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Vorwort
Eine Reise zu den Pinguinen
Im Jahr 2007 reisten Moni und ich ohne Flugzeug nach Südamerika, um dort einen lang gehegten Traum zu erfüllen: Pinguine beobachten und dabei ein Foto vom Stoffpinguin Pingu zu machen. Die Reise war ursprünglich ein wenig länger als diese vier Monate geplant und die Streckenführung sollte eigentlich auch eine etwas andere sein. Wie das jedoch so auf einer Reise ist, muss von Plänen im Zweifelsfall auch mal abgewichen werden können. Auf Grund gesundheitlicher Probleme meinerseits im tropischen Raum, die nicht vorhersehbar warne, bemühten wir uns die Tropen schnellst möglich zu verlassen, dadurch kamen wir jedoch viel zu früh in den Winter der Südhalbkugel, weshalb wir bei unserer geplanten Radreise auf andere Verkehrsmittel zurückgriffen.
Vorab sei zu erwähnen, dass wir nicht zu denjenigen gehören, die einmal nach Südamerika fahren und danach immer wieder hin wollen. Uns hat der Kontinent nicht gefallen und wir waren nicht traurig, als wir wieder in Europa ankamen. Einen besonders negativen Eindruck hat bei uns der dortige Umgang mit der Natur gemacht. Wir waren zwar vorbereitet und wussten ,dass es dort dreckiger sei, doch es ist immer noch etwas anderes, wenn man es mit eigenen Augen sieht oder sogar noch mit ansieht, wie der Dreck achtlos in die Gegend geworfen wird.
Erstaunlich finde ich dabei die Reaktion vieler Europäer, die sagen, man müsse das etwas gelassener sehen oder einfach darüber hinweg sehen. Doch das kann ich einfach nicht, warum sollte ich es auch, nur um mir nachher einzureden, Südamerika sei ein schönes Reiseziel? Mehr zu diesem Thema aber an der Stelle Umweltschutz und Umweltverschmutzung in Südamerika und im Text.
Doch es gab auch positive Eindrücke, die wir gewinnen konnten. So haben wir beispielsweise sehr viele freundliche Menschen getroffen und in keinem anderen Land bisher freundlichere Menschen erlebt als in Brasilien. Jeder hat uns vor besonders vor diesem Land eindringlich gewarnt, sicherlich auch nicht zu Unrecht, aber wenn jemand auf uns zukam, dann nur um zu helfen. Sei es, um von sich aus zu dolmetschen oder Moni, zu helfen, das schwere Rad zu halten, während sie beim Anheben über die Bordsteinkante fast das Gleichgewicht verliert. Diesen Umgang mit anderen Menschen haben wir uns (hoffentlich) ein wenig abgeguckt und ein Stück davon mit nach Europa gebracht. Auch ansonsten haben wir alles andere wieder mit nach Europa gebracht. In den ganzen Monaten wurde uns nichts gestohlen, im Gegenteil: Dinge, die wir ordentlich im Mülleimer entsorgten, wurden uns hinterher getragen, weil man annahm, es handele sich um ein Versehen unsererseits.
43.000 Kilometer haben wir zurückgelegt, dabei 15 Länder und drei abhängige überseeische Territorien (Niederländische Antillen, St. Maarten, Französisch Guyana) bereist, sowie zweimal auf hoher See den Äquator und den Atlantik überquert.
Auf Grund des Umfanges haben wir den ausführlichen Bericht in vier Abschnitte unterteilt: 1. Mit dem Fahrrad durch Europa (Reise zu den Pinguinen 1) 2. Mit dem Frachtschiff von Europa über die Karibik nach Südamerika (Reise zu den Pinguinen 2) 3. Quer durch Südamerika, vom Regenwald bis Feuerland (Reise zu den Pinguinen 3) 4. Mit dem Frachtschiff von Buenos Aires bis nach Hamburg (Reise zu den Pinguinen 4)
Viel Spaß beim Lesen
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