Michael Moll - Reisebuchautor, Fotograf und Weltenbummler / Frachtschiffreise in die Karibik und nach Südamerika <body> <p>Informationen über Sabbatjahre (Sabbatical), Ausstieg auf Zeit, Leben im Wohnmobil und weltweite Reisen ohne Flugzeug</p> </body>

Die Weltenbummler

Informationen über Sabbatjahre (Sabbatical), Ausstieg auf Zeit, Leben im Wohnmobil und weltweite Reisen ohne Flugzeug

Sie sind hier: 

 >> Home  >> Reisen  >> Berichte  >> Per Frachtschiff nach Südamerika, 2007  >> Teil 12
 


 

Belém21. Tag
Es gab wieder Apfelpannekuchen, doch der Steward fragte heute wieder nicht, sondern brachte direkt zwei. Moni ging danach schlafen, ich schaute DVD. Anschließend wagte ich eine Runde zum Bug und zurück, doch schon nach wenigen Schritten taten mir wieder einige Hautpartien von der Sonne weh, auch welche, die eigentlich vom T-Shirt geschützt sind. Brasilianische KüsteWir nähern uns dem Äquator und ich bin froh, wenn wir ihn morgen überquert haben, so schnell wie möglich in den Bus steigen können und nach Süden fahren – bloß raus aus den Tropen.

Abends erreichten wir Belem, dass mit seiner Hochhauskulisse sehr abstoßend wirkte, doch unser Schweizer Mitpassagier fand tatsächlich Ähnlichkeiten mit seinem idyllischen Heimatland. Da wir die Flut verpassten, konnten wir nicht an Fischerbootden Kai und müssen bis morgen warten. Ich fühle mich nicht wohl und habe das Bedürfnis nach Hause zu wollen.

22. Tag
Heute heißt es endgültig Abschied nehmen. Nach dem Frühstück tragen wir unsere PBelémacktaschen in die Bar und warten darauf, dass wir unsere Pässe bekommen. Dabei überkommt mich schon wieder tiefes Heimweh. Ich bin nicht glücklich bei dem Gedanken, von Bord zu gehen. In der Zwischenzeit bekommen wir unser Zertifikat, dass Schiffswrackwir den Atlantik und den Äquator überquert haben, die sehen sehr nett aus und wir freuen uns. Die Äquatortaufe fiel gestern aus, da wir nach dem Überqueren ja direkt in den Hafen einliefen und da logischerweise nicht gefeiert werden kann. Aber getauft wurden wir trotzdem, Moni ist nun der Bicycle Swan während ich auf hoher See nun Geankertden Namen Bicycle Herring tragen darf, muss, kann, was auch immer. Neugierig wie ich bin, klopfe ich aber noch an die Tür unseres Schweizer Mitpassagieres und frage nach seinem Äquator-Taufnamen: Er ist nun der Sea Putin. Wen wundert’s, wo er doch in Brasilienjedem Gespräch diesen ”president of the UDSSR” erwähnte und ihn als umoperierten und wiedererfrischten Stalin bezeichnet.

Nach über einer Stunde erscheint endlich der Mitarbeiter der Immigrationsbehörde, stempelt die Pässe und wir können unsere Sachen von der klimagekühlten Bar raus auf Hafen von Belémden tropisch erhitzten Hafenkai tragen. Noch ein letztes Bild mit dem Kapitän, der mit seiner Frau die Stadt besichtigen geht und ein Abschiedswinken zu den Matrosen und los geht es. Besonders der 2. Offizier hat nochmal kräftig gewunken. Ja, auf der Marfret Normandie fühlten wir uns sehr wohl.

 

< Seite zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |

 


© Michael Moll | Essen | 2000 - 2012 | Kontakt | nach oben