel vor uns.

    • Am nächsten Morgen hielten wir zunächst einmal am Loch Lomond an.


      Der nächste Stopp war am Picknickplatz "Rest and be thankful" im Glen Croe (mit Glen sind in Schottland die Täler gemeint).


      Unterwegs fanden wir dann noch kleine Wanderwege, die durch dichte Wälder zu Wasserfällen und dergleichen führten.


      Bis wir dann in meinem geliebten Rannoch Moor standen (ich bin bekennender Fan der Familie Duck aus Entenhausen und einer der wichtigsten Zeichner - Don Rosa, der als Nachfolger von Carl Barks bezeichnet wird - siedelte im Rannoch Moor den Stammsitz der Familie McDuck an. Aus dieser Familie ging Scrooge McDuck, besser bekannt als Dagobert Duck, hervor. Von Castle McDuck zog der junge Dagobert zunächst nach Glasgow und später nach Amerika, wo er das große Geld machte. Aber das nur am Rande, die Burg der McDucks habe ich logischerweise nicht gesehen).


      Das Rannoch Moor geht direkt in das Glen Coe über, wo wir spontan und eher unfreiwillig einen Munro bestiegen. Mit Munro werden die schottischen Berge bezeichnet, die höher als 3000 Fuß (914 Meter) sind. Davon gibt es 282. Unfreiwllig deshalb, weil wir eigentlich nur mal ein wenig schauen wollten, wo der Wanderweg hinführt. Und dann kamen so Sätze wie: "Komm, bis zu dem Felsen da vorne gehen wir noch" und "Lass uns mal da vorne noch um die Ecke schauen". Tja, und dann standen wir irgendwann zwischen zwei Gipfeln auf einem Bergsattel und haben die letzten 100 Höhenmeter eben auch noch gemacht.


      Ganz in der Nähe befindet sich die Stadt Fort William. Dort wiederum endet der Westhighland Way, der von Glasgow kommend durch Glen Coe führt und es beginnt dort der Aufstieg auf den Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens. Den hatten wir aber schon vor zwei Jahren bestiegen, deswegen schauten wir uns dieses Mal etwas anderes in der Nähe von Fort William an. Mal wieder bei Regen zog es uns zum Glenfinnan-Viadukt, wo uns diese hübsche Eisenbahn begegnete. Das war allerdings kein Zufall. Wir kannten nämlich den Fahrplan und wollten ganz gerne die Brücke mit eben diesem Zug fotografieren. Wir hatten es nur leider zeitlich nicht geschafft, oberhalb der Brücke zu stehen, denn dann hätte man einen schöneren Blick auf das Bauwerk gehabt. Denn dieser Zug ist außerhalb Schottlands auch als Hogwart-Express bekannt. Ich kenne die Harry Potter-Filme nicht, aber es muss wohl eine Szene geben, in der eine Dampflok über dieses Glenfinnan-Viadukt fährt.

      Soweit erstmal, später wieder mehr...
    • Cornwall und das Essen also? Na, dann werde ich dazu mal demnächst einen Thread starten. Gerade beim Thema Essen haben wir uns nun fast fünf Wochen ziemlich einseitig ernährt *hüstel*. :whistling:

      Aber erstmal noch ein paar Bilder, wie es weiter ging:

      Auf der Isle of Skye wanderten wir unter anderem am Quiraing (en.wikipedia.org/wiki/Quiraing) und genossen die Aussicht. Das Wohnmobil ist nicht von uns, aber ich konnte das Bild ganz gut gebrauchen.


      Das ist aber unser Wohnmobil - und zwar an einem unserer Übernachtungsplätze auf der Isle of Skye. Würde ich nicht als unattraktiv bezeichnen ;)



      Am nächsten Morgen ging es von der Isle of Skye (Innere Hebriden) auf die Uist-Inseln der Äußeren Hebriden. Da findet man dann unter anderem solche Verkehrsschilder.



      Witzig war dieses relativ kleine Waldstück inmitten der ansonsten kargen Moor- und Heidelandschaft. Das wurde eigens angelegt und eingezäunt und fiel sofort auf. Als wir uns das näher anschauten, fühlten wir uns plötzlich wie im Harz. Es sah nicht nur so aus, sondern roch auch so. Und zu allem Überfluss gab es einen kurzen Wanderweg von rund zwei Kilometern, auf dem man sogar Stempelstellen aufstellte. Muss ich nichts zu sagen, oder? Alle Stempelstellen aufgesucht ;)



      Ansonsten sieht es auf den Uist-Inseln eher so aus. Kein Wunder also, dass das Waldgebiet ziemlich auffällig ist.



      Faszinierend fand ich die Färbung des Wassers, die für mich schon beinahe karibische Züge hatte. Erst recht, wenn man bedenkt, dass der Himmel dicht bewölkt und die Lichtverhältnisse eher bescheiden waren.



      Die nächste Fähre brachte uns auf die Insel Lewis and Harris. Sie ist die nördliche Insel der Äußeren Hebriden. Wie "schön" das Wetter war, kann man wohl gut daran erkennen, dass selbst die Einheimischen einen Unterschlupf aufsuchten.



      Später wurde es aber besser und wir besuchten die Callanish-Steine, die älter sind als Stonehenge.



      Am nördlichsten Punkt der Äußeren Hebriden gibt es sogar einen schönen Badestrand. Nur halt ein wenig kühler als andernorts...



      Und in rauer See fuhren wir schließlich wieder zurück zum schottischen Festland. Die Überfahrt von Stornoway nach Ullapool war nicht für alle Beteiligten ein Spaß. Ich erinnere mich an folgende Szene:
      Michael zur Freundin: "Schau einfach nach vorne auf den Horizont. Und beobachte die Wellenbewegung. Dann weißt du, was auf dich zukommt."
      Eine Sekunde später stampfte das Schiff in ein Wellental hinein und die Gischt reichte bis über das Fenster. Also deutlich größer als das, was auf dem Bild zu sehen ist.

      Freundin zu Michael: "Na danke. Ja, jetzt weiß ich, was auf uns zukommt."
      Weitere fünf Sekunden später stand meine Freundin auf und ich habe sie für die nächsten eineinhalb Stunden nicht mehr gesehen. Abholen konnte ich sie später auf der Bordtoilette. Ihr Eindruck: Diese Überfahrt war schlimmer als unsere beiden Frachtschiffreisen auf dem Atlantik. Hm, ich hatte meinen Spaß. Habe ein paar Videos gemacht, werde ich demnächst mal hochladen.
    • Weiter geht's durch Großbritannien. Nach der Schaukelfahrt (Video folgt immer noch) kamen wir in Ullapool an und fuhren den Rest des Tages nordwärts. Unterwegs kamen uns einige italienische Wohnmobile entgegen:


      Fand ich sehr interessant. Es war eine geführte Tour. Bisher hatte ich geführte Touren immer nur auf Campingplätzen erlebt, wenn die ganzen Womos dort ankommen. Fahrend habe ich das noch nicht erlebt. Ich habe gestern mal danach gegoogelt und das Reiseangebot gefunden. Ist zwar italienisch, aber verständlich: ioviaggioincamper.it/site/?q=node/3500


      Am nächsten Tag ging es auf die Insel Handa (Handa Island). Sie ist eine reine Vogelinsel und bietet einen sechs Kilometer langen Rundweg, auf dem man zahlreiche Vögel beobachten kann. Papageitaucher gab es leider keine mehr zu sehen und wie die anderen Vögel alle heißen, muss ich erst noch raussuchen.



      Für die Überfahrt nutzt man diese hübsche "Fähre" - stilecht mit Schwimmweste. Ganz drollig, wenn man bedenkt, dass dieses Transportmittel fünf Kilometer landeinwärts tatsächlich als "Passenger Ferry" ausgeschildert ist. :)



      Ziemlich weit im Nordwesten Großbritanniens folgt bei Durness die Smoo Cave. Der dunkle Fleck links im Bild ist eine Höhle. Das Bächlein dort fließt zunächst oberhalb der Höhle und ergießt sich als Wasserfall durch ein Loch in der Höhlendecke in das Innere der Höhle. Nur einige Meter hinter mir mündet der kleine Fluss dann ins offene Meer.



      Innerhalb der Höhle sieht das dann so aus.



      Wenig später übernachteten wir oberhalb von diesem weiten Sandstrand. Nur das Wetter spielte nicht ganz so mit, na ja...



      Und auf dem Parkplatz oberhalb vom Strand hatten wir die einzige Begegnung mit den legendären Midges. Ich habe zum Größenvergleich mal das USB-Kabel in die Nähe dieses Stechviechs gehalten. Die Plagegeister treten ja stellenweise in Massen auf, aber nach vier Stunden waren sie von jetzt auf gleich auch wieder verschwunden. Wir waren froh, dass wir uns für das Bleiben auf dem Parkplatz entschieden hatten - hatten nämlich erst überlegt, vor den Midges Reißaus zu nehmen.


      Später landeten wir dann bei schönstem Wetter in Thurso, wo wir einen wunderbaren Blick auf Dunnet Head hatten. Dunnet Head (im Hintergrund) ist der nördlichste Punkt des britischen Festlands. Als wir vor zwei Jahren dort waren, lag die Küste im dichten Nebel. Der Campingplatz und das Wohnmobil auf dem Bild sind jetzt nur Zufall, ist nicht unseres. Wir standen nämlich am Fährhafen und warteten auf unsere Fähre zu den Orkney-Inseln.


      Die kam und brachte uns von Scrabster nach Stromness. Dabei fährt man auch an der Orkney-Inseln Hoy vorbei, wo man den "Old Man of Hoy" sieht. Erinnert ein wenig an die Lange Anna von Helgoland, ist jedoch 90 Meter höher (musste ich jetzt aber selber bei Wikipedia nachlesen ;) )



      Nach unserer Ankunft auf den Orkney-Inseln fuhren wir zum Ring of Brodgar, wo wir einen herrlichen Sonnenuntergang genießen konnten. Der Ring of Brodgar ist eine Steinsetzung, größer als Stonehenge, und gehört zum Heart of Neolithic Orkney, das wiederum von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
    • So ähnlich verlief auch unsere Reiseroute in Nordschottland vor ein paar Jahren. Smoo Cave haben wir auch gemacht, incl. Höhlenbootsfahrt (darüber schreibst Du nichts - wird sie nicht mehr angeboten?) Auf dem Campingplatz von Durness sind wir 2 Tage geblieben (während wir es sonst in ganz Schottland geschafft haben, frei zu stehen), da wir noch das Cape Wrath besichtigt haben - nur möglich mit einer Fähre ähnlich Eurer nach Handa und einem kleinen alten Shuttlebus. Absolut lohnenswert, auch wenn das Kap selbst weitgehend in dichtem Nebel lag. (Leider ist es mir nicht gelungen, die Bilder 1 und 3 zu drehen.)
    • johebo schrieb:

      Cape Wrath
      Ihr wart am Cape Wrath? Wie schön. Ich wollte eigentlich auch dort hin, aber hatte die Möglichkeit mit der kleinen Fähre und dem Shuttlebus in Erwägung gezogen. Doch es passte zeitlich leider nicht. An der Smoo Cave waren wir am Abend, da fuhr nichts mehr.

      @rabe: Schöne Bilder, hab's schon in der Galerie kommentiert.

      So, ich mache mal kurz weiter mit dem, was dann noch kam:


      Das Heart of Neolithic Orkney haben wir uns natürlich auch nochmal bei Tageslicht angeschaut.






      Dazu gehört zum Beispiel auch Skara Brae, eine alte Siedlung aus der Steinzeit:



      Deutlich jünger ist aber die italienische Kapelle auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptinsel. Sie besteht eigentlich ursprünglich aus zwei Wellblechhütten, die in der Armee benutzt wurde, sogenannte Nissenhütten. Italienische Kriegsgefangene haben aus diesen zwei halbrunden Hütten eben die Kapelle bauen dürfen.


      Im Inneren sieht sie so aus. Und die Steine an den Wänden sind eben nicht echt, sondern "nur" aufgemalt, wie alles in der Kapelle. Aber sehr schön und liebevoll gemacht.


      Hier die Rückseite der Kapelle. Da sieht man deutlicher die einfache Bauweise der Hütte.


      Die Hauptaufgabe der Gefangenen war aber der Bau der Churchill-Barrieren. Das sind mehrere Dämme, die eine Bucht zwischen den Inseln vor den deutschen U-Booten schützen sollten. Die Dämme heißen wirklich so, weil sie auf Geheiß Churchills errichtet wurden. Entlang der Dämme kann man von Parkplatz zu Parkplatz fahren und die Geschichte auf Infotafeln nachverfolgen


      Ganz im Osten von Mainland gibt es dann noch einen schönen Rundwanderweg an diesem Küstenabschnitt entlang. In der Mitte des Bildes stehe ich, nur mal so als Größenvergleich. Es geht dort ganz schön runter.
    • Von den Orkney-Insel ging es direkt zu den Shetland-Inseln weiter. Es gibt da eine schöne Möglichkeit, eine Runde mit der selben Fährgesellschaft (Northlink Ferries) zu machen: Vom schottischen Festland bei Scrabster zu den Orkneys, weiter zu den Shetlands und später wieder zum Festland bei Aberdeen. Dabei hatten wir richtig viel Glück, dass wir die drei Fährüberfahrten bei unserer Ankunft in Scrabster wunschgemäß buchen konnten und nur vier Stunden später direkt das Schiff zu den Orkneys nehmen konnten.

      Die Fahrt von den Orkney-Inseln zu den Shetland-Inseln dauert rund acht Stunden. Dabei handelt es sich um eine Nachtpassage. Um uns das Geld für eine Kabine zu sparen nutzten wir, wie einige andere auch, das sehr ruhige und dunkle Bordkino, um zu schlafen. Hat prima geklappt. Nachts läuft ja kein Film.

      Jetzt aber Bilder:


      Unser erster Weg führte uns auf Mainland nach Süden, wo wir uns St. Ninians Island anschauten. Das ist die Insel im Hintergrund. Sie ist über diesen tollen Strand mit der Hauptinsel verbunden. Diese Art von Strand, wo sich rechts und links das Meer befindet, nennt sich Tombolo. Die Anzahl der Tombolos weltweit scheint überschaubar zu sein: de.wikipedia.org/wiki/Tombolo


      Logisch, dass wir da erst einmal eine Pause eingelegt haben. Eine unserer Shetland-Nächte haben wir natürlich auch dort verbracht.



      Wir sind auf den Shetland-Inseln, da muss ich zu diesen Tierchen wohl nicht viel sagen...
      Im HIntergrund sieht man den südlichsten Punkt der Shetland-Inseln. Zu dem Leuchtturm sind wir gewandert und haben eine schöne, große Runde gedreht, bei der sich langsam auch der Himmel zeigte.



      Ausgangspunkt der Wanderung war der Jarlshof, der im Grunde aus drei Siedlungen besteht. Erst war es eine steinzeitliche Siedlung, später kamen die Wikinger und zum Schluss hat irgendein Gutsherr sein Eigenheim darauf errichtet. Ist nicht groß, aber interessant zu sehen.



      Na ja, und dann folgt man eben diesem schönen Wanderweg entlang der Küste.




      Blick zurück.



      Mit zwei weiteren, deutlich kleineren Fähren ging es dann auch ganz in den Norden der Shetland-Inseln. Genauer gesagt zur Insel Unst.



      Auf Unst gibt es eine Bushaltestelle, die jedes Jahr reichhaltig verziert wird. In diesem Jahr war das Thema der Papageitaucher. Es gibt einen Tisch, einen kleinen Bücherschrank, ein Gästebuch und ganz viele Bilder und Materialien mit einem Papageitaucher. 2010 war die Haltestelle zum Beispiel mit dem Südafrika (WM) geschmückt.
      Die Haltestelle hat eine eigene Webseite: unstbusshelter.shetland.co.uk/ und einen Wiki-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Unst_Bus_Shelter


      Nur der Typ mit dem roten Hemd gehört da nicht hin. Das war ich. Wollte ich doch mal so tun, als ob ich auf den Bus warten würde.



      Dann gibt es auf Unst auch noch das nördlichste Postamt von Großbritannien. Da haben wir uns doch glatt selber mal eine Postkarte zugeschickt (haben wir am Nordkap ja auch gemacht ;) )



      Und zu guter Letzt kann man auch ganz im Norden der Shetland-Inseln wandern und durch ein Naturreservat zu diesem Küstenabschnitt gelangen. Mehr zu den Shetlands dann später noch.