Bergschäden in Essen

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    • Bergschäden in Essen

      Wer in den nächsten Wochen mit der Bahn nach Essen möchte, der sollte sich auf Verspätungen und vor allen Dingen auf Umleitungen einstellen. Westlich des Essener Hauptbahnhofs wurde in der letzten Woche unter den Gleisen ein Hohlraum, entstanden durch den früheren Bergbau, entdeckt. Ursprünglich glaubte man, das Problem könne in wenigen Stunden :lach: gelöst werden.
      Jetzt ist man der Realität ein Stück näher gekommen und weiß, dass vermutlich im Rest des Jahres kein ICE mehr in Essen, Mülheim und Bochum halten wird.
      Die Regionalzüge fahren mit Schrittgeschwindigkeit über die Stelle und der Fernverkehr wird über Gelsenkirchen außen herumgeleitet.

      Hier ein überregionaler Artikel bei Spiegelonline und hier der Lokalteil der örtlichen Presse. Außerdem noch ein Fernsehbericht des WDR.
    • RE: Bergschäden in Essen

      Ich muss bei dieser Meldung daran denken, was mir mal ein Bergmann aus dem Ruhrgebiet erzählt hat: Wenn der Duisburger Hafen droht zu versanden, werden dort nicht wie anderswo üblich die Hafenbecken neu ausgebaggert, sondern man bittet die Bergbaufirmen, mal an bestimmten Stellen unterm Hafen ein wenig zu graben, und schon senkt sich der Boden dort ein Stück ab, und die Schiffe haben wieder genug Wasser unterm Kiel. Die jetzige Geschichte am Bahndamm ist hingegen wohl nicht ganz so beabsichtigt.

      Ansonsten war mein erster Gedanke beim Lesen der Meldung dieses Lied hier:



      Michael Moll schrieb:


      Ursprünglich glaubte man, das Problem könne in wenigen Stunden :lach: gelöst werden.

      Sieht so aus, als wäre dieser Nachtra nicht der letzte:




      :D
    • RE: Bergschäden in Essen

      Ja, du hast recht. Ich habe das gar nicht mehr erwähnt (bestimmt im Adventskalender untergegangen :floet: ).
      Kurz vor Weihnachten wurde das Tempolimit für die Züge aufgehoben. Allerdings nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach für verschiedene Gleise. Die Arbeiten am "Problemstollen", wie er hier in der lokalen Presse genannt wird, sind damit aber noch nicht beendet. Musste allerdings selber erstmal googeln, weil man auch hier so viel nicht mehr davon hört. Aktueller Stand ist also, dass eine Brücke zwischen dem Hauptbahnhof und dem zu verfüllenden Stollen stabilisiert werden muss. Das soll dann wohl bis März abgeschlossen sein (bis irgendetwas neues entdeckt wird).
      Hier der aktuellste Bericht aus der WAZ von der letzten Woche:
      http://www.derwesten.de/staedte/essen/eisenbahnbruecke-am-problemstollen-essen-wird-stabilisiert-id8983438.html

      Hier die Lage der Brücke:


      Man kann deutlich die Nähe zum Hbf sehen, der Stollen befand sich noch ein Stück weiter westlich.
    • RE: Bergschäden in Essen

      Wir sacken hier ab. Hier kommt heute schon mal die erste vorsichtige Vorhersage, dass es auch unter der Autobahn 40 einen Stollen geben könnte:

      http://www.derwesten.de/staedte/essen/bergbauschacht-unter-der-a40-vermutet-id9076915.html

      In der Nähe von Dortmund gab es das erst vor zwei Jahren, als die Autobahn 45 [url=http://www.dattelner-morgenpost.de/nachrichten/region/Endlich-wieder-freie-Fahrt-auf-der-A45;art999,668056]drei Wochen gesperrt[/url] war.
      Ich bin mal gespannt.

    • RE: Bergschäden in Essen

      Michael Moll schrieb:


      Wir sacken hier ab. Hier kommt heute schon mal die erste vorsichtige Vorhersage, dass es auch unter der Autobahn 40 einen Stollen geben könnte:

      http://www.derwesten.de/staedte/essen/bergbauschacht-unter-der-a40-vermutet-id9076915.html


      Tja, und heute ist es passiert: Nach zwei Tagen Probebohrungen hat man heute um 18 Uhr die Autobahnen 40 und 52 spontan gesperrt. Das ist hier im Ruhrgebiet ein ganz wichtiger Verkehrsknoten und es ist überhaupt nicht absehbar, wie lange die Sperrung andauern wird.
      Ich habe mir das vorhin mal angeschaut und gesehen, dass Autofahrer eigenmächtig die Schilder zur Seite geschoben haben, um weiter fahren zu können.

      Das passt zwar jetzt nicht zum Bergbaustollen unter den Gleisen, aber hat ähnlich starke, wenn nicht sogar stärkere Auswirkungen. Hier zwei aktuelle Berichte in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

      http://www.derwesten.de/staedte/essen/sicherung-des-a40-schachts-koennte-zwei-wochen-dauern-id9249741.html


      Und hier ein Blick auf die Karte, um das zu verdeutlichen:



      Der Schacht aus dem 19. Jahrhundert befindet sich genau unter der mittleren der drei Fahrspuren in Fahrtrichtung Ost. Wer also genau hinschaut, sieht, dass kurz zuvor die Autobahn 52 aus Düsseldorf kommend in die Autobahn 40 einmündet. Im Normalfall hat man dort in der Rushhour über mehrere Stunden einen bis zwei Kilometer Stau. Da kann man sich vorstellen, was die Sperrung bedeutet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael Moll ()