Ein Tagesausflug in das Indeland und in die Geisterstädte am Tagebau Garzweiler - 2011
Pier ist zum Beispiel so ein Dorf, welches zu Inden gehört und in naher Zukunft nicht nur von der Landkarte verschwunden sein wird. Im Februar 2011 ist das Dorf bereits eine Geisterstadt. Die meisten Häuser sind verriegelt und verrammelt, die Fenster vernagelt und Bewohner nicht mehr zu sehen. Einige Straßenzüge sind schon komplett abgerissen und man kann nur noch anhand der abgesenkten Bordstein erahnen, wo die Häuser standen. Auf einer ehemaligen Abraumhalde in der Nähe befindet sich der sogenannte Indemann. Dieses Metallgerüst in Form einer Figur kann kostenlos betreten werden.
Auf über 200 Stufen geht es bis auf die obere Plattform, von wo aus man einen schönen Ausblick auf das gigantische Loch des Tagebaus hat, der zukünftig zum Indesee aufgefüllt werden soll. Der rechte Arm des Indemanns kann ebenfalls von innen betreten werden. An einem Drehkreuz folgt aber der Hinweis, dass die Tragfähigkeit bei maximal zehn Personen liegt. Ein wenig Mut gehört zum Betreten dazu. Unterhalb des Indemanns befindet sich nicht nur ein großer Kinderspielplatz und ein neu angelegter Parkplatz, sondern auch ein kostenloser Stellplatz für Wohnmobile.