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Nach Abschluss der Radreise 2001 möchte ich noch mal einige Vor- und Nachteile einer Radtour aufführen, die aufgefallen sind und von denen ich teilweise vorher nichts wusste. Überrascht war ich zugegebenermaßen über die Kosten, die durch Übernachtungen auf uns zukamen. Wer zum ersten Mal eine Radtour machen möchte oder gerade in der Planung steckt, sollte sich über folgende Liste in Ruhe Gedanken machen.

 

Pro Radtour

 

Contra Radtour


Wetter
Man ist den ganzen Tag an der frischen Luft, es ist wirklich angenehm und tut verdammt gut.

 


Wetter
Natürlich, bei Regen nicht sonderlich angenehm, aber man kann sich daran gewöhnen. Und bei besonders starkem Regenfall kann man sich fast überall unterstellen. Unangennehm wird es bei Ragen und starkem Gegenwind.
 

Moral
Es ist ein schönes Gefühl irgend etwas irgendwo mit dem Fahrrad erreicht zu haben.

 

Moral
Manchmal macht es absolut keinen Spaß darüber nachzudenken, dass die vorbeifahrenden Autos in 30-40 Minuten dort sein werden, wo man sich selbst am daraufolgenden Tag befinden wird.
 

Kontakt
Es vergeht kaum eine Stunde, in der man nicht mit anderen Menschen in Kontakt gerät. Es kann zwar auch nerven, dreimal am Tag diesselbe Geschichte erzählen zu müssen, aber im Großen und Ganzen ist es als Vorteil zu sehen.

 

Immobil
Auch wenn man ein Gefährt bei sich hat, man ist nicht mobil. Nach einer Tagestour von 80 oder 100 Kilometern wird man sich zweimal überlegen, ob man sich eine Sehenswürdigkeit gleich um die Ecke (15 km) anschaut. Diese 15 km muss man ja auch zurück. Vor allem ist dies nicht machbar, wenn man sein Zelt irgendwo im Wald aufgeschlagen hat und es natürlich dort nicht stehen lassen will. Doch was macht man, wenn es erst 18 Uhr ist und man nicht weiterfahren möchte der kann? Auch ist es nicht sonderlich angenehm, wenn man mit den Rädern durch volle Fußgängerzonen laufen oder treppauf und treppab tragen muss.
 

Übernachtung
Es klappt nicht immer, abere es gibt doch einige Möglichkeiten sich irgendwo in die Büsche zu schlagen. Dies ist für den Geldbeutel allemal eine Wohltat.

 

Gefahr
Auch das ist ein Grund, sich keine Sehenswürdigkeit anzuschauen. Soll jeder einzeln ins Museum oder sonst wo rein? Wo lässt man die Räder? Wir jedenfalls haben sie nicht unbeaufsichtigt gelassen und sind auch froh darüber, dass uns nichts gestohlen wurde. Im Übrigen sahen unsere Einkäufe immer so aus, dass einer ins Geschäft ging un der andere sich die Kunden auf dem Parkplatz anschaute.
 

Weltansicht
Die Welt wird für einen persönlich viel kleiner. Es ist auf einmal nicht alles mehr so weit weg. Man kann es ja mit dem Fahrrad, also aus eigener Muskelkraft, erreichen.

 

Camping
Campingplätze sind für Radler generell eine teure Angelegenheit. Es ist unserer Meinung nach ungerecht für ein bißchen Wiese und etwas Wasserverbrauch bis über 30,- DM zu verlangen. Teilweise war ein Stellplatz für ein Wohnmobil der größten Klasse gerade mal 5,- DM teurer. Und hinzu kommt, dass es auf vielen Campingplätzen in keinem Verhältnis stand.
 

Anstrengung
Mit Gepäck zu radeln ist es nicht so anstrengend, wie viele zu glauben scheinen. Bei richtiger Lastverteilung ist manchmal sogar wesentlich angenehmer, da das Rad stabiler wird.

 

 


Doch trotz der aufgeführten “Contras” möchte ich diese erlebte Radtour nicht missen. Ich habe viel dazu gelernt und es hat verdammt Spaß gemacht. Einige Zeit nach der Tour habe ich in Leverkusen mit dem Auto eine bestimmte Straße gesucht und musste dringend zu einem Termin. Doch ich fuhr kreuz und quer durch Leverkusen und fand mich nicht zurecht. Auf einmal war ich auf einer Straße am Bayer-Werk, die mir ziemlich bekannt vorkam. Ach ja, in dieser Straße haben wir während der Radtour auf einen öffentlichen Stadtplan geschaut. Und siehe da, dieser Stadtplan hing dort immer noch. Zum Glück, ich wäre sonst nicht mehr pünktlich zu diesem Termin gekommen. Aber das ist natürlich nur nebensächlich. Was ich für die nächste Tour gelernt habe, ist aber viel entscheidender: Langsam fahren! Nicht von Ort zu Ort hetzen um irgendwo anzukommen. Dieses haben wir nicht immer gemacht, aber manchmal ging es mit uns durch, dass wir einfach irgendwo ankommen wollten. Und im Endeffekt war es dort nicht so schön wie unterwegs auf dem Weg dorthin...
 

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