Giftige Insekten und Tiere

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    • Giftige Insekten und Tiere

      Mich persönlich interessiert, was Ihr unterwegs macht, wenn Ihr an einem Ort seid, wo es giftige Tiere (z.B. Spinnen, Schlangen) oder gefährliche Tiere gibt? Oder wenn Ihr erfahrt dass gerade tollwütige Tiere in der Gegend sind?

      Wie schützt Ihr Euch? Oder haltet Ihr Euch konkret von solchen Gebieten fern?

      Wie verhaltet Ihr Euch, wenn ein solches Insekt oder Tier auf einmal vor Euch steht um dieser Gefahr zu entgehen? Gibt es da überhaupt Möglichkeiten? (vor allem beim tollwütigem Tier?)
    • RE: Giftige Insekten und Tiere

      Über Spinnen habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht. Und notfalls kann man selbst mit ruhigem Schritt immer noch schneller laufen als jede Spinne. Wo ist da also das Problem?

      Schlangen sind scheue Tiere. Sobald sie merken, dass sich ein größeres Tier oder auch ein Mensch nähert, verziehen sie sich in eine Nische in sicherer Entfernung. Voraussetzung ist nur, dass sie es rechtzeitig merken, und nicht erst, wenn man schon fast auf sie getreten ist. Um sich die Schlangen vom Leib zu halten, reicht daher ein (Wander-)Stock, mit dem man regelmäßig in den Boden sticht oder auf die Steine schlägt. Das merken die Schlangen und verziehen sich, bevor man sie überhaupt wahrgenommen hat. Sollte man doch eine sehen, macht man eben mit dem Stock etwas Lärm, und dann ist sie auch gleich weg.

      Zum Thema Tollwut fällt mir nur ein, dass ich noch als Kind mit den Eltern häufiger auf Waldwegen unterwegs war, wo Schilder mit der Aufschrift "Wildtollwut - gefährdeter Bezirk" zu sehen waren. Mir war zwar damals manchmal ein wenig mulmig, nachdem ich gelernt hatte, was Tollwut ist, aber letztlich sind wir da nie einem Tier begegnet. Für den Fall, dass doch mal ein Tier auftaucht (von dem man ja nicht wissen kann, ob es tollwütig ist oder nicht), gilt dann ohnehin die Grundregel, Abstand zu halten (und eben gerade als Kind nicht zu versuchen, das Tier zu streicheln).
    • RE: Giftige Insekten und Tiere

      Schlangen sind mir in diesem Jahr gleich zwei begegnet. Die erste in Slowenien als ich vom See in Bled hinauf zur Burg stieg. Sie kreuzte gerade mal einen Meter vor mir meinen Weg und war so schnell verschwunden wie sie gekommen war. Trotz Kamera um den Hals konnte ich gar nicht schnell genug reagieren, um sie zu aufs Bild zu bannen. Ich konnte gerade mal erkennen, dass sie gelb-grün war.

      Und die zweite Schlange kreuzte zwar ebenfalls meinen Weg, hatte aber kaum Möglichkeiten, sich vor mir zu verstecken. Das war am Stilfser Joch in knapp 2.700 Metern Höhe. Ging zwar auch alles relativ flott, aber da hatte ich wenigstens noch die Chance zur Kamera zu greifen:







      In beiden Fällen war ich natürlich überrascht und auch ein wenig erschrocken (man denkt ja nicht die ganze Zeit, dass jetzt gleich eine Schlange aus dem Unterholz geschossen kommt), aber eine Gefahr sah ich jetzt in diesen beiden Fällen nicht. Eben weil die Schlangen sich lieber zurückziehen, wie Alex schon schrieb.
      Im Gegenteil, denn wenn ich das richtig sehe, müsste das eine Kreuzotter sein (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) und da freue ich mich eigentlich sogar, dass ich eine mittlerweile stark gefährdete Tierart in freier Wildbahn sehen konnte.
    • Ich hol den Thread mal wieder hoch:

      Grundsätzlich haben wir unsere Urlaubsziele bislang unabhängig von potentiellen Naturgefahren wie Tieren, aber auch Erdbeben etc. gewählt. Naja, und beim bisherigen Lieblingsziel Schweden hab ich mich eh immer supersicher gefühlt.

      Aber jetzt wurde ein paar Häuser weiter eine Schlange entdeckt und getötet (und vielleicht auch inzwischen aufgefuttert), nachdem man irrtümlich annahm, es wäre eine Bambusotter (giftig). Hilfe, ich habe eine Riesenaversion gegen Schlangen, das ist nicht mehr Angst, das ist nackte Panik. Mal abgesehen davon, dass ich mich hier in Peking eigentlich sicher vor derlei Viechereien gefühlt hab, ich staks hier jetzt rum wie der Storch im Salat.
      Und bald der Urlaub in Thailand, da gibt's sogar ne Schlangenfarm in der Nähe... :help: Von daher kann von Fernhalten nicht mehr die Rede sein. Will ich irgendwie auch gar nicht. Also, offensichtliche Gefahren werde ich weiterhin vermeiden und nicht gerade in einen Krokosumpf in Florida hüpfen. Aber die Neugier auf die Welt wegen teils irrationaler Ängste nicht ausleben, wenn ich die Chance dazu hab? Aber sicher ist sicher:

      Noch mehr Tipps außer denen von @AlexM? Und wie geht Ihr mit solchen Ängsten um, kennt Ihr sowas überhaupt?
      Blog: ombidombi.de

      Wer Schmetterlinge lachen hört,
      der weiß, wie Wolken schmecken...
    • Angesichts eines zähnefletschenden Wildtieres den Tip zu geben: "Laß es erstmal auf Dich zukommen" hilft sicher nicht.... Scherz!

      Also ich habe z.B. eine Aversion gegen allerlei Stech-Insekten, die Krankheiten übertragen können. Wenn ich eine Zecke an mir entdecke bekomme ich Schweißausbrüche, obwohl ich geimpft bin. Afrika würde ich nur ungern bereisen, weil ich Angst vor den dortigen Stechmücken bzw. den von ihnen übertragenen Krankheiten (Malaria etc) habe.

      Der Süden der USA mit seinen Klapperschlangen hingegen hat mich nicht geschreckt. Ich würde schätzen, gründliche Information ist die halbe Miete. Wenn man weiß, wo genau die Tiere sich aufhalten, was sie da tun bzw. wie schnell sie sind, worin ihre Gefährlichkeit besteht, kann man mit der latenten Gefahr besser umgehen und sich darauf einstellen. Ein bewußtes Risiko würde ich dabei dann nicht eingehen.

      Beispiel: wir hatten mal den Norden der USA bereist, North Cascades NP mit seinen Bären. Wir waren zu dritt, wollten eigentlich eine Bergwanderung machen. Meine beiden Mitreisenden waren ganz versessen darauf, oben in einem Zelt zu übernachten, obwohl überall Hinweisblätter auslagen, wie man sich verhalten solle, wegen der vielen Braunbären. Ich hab verzichtet da mir eine dünne Zeltwand im Zweifel wenig Schutz vor einem Bären verhieß. Bin also am Auto geblieben und habe darin übernachtet. während die anderen tatsächlich im Zelt in einem Hochtal genächtigt haben. Sowohl ich als auch meine beiden Kompanions hatten nachts Bärenbesuch, uns allen ist aber nichts passiert.
      Mit dem Wandern tagsüber in "Bärenland" hatte ich aber keine Probleme. Man weiß, wie man sich zu verhalten hat, man weiß, was der Bär will, tut und was ihn aggressiv macht und so funktioniert das dann auch.

      Also mein Rat @Lin: informiere Dich mal, was genau das für Schlangen sind, die da in der Nachbarschaft rumkriechen. Sind sie giftig? Wie giftig (z.B. müßte ein normaler gesunder Erwachsener von 5 Kreuzottern gebissen werden, um eine tödliche Dosis zu erreichen). Wie aggressiv sind die Tiere (gehen sie direkt auf Feinde los oder wehren sie sich nur dann, wenn sie massiv bedrängt werden)? Wo verstecken sie sich am liebsten?

      Vielleicht hilft Dir das, diese Angst zu bewältigen.

      LG
      Volker
      Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977