Florida-Rundreise mit Mietwagen

    • Nordamerika

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    • Florida-Rundreise mit Mietwagen

      Hallo zusammen,

      getreu meinem Motto: Vor der Reise ist vor den anderen Reisen ..... bin ich gedanklich bereits im Januar 2018. Da müssen mein Mann und ich dringend, aber eben nicht fluchtartig das Land verlassen. :gemein: Und zu diesem Zweck haben wir Florida ins Auge gefasst, weil wir dort

      a) noch nie zusammen waren ( ich selbst nur einmal für drei Nächte in einem Hotel in Orlando, ohne Zeit für Ausgang)
      b) es dort schönes Wetter geben soll
      c) wir sicher viele tolle Motive vor die Kamera und vor die Linse bekommen könnten.

      Im Interesse der eigenen Unabhängigkeit möchten wir mit einem Mietwagen unterwegs sein, geplant sind etwa 10 Tage im Land zu bleiben, plus An- und Abreisetage. Da wir aber nicht dauernd Tasche packen wollen, kommen insgesamt höchstens drei Hotels infrage.
      Und nun würde ich gern eure Tipps hören. Wo, wann und bei wem buche ich am besten den Mietwagen? Welche Strecke könntet ihr empfehlen? Hat jemand Geheimtipps für schöne Hotels? Wir mögen es durchaus komfortabel und vor allem sauber. Hostels, Jugendherbergen oder ähnliches ist nicht unser Ding.

      viele Grüße, Dorit
    • hallo Dorit
      Wir waren vor längerer Zeit in Florida und das ganze 4 Wochen im Juli 2003 und es war eine super Reise und wir waren 3 Frauen und 4 Kinder und ein Teil war natürlich Disnyworld in Orlando und das haben wir auf 2x 3 Tage aufgeteilt , einmal in einem Hotel in DW und einmal in einer Wohnung in Kisseemee und für die Kinder und uns ein Paradies, die Wohnungen oder Häuser sind ja grosszügig angelegt was die Raumaufteilung angeht, aber die Preise auch dementsprechend !! Aber wenn man dann durch sieben Teilen kann ist es wieder Ok gewesen und trotzdem sehr komfortabel !!! Zu Europa riesige Räume,waschen kann man meistens auch überall, und wir hatten ja nur Sommerkleider mit ...... fast kein Gewicht :) .... die Zimmer hatten wir immer pro Familie und es hatte immer 2 Bäder !!
      Angefangen haben wir in Miami 3 Tage im Hotel zum anklimatisieren und mit allem Komfort und Swimminpool und direkt am Strand im Oceandrive Old Touwn. Dann Evergleds und Key West 3 Tage. dann wieder zurück und Richtung Silversprings 4 Tage und dann an die Iketakispringquellen 3 Tage und dann einmal 3 Tage Dysneworld im Hotel !!! dann weiter in die Haupstadt von Florida Thalaahasse eine Nacht im Motel ...... dann weiter Richtung Panamacity und weiter nach Pensacola für ca. 4 Tage am weissen Strand, sehr schön. Dann weiter zuürck Richtung Tampa , vorher aber für eine Nacht im Motel in einem Naturpark und dann sind wir an die Indianrockbeach in ein Haus auf Stelzen direkt am Strand, vorne Meer und hinten der Kanal mit Aligatoren frei lebend ...... am Morgen musst man sich immer vergewissen ob so einer nicht im warmen Sand unterm Haus liegt!! Sehr schöner weisser Strand am Golf von Mexico, ca. Wassertemperatur 27° und das Meer kann da auch sehr wild sein.
      Nach einer Woche sind wir über Tampa Richtung Cap Canaveral und da verbrachten wir ebenfalls einen ganzen Tag und für unsere Kids sehr spannend und auch natürlich für Erwachsene.
      Dann waren wir noch einmal im Disnyworld für 4 Tage und am Abend mussten wir dann von Orlando zurück über London nach Zürich fliegen und waren wieder zu HAuse.

      Die Flugtickets sowie die Hotels in Disnyworld und auch das Mietauto von der Fam. Alamo übernommen in Miami am Flughafen und abegeben in Orlando am Flughafen haben wir im Reisebüro in der Schweiz gebucht, War ganz ein neuer Van von Platz bis zu 9 Personen Automat und mit allem drum und dran, sehr bequem zu fahren. Wichtig ist, die Geschwindikeiten ein zu halten !!! Auch die Eintrittspakete für ganz Florida inklusive Disnyworld und Wasserparks und Cap Canavarel und alle Musseen und Naturparks 400.- Franken pro Kind und Erwachsenen. Aber das lohnt sich auf alle Fälle, da ein Einzeleintritt bis 80 Dollar kosten kann und das ist schon einige Zeit her.
      Dazwischen die Motels haben wir spontan angefahren und immer was bekommen, ausser am Wochende sollte man schon etwas haben sonst wird es schwieriger aber finden sollte man immer noch was eventuell.
      Fazit, wir hatten eine sehr schöne Reise und auch sehr viel gesehen sind zufrieden nach Hause gekommen um die Eindrücke zu verarbeiten. Es hat sich gelohnt !!

      Viel Spass beim Planen und freut Euch auf Florida :)

      mit lieben Grüssen Inge

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sanitaer ()

    • Ich danke dir, liebe Inge! Wow, da habt ihr ja richtig was gesehen und erlebt. Klar, wenn man 4 Wochen Zeit hat, dann passt das ja auch so. Nur, die haben wir leider nicht. Wie ich schon schrieb, reine Aufenthaltszeit werden zehn Tage sein. Und Disney World etc. kommt für uns auch nicht infrage. Wir sind definitiv aus dem Alter raus und Enkel noch (lange) nicht in Sicht. :) Außerdem lieben wir eher genau das Gegenteil. Ruhe, Abgeschiedenheit, Tiere, Pflanzen - halt so Zeugs, was sich gut fotografieren lässt. :) Ein Haus wird uns auch zu groß werden, da genügt uns ein normales Doppelzimmer mit Frühstück.


      liebe Grüße, Dorit
    • Hallo Dorit,

      ich will unsere Tour auch gerne nochmal zusammenfassen. Und zwar kamen wir aus Nordwest über die Interstate 10 von Alabama und sind dann auf den Highway 98 nach Süden abgebogen.
      Am Anfang war die Strecke sehr ruhig, teilweise sogar einsam und führte durch eine waldreiche Region. Hat uns ganz gut gefallen, war aber nichts, weshalb man dort hin müsste. Zwischen Chrystal River und Clearwater an der Ostküste war es dann einfach nur doof - um es mal ganz plump zu sagen. Entlang der Strecke folgt eine Burgerbude der nächsten, wechselte sich mit den üblichen Motelketten ab und nachdem wir alle bekannten Werbeschilder gesehen hatten, ging das ganze wieder von vorne los. Die erste Übernachtung hatten wir in einem Hotel in Clearwater. Das war eine Art SB-Hotel und es gab kein Frühstück:



      Am nächsten Tag fuhren wir über die Interstate 75 und über den Highway 27 bis zu den Beginn der Keys. Miami haben wir bewusst ausgelassen. Einerseits hat uns die Stadt einfach nicht interessiert und andererseits haben wir es schlicht und ergreifend nicht geschafft, den Sunpass für diverse Mautstrecken zu aktivieren. Daher fuhren wir über Nebenstrecken um Miami herum. Unser Ziel war sowieso Key West.

      Bis Islamorada haben uns die Keys überhaupt nicht zugesagt und da hat man schon fast die Hälfte hinter sich. Im Grunde fuhr man auf dem Highway und hatte rechts und links hohe Hecken, Häuser und sonstiges, was einem den Blick auf das Meer versperrte. Parkmöglichkeiten waren bis dahin ebenfalls Mangelware. Aber das änderte sich dann ab Islamorada. Schöne Ausblicke auf den Golf von Mexico und Grüne Leguane sowie Pelikane sieht man ständig. Key West hat uns sehr gut gefallen. Dort kamen wir im Key Lime Inn unter. Das ist ziemlich zentral im Ort, hat einen Parkplatz und besteht aus mehreren Bungalows. Das Frühstück war typisch amerikanisch und gar nicht so unser. Wir haben eine Verlegenheitsbanane gegessen und sind dann wieder losgezogen.
      Hier mal die Lage vom Hotel:


      Unser "Hotelzimmer":



      Und die laufen einfach auf der Straße umher.

      Als wir die Keys wieder verließen, fuhren wir natürlich noch in den Everglades-Nationalpark. Hier sahen wir Seekühe, einen Alligator, vermutlich auch ein Krokodil in der Ferne und zahlreiche Vögel. Die Moskitos nicht zu vergessen. Den Schwerpunkt legten wir auf das Flamingo Visitor Center ganz im Süden. Dort gab es auch einen kleinen Spazierweg durch einen Mangrovenwald. Sehr interessant.


      Übernachtet hatten wir später im Best Western Naples Plaza Hotel, direkt an der Interstate 75. Frühstück gab es da wohl, aber eben wieder klassisch amerikanisch. Zu diesem Zeitpunkt verzichteten wir mittlerweile auf diese typischen Hotelfrühstücks-Büffets oder hielten es sehr kurz. Das war übrigens das Hotel, wo wir morgens beim Verlassen des Parkplatzes einen Blauhäher und einen Carolina-Specht am Baum sitzen sahen. Kann man also auch so zufällig erleben.


      Unser nächstes Ziel war die Atlantikküste. Dafür fuhren wir nördlich vom Lake Okeechobee bis Cocoa Beach. War eine nette Landschaft.

      An der Küste ist die Auswahl an Quartieren natürlich enorm. Da wir spontan dort aufschlugen und nichts reserviert hatten, waren wir logischerweise ein wenig in der Auswahl eingeschränkt. Es war nicht alles besetzt, aber das was noch frei war, kostete uns teilweise zu viel. Also verzichteten wir auf den Blick aufs Meer vom Hotelzimmer aus und spazierten lieber 200 Meter direkt zum Strand, um das Meer genießen zu können. Unser Hotel war schließlich das Holiday Inn Express & Suites Cocoa Beach:




      Das Preis-Leistungsverhältnis war ganz gut. Nicht weit vom Strand, direkt neben einem Supermarkt und die Zimmer schauten so aus:




      Na ja, aber um ehrlich zu sein. So oder ähnlich sahen ja fast alle Zimmer aus, die wir irgendwo anmieteten. Das war etwas, was uns auf der gesamten Reise durch die USA sehr schnell auffiel: Es ist alles extrem austauschbar. Eine kleine Ortschaft sieht genauso aus wie eine andere kleine Ortschaft und die Hotelzimmer sehen sich zum Verwechseln ähnlich, auch wenn man die Hotelketten tauscht.
      Nett war allerdings dieses kleine Detail, dass wir woanders nicht sahen:



      Einfach mal die Handtücher im Bad anders angeboten.


      Von hier aus statteten wir dem Cape Canaveral einen Besuch ab und fuhren dann nach zwei Nächten im Hotel weiter zu Disneyworld (hier muss ich allerdings den Einwand einwerfen, dass man dafür nie aus dem Alter raus sein kann ;) ). Danach verließen wir Floirda in Richtung Georgia.



      Grundsätzlich waren alle Hotels sauber und komfortabel, aber von der Art her tanzte nur das Hotel in Key West ein wenig aus der Reihe. Es war eben kein klassisches Durchgangshotel, sondern bestand eben aus diesen kleinen Häusern auf ziemlich kleiner Grundfläche. Die Zimmer waren dort dementsprechend auch überschaubar.


      Unser Fazit: Es war interessant. Key West hat uns sehr gut gefallen. Der Everglades-Nationalpark hat uns ganz gut gefallen, allerdings machen wir hier die Einschränkung, dass wir eben vorher die Nationalparks im Westen der USA besichtigten und uns diese mehr beeindruckten. Das Wetter ist nicht so unser, da wir weniger für das feucht-warme Klima gemacht sind. Die Strände fand ich recht voll.


      Wir hatten im Vorfeld darüber nachgedacht, von Florida aus noch einen Tagesausflug auf die Bahamas zu machen oder falls das dann schon möglich gewesen wäre, mit der Fähre nach Kuba rüber zu fahren. Letzteres war noch nicht möglich und letztendlich hatten wir auch keine Zeit mehr für solche Abstecher. Außerdem waren wir eigentlich ganz froh, im Land gewesen zu sein. Ein zweites Mal wollten wir nicht die Einreiseprozedur erleben und irgendwelche Risiken eingehen. Man weiß ja nie, wie die so ticken.


      Soweit von mir das, was mir zu Florida einfällt.
    • Ich danke dir, lieber Micha! Das sind viele wertvolle Infos.

      Thema Moskitos. Gibts da irgendeine Chance, denen zu entkommen? Gegenmittel?

      Thema Frühstück: Wir gehören beide zu der Kategorie aufwachen, aufstehen, Hunger. Wie habt ihr euch denn beholfen? Normalerweise essen wir uns nämlich früh richtig satt, damit wir dann den Tag über unsere Expeditionen machen können. Seid dann irgendwo in einen Diner gegangen?

      VG, Dorit
    • Meine eigenen Florida-Erfahrungen beschränken sich auf eine Woche in Naples. Die Stadt selbst hat zwar einen ganz netten (winzigen) alten Kern, aber ansonsten beschränkt sich eine Stadtrundfahrt hauptsächlich darauf, den Gästen die Winterresidenzen von diversen "Celebrities" zu zeigen. Also nicht unbedingt etwas für Euch. Es gibt dort sonst noch ein paar Badestrände, die ganz nett sind (aber wahrscheinlich nicht sehr viel anders als im übrigen Florida).

      Dorit schrieb:

      c) wir sicher viele tolle Motive vor die Kamera und vor die Linse bekommen könnten.
      Was ich Euch auf jeden Fall wärmstens ans Herz lege, ist das Corkscrew Swamp Sanctuary. Das ist ein Naturreservat, in dem man auf Holzbohlenwegen die Tier- und Pflanzenwelt der Sümpfe Südfloridas erleben kann. Hier können sich Eure Fotoapparate (und die Augen) ordentlich austoben.


      Dorit schrieb:

      Wo, wann und bei wem buche ich am besten den Mietwagen?
      Da Ihr ja wahrscheinlich mit dem Flieger anreisen werdet, kommen im Grunde nur die großen Autovermieter mit ihren Flughafen-Standorten in Frage. An Eurer Stelle würde ich, sobald die Eckdaten Eurer Flüge feststehen, auf den gängigen Mietwagen-Suchselten nach Angeboten schauen. Startpunkt ist eine Internet-Suche nach "Mietwagen <Flughafenname>". Parallel dazu lohnt es sich, bei den Firmen, die Euch die Suchseiten ausspucken, auch mal direkt nachzuschauen. Manchmal haben die auch noch günstigere Angebote.
      Beim Abholen des Fahrzeugs vor Ort ist dann eine gewisse Vorsicht angebracht. Denn zum einen versuchen die Angestellten dort, den Leuten noch irgendwelche Zusatzleistungen aufzuschwätzen, und zum anderen kann es schon mal passieren, dass der Wagen, der laut Vertrag vollgetankt sein sollte, einen fast leeren Tank hat. So etwas sofort zu klären ist deutlich einfacher als im Nachhinein.
    • Dorit schrieb:

      Thema Moskitos. Gibts da irgendeine Chance, denen zu entkommen? Gegenmittel?
      Da muss ich passen. Wir hatten die Biester nur im Nationalpark erlebt. Und in den paar Stunden konnten wir es aushalten. Überraschenderweise haben wir sie dort auch nur am zweiten Besucherzentrum gehabt. Wobei wir im Oktober vor Ort waren. Will nicht wissen, wie das im Sommer aussieht. Aber moment, du sagtest Januar. Hm, gibt es dann dort überhaupt Mücken? Das kann ich dir gar nicht sagen.


      Dorit schrieb:

      Thema Frühstück:
      Ach, ein leidiges Thema war das. Ich habe dazu auch noch einen Blog-Artikel auf Halde, den ich mal schreiben will. Ich beschreibe es mal so: Am Ende der Reise hatten wir bei der täglichen Hotelsuche gar nicht mehr darauf geachtet, ob es Frühstück gab oder nicht. Es war uns schlicht egal und wir legten dafür mehr Wert auf andere Dinge (kein Motel, kein Hotel mit Zimmertüren auf einen außenseitig liegenden Flur und tatsächlich auf Mikrowelle). Diese Sachen hatten wir zu Beginn der Reise nicht primär als Wunsch bei der Übernachtung. Aber das Essen in den USA ging uns extrem auf die Nerven. Wir waren zwar ein paar Mal essen, aber das wollten wir nun auch nicht jeden Abend machen, doch die Alternativen sind nicht besonders prickelnd.
      Okay, ich will jetzt nicht ausschweifen, also Frühstück: Grundsätzlich muss ich sagen, dass wir nicht die großen Frühstücker sind und auch überhaupt keinen Kaffee trinken. Das heißt, wir frühstücken eher im Laufe des Vormittags. Wir haben versucht vorzusorgen indem wir in Supermärkten ein paar Sachen einkauften. Wenn es mal ansatzweise so etwas gab, was wir hier Baguette nennen, dann war das unser. Geschah auf der Reise ein einziges Mal. Ansonsten hatten wir wenigstens ein paar Bananen eingekauft und ein bisschen Süßkram. Das ist für uns auch soweit okay, wir kommen damit klar.
      Wir sind aber auch nicht böse, wenn es im Hotel ein gutes Buffet oder ähnliches gibt. Nur genau daran scheiterte es meistens. Ein übliches Büffet in einem amerikanischen Hotel sieht so aus:
      - Kaffeeautomat
      - Saftspender
      - Rührei
      - Haferflocken
      - klebrige Muffins (wir konnten dabei zusehen, wie die Packung geöffnet wurde. Es war eine der Packungen, die man bei Walmart kaufen konnte.)
      - Waffeleisen, mit dem man eine Plastikbecher-Ladung Teig zubereiten kann (in besseren Hotels)
      - Pancake-Maschine, die wie ein Kopierer funktioniert: Man drückt aufs Knöpfchen und wartet, dass an der Seite zwei kleine Pfannkuchen auf den Plastikteller fallen (in noch besseren Hotels). In einem der Hotels wurde uns das sogar als Neuigkeit angepriesen. Wobei die Pfannkuchen okay waren.
      - Äpfel, Bananen
      - unidentifizierbare "Brühe" mit Würstchen

      Und was ganz extrem schlimm anzusehen war, war der Müll, der beim Frühstück entstand. Aufgeschäumte Tellerchen, Becher und Plastikbesteck waren Standard. Wir haben es nirgendwo anders erlebt. Man nimmt also einen kleinen aufgeschäumten Becher, stellt diesen unter den Hahn für den Waffel-Teig, nimmt den gefüllten Becher und gießt den Inhalt in das Waffeleisen. Danach schmeißt man den Becher weg. Tagtäglich, in allen Hotels der USA. So geht das ebenfalls mit den Tellern und dem Besteck. Die Mitarbeiter im Hotel kommen manchmal gar nicht nach, die blauen Säcke der Mülleimer auszutauschen. Es war so erschreckend...
      Wir reden hier von Hotels, wo die Nacht zwischen 80 und 140 Dollar kostete.

      Bevor wir in die USA fuhren, suchten wir für die ersten Tage bei Booking.com ein Hotel in New York. In fast allen Hotels wurde das Frühstück moniert (Plastik, weicher Süßkram etc.). Im Laufe der Reise haben wir die Theorie aufgestellt, dass diese Bewertungen von deutschen Touristen kamen, die für ein paar Tage nach New York flogen und sonst nichts von Amerika sahen. Die waren also dementsprechend über das dort übliche Frühstück "überrascht". Denn im Landesinnere gab es natürlich auch Hotels mit deutschen Bewertungen. Da las man dann so Sätze wie "typisch amerikanisches Frühstück" oder "wie man das halt in den USA kennt". Das klang dann schon nach Resignation, frei nach dem Motto "wir sind es gewohnt" und zeigte, dass es im ganzen Land gleich ist. Hier kommt wieder, wie schon oben, das Stichwort "austauschbar".

      Ich sag mal wie es ist: Wir haben in bisher allen bereisten Ländern versucht, die heimische Küche zu nutzen, was praktisch überall klappte. In den USA waren wir soweit, dass wir in San Francisco einen polnischen Lebensmittelladen aufsuchten. Damit waren die nächsten zwei Tage gerettet.
      Und in einem Hotel in Provo, Utah, freute sich der ca. 25jährige Rezeptionist, mal wieder mit Deutschen zu sprechen. Er habe zwei Jahre in Deutschland gelebt. Was ihm in Deutschland gefallen habe, fragten wir ihn. Seine spontane Antwort auf Deutsch: "Frühstück", das würde er sehr vermissen.

      So, jetzt habe ich mir den Frühstücks-Frust von der Seele geschrieben. Wie gesagt, wir konnten uns ganz gut aushelfen, aber wer ein wirklich üppiges Frühstück wünscht, der wird womöglich enttäuscht werden. Übrigens, seit der Reise sehe ich amerikanische Serien oder Sitcoms mit ganz anderen Augen, wenn dort ein Frühstück zubereitet wird.


      Hier mal ein Beispiel-Foto. Leider ist mir der falsche Bereich scharf geworden. Egal, zu sehen ist dieser seltsame Haferbrei, der uns nicht überzeugen konnte und hinten links die aufgeschäumten Getränkebecher.




      Der Plastikbecher für den Waffelteig.


      Okay, die Bagels oder Donuts habe ich in der Aufzählung vergessen.


      Typischer Frühstücksraum


      Und noch einer (ich glaube, der hier ist sogar aus dem Hotel in Cocoa Beach am Cape Canaveral, will da aber jetzt nichts falsches sagen)


      Ach ja, und "dänische Gebäckplunder" gab es auch. Wir haben sie mal probiert...




      Dieses Foto ging via Whatsapp an meine Mutter mit dem Kommentar: "Unsere Auswahl für heute..."

      Edit: Alex und ich haben uns überschnitten. Ich brauchte ein bisschen was, um meiner Bilder zu finden. Die Sache mit dem Aufschwatzen der Zusatzleistungen beim Mietwagen kann ich bestätigen. Wir haben unseren Mietwagen übrigens über den ADAC bei Hertz gebucht.
    • Thema Frühstück und Lebensmittel
      mich überrascht das ganze von Michael was Frühstücks in den Hotels von den USA angeht ;(
      Bei den Festbuchungen für die Hotels in Florida konnten wir immer selbst bestimmen was wir wollten beim Frühstück aber dafür mussten wir kämpfen bei der Buchung, da Frühsück meistens nicht dabei war, und mit Kindern geht das nicht ...... da war dann alles Vorhanden, von Müsli, frischen Früchten, Johgurt, Marmelade und Butter , so wie Rührei und Speck und Würstchen, für jeden etwas dabei, immer Büffet ........ nur das Brot war schlimm, überall, nur Gummi. Wir nahmen meisten Toastbrot oder Knäckebrot und haben es getostet, dann war es zum Aushalten !!
      Bei den Essen in Einheimischen Resteraunts haben wir immer sehr gute Erfahrungen gemacht, da die Leute sehr nett und zuvorkommend waren und uns auch in Gespräche verwickelten um mit uns Deutsch zu reden, da Sie einmal in Deutschland stationiert waren und diese an die Zeit erinnerten und uns auch wertvolle Tipps gaben.
      Oft waren die Portionen so gross, dass wir Automatisch die Hundebeutel bekamen um alles ein zu packen . Das hat sage und schreibe für den nächsten Mittag noch für die Kids gereicht und auch noch für uns ein wenig ..... was hat sich da verändert ???

      So kann man es ganz verschieden Erleben :top:
    • Ich habe in den USA zwar nur ein einziges Hotel von innen gesehen, aber das hat nur die Erfahrungen bestätigt, die Michael gemacht hat. Es gab dort zwar Frühstück, aber das war eher enttäuschend.

      Die riesigen Portionen in den Restaurants kann ich auch bestätigen - vielleicht nicht überall, aber meistens schon. Ich erinnere mich noch an ein Lokal, in dem wir beim zweiten Besuch nur noch eine Pizza für je 2 Personen bestellt haben. Das war dann genau die richtige Menge.
    • Danke für alle weiteren Antworten. :)

      Gut, dass es auch andere Erfahrungen gibt, denn unsere (Orlando und New York) waren ähnlich miserabel. Vor allem diese Müllberge. Das kleinste Fitzelchen von irgendwas wird noch eingeschweißt. In dem Hotel in Orlando war das damals so verrückt, da gab es einen Frühstücksraum für den normalen Geschmack und Bedarf, eben kaum zu essen. Und am vorletzten Tag hatten wir dann ein zweites Restaurant entdeckt, am anderen Ende des Hotels, wo man gegen Aufpreis ein Frühstück bekam, wie es Sanitäter oben beschreibt. Also mit Müsli, Aufschnitt, und allem pipapo. Tja, der Aufpreis betrug lässige 45 Dollar pro Nase.

      Ja, Broomcruiser, für uns ist es auch die Hauptmahlzeit. Wenn es denn geht.

      Auf jeden Fall werden wir das bei den Buchungen berücksichtigen. Danke!!!

      VG, Dorit
    • Das normale Frühstück war bei uns auch inklusive, nur dass man das eben nicht essen konnte. Nur wenn es schmecken sollte, dann musste man diesen Aufpreis bezahlen.
      Ich frage mich halt die ganze Zeit, ob die Amerikaner einfach kein Frühstück kennen, so wie die Franzosen, oder ob sie es verlernt haben? Oder ist es ihnen egal?
    • Dorit schrieb:

      Ich frage mich halt die ganze Zeit, ob die Amerikaner einfach kein Frühstück kennen, so wie die Franzosen, oder ob sie es verlernt haben? Oder ist es ihnen egal?
      Genau diese Frage stellten wir uns während der gesamten Reise. Ein bisschen boshaft haben wir nachher schon gesagt, dass wohl irgendjemand der Pilgerväter das Kochbuch auf der Mayflower vergessen haben muss.
      Im Grunde hat uns nicht nur das Frühstück, sondern die gesamte "Kulinarik" genervt. Zugegeben, wir kamen von der Queen Mary und waren nun eine Woche extrem verwöhnt worden. Aber wenn man nachher sieht, dass es plötzlich auf der Rückfahrt auch Pancakes und Plastikbecker an Bord gibt, weil sehr viele Amerikaner mit auf dem Schiff sind, dann kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

      Ein ziemliches Gruselerlebnis hatten wir mal, als wir in einem Walmart vergeblich eine Obst- und Gemüsetheke suchten. Ich konnte das gar nicht glauben und bin drei Mal den Laden auf und abgegangen bis Moni mich endlich gestoppt hat. Dafür gab es aber mitten im Geschäft einen großen "Drogerie-Apotheken"-Bereich, in dem man zahlreiche Vitaminpillen und dergleichen kaufen konnte.

      In einem anderen Geschäft sahen wir in der Brot-Abteilung Schwarzbrot. Wir mögen kein Schwarzbrot und brauchen das nicht. Aber wir nahmen es testweise in die Hand. Und selbst bei dieser Brotart drückten wir, wie es @sanitaer oben schon beschrieb, in einen Gummiball.
    • Michael Moll schrieb:

      Ein ziemliches Gruselerlebnis hatten wir mal, als wir in einem Walmart vergeblich eine Obst- und Gemüsetheke suchten. Ich konnte das gar nicht glauben und bin drei Mal den Laden auf und abgegangen bis Moni mich endlich gestoppt hat. Dafür gab es aber mitten im Geschäft einen großen "Drogerie-Apotheken"-Bereich, in dem man zahlreiche Vitaminpillen und dergleichen kaufen konnte.
      Das ist mal eine Logik der Amerikaner :grr:

      Michael Moll schrieb:

      In einem anderen Geschäft sahen wir in der Brot-Abteilung Schwarzbrot. Wir mögen kein Schwarzbrot und brauchen das nicht. Aber wir nahmen es testweise in die Hand. Und selbst bei dieser Brotart drückten wir, wie es @sanitaer oben schon beschrieb, in einen Gummiball.
      da musste ich jetzt so grinsen. Eine Bekannte (Deutsche) lebt in Amerika nahe der Mexikanischen Grenze. Wenn sie wieder mal in Deutschland ist stürzt sie sich wie wild auf Brot, Brezen, Wiener und dergleichen , als ob sie Monate nichts zu essen bekommen hätte. :gemein: :gemein: :gemein:
      Ich bin..
      Teilzeit-Engel
      Gelegenheits-Hexe
      Gleitzeit-Teufel
      Vollzeit-Verrückte
      ....aber glücklich!
    • Dorit schrieb:

      Ich frage mich halt die ganze Zeit, ob die Amerikaner einfach kein Frühstück kennen, so wie die Franzosen, oder ob sie es verlernt haben? Oder ist es ihnen egal?
      Keine Ahnung, woher das kommt. Aber wer in einem Land aufgewachsen ist, in dem es nichts anderes gibt, der ist halt an so etwas gewöhnt.

      Michael Moll schrieb:

      Ein bisschen boshaft haben wir nachher schon gesagt, dass wohl irgendjemand der Pilgerväter das Kochbuch auf der Mayflower vergessen haben muss.Im Grunde hat uns nicht nur das Frühstück, sondern die gesamte "Kulinarik" genervt. Zugegeben, wir kamen von der Queen Mary und waren nun eine Woche extrem verwöhnt worden. Aber wenn man nachher sieht, dass es plötzlich auf der Rückfahrt auch Pancakes und Plastikbecker an Bord gibt, weil sehr viele Amerikaner mit auf dem Schiff sind, dann kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
      Ich vermute mal, das war nicht nur wegen der amerikanischen Passagiere so, sondern auch, weil man eben in New York "frisches" Essen gebunkert hatte. Da muss man halt nehmen, was man kriegt.