Die Weltenbummler

Informationen über Sabbatjahre (Sabbatical), Ausstieg auf Zeit, Leben im Wohnmobil und weltweite Reisen ohne Flugzeug

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(Manche Bilder sind vom Original-Dia leider zu klein eingescannt.)

Sonntag 24. April:
Morgens nach dem Aufstehen stellte ich fest, dass der Reifen nun ganz ohne Luft ist. Also begann ich ihn zu wechseln. Gar nBerghütte bei Panicisteicht so einfach, wenn der Ersatzreifen unter dem Auto befestigt ist und niemals benutzt wurde. Dementsprechend rostig war die Schraube, die den Reifen hielt. Die Halterung brach an einer Seite ab, so dass der kaputte Reifen nun auch im Badezimmer Platz nehmen musste. Auf Grund der alten Schrauben war der Reifenwechsel eine langatmige Sache und zwang zu einer weiteren NacPiringebirge Lozenica bei Melnikaht an diesem Platz.

Montag 25. April:
Nichts weiter passiert.

Dienstag 26. April:
Heute ging es endgültig weiter. Erst Richtung Piringebirge und dann weiter nach Griechenland. Doch vorher war ich noch in Blagoevgrad im Internet. An zwei Tankstellen unterwegs versuchte ich eine neue Vignette zu kaufen, da die alte mittlerweile abgelaufen war und ich befürchtete, dass es zu Komplikationen bei der Ausreise kommen kann. Doch leider bekam ich nur den Hinweis, dass ich eine neue an der Grenze bekomme. Na ja, nicht sehr hilfreich.

Erst kam an der Grenze die PolizeikoBulgarienntrolle. Ein kurzer Blick in den Pass und weiter. Doch das nächste Häuschen habe ich glatt übersehen und bin daran vorbeigefahren. Ich sah nur noch aus dem Augenwinkel, dass dort etwas von Straßenbenutzungsgebühr stand. Hätte man hier die überfälligen Tage zahlen müssen? Keine Ahnung, schnell weiter. Es schimpft keiner, also alles in Ordnung. Dann der Zoll, eine lange Schlange. Ich reihe mich ein, es geht langsam voran. Das Zollhäuschen ist rechts. Warum das??? Egal.

Ich ging zum Zöllner, die übliche Prozedur. Überprüfung im Computer, Stempel und so weiter. Nur eine Kleinigkeit war anders. In meinem Pass war ein kleiner Zettel mit einer aufgedruckten 2. Achselzuckend nehme ich alles wieder in Empfang. Also weiter zum nächsten Schalter. Er war wieder links, ich bleibe sitzen und reiche abermals die Pässe hinüber. Der Beamte gibt mir jedoch Zeichen, ich solle bitte aussteigen. Ich frage mich warum, folge aber der Anweisung. Was will er? Soll ich meine Brille abnehmen? Habe ich etwas zu verzollen? Der Beamte schaut mich an und sagt ganz leise und fast unverständlich: „Fünf Euro?“. Naiv wEsel in Griechenlandie ich bin und von den übrigen Kosten schon gewohnt, denke ich, es ist mal wieder eine Gebühr. Ich drehe mich um, der Zöllner steht in der Tür und hält mittlerweile nervös die Hand auf. Erst als er die Pässe zurückzog, weil ich immer noch das Geld in der Hand halte und er sich vorsichtig umschaut wurde mir endlich klar, was hier gespielt wird. Wie dumm und naiv von mir. In diesem Augenblick habe ich den Zöllner bestochen. Dass ich kein Wechselgeld auf den 10-Euro-Schein erhalte, wird Eselmir natürlich auch erst in diesem Moment klar. Anschließend kam der griechische Zoll. Hier ging wieder alles sehr schnell, willkommen in der EU.

Meine Fahrt verlief weiterhin problemlos und ich steuerte die östlichste Halbinsel der Chalkidiki an. Dort gab es auf Anhieb einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer.

Mittwoch 27. April:Esel
Nur ein kurzer Einkauf und kurioser Parkplatzunfall. Eine Kundin vergaß die Handbremse anzuziehen und während sie einkaufen war, machte sich ihr Auto selbstständig und rollte in einen Lkw. Der türkische Fahrer hat natürlich laut geflucht. Abends wurde lecker gegrillt.Griechische Küste

Donnerstag 28. April:
Weiter nach Süden bis kur vor dem Berg Athos. Beziehungsweise so weit, wie man fahren kann, da es sich ja um eine autonome Republik handelt und der Zutritt nicht zulässig ist.Girechenland

Freitag, 29 April – Dienstag, 3. Mai:
In diesen Tagen passierte nichts Aufregendes. Nur ein kurzer Versuch Richtung Osten bzw. Türkei zu fahren. Aber ansonsten war der hiesige Stellplatz am Meer einfach schön. Erwähnenswert ist jedoch noch der Montag. Es handelte sich um Ostermontag was ich allerdings nicht wusste. Ich habe Mittelmeeres erst gemerkt, als der Supermarkt geschlossen hatte und lustige Ostereier im Schaufenster abgebildet waren. Ja, stimmt. Hier findet Ostern viel später statt. Aber in dieser Situation sehr merkwürdig. Immerhin waren es 30 Grad und ich hatte ein kurze Hose an. Es war für mich nicht vorstellbar, bei so einer Witterung Ostern zu feiern.

Mittwoch, 4. Mai:
Nach einigen Tagen Sonne ging es heute wieder zurück nach Bulgarien. An der Grenze angekommen, ging ich wieder zum Grenzhäuschen und wer sitzt da? Der Typ, der mir damals zehn Euro abgekWohnmobilnöpft hat. Und auch diesmal wollte er wieder Geld. Er begann ein belangloses Gespräch, als er in den Pass schaute und fragte irgendwann nebenbei, ob ich denn mit der Abfertigung beim Zoll zufrieden waren und ob alles okay sei. Ich ahnte was kommt und tatsächlich, er forderte mal wieder fünf Euro für die „Kaffeekasse“. WeitMichael Moller ging es nach Melnik und ich krabbelte dort im Sandsteingebirge herum, bevor es abends nach Sandanski ging, wo es auf einen Campingplatz im Wald gab.

Donnerstag, 5. Mai:
Erst ging es noch mal in das Gebirge und anschließend in das Städtchen Sandanski, das irgendwie anders war, als andereStrand bulgarische Ortschaften. In der Einkaufsstraße gab es zahlreiche Geschäfte, an denen Namen standen wie: Prada, Gucci, Lacoste und so weiter. Und vor den Läden saßen junge Frauen, die sich gekleidet und geschminkt haben, als wollten sie gleich in Paris über den Laufsteg gehen. Irgendwie sah es merkwürdig aus. Und ob es Originalware war, wage ich zu bezweifeln. Ich fuhren weiter bis Predel, kurz vor Razlog, mit einem kleinen Abstecher nach Bansko.

In Predel ging ich auf einen Campingplatz, der etwas abseits lag. Der Besitzer war etwas älter und sprach nur bulgarisch. Der SStrandohn hingegen war im Teenager-Alter und sprach etwas englisch. Er interessierte sich sehr für das Wohnmobil. Er sah, dass es ein Ford Transit war und wollte alles Mögliche darüber wissen. Vom Preis bis zum Kilometerstand musste ich ihm alles sagen, was mir zugegebenermaßen am Anfang komisch vorkam. Ich erzählte ihm aber auch, dass der Wagen seit Wochen ein sehr merkwürdiges Geräusch von sich gibt und ich nicht orten kann, woher das kommt und es in den letzten Tagen meiner Meinung noch schlimmer wurde. Er schlug plötzlich vor, ich Balkankönne morgen ja mal nach Blagoevgrad fahren (40 km entfernt) und dort zu seinem Bruder. Er lebt dort in der Stadt und fährt selber Transit. Gleichzeitig hat er Freunde, die sich alle mit dem Fahrzeugtyp auskennen. Zugegeben, ich war etwas skeptisch, aber ich nahm dieses Angebot erst einmal hin und wartete auf den nächsten Tag.

 

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