Ich übe mich wieder im Youtuben

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    • Ich übe mich wieder im Youtuben

      Moin zusammen,

      ich habe mir gedacht, ich werde mal wieder öfter meinen Youtube-Kanal bespielen. In den letzten Jahren habe ich eigentlich überwiegend nur kurze Videos veröffentlicht, wenn ich irgendwo mal was gesehen habe. Das will ich jetzt ändern und zukünftig wieder in "Reportage"-Manier von Reisen berichten und Sehenswürdigkeiten zeigen.
      Dazu habe ich in der letzten Woche meine Kamera durch ein aktuelles Gerät ersetzt und mir ein Audiogerät zugelegt. Letzteres war mir sehr wichtig, weil mich bei meinen alten Videos natürlich die Windgeräusche störten und ich mit einem Mono-Kabel-Mikro ein wenig eingeschränkt war.

      Also habe ich mich gestern aufgemacht und bin mal wieder zu meinem Lieblingstestgelände für solche Zwecke gefahren: Zum Tetraeder in Bottrop. Dort habe ich das folgende Video gemacht und gleich mal zwei Fehler gemacht.
      1. Ich habe die Videostabilisierung vergessen. Das merkt man deutlich, wenn ich laufe. Wird in Zukunft nicht mehr passieren.
      2. Gestern war der 6. Januar. Zwei Mal sage ich im Video, es sei der 5. Januar. Ist nicht wichtig, weiß ich. Aber ich wollte das klar stellen ;)
      3. Das Video dauert rund 12 Minuten. Nach dem Schnitt wird es mit etwas über 3 Gigabyte ausgespuckt (Full HD, 1920). Mir erscheint das ein wenig viel. Was passiert denn erst, wenn ich mit 4K aufnehme? Wer sich also mit Videobearbeitung auskennt, darf mich gerne belehren.



      Was mich freut: Ich habe das Video gestern spät abends ins Netz gestellt. Heute morgen wurde es acht Mal aufgerufen (davon zwei Mal ich, falls YT mich doppelt zählt). Und trotzdem gab es zwei Mal "Daumen nach oben". Jetzt müsste ich nur mehr Abonnenten erhalten. Ich arbeite dran ;)
    • Hallo Michael,
      schönes Video! Wir waren noch nie beim Tetraeder, der ja schon eine ganz imposante Höhe aufweist! Respekt!
      Als Geocacher habe ich auch gleich mal nach Caches dort gesucht... an solch bemerkenswerten Orten sind ja häufig auch "Dosen" versteckt.

      Und siehe da: derer gleich vier!
      Ein Multi, zwei Mysterys und ein Earthcache, die allesamt auf ihre jeweils spezifische Art (als Multi-Cache mit mehreren Stationen auf der Treppe des Tetraeders..., als Rätselcaches mit Aufgaben, die es vor Ort zu lösen gilt und als "geologischer Cache" - eben der Earthcache) mit dem Tetraeder und der Geschichte des Ruhrgebiets zu tun haben! Toll!

      Fürs Frühjahr (oder bei schönem Wetter) ist das nächste Ausflugsziel perfekt!
      Danke für diese Inspiration!
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      In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast...
      ... meint: Sabine... von den Fernschreibern

      www.die-fernschreiber.de
    • Nicht schlecht, das Video. Ein paar Fragen dazu: Hältst Du die Kamera dabei die ganze Zeit selbst in der Hand? Wie weit musst Du denn dabei deinen Arm ausstrecken, damit Du halbwegs ordentlich im Bild bist? Und ist das nicht auf die Dauer ein wenig anstrengend? Ich habe zwar das eine oder andere Youtube-Video gesehen, in dem jemand auf diese Art mit der Kamera durch die Gegend läuft, aber manchmal interessiert mich auch ein wenig, wie solche Aufnahmen eigentlich entstehen.
    • johebo schrieb:

      Es gab nicht nur 2 "thumbs up", sondern sogar schon mindestens 1 Kommentar, da bin ich ganz sicher
      Aha, du warst das also ;) Interessanterweise musste ich den Kommentar gerade genehmigen. Weiß nicht, warum. Vielleicht meine Einstellungen, muss ich mal prüfen.


      fernschreiber schrieb:

      Danke für diese Inspiration!
      Gerne, und viel Spaß beim Cachen.


      AlexM schrieb:

      Ein paar Fragen dazu: Hältst Du die Kamera dabei die ganze Zeit selbst in der Hand? Wie weit musst Du denn dabei deinen Arm ausstrecken, damit Du halbwegs ordentlich im Bild bist? Und ist das nicht auf die Dauer ein wenig anstrengend?
      Dann machen wir doch jetzt mal eine Art "Making of"

      Zunächst ein Blick auf das Equipment:

      1. Das Mikro mit der "toten Katze" (so nennt man die puscheligen Windschützer).
      2. Das Stativ mit Gehäuse für die Gopro. Den Griff kann man auf etwas mehr als die doppelte Länge vergrößern. Außerdem ist es ein Dreibein und kann damit auch hingestellt werden, was ich zwischendurch auch gemacht hatte, als ich Pingu fotografierte.
      3. Die Kamera, die im Gehäuse ist.
      4. Der Audiorekorder befindet sich in der Hosentasche und ist sehr leicht. Daran angeschlossen natürlich der Klinkenstecker vom Mikro.
      5. Taschentücher als Vergleichsgröße
      6. Eine Verlängerung, die ich bisher immer genutzt habe. Man kann ganz gut erkennen, dass sie auf die dreifache Länge ausgefahren werden kann. Die werde ich auch immer dann noch benutzen, wenn ich irgendwo auf Kirchtürmen stehe und zwischen Zinnen hindurch nach unten fotografieren will. Eben dort, wo ich sonst nicht so gut hingelange. Für das obige Video habe ich die weiße Stange nicht benötigt und dabei gehabt.

      Entstanden ist das Video also tatsächlich nur mit den Gegenständen 1-4

      Ablauf:
      Wir sind vom Auto bis zur Treppe. Dort habe ich mich schnell verkabelt und das Gehäuse mit der Kamera in die Hand genommen. Audiorekorder und Gopro gestartet und dann musste Moni sicht- und hörbar in die Hände klatschen. Ich hatte ja keine Hand mehr frei ;) Damit konnte ich dann später die Tonspur mit der Videospur synchronisieren. Eben so, wie man es von der schwarzen Klappe an einem Filmset kennt.

      Für das Video hatte ich mich jetzt einfach mal entschlossen, alles an einem Stück zu filmen, sodass es nachher nur zwei Dateien gibt. Bei anderen Videos, die mir für die Zukunft vorschweben, wird das nicht so einfach sein. Moni ist also vorausgegangen und als sie nicht mehr im Bild war, tapste ich auch los. Das gesamte Video, vom Händeklatschen bis zum Verlassen des Tetraeders (aber noch oben auf der Halde) dauerte etwas über 25 Minuten. Das jetzige Video dauert 12,5 Minuten.
      Gut die Hälfte habe ich also weggeschnitten. Das waren Teile des Treppenaufstiegs, wo ich einfach nichts erzählt habe und die Kamera nur achtlos in der Hand hielt; mehrere Verschnaufpausen; eine kurze Wartezeit bis ich alleine auf der Treppe war und eine Szene, in der ich ganz toll was über die Aussicht erzähle, aber nachher festellen musste, dass man das durch den Superweitwinkel gar nicht erkennen kann.

      Ansonsten ist es so, wie du sagst: Ich hielt die Kamera schlicht in der Hand, mit einem leicht angewinkelten Arm. Mal auf mich gerichtet und mal auf die Umgebung. Und bei der weggeschnittenen Passage hatte ich einfach den Arm baumeln lassen, so wie man eben eine Treppe steigt.
      Aber nachdem ich nun einige Tage mit mir gerungen habe, habe ich gerade eben doch noch ein weiteres Zubehörteil bestellt. Und zwar erwarte ich nun im Laufe der Woche einen Gimbal. Das wird dann Ausrüstungsgegenstand Nummer 2 in den Rucksack verschieben. Es handelt sich ebenfalls um einen Tragegriff der Kamera, der aber die Kamera stabilisiert. Ich habe so ein Teil selber noch nicht in der Hand gehabt, aber diese Kardanaufhängung finde ich total faszinierend und sorgt dafür, dass die Aufnahmen sehr ruhig ablaufen. Wenn ich also gehe oder gar renne oder auf dem Fahrrad sitze, ist das vom Bild her eher ein "Dahingleiten durch die Landschaft" und kein Gewackel. Wobei die Kamera das intern in einem Gewissen Rahmen auch selber kann. Doch das sollte man eben auch einschalten und man darf es nicht vergessen, so wie ich am Samstag :whistling:

      Postproduktion:
      Na ja, und dann saß ich am Samstagnachmittag für ein gutes Stündchen am Rechner und habe die genannten Szenen weggeschnitten und die beiden Dateien miteinander synchronisiert. Da ich jetzt nichts großartig zusammenstückeln musste und es auch keine Musikuntermalung gibt, ging das recht flott. Was am längsten gedauert hat, war schließlich der Upload zu Youtube mit rund 1,5 Stunden.


      Wenn ich das (oder den) Gimbal habe, zeige ich ihn mal. Und beim nächsten Mal lasse ich Moni auch mal ein Foto machen, wie das aussieht, wenn ich unterwegs bin.
      Fest steht auf jeden Fall, dass ich auch weiterin Videos erst nach einer Reise bearbeiten werde. Diese ganze Postproduktion wäre mir am Abend eines Reisetags zu viel. Da hätte ich einfach keine Lust mehr zu.

      Und gestern habe ich mal meinen Youtube-Kanal ein wenig aufgeräumt. Ich hatte vor einiger Zeit eher aus Spaß an der Freud ein Video zusammenschnipselt, das eigentlich nur mich zeigt. Das nutze ich jetzt als Trailer-Video, wenn man als Erstbesucher meinen Kanal aufruft (Wiederkehrer sehen was anderes):


      Bei dem Video siehst du zum Beispiel ab Sekunde 20, wie ich auf das Matterhorn zugehe. Hier war die Kamera an der weißen Stange befestigt und ich habe diese einfach wie einen Spazierstock herunterhängen lassen. Und bei 3:13 siehst du die Stange mit Kamera in meiner rechten Hand (ich weiß, das ist nicht am Matterhorn, das war in Österreich :grin: )
      Ab 0:34 siehst du einerseits, wie wackelig die Aufnahmen sind, was am fehlenden Gimbal liegt, und andererseits, dass man linker Arm runterhängt. Das konnte ich so machen, weil die weiße Stange eben sehr lang ist und ich den Arm daher nicht ausstrecken muss. Eigentlich eine ganz bequeme Haltung. Hat aber eben den Nachteil, dass man dann nicht mehr zu verstehen ist, wenn man nur das Kamera-Mikro nutzt. Aber zumindest diesen Nachteil habe ich ja jetzt abgestellt.

      So, das einfach mal als Einblick in "Mollywood"
    • Neu

      Und es ist mir auch nachher nicht aufgefallen. Ich will mich nicht rausreden, aber ich war zu dem Zeitpunkt viel mehr mit der Technik beschäftigt. Das merkt man auch daran, dass ich kurz vorher die Kamera so schön hochgehalten habe. In dem Moment dachte ich nämlich, dass das ein klasse Blendschutz wäre. Habe aber nicht daran gedacht, welch großen Schatten ich damit auf mein Gesicht werfe.
      Blöd nur, dass man mittlerweile keine nachträglichen Anmerkungen mehr machen kann. Also konnte ich das nur in die Beschreibung setzen. Liest wahrscheinlich kein Mensch dort ;)