Skyline Arch

Wandern im Arches Nationalpark in Utah

Der US-Bundesstaat Utah hat wundervolle Nationalparks, die es in Europa so in dieser Form nicht gibt. Ich hatte ja bereits über den Bryce Canyon Nationalpark, über den Red Canyon aber auch über andere sehenswerte Naturspektakel geschrieben.

Eingang zum Arches National Park

Eingang zum Arches National Park

Der Arches Nationalpark gehört definitiv zu den Nationalparks, die man in den USA und besonders in Utah nicht verpassen sollte. Wie in Nordamerika üblich, fährt man mit dem Pkw oder Wohnmobil zur Kasse, zahlt dort den Eintritt oder legt die Jahreskarte für alle US-amerikanischen Nationalparks vor und erreicht gleich dahinter das Besucherzentrum.

Landscape Arch

Landscape Arch

Das Besucherzentrum hat uns dieses Mal nicht sonderlich interessiert. Natürlich haben wir uns das auch angeschaut, aber nach so vielen Nationalparks stellt man fest, dass sich das ein oder andere Infozentrum ähnelt. Außerdem wollten wir jetzt endlich die faszinierenden Felsformationen sehen.

Landschaft im Arches Nationalpark

Landschaft im Arches Nationalpark

Eine Stichstraße führt vom Eingang bzw. vom Besucherzentrum in den Nationalpark hinein. Rund 25 Kilometer sind es, die man bis zum letzten Parkplatz zurücklegen kann. Unterwegs gibt es natürlich viele weitere Parkplätze und außerdem noch ein paar kleinere Abzweigungen, in die man natürlich auch noch hineinfahren kann.

Genau unter dem Steinbogen

Genau unter dem Steinbogen

Daher sollte man für den Besuch im Arches Nationalpark unbedingt viel Zeit mitbringen. Wir hatten einen ganzen Tag zur Verfügung und haben nicht alles geschafft. Denn viele der Bögen liegen zum Glück nicht direkt am Parkplatz, sondern erfordern kleinere Spaziergänge bis hin zu größeren Wanderungen.

Weg zum Delicate Arch

Weg zum Delicate Arch

Wir haben es in jedem besuchten Nationalpark so gehalten, dass wir erst mal mit dem Auto bis zum Ende des jeweiligen Parks gefahren sind, so auch im Arches Nationalpark. Dort wartet am Ende eine Kreisstraße mit Parkplatz, von wo aus man zu Fuß auf dem Devil’s Garden Trailhead wandern kann.

Weg im Arches Nationalpark

Weg im Arches Nationalpark

Und der Name dieses teuflischen Wegs ist Programm, denn schon nach wenigen Metern packten wir als erstes unsere Kameras weg. Es war an dem Tag so dermaßen windig, dass uns ganz feiner Sand um die Ohren geweht wurde. Er war ziemlich unangenehm und setzte sich überall ab. Die Gefahr bestand, dass Staub in die Kameras gelangte.

Sonne hinter dem Delicate Arch

Sonne hinter dem Delicate Arch

Außerdem ging es auf diesem Weg durch Teufels Garten teilweise über Felswände steil empor, ganz ohne Geländer oder sonstige Hilfsmittel. Für diesen Weg brauchte man auf jeden Fall gewisse Erfahrung und festes Schuhwerk.

Arches Nationalpark in Utah

Arches Nationalpark in Utah

Dafür gibt es aber hier schon die ersten schönen Steinbögen, die den Arches Nationalpark zu seinem Namen verhelfen. Auf der linken Seite sieht man zunächst den schmalen und langen Landscape Arch während später der Double O Arch folgt. Dieser besteht aus zwei übereinander verlaufenden Steinbögen, die dafür wieder etwas kürzer sind als der Landscape Arch.

Double O Arch von Westen aus

Double O Arch von Westen aus

Es gibt also viele Varianten an Arches bzw. Steinbögen. Ein Highlight ist definitiv der Delicate Arch. Die Zufahrtsstraße dorthin befindet sich ungefähr im letzten Drittel des Arches Scenic Drive. Man hat gleich drei Möglichkeiten den Delicate Arch zu besichtigen: Es gibt zwei nah beieinander liegende Aussichtspunkte, von denen aus man einen fernen Blick auf den Steinbogen hat und die man sich sparen sollte, wenn man nicht mehr genug Zeit hat.

Breiter Wanderweg

Breiter Wanderweg

Denn viel spektakulärer wirkt der Delicate Arch, wenn man den zwei Kilometer langen und recht einfachen Wanderweg nimmt, um direkt bis zum Bogen zu gelangen. Wie bei allen Bögen im Nationalpark darf man diesen natürlich nicht betreten, aber man kann unten drunter stehen. Aber vor allen Dingen kann man vor dem Bogen Platz nehmen, ihn stundenlang beobachten und sich fragen, wie so etwas Tolles im Laufe der Zeit durch die Natur entstanden ist. Einfach toll.

Delicate Arch von Weitem

Delicate Arch von Weitem

Worauf wir aus Zeitgründen verzichten mussten, war eine Wanderung durch Fiery Furnace. Dieser Teil des Arches Nationalpark ist ein nicht enden wollendes Labyrinth inmitten von zahlreichen steil aufragenden Felsnadeln. Alleine besichtigen ist nicht möglich, sondern man muss beim Eintritt eine Führung buchen bzw. sollte diese schon rechtzeitig im Voraus buchen. Wir beließen es daher bei einem Besuch des Fiery Furnace Aussichstpunkts, wo man einen Teil der Felsnadeln überblicken konnte.

Delicate Arch

Delicate Arch

Ebenfalls sehenswert, aber sehr leicht zu erreichen ist der Balanced Rock. Der Name trifft voll zu, denn es handelt sich um einen riesigen Felsen, der auf einer Felsnadel zu balancieren scheint. Wenn man auf der Hauptstraße durch den Nationalpark fährt, erscheint er auf der rechten Seite ungefähr auf der Hälfte der Strecke zwischen Besucherzentrum und dem letzten Parkplatz.

Felsen von Fiery Furnace

Felsen von Fiery Furnace

Der Arches Nationalpark hat uns absolut gefallen und steht auf jeden Fall wieder auf dem Programm, wenn wir mal wieder dort in der Nähe sein sollten.

Balanced Rock ist ein passender Name

Balanced Rock ist ein passender Name

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