Die Weltenbummler

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53. Tag
Dienstag, 19.06.2001-09-18
von Alt Zeschdorf bis Groß Neuendorf
Km: 58,9
Gesamt: 3158
Durchschnitt: 13,6
gefahrene Zeit: 4:20

Morgens war es aber wieder stark bewölkt und stürmisch. Hatten den ganzen Tag Gegenwind. Vom Campingplatzbesitzer hatten wir eine Broschüre über Camping in Brandenburg geschenkt bekommen. Sehr nett, danke! Warum war das eigentlich damals nicht in Kehl möglich? Kamen auf der Karte heute nicht besonders weit voran, da wir wieder zum Oder-Neiße-Radweg zurück sirheinhochwasserbnd. Doch der wird zur Zeit restauriert. Also mussten wir ständig durch sandige Baustellen schieben, und uns an Minensuchern vorbeischlängeln. Dabei erhielten wir natürlich den Hinweis, den Weg nicht zu verlassen. Na, das tun wir ganz bestimmt nicht. Fühlen uns beide heute nicht so wohl. Mir ist übel. Haben uns einfach in die Hängematten gelegt und entspannt. Vorher waren wir in einem kleinen urigen Tante-Emma-Laden einkaufen.

 

54. Tag
Mittwoch, 20.06.2001
von Groß Neuendorf bis Mescherin
Km: 108,5
Gesamt: 3267
Durchschnitt: 17,4
gefahrene Zeit: 6:12

Kamen wegen der Baustellen nicht an den Oderdeich. Sind Umwege durch die Dörfer gefahren und einmal auch in eine Sackgasse rein. Dort kam wieder ein Baustelle. Ein Durchkommen war nicht möglich. Ab dem Grenzübergang Altgliezen fuhren wir durch ein schönes Naturschutzgebiet (unteres Odertal) mit vielen Betonplatten noch aus der DDR-Zeit. Es war in jeder Platte das Jahr 1979 eingeprägt. In Schwedt waren wir einkaufen, im Internetcafe und haben endlich wieder eine Bratwurst gegessen. Die letzten vier Kilometer waren noch Sand und Matsch. Der Radweg wurde dort noch gebaut. Aber viel schlimmer waren dort die Mücken auf dem kurzen Stück. An Anhalten war da gar nicht zu denken.

 

55. Tag
Donnerstag, 21.06.2001
von Mescherin bis Bellin
Km: 96,1
Gesamt: 3363
Durchschnitt: 17,0
gefahrene Zeit: 5:39

In der Nacht fing es an zu regnen, hörte aber auf, als wir losradelten. Es ging über Feldwege, Kopfsteinpflaster und Bitumenwege. Haben den Radweg teilweise verlassen, da er über holperige Felder und Waldwege führte, die bestimmt Mückenverseucht sind. Nach 18 km kam der erste Schauer, standen unter einer Autobahnbrücke und warteten. 3 km vor unserem Tagesziel kam ein Wolkenbruch mit Gewitter und Hagel. Er deutete sich schon die ganze Zeit an als wir auf freiem Feld waren. Aber glücklicherweise ging er erst los als wir uns in einer Telefonzelle unterstellen konnten. Nun sind wir wieder am Meer!!!

 

56. Tag
Freitag, 22.06.2001
von Bellin bis Murchin
Km: 52,9
Gesamt: 3416
Durchschnitt: 14,9
gefahrene Zeit: 3:32

Haben lange geschlafen. Und kaum war das Zelt zusammen gebaut fing es an zu regnen. Den ganzen Tag hörte es kaum auf. Und zwischendurch mal ein Gewitter. In Anklam haben wir schon mal einen neuen Mantel für mein Rad gekauft. Meiner ist mittlerweile auch ganz schön abgefahren, sowie Bremsklötze. Haben im Internetcafe erfahren, dass wir zum Essen eingeladen worden sind (siehe Gästebuch). Doch leider sind wir vorgestern dran vorbeigefahren. Schade, aber vielleicht beim nächsten Mal. Mein Schlafsack ist bei dem Unwetter gestern so naß geworden, dass ich die ganze Nacht nasse Füße hatte. Und es waren nur noch wenige Kilometer bis zum Campingplatz als ich vorne einen Platten hatte. Mitten im strömenden Regen auf einer Landstraße. Das Gebäude, dass zum Platz gehört sieht sehr alt und baufällig aus, hat aber ganz tolle sanitäre Anlagen. Diese waren die zweitbesten, die wir gesehen haben. Ich freute mich schon den ganzen Abend darauf, dort ausgieruegenbbig duschen zu gehen. Doch ich ging zu spät. Um 10 vor 10. Tja, und um zehn kommt nur noch kaltes Wasser. Pech. Mittlerweile haben wir ein Paket zusammengestellt mit Sachen, die wir nach Hause schicken werden, weil wir sie nicht mehr brauchen oder unnötig eingepackt haben. Eine ganze Packtasche wird dadurch leerer.

 

57. Tag
Samstag, 23.06.2001
von Murchin bis Stahlbrode
Km: 72,6
Gesamt: 3488
Durchschnitt: 15,9
gefahrene Zeit: 4:23

Wir mussten bis 12 Uhr in Greifswald sein, weil dort sonst die Post geschlossen hätte. Bei Regen und starkem Gegenwind gar nicht so einfach. Aber auch das haben wir geschafft. Sogar schon um 11. Haben uns dann zwei Seesäcke von Ortlieb gekauft, um auch die Schlafsäcke nun wasserfest zu verpacken. Um es vorweg zu nehmen: Von nun an hat es kaum noch geregnet. Eigentlich wollten wir mit der Fähre nach Rügen übersetzen, aber wegen des starken Windes fuhr sie nicht. Also blieben wir erst mal hier und haben es uns bequem gemacht.

 

58. Tag
Sonntag, 24.06.2001
von Stahlbrode bis Binz
Km: 77,8
Gesamt: 3566
Durchschnitt: 15,1
gefahrene Zeit: 5:08

Heute fuhr sie zum Glück wieder. Rügen gefällt uns aber absolut nicht. Die Radwege enden im Nirgendwo. Wir haben uns beeilt die Fähre nach Bornholm zu bekommen, doch es fuhr keine um 15 Uhr, so wie wir eigentlich dachten. Also sind wir hiergeblieben. Der Bundeswehrcampingplatz liegt dafür aber schön direkt am Meer. Haben uns mal Binz angeschaut, aber nur Touristen und Hotelburgen. Wir wissen nicht, was den Leuten daran gefällt. Mir geht es heute nicht so gut. Kopfschmerzen und übel ist mir auch.
 

 

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