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Norwegen – das Land der Trolle, Fjorde und Tunnel sollte es diesmal sein. Zweieinhalb Wochen Entspannung und Wanderungen und eine gemütliche Tour mit dem VW-Bus.
Tag 1 Unser erstes Ziel ist jedoch Bremen, wo wir den Administrator von www.mpathie-forum.de besuchen, der uns durch die Stadt führt. Nach einem gemeinsamen Umtrunk an der Weser geht es für uns dann weiter gen Norden. Am späten Abend ist zum Glück nicht mehr so viel Verkehr auf der Autobahn, insbesondere der Lkw-Verkehr ist manchmal sehr anstrengend, da unser Bus knapp 1-2 km/h langsamer fährt als ein Lastwagen. Allerdings fahren wir damit immer noch schneller, als ein Lastwagen es eigentlich darf. Dennoch, nicht selten wird man beim Überholen angehupt und nur in ganz seltenen Ausnahmefällen wird mal nicht gedrängelt. Ist ein ziemlich blödes Gefühl, wenn man einen 40-Tonner im Nacken hat und im Rückspiegel nur noch den Kühlergrill sieht. Aber das begreifen die Lenker der Lastwagen ja nicht. Sie sind während der Fahrt lieber damit beschäftigt, Kaffee zu kochen, zu telefonieren oder auf dem Navi rumzutippen.
Wie auch immer, den Urlaub kann man mir damit nicht vermiesen. Der erste Halt findet gegen Mitternacht hinter Hamburg auf einem Rastplatz statt. Eigentlich will ich nur eine kurze Pause machen, aber wir schlafen beide so fest ein, dass wir erst gegen 6 Uhr am nächsten Morgen wieder wach werden.
Tag 2 So geht es direkt auf der A1 weiter und wir kommen gut bis Puttgarden durch. Auf dem letzten Stück, kurz vor der Insel Fehmarn fährt man nur einspurige Landstraße und da ist wieder so einer: Ein drängelnder Lastwagen, der im Überholverbot an uns vorbei schert und definitiv viel zu schnell ist. Doch wir sind nicht die einzigen, die ihm zu langsam sind. Er überholt auch noch weitere Fahrzeuge mit einem aggressiven Fahrstil. Und wofür? Damit er ein bis zwei Minuten vor uns an der Fähre ankommt. Ob sich das gelohnt hat? Denn in Dänemark kommen wir alle sowieso gleichzeitig an.
Nach der Überfahrt nochmal kurz getankt (45 Liter nach 700 km = 6,4 Liter auf 100 km) und an Kopenhagen vorbei, sind wir schon auf der nächsten Fähre. Ab Helsingborg fahren wir auf der E6 stur nach Norden. Kurz vor Göteborg kaufen wir ein und haben endlich die heiß ersehnten Köttbullar und das typisch schwedische Brot (Hönökaka und Polarbröd), welches mit einer dicken Schicht Nutella am besten schmeckt.
Wir fahren weiter nach Strömstad und überqueren die alte Brücke nach Norwegen, die über den Svanesund führt. Bei Moss stellen wir uns auf einen Rastplatz und lassen den Tag ausklingen.
Tag 3 Erstaunlicherweise ist es gar nicht so kalt, als wir wach werden. Dafür werden wir aber spät wach – erst gegen 8. Es war eine angenehme und ruhige Nacht. Als ich morgens zur Toilette an die Tankstelle will, sind alle Schlüssel vergeben. Also warte ich brav vor den drei Toiletten und gehe natürlich davon aus, die „Schlüsselbesitzer“ seien im Klohäuschen. Nein, nach über fünf Minuten Wartezeit kommt von einem Auto eine Mutter mit Kind heran getrabt und wedelt mit einem der Schlüssel in der Hand, den sie allerdings erst selber nutzen muss. Na toll, also stand ich vor einem unbenutzten, aber verschlossenem Klo, weil die Dame meint, sich erst einmal den Schlüssel bunkern zu müssen. In Deutschland hätte sie was von mir zu hören bekommen, aber hier versteht mich ja eh keiner.
Nach dem Frühstück geht es weiter gen Norden. Kurz vor Oslo biegen wir auf die Straße nach Drammen ab und unterqueren den Oslofjord mit 7% Gefälle und anschließender 7%-Steigung. Dieser erste Tunnel ist 7,5 Kilometer lang und ab jetzt zählen wir sämtliche Tunnelkilometer in Norwegen. Am Ende des Berichtes gibt es ein zweieinhalbminütiges Tunnelfahrtvideo.
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